Der eine Punkt Abzug ist für die ehemalige Mitgliedschaft des Autors bei der CDU, aber seine Kritik an Merz und an der AfD und die Tipps im Buch zur Rettung der Demokratie zeugen von seiner Erfahrung als Politiker und Jurist.
S.46: „Die Verkehrung der Wirklichkeit in ihr Gegenteil - Demokratie = Diktatur - beschränkt die Möglichkeit, sich sprachlich dagegen zu wehren. (…) Kritik wird unmöglich, wenn es keine gemeinsame Sprache mehr gibt, um die Wirklichkeit zu beschreiben. Lügen verfangen sich leicht in einem Land, das sich auf keine gemeinsame Realität mehr einigen kann.“
S.48: „Ein Verbotsverfahren würde der Öffentlichkeit vor Augen führen, „was die Politik der AfD für die Menschen bedeutet, die von der rassistischen, antisemitischen, sexistischen und ableistischen Politik dieser Partei in ihrer Existenz betroffen sind.“
S.55: „Wegen Unzufriedenheit den Dienst am Gemeinwohl verweigern, ist gewissenlos.“
S.59: „Die Demonstrationen zeigen, dass es eine Lüge ist, wenn die AfD behauptet, sie vertrete die (schweigende) Mehrheit. Sie geben Kraft, für unsere Demokratie einzustehen. Die braucht man auch, denn demonstrieren allein reicht nicht.“