»Alles, was glüht, verglüht irgendwann.« Helena hat eine Schwäche für Liebesromane. Und eine Stärke fürs Schreiben. Ihr Traum wird wahr, als sie einen Platz am renommierten Künstlerinternat Schloss Sankt Zander erhält. Und ihre Liebesromane werden Realität, als sie dort auf Arthur trifft, Typ draufgängerischer Indie-Sänger mit gebrochener Künstlerseele. Helena hat das Gefühl, in einem waschechten Liebesroman gelandet zu gemeinsame Strandspaziergänge, heimliche Treffen auf dem Schlossgelände – alles ist schön und rosa und glitzernd. Doch wieso ist Art manchmal so abweisend? Und warum reagiert er nicht auf ihre Nachrichten? Liebesromane haben doch immer ein Happy End – oder? Schriftstellerin meets Indie-Band-Sänger Was passiert, wenn Liebe schön ist, aber toxisch? In ihrem ersten Jugendbuch zeigt SPIEGEL-Bestsellerautorin Gabriella Santos de Lima auf einfühlsame Art, dass ein Happy End im echten Leben nicht immer so aussieht wie in den Liebesromanen.
Gabriella Santos de Lima, geboren 1997 in São Paulo, studiert Kreatives Schreiben in Hildesheim und arbeitet nebenberuflich als Flugbegleiterin. Am liebsten schreibt sie mit Aussicht auf pulsierende Innenstädte bei laut aufgedrehter Musik. Auf Instagram postet sie unter @gabriellasantosdelimaa Buchtipps und Neuigkeiten aus ihrem Leben.
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Gabriella Santos de Lima, born in São Paulo in 1997, studies creative writing in Hildesheim and works part-time as a flight attendant. She prefers to write with a view of pulsating city centres and loud music. On Instagram she posts book tips and news from her life under @gabriellasantosdelimaa.
Ich glaube das war MEIN Buch. Meine Geschichte etwas anders erzählt wie das, was ich die letzten Jahre selbst erlebt hab. Und das war irgendwie erschreckend und tat weh, war aber gleichzeitig auch healing ❤️🩹 Und zeigt mir, dass wir Girls immer für uns einstehen sollten, wenn uns ein Typ nicht gut tut! So so wichtig, ich bin froh, dass es diese Geschichte gibt. Danke Gabi 🥹
Es war so so so gut! Habe mich wieder schmerzhaft in meine Jungend zurückversetzt gefühlt 💔 Ich liebe das Gabys Bücher einfach so echt sind. Ihr müsst es lesen, trust me! ❤️🩹
Die Autorin hat vorne geschrieben ob ich geblieben wäre. Und meine Antwort ist nein. Nein wäre nicht. Zumindest hoffe ich das. Dieses Buch hat mir gezeigt wie unglaublich einfach es ist jemanden so tief zu verletzen und wie wichtig es ist sich nicht an jemanden anders zu verlieren. Ich hoffe das das irgendwann jeder versteht und wir nicht mehr mit Problemen wie diesen zu kämpfen haben. Ich wünsche Helena alles gute und bin unglaublich froh über das offene Ende ❤️🩹🌿✨
Einmal mehr habe ich festgestellt, dass Jugendbuch – bzw. treffender YA - nicht (mehr) mein Genre ist. Das liegt für mich aber leider nicht nur an der Zielgruppe, sondern auch an dem häufigen Phänomen, dass mir der Schreibstil überhaupt nicht zusagt. Durch die vielen Adverbien und Erklärungen bin ich beim Lesen nicht an der Seite der Protagonistin durch ihre Geschichte gegangen, sondern hatte den Eindruck, mir einen nachträglichen Tatsachenbericht anzuhören.
Positiv hervorheben will ich aber unbedingt die Thematik und Botschaft. Mittels des wiederkehrenden Abgleichs zwischen Helenas Lesen und Schreiben von New Adult und den Erfahrungen in ihrem realen Leben wird ebendieses "klassische" New Adult mit obligatorischem "Happy End" unterwandert und kritisch diskutiert. Unter anderem werden dabei ungesunde Beziehungsdynamiken, wie sie in anderen Büchern des Genres romantisiert und normalisiert werden, explizit problematisiert. In Anklängen wurde auch auf die gegenwärtig zwischen "Booktok" und der "Hochkultur" schwelende Spannung angespielt, wenn Helena ihre literarischen Vorlieben und Texte mit denen ihrer Mitschüler*innen vergleicht. Dieser Aspekt hätte für mich noch viel deutlicher hervortreten dürfen und es hätte mich sehr interessiert, welchen Standpunkt hierbei die Schule einnimmt.
Für mich bleibt es bei "Warum willst du schon gehen?" bei einem originellen, spannenden Ansatz, für dessen Umsetzung ich mir aber mehr Tiefe und eine schärfere Psychologisierung der Figuren gewünscht hätte. Aber das sind auch einfach mittlerweile meine spezifischen Anforderungen an ein Buch, und wenn vor allem junge Leser*innen sich mit Helenas Geschichte verstanden und aufgehoben fühlen, hat ein Jugendbuch auch schon ein wichtiges Ziel erreicht.
Wenn ich nochmal lesen muss, wie kratzig und tief Arts Stimme ist und mir die Emojis in den Textnachrichten angucken muss, kriege ich ein Heulanfall. Aber zuerst zu den positiven Dingen. Die Struktur ist sehr schön und angenehm zu lesen. Helenas kleine Kapitel zu den "Gründen" zeigen sehr gut, wie sie ihren Closure bekommen hat und allgemein erwachsener geworden ist. Die Message ist SUPER, keine Frage. "Wie kann man sich derartig wie Dreck behandeln lassen? Als wäre man sich rein gar nichts wert?" beschreibt die Message der Handlung ganz genau, allerdings finde ich, dass an der Geschichte sehr viel ausgebaut werden müsste. Aylin und Chiara hatten lediglich die Aufgabe, für Helena ein Bezug zu ihrem Zuhause zu sein, Amber war einfach nur da und bis auf Isabellas Nachricht hätte sie storyteschnisch auch gerne ausgelassen werden können; sie ist einfach nur da. Wenn ich beschreiben müsste, wie sie aussieht, könnte ich es nicht. Man hat nichts von ihr und ihrer Persönlichkeit erfahren, genauso wenig von ihrem Bruder Vince, der einfach nur Arts Freund war. Felix, ein weiteres Mitglied der Band, wird genannt, mehr ist da nicht drin. Wieso sich Art, der gutaussehende, populäre Sänger mit kratziger und tiefer Stimme sich ausgerechnet in das schüchterne Mädchen von nebenan verliebt hat, bleibt außen vorgelassen. Wo man die Geschichte hätte weiter ausbauen können, hat man sich nur auf Arts Stimme, Helenas Unsicherheit und Liebe zu Liebesromanen und der Geschichte, die sie auf Wattpad geschrieben hat, konzentriert, was nicht zur Handlung beigetragen hat. Teilweise ging es zu schnell; es wird nur gesagt was es für eine scheinbar tolle Chemie zwischen Helena und Art gibt, aber wird das bis auf das Händchen halten auch gezeigt? Bis auf ihre sehr gut getroffene Entscheidung am Ende des Buches, ist Helena eine Figur, mit der man sehr wenig sympathisieren kann, falls man nicht so naiv ist, aber das liegt wahrscheinlich am Genre Young Adult und an der Zielgruppe, die mit den Affenemojis und weinenden Gesichtern in den Textnachrichten wahrscheinlich mehr anfangen können. Mal im Ernst, welcher 17 jährige Junge schreibt so? Helena kann einem mit ihrer naiven Art wirklich ans Herz wachsen. Allerdings durchgeht sie keine richtige Wandlung in ihrer Figur, was ich sehr schade finde. Was man mitnehmen konnte, ohne, dass es schwarz auf weiß wie das Zitat oben im Buch stehen muss, um die Message zu verstehen, ist Isabellas Nachricht an Amber; sie ist eine girls girl und mit Abstand die sympathischste Figur in der Geschichte...und sie kommt nur passiv vor.
Wow, ich habe seit langem nichtmehr so ein realistisches young adult Buch gelesen. Man kann sich sehr gut mit Helena identifizieren und fühlt sehr mit ihr. Das Buch lässt einen so viele Emotionen gleichzeitig fühlen😭😭😭
Gerade habe ich "Warum willst du jetzt schon gehen" beendet und sehr gemocht. Das Buch war eines dieser Bücher, von denen ich mir gewünscht hätte, ich hätte sie schon mit 14/15 Jahren lesen können. Die Storyline rund um Helena, das Künstlerinternat, das Schreiben und die entstehende Freundschaft zu Amber konnte mich so begeistern und gefiel mir sehr. Auch die Lovestory mit Art war sehr interessant – faszinierend, romantisch, einfühlsam und authentisch beschreibt Gabriella sie mit ihrem wundervollen und poetischen Schreibstil und porträtiert eine Liebesgeschichte zwischen Glühen und Verglühen, wie Helena es beschreibt. Dabei gab es so viele wichtige und augenöffnende Szenen, die ich gerne allen jungen Mädchen zum Lesen geben würde – so viele wichtige Passagen, wundervolle und schmerzhafte Zitate, dass ich mit dem Markieren gar nicht mehr hinterherkam. Trotz das es mir so unglaublich gut gefiel und ich keinen wirklichen Kritikpunkt habe, war das Buch vom Gefühl her irgendwie kein 5-Sterne Buch für mich. Dennoch ein Jugendbuch, das ich wirklich sehr empfehlen kann und das mich sehr berührte.❤️🩹
Eigentlich lese ich ja nicht so viel in diesem Genre (was ich gefühlt bei jeder zweiten Review hier schreibe, also evtl ist es Zeit mein Selbstbild zu hinterfragen lol), aber ich war bei einer Lesung der Autorin und ganz begeistert und wollte mir deshalb dort eins ihrer Bücher holen. Did that und habs jetzt auch ganz schön fix durchgelesen, also das allein ist ja schonmal nh sehr gutes Zeichen! Zum Buch: Mich hat besonders die Leidenschaft fürs Schreiben der Protagonistin angesprochen und das Setting eines Künstlerinternats. Sowas habe ich noch nicht oft gelesen, dafür aber kräftig zu den Schreibkursen und Gedanken zum (eigenen) Schreiben related. Die Protagonistin empfand ich zuerst als recht unrelatable, weil sie sich so schnell in Art verliebt hat und ich mir so dachte: du weißt halt nichts über den. Aber das ist natürlich auch wieder auf seine eigene Weise relatable. Na ja, deshalb hat es auf jeden Fall etwas gedauert, bis ich mich in die Geschichte eingefunden hatte. Dann ist mir aber besonders aufgefallen, wie nahbar die Protagonistin erscheint und irgendwie so sehr real wirkt. Kann mir sehr gut vorstellen, dass ich mit 16 so gedacht hätte und mich das Buch zu dem Zeitpunkt vielleicht auch noch ein bisschen mehr abgeholt hätte. Ich mochte die verschiedenen Figuren (Amber, Mila und vor allem die innere Mila, lowkey mvp der Geschichte) und die verschiedenen Zeitebenen und die verschiedenen Textualitäten (?), also die Textnachrichten, die Geschichte, die die Protagonistin schreibt und die Texte, die sie und andere vorlesen. Ich mochte die feministischen Inhalte und die allgemeine Message.
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das Buch beinhaltet ganz wichtige Themen… konnte mich gut in die Gefühle und Gedanken hineinversetzen da ich ähnliches erlebt habe und es hat mich im nachhinein nochmal gut über eigene Situationen reflektieren lassen
Ich finde es unglaublich schwer für dieses Buch eine Rezension zu schreiben. Aber nicht, weil mir die Worte fehlen, sondern weil ich zu viele Worte habe.
Mir hat das ganze Buch nicht gefallen allerdings gibt es Hoffnung und vertrauen an die Personen, die vielleicht in der gleichen Lage feststecken wie die Protagonistin. Dieses Buch passt super zum Thema:
Liebe macht Blind.
Was schnell kommt verglüht auch schnell.
Beste Freunde sind wichtiger als ein fester Freund/ feste Freundin Weil sie immer zu einem stehen und einen unterstützen, egal was passiert.
Die ganze Geschichte könnte genau so gut, im echten Leben stattfinden. Und vielleicht hilft sie auch dem ein oder anderen. Es ist eine schöne Idee so etwas als Buch zu schreiben, aber zum lesen ist es absolut furchtbar 😅 Eine riesige Entschuldigung an die Autorin, aber ich würde dieses Buch nur denen weiterempfehlen die sich selbst in so einer Lage sehen. Alle die eine schöne Geschichte lesen wollen, sollten es sich nicht holen!!!
Ein Ja ist kein ja, wenn du darum betteln musst!!!
Ich habe mir "Warum willst du jetzt schon gehen" direkt am Erscheinungstag gekauft und das obwohl ich sonst eