Gestaltwandler. Familienintrigen. Found Family. Und eine Menge queere Liebe.
Auf der Flucht vor seiner Vergangenheit findet Ayden einen neuen Job als Barkeeper in einem kleinen Nachtclub am Stadtrand. Zu diesem Zeitpunkt weiß er allerdings noch nicht, dass der beste Freund der Barbesitzerin, Nathan, der vom ersten Moment an ein Auge auf Ayden geworfen hat, sein Geheimnis teilt. Aber Nathan weiß weitaus mehr über Ayden und seine mystische Gestalt, als es zunächst den Anschein macht. Mehr als Ayden sich je hätte vorstellen können.
Nathan schleicht sich so schnell und mit beinahe ansteckender Lebensfreude in Aydens Leben, dass Ayden sich die eine Frage stellen muss, deren Antwort seine Zukunft nachhaltig beeinflussen Will er sein abgeschottetes Herz für Nathan öffnen oder sein Leben als einsamer Reisender fortsetzen?
»Ayden war nicht der erste Mensch, der auf Nathans Schultern Platz nehmen durfte. Aber es sah so aus, als wäre der Platz auf den breiten Schultern des Rothaarigen allein für Ayden bestimmt.«
Warum haben moderne deutsche Autoren solch eine Angst, missverstanden zu werden? Warum müssen jede Handlung, jede kleinste Regung ihrer Figuren sofort erklärt, kommentiert und moralisch abgeglichen werden?
Schon nach den ersten Kapiteln hatte ich das Gefühl, das Buch erwartet von mir eine Liebe auf den ersten Blick, während ich noch nicht einmal weiß, ob ich Lust auf das ganze habe. Als sei das Buch bereits überzeugt, dass ich schon unsterblich in die Figuren verliebt bin. Spoiler: war ich nicht.
Schreibstil Mein größtes Problem mit diesem Buch ist der Schreibstil. An vielen Stellen wirkt er plump, uneditiert und zieht die Handlung endlos in die Länge, ohne dass tatsächlich etwas passiert. Szenen, die belanglos wirken, werden breit ausgewalzt, während zentrale Entwicklungen dadurch jegliche Schlagkraft verlieren. Wer schon immer mal erleben wollte, wie Cartoon-Dialoge in einer Fanfiction von Wolfsong klingen, bitte schön. Zu guter Letzt stolpert er mehrfach über Grammatik.
1) Viel Telling, wenig Showing. Der Text erwartet, dass ich in den Dialogen automatisch die Chemie zwischen den Figuren erkenne und mich an ihren kleinen Wortgefechten erfreue. Doch dieser Effekt bleibt aus, weil die Charaktere zuvor nicht genügend Substanz oder Tiefe erhalten haben, damit ihre Interaktionen nur ansatzweise interessant sind. Ich sehe stattdessen Figuren dabei zu, wie sie vollkommen banale Situationen abhandeln, und das in gestelzten, unnatürlichen Sätzen. Das Buch erzählt mir also ständig, dass diese Figuren liebenswert, charmant oder humorvoll sein sollen, anstatt es durch glaubwürdige, organische Szenen zu zeigen. Während die Autorin offenbar davon ausgeht, dass ich bei deren Geplänkel schmunzle und mich über die Szene amüsiere, sitze ich distanziert davor und frage mich, warum dieser flache Dialog ganze Absätze einnimmt.
2) Figuren kommentieren ständig ihr eigenes Verhalten oder das von anderen. Jede Verhaltensweise und Gefühlsregung wird brav erklärt, als hätten die Charaktere permanent einen Therapeuten auf der Schulter sitzen, der mitschreibt. Es bleibt dadurch kein Raum für Ambivalenz, Zwischentöne oder Lesern, selbst etwas zwischen den Zeilen zu entdecken. Stattdessen ist alles eine Dauerausstellung von Befindlichkeiten. Wenn Shadow Nathan als 'unsere Eintrittskarte' bezeichnet, kommt prompt die Erzählerstimme hinterhergelaufen, um zu versichern: Nein, nein, er ist natürlich mehr als das! Die Szene soll vermutlich zeigen, dass Shadow neckisch und Nathan charmant ist, und zwischen ihnen herrscht freundschaftliche Wärme. Das hat man auch so verstanden... Statt Dialoge für sich wirken zu lassen, klebt die Autorin ständig Post-its dran.
