Der Schnitter ist eine Legende, eher ein Mythos als ein der Retter der Welten, der Anführer des Aufstandes, der Sprenger der Ketten. Und doch ist der Schnitter ein Darrow, geboren auf der roten Erde des Mars, Ehemann, Vater und Freund. Einst brauchten die Welten den Schnitter, doch nun brauchen sie Darrow. Denn nach dem dunklen kommt ein neues Zeitalter – ein Zeitalter des Lichts, des Triumphs und der Hoffnung.
Hello. I'm Pierce Brown, the author of the Red Rising Saga, a NYT #1 bestseller. I figured I'd write you myself than have corporate copy pasted below my totally natural author photo.
In my books you'll find stories of men and women finding their inner strength when all seems lost. You'll also find me exploring themes of love, violence, hope, and power--what it means, why people seek it, and how they hold onto it.
Mir fehlen die Worte. Drecksverdammt gut, mal wieder.
Ich musste lachen und weinen. Ich hatte Spaß und trauerte. Es ist ein Wunder, dass es sowas noch gibt. Bücher mit denen man so sehr mitfühlt. Charaktere, die sich so echt anfühlen. Ich hab jede Sekunde des Buches geliebt. Ich konnte es nicht aus der Hand legen.
Der 2. Teil des 6. Red Rising Bandes endet mit einem Cliffhanger, weshalb noch mit einem 7. Band zu rechnen ist (bei der Praxis von CrossCult, wird wohl auch dieser Band wieder in 2. Teile erscheinen). Bedingt durch die Zweiteilung, fallen natürlich einige Charaktere raus, die in 6.1 noch Auftritte hatten, wie etwa Virginia. Auch besinnt sich Autor Pierce Brown auf alte Tugenden, denn die Kinder von Darrow und Sevro spielen hier erneut keine Rolle. Hier verlässt man sich vollends auf die alte Riege und ist, ebenso schon wie bei 6.1, schnell wieder in der Geschichte drin. Vor allem gegen Ende zieht nicht nur der Action (und blutige Gewalt)-Anteil nach oben, vor allem sind hier durchaus einige überraschende Wendungen drin, die es sich zu erleben lohnt. Aus diesem Grunde ist es natürlich schwer, über den Band zu sprechen, ohne zu viel zu spoilern. Dennoch sollten ein paar Punkte hier angesprochen werden. Denn es gibt hier nicht nur Action, sondern wieder auch sehr starke Charakterszenen, die die Entwicklung und Verbundenheit unserer Helden beschreiben. Vor allen Dingen wird hier wieder virtuos geschafft, mit gängigen Klischees zu brechen. So erhalten nicht nur die Bösewichte (meist) Tiefe (und damit ein Motiv für ihre Taten), nein, Brown versteht es auch hier wieder meisterhaft, auf dem Kampf- und politischen Parkett zu spielen und alle Charakterfäden zu ziehen. So werden ehemals freundliche Gesichter plötzlich böse und vermeintlich böse Personen sind die Verbündeten von Morgen. Das ist so gut verzahnt, dass vor allem das Ende wieder eine schöne Achterbahnfahrt ist und Vibes der ersten Trilogie spüren lässt. Ich hatte bei diesem Band etwas größere Probleme, der schwülstigen und antiken Sprache zu folgen, es ist auch paradox, dass die Welt von Red Rising einerseits supermoderne Technologie mit archaischen Verhaltensweisen verbindet, dazu braucht man m.E. eine große Imaginationsgabe, aber offensichtlich hat die Red Rising-Reihe gerade deshalb seine Fans...
„Millionenfache Schlächter. Die Geschichte beweist eines: Gewalt erschafft Imperien. Gewalt wird verehrt, respektiert, geachtet. Wieso sind wir Ungeheuer, nur weil wir diese Wahrheit annehmen? Wieso bin ich böse? Alle wichtigen Menschen haben so gehandelt!“ S. 318
Na? Läuft euch bei dem Zitat auf eine Gänsehaut über den Rücken? Und fragt ihr euch gleichzeitig, warum es so erschreckend aktuell ist? Das Zitat thematisiert auch die Handlung vom aktuellen Red Rising Teils ziemlich treffend, obwohl es weit in der Zukunft und am Rande unseres Universums spielt.
Darrow ist zur Legende geworden. Er ist auf dem Weg in die Randzone, um Verbündete und Material zu finden. Gleichzeitig macht Lysander Boden gut und die dritte Playerin - die Rote Lyria - befindet sich als Blinder Passagier auf der Archimedes.
Es ist eine wilde Mischung, dieser zweite Teil des sechsten Bandes von „Red Rising“ - und gerade wegen dieser Ungezügeltheit und Rohheit hat mir das Buch so viel Spaß gemacht. Ich bin beinahe in einen Rausch verfallen und habe die Seiten in kürzester Zeit weginhalliert - Die Mischung aus dem Ernst, dem Blut, durch das die Figuren auf ihrem Weg waten, aber auch dem sarkastischen Witz, den Brown in wohltuenden Therapiedosen in die Seiten einfließen lässt, machen für mich den Charme aus. Charme? Nun ja, wer jetzt auf Wattebäuschchen setzt, mit dem sich die Figuren bewerfen, den muss ich leider enttäuschen. Es geht rau zu, hart, mit vielen Verlusten auf beiden Seiten - sie waten durch Blut und Gedärme, abgeschnittene Gliedmaßen und das nicht zu knapp.
Warum funktioniert es für mich trotzdem? Die Gedanken von Darrow, Lyria und teilweise auch Lysander sind schockierend, aber nachvollziehbar. Ich habe sie verstanden. Ihre Verzweiflung, ihren Drang, der sie immer weiter treibt. Ihre Motive sind so stark, so komplex und andererseits so nachvollziehbar einfach. Und das macht für mich das Fünkchen aus, das sich in meinem Herzen zu einem Flächenbrand entwickelt und mich auch in eine Impulsrüstung schlüpfen lässt. Wo ist mein Razor? Ich mache alles dem Erdboden gleich und kämpfe an eurer Seite!
Am liebsten bin ich übrigens auf der Archimedes gewesen und mit Darrow und Co. durch die weiten des Alls gedüst. Es kam mir ein bisschen wie zuhause vor - und das ist wichtig für mich.
Am Ende wurde es dramatisch - dramatischer als das Buch eh schon ist! Ich habe jemanden zutiefst betrauert - und einen neuen erbitterten Feind gewonnen. Gleichzeitig freue ich mich unbändig auf ein Wiedersehen mit Charakteren, die in der zweiten Hälfte des sechsten Bandes nicht mehr vorkamen. Pierce Brown schreibt schon am Abschlussband „Roter Gott“, und ich fürchte das Buch, genauso wie ich danach giere.
Was für eine wunderbare Fortsetzung! Selten hat mich ein Buch so oft zum Lachen und zum Weinen gebracht. Nach sechs Bänden ist ein ganz besonderes Gefühl der Verbundenheit mit den Charakteren und ihren persönlichen Wegen entstanden. Ich kann kaum die Veröffentlichung des letzten Bandes der Red Rising-Reihe von Pierce Brown erwarten und bin mehr als gespannt, wie die Handlung in diesem Teil vollendet wird. Andererseits würde ich mir wünschen, dass diese Reihe für immer auf diesem einzigartigen Niveau weitergeschrieben wird. 🪐
So so so gut! Der Band ist grandios. Die Spannung, die Kampfszenen und das Setup für das große Finale ist genial. Der Band fokussiert sich auch endlich wieder auf die Charaktere, die die Geschichte so besonders machen. Das Buch ist auf dem gleichen Niveau wie Band 1-3 der Red Rising Reihe, von vorne bis hinten ein Meisterwerk.
Mal wieder ein grandioser Band, noch besser als der erste Teil, der etwas zu langsam angefangen hatte. Es ist immer wieder Wahnsinn wie Pierce Brown Kämpfe und Schlachten beschreibt und man darin eingesogen wird. Das Ende hat mich allerdings gekillt 😭
Es war toll, wieder mit dem Schnitter unterwegs zu sein. Leider hatte „Lichtbringer“ jedoch so seine Längen, was mir zwischenzeitlich die Lust am Weiterlesen fast schon genommen hat. Auch haben mir die typischen WTF-Momente gefehlt. Aber das Ende… 😭
Manchmal entscheidet sich die Größe eines Epos nicht im Donner der Schlachten, sondern im Moment danach, wenn die Überlebenden in den Trümmern stehen und sich fragen müssen, wofür all das Blut geflossen ist. Genau hier setzt "Zeitalter des Lichts" ein. Pierce Brown führt seine Saga nicht einfach fort, er zwingt sie zur Selbstbefragung. Nach der beinahe apokalyptischen Finsternis des Vorgängers wählt er keinen Weg der bloßen Eskalation, sondern der Verdichtung: moralisch, emotional, existenziell. Dieses sechste Buch ist kein weiterer Akt im Spektakel des Krieges, sondern die schonungslose Prüfung seiner Helden und damit auch seiner Leser.
Acht Monate nach den Verwüstungen des vorangegangenen Bandes taumeln die Figuren nicht blindlings in die nächste Katastrophe. Brown gönnt ihnen - und uns - eine Phase der Selbstprüfung. Vor allem Darrow, lange Zeit der archaische Motor dieser Saga, gewinnt hier eine neue Dimension. Er ist nicht mehr nur der Kriegsgott mit Gewissensbissen, sondern ein Mann, der begreift, dass Siege ohne moralische Erdung nichts als verbrannte Erde hinterlassen. Seine Vergangenheit erscheint nicht als heroische Legende, sondern als Hypothek. Entscheidungen aus früheren Bänden entfalten nun ihre zerstörerische Spätwirkung. Diese narrative Langzeitökonomie ist bemerkenswert: Brown schreibt keine episodische Abenteuerserie, sondern ein geschlossenes Epos, in dem jede Sünde Zinsen trägt.
Entscheidend ist der Ton. Nach der nahezu nihilistischen Düsternis des Vorgängers hätte eine weitere Eskalation ins Maßlose geführt. Stattdessen setzt Brown auf Kontrast. Ja, es gibt Schlachten von opernhafter Wucht, Duelle, die in ihrer choreografierten Raserei den Puls beschleunigen, und Gefechte im All, die das Genre der Military Space Opera selbstbewusst ausreizen. Doch die eigentliche Sprengkraft liegt in den Zwischentönen. In den Gesprächen alter Gefährten, deren Loyalität nicht mehr naiv, sondern hart erkämpft ist. In Momenten, in denen Brüderlichkeit nicht als sentimentale Floskel, sondern als letzte Bastion gegen die Entmenschlichung erscheint.
Diese Rückbesinnung auf das Motiv der Wahlverwandtschaft ist kein nostalgischer Reflex, sondern Reifung. Die Figuren sind älter, beschädigter, misstrauischer. Freundschaft bedeutet hier nicht mehr jugendlichen Übermut, sondern bewusste Entscheidung gegen Zynismus. Gerade darin liegt die emotionale Wucht des Romans. Brown versteht es meisterhaft, Nähe herzustellen, um sie im nächsten Kapitel zu bedrohen. Der Leser schwankt zwischen Triumph und Verzweiflung, zwischen befreiendem Gelächter und jenem beklemmenden Gefühl, dass in dieser Welt kein Glück von Dauer ist.
Auch formal zeigt sich eine Weiterentwicklung. Die multiplen Perspektiven wirken fokussierter, weniger zerfasert als noch in früheren Bänden. Selbst Figuren, die man am liebsten aus der nächsten Luftschleuse stoßen würde, erhalten Raum zur Selbstrechtfertigung. Besonders Lysander wird nicht als bloßer Antagonist, sondern als ideologisches Gegenmodell inszeniert: ein Mann, der Ordnung über Freiheit stellt und seine Grausamkeit mit historischer Mission bemäntelt. Gerade weil er sich für moralisch überlegen hält, ist er so verstörend plausibel.
Ist "Zeitalter des Lichts" ein klassischer Vorbereitungsband für das große Finale? Formal ja, dramaturgisch nein. Der Roman schließt Kreise, beantwortet Fragen, setzt neue Impulse. Er fühlt sich nicht wie ein Lückenfüller an, sondern wie das emotionale Herzstück der zweiten Trilogie. Die Weichen für den Abschluss werden gestellt, doch nicht auf Kosten der Eigenständigkeit. Brown liefert Payoffs, keine Platzhalter.
Am Ende bleibt das Paradox, das große Serien auszeichnet: Man will wissen, wie alles ausgeht, und fürchtet zugleich die Endgültigkeit. "Zeitalter des Lichts" fordert, erschüttert, erschöpft und erinnert daran, warum epische Science-Fiction mehr sein kann als Raumschlachten und Machtspiele. Sie kann vom Menschen erzählen, von seinem Drang zur Herrschaft ebenso wie von seiner Fähigkeit zur Reue.
Wenn der letzte Band dieses Zyklus erscheint, dürfte die Erwartungshaltung unerträglich hoch sein. Nach diesem Roman scheint jedoch gewiss: Pierce Brown beherrscht die seltene Kunst, aus Finsternis kein Spektakel, sondern eine Prüfung zu formen und aus Licht keine Sentimentalität, sondern eine Entscheidung.
"Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns" - Kafka
Und OH BOY, WAS für eine Axt das war. Unglaublich wie fesselnd, episch und mitreißend man einen 6. Band einer Reihe schreiben kann. Man merkt hier sehr deutlich dass sich Pierce Brown die Zeit nimmt, die die Geschichte braucht. Kein Buch hat sich hier bisher wie ein Füllband angefühlt und die Handlung ist immer noch unglaublich spannend. Und obwohl ich es nach diesen ganzen Bänden eigentlich schon besser hätte wissen müssen, war ich auch hier wieder voller optimistischer Hoffnung bevor mich das Ende komplett eiskalt erwischt hat. In diesem Moment hätte ich das Buch wirklich gern aus dem Fenster geworfen. Andererseits hat es mir gezeigt wie sehr Literatur einen mitnehmen kann, welch große Emotionen es hervorrufen kann, weshalb ich mich dann letztendlich doch dazu entschieden hab es nicht aus dem Fenster zu werfen und stattdessen mit 5 Sternen zu bewerten. Die hat es auch mehr als verdient. BITTE Pierce Brown, gib uns mit dem nächsten Band das Ende das wir uns alle wünschen!!!