3) Paradebeispiel: Finn und Nathan kaufen einen Farbeimer. Kein Scherz. > Finn und Nathan standen vor einem deckenhohen Regal und suchten vergeblich nach der Farbe für das Holz, welche sie online herausgesucht hatten. 'Kann ich behilflich sein?', fragte eine Verkäuferin, die plötzlich hinter ihnen aufgetaucht war. 'Wir suchen die Farbe Nummer 003 und dachten uns, das könnte eigentlich nicht so schwer sein.', antwortete Finn. 'Ist es aber scheinbar doch', setzte Nathan nach. Die Verkäuferin suchte nicht lange und streckte ihm schließlich die richtige Farbe entgegen. 'Die hier?' 'Oh ja. Danke!', entgegnete Nathan lachend und nahm ihr die Blechdose aus der Hand. 'Ähm....' Verunsichert sah die Verkäuferin zwischen Finn und ihm hin und her, ließ ihren Blick aber letztendlich auf Nathan verweilen. 'Könnte ich vielleicht deine Nummer haben?' '003? Wir haben doch die Farbe schon?', antwortete er irritiert. 'Nicht DIE Nummer, du Pfosten', raunte Finn ihm zu." <
So sprechen und verhalten sich die Figuren durchgehend. Für mich wirkt das nicht nur hölzern, sondern auch vollkommen unglaubwürdig. Es geht nicht um Handlung, sondern um eine Banalität (Farbeinkauf). An sich nicht schlimm, wenn es das einzige wäre. Warum lacht Nathan? Er freut sich, dass er einen Farbeimer bekommt? Es gibt null Spannung, weil das Problem sofort und mühelos gelöst wird. Die Verkäuferin ist ein Klischee, bekommt aber plötzlich eine kleine Mini-Storyline, die nirgends hinführt. Nathan wird am laufenden Band angebaggert, haha, er ist ja soooo hot und attraktiv, voll der lustige Running Gag... *würg* Wortwitze und Missverständnis braucht gutes Timing, um zu funktionieren. Diese Passage funktioniert nicht. Es passiert nichts, was die Handlung oder die Figuren voranbringt. Der Farbtopf hätte auch off-page besorgt werden können. Der Dialog klingt mehr als gestellt. Das verlangsamte Pacing-Problem des gesamten Buches wird hier einfach nur verschlimmert. Solche Szenen funktionieren nur, wenn man als Leser bereits tief invested ist. Bei gut aufgebauten Figuren kann ein banaler Moment voller Charme und Subtext sein. Hier jedoch wirkt er nur wie ein Platzhalter für Chemie, die das Buch schlicht nicht etabliert hat.
Romanze: Ayden weiß nichts, Nathan weiß alles Innerhalb von zwei Wochen entwickelt sich eine Romanze zwischen Nathan und Ayden. Dabei soll Ayden angeblich seit seiner Kindheit auf der Straße leben und niemandem vertrauen. Die schnelle Wendung vom vollkommenen Misstrauen zur tiefen Verliebtheit wirkt extrem konstruiert und nimmt der Beziehung jede Glaubwürdigkeit. Mein größtes Problem ist allerdings die Grundlage. Nathan erkennt Ayden wieder, weil seine Familie Aydens Mutter getötet hat. Beide Familien sind Gestaltwandler – Aydens Linie blaue Eisfüchse, Nathans Linie feurige Phönixe. Ayden selbst weiß davon nichts: weder, dass Nathan ebenfalls magische Kräfte hat, noch von der gemeinsamen Vergangenheit. Das heißt, dass Nathan aktiv entscheidende Informationen zurückhält, während er gleichzeitig eine Beziehung zu Ayden aufbaut. Zwar wird angedeutet, dass er deswegen ein schlechtes Gewissen hat, doch ich bezweifle, dass dies als echter Charakterfehler gemeint ist. Noch widersprüchlicher wird es im Kontrast zu seinem Verhalten gegenüber Kyla: Dort bemüht er sich um Verständnis und Harmonie, selbst wenn sie Ayden offen feindselig behandelt. Wenn Nathan wirklich so egoistisch wäre, warum zeigt er dann an anderer Stelle so große Nachsicht? Das Buch will mir weismachen, Nathan sei der liebste und rücksichtsvollste Mensch. Aber wer seinen Love Interest in so einem Punkt belügt, ist schlicht manipulativ. Passt einfach nicht zusammen.
Moralpredigten im TED-Talk Format
Lieber Nathan, Menschen "werfen nicht einfach so Pillen ein", sondern nehmen sie, weil sie sie brauchen, um zu überleben oder gesund zu bleiben. Viel logischer (und realitätsnäher) wäre es gewesen, Tierversuche in der Kosmetikindustrie anzusprechen, die tatsächlich unnötig und verwerflich sind. Es ist nicht nur Nathan, fast alle Charaktere verhalten sich wie Stammtischprediger, die mit Schlagworten um sich werfen.
Ayden als Fuchs ist so wählerisch, dass man denkt, er sei Veganer auf vier Pfoten. Das passt nicht mal auf den ersten Blick zu einem Raubtier, geschweige denn zu einem Straßenkind, das ums Überleben kämpfte. Blöd nur, dass später verraten wird, dass seine Mutter sehr wohl gejagt hat... aber Ayden hat Probleme damit, Beute zu reißen? Also was denn nun, zimperlicher Streichelzoo-Fuchs oder Raubtier mit Revieranspruch? Ayden wirkt weniger wie eine Figur, sondern wie eine Projektionsfläche für das, was die Autorin in dem Moment moralisch vermitteln will. Da bleibt er nicht allein.
Was sich hier abzeichnet, ist ein Muster. Shadow ist auch 99% nur Sprachrohr als ein durchdachter Charakter.
Kyla heult einmal ordentlich, und zack – alles vergessen, kein Groll mehr, Verrat abgehakt. Ayden reagiert völlig inkonsistent. Jetzt hat er kein Problem damit, allen sein Geheimnis zu offenbaren, und verteidigt Kyla sogar vor Nathan. An Ayden ist wirklich ein Sozialarbeiter verloren gegangen.... Nathan darf mal kurz so tun, als ob er Rückgrat in deren Freundeskreis hätte, wird aber gleich von Ayden ausgebremst. Jetzt wirkt Nathan bloß übergriffig und Ayden wie der moralische Besserwisser. Erneut wird das Konfliktpotenzial sofort aufgelöst, indem Ayden beschwichtigt. Das nimmt jeder Eskalation den Wind aus den Segeln. Man könnte fast sagen: Die Story verweigert sich der eigenen Spannung. Ehe man sich versieht, sind Verrat und Gefahr bloß noch Grund für ein Gruppenkuscheln.
Kyla: Verräterin heute, beste Freundin morgen Kyla gibt Informationen über Nathan an Leute weiter. Sie heult, übernimmt aber nicht Verantwortung für frühere Eskapaden (z. B. der versuchte Kuss). Sie verhält sich manipulierend, wird aber gleichzeitig als emotional überfordert dargestellt. Die ganze Zeit wurde sie clever und intrigant gezeigt, aber nun hilflos und dämlich. Die Figuren handeln teils unlogisch in dieser Szene. Die Schlüsselinformation wird sehr spät und überladen vermittelt. Es ist einfach künstlich umständlich. Die Szene soll dramatisch sein, aber ich fragte mich: Warum übernehmen Shadow und Finn nicht von Anfang an selbst das Gespräch? Warum überlässt man Kyla, die offensichtlich emotional am Ende ist, die kritische Info? Auch die Motivation von Kyla bleibt unklar: Was genau wollte sie erreichen? Warum entschuldigt sie sich jetzt und nicht für den Kuss oder vorheriges Verhalten? Es war aus einem solch egoistischen Beweggrund wie Eifersucht, aber trotzdem nicht ihre Schuld. Armes Baby. Danach ist es einfach Charakterentwicklung per Knopfdruck, ganz nach dem Motto CTRL+Z. 😆 Statt wachsam zu bleiben oder wenigstens Misstrauen zu zeigen, nimmt Ayden Kyla sofort wieder in Schutz und meint sie habe "gesunde Portion Humor". Für jemanden, der angeblich traumatisiert, misstrauisch und vom Leben auf der Straße geprägt ist, wirkt das absurd gutgläubig. Die Autorin erzählt uns (wieder mal), dass Kyla "eine angenehme Gesprächspartnerin" sei. Aber das kommt nicht aus Handlung oder Dialog hervor, sondern wie ein nachträglicher Rechtfertigungsversuch. "Natürlich hatte sie ihre Eigenheiten…" – das ist schon fast unfreiwillig komisch. Als wären Verrat, Intrigen und versucht erzwungene Küsse einfach kleine Schrullen, wie ein Hang zu Glitzer und Ponys.
Die Ersatz-Zicke Drama nach Schema F. Offenbar war Kyla als nicht genug, also brauchen wir jetzt eine neue Teilzeit Antagonistin: Corey, die nur deshalb existiert, um Ayden nicht zu mögen, weil sie auf Nathan steht. Hier ist das Verhalten auch so überzogen, dass es fast wie Disney-Channel ist. Nathans Auftritt ist natürlich Boyfriend Goals, aber es geht hier nicht um ihn, sondern um Kylas Redemption Arc, Teil 578. Sie darf jetzt Heldin spielen, mit gezieltem Wasserstrahl ins Gesicht der neuen Zicke. Beschrieben wie aus Marvel: Kyla nahm Corey ins Visier und schoss so präzise, dass es sogar ihr Schreien unterdrückte. Damn gurl. Eigentlich hätte nur eine Person ins Labor einbrechen müssen. Warum braucht die Story ständig diese Konflikte, die sich nicht aus den bestehenden Figuren entwickeln, sondern von außen plump draufgesetzt werden und Drama recycelt.
Shadow, die Quirky Barbesitzerin Und dann gibt es noch Shadow. Meine Freundin und ich finden sie unfassbar nervig. Shadow ist das obligatorische quirky Girl – so Anfang 20, aber natürlich bereits Besitzerin einer Bar (klar, wer macht das nicht direkt nach dem Abitur?), immer fröhlich, immer quirlig, immer genau die Sorte Figur, die man braucht. Keine Individualität. Schon die Bar hat keinen Namen, sondern wird als "Shadows Bar" bezeichnet? Anstatt irgendwie realistisch zu reagieren, nachdem Ayden fast Nathan umgebracht hätte (magische Eskalation, Sie wissen schon), nickt sie verständnisvoll und spielt Seelentrösterin. Das ist ungefähr so glaubhaft, wie wenn mir jemand gesteht, er habe meinen besten Freund beinahe mit einem Küchenmesser erstochen und ich sage: "Ach, Kopf hoch, passiert doch jedem mal." Sie Szene ist auch nochmal ein gutes Beispiel für den Schreibstil. Wieder mal läuft alles glatt, ohne Konflikte, ohne Widerstände. Der Showdown war Dank ihr auch sehr anti-klimaktisch. Ayden trifft auf den eigenen Vater, der sieben Jahre lang seine Mutter gefangen hielt, und plötzlich kommt Shadow aus dem Off und verpasst dem Bösewicht einen K.o.-Schlag. Hochdramatische Familienkonflikte, elegant neutralisiert durch die Superkraft einer Nebenfigur.
Setting im Nebel Dazu kommt das Setting, das vollkommen unklar bleibt. Grundsätzlich ist nichts benannt, nicht Shadows Bar, die Stadt, keine Straße, das Festival... Nichts. Ich war zunächst überzeugt, dass die Handlung in England spielen soll – die Namen der Figuren (Ayden, Nathan, Kyla, Shadow, Graham Pierce, Cavender) legen das nahe. Doch die Freundin, die das Buch ebenfalls gelesen hat, meinte, sie sei davon ausgegangen, dass es in Deutschland spiele. Und tatsächlich gibt es Anhaltspunkte dafür: die Figuren sprechen bewusst über Duzen und Siezen, etwas, was mein persönlicher pet peeve wäre, denn im englischsprachigen Raum ergäbe es schlicht keinen Sinn. Ayden spricht von seiner "Mom", also: England ist es schon Mal nicht. Als die Gruppe später auf dem Festival ist, wird dann wiederum erwähnt, dass sie in Euro bezahlen. Das alles wirkt willkürlich zusammengeworfen. Das Setting bleibt dadurch unfassbar schwammig und so, als hätte die Autorin sich 0 Gedanken drum gemacht.
Plot? Logik? Pacing??? Wir müssen morgen in die streng bewachten Labore einbrechen, lass uns noch schnell in den Freizeitpark gehen! Prioritäten, wie man sie eben setzt... Das große Fantasy-Drama (Familiengeheimnisse, Magie, Einbruch) wird unterbrochen von einer Nebenhandlung. Der Plot müsste sich zuspitzen, aber er wird künstlich hinausgezögert mit Szenen, die keinen Mehrwert haben.
Besonders unglaubwürdig fand ich die Entscheidung später, Ayden allein dahin zu schicken, wo seine Mutter vermutet wird. "Lieber nur einer stirbt" klingt nach militärischem Pragmatismus, der so plötzloch angeflogen kam wie eine Granate. Der Roman ist nicht düster oder brutal genug, um diese Zynik glaubwürdig durchzuziehen. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Ayden allein erfolgreich ist, liegt niedriger, als wenn Nathan ihn unterstützt. Die Szene, in der Rin erklärt, dass Aydens Mutter ‘auf Töten abgerichtet’ sein könnte, aber nicht auf Ayden, sondern ausgerechnet auf Nathan, ist kein raffinierter Twist, sondern wie ein mühsamer Versuch, den Plot zu rechtfertigen. Das Alleinlassen Aydens wird dadurch nicht logischer, sondern noch absurder: Wieso sollte gerade der traumatisierte Sohn in der besten Position sein, die Situation zu meistern? Die Handlung biegt sich so hin, wie man sie braucht, egal ob es Sinn ergibt oder nicht.
Ab 18? Eher ab 12. Ein letzter Punkt betrifft die Altersfreigabe. Das Buch wird als 18+ vermarktet – warum, tja. Vielleicht sollte diese Einstufung mögliche homophobe Kritik abfedern ("Kinder sollten so etwas nicht lesen!"), das ist natürlich Spekulation. Doch inhaltlich gibt es nichts, was diese Altersstufe rechtfertigen würde. Über fünf Kapiteln wird ausgewalzt, dass Kyla Ayden nicht leiden kann und eifersüchtig ist, weil Nathan sich für ihn interessiert. Kyla entspricht dabei genau dem Klischee der Zicke mit Modegeschmack und erinnert stark an Chloe aus Miraculous Ladybug: von Kindheit an mit Nathan befreundet, selbstgefällig, intrigant, versucht ihn sogar zu küssen... und trotzdem will die Gruppe sie beschwichtigen und weiter integrieren. Das wäre vielleicht glaubwürdig, wenn die Figuren 14 oder 15 wären. Aber wir reden von Anfang-/Mitte-Zwanzigjährigen! An dem Punkt wirkt es nur noch albern und unreif. Noch absurder, ist dass Ayden selbst möchte, dass Kyla nicht aus der Gruppe ausgeschlossen wird, obwohl sie sich ganz aktiv selbst disqualifiziert. Es muss selbstverständlich nicht jedes Buch explizite Sexszenen enthalten. Aber Euphemismen wie "streicheln" und "liebkosen" hätten genauso gut in einem Jugendbuch stehen können. Ich habe mich ernsthaft gefragt, ob die Figuren ursprünglich als Teenager geplant waren und man sie im Nachhinein älter gemacht hat. In jedem Fall passt die Alterskennzeichnung nicht zum Ton und Inhalt des Textes.
Insgesamt bleiben unausgereifte 500+ Seiten zurück: schleppendes Pacing, Dialoge, die eher wie Parodien wirken, und eine Handlung, die sich um Glaubwürdigkeit kaum schert. Für mich war das leider eine große Enttäuschung.
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Mit dem Schreibstil der Autorin kann ich mich leider überhaupt nicht anfreunden. Noch dazu ist das Buch vor allem in den ersten 2 dritteln sehr langatmig, aber dann nimmt es zügig Fahrt auf und man möchte es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen, weil es so spannend ist. Die Charaktere mag ich allesamt und ich freue mich schon die nächsten Teile zu lesen.
Für das Buch hab ich zwar länger gebraucht, einfach weils langatmiger ist. Aber es war trotzdem mega gut. Außerdem wie bei allen Nina Linz Büchern Liebe ich den Chaotentrupp und ich kanns kaum abwarten zum nächsten Teil zu kommen. Er steht schon vor mir und sieht mich wartend an.
Auf jeden Fall eine Lieblingsautorin. Ich liebe alles von ihr. Da ich dieses Buch schon seit den Anfängen der Entstehung mitverfolgt habe hat es sowieso einen besonderen Platz in meinem Herzen ❤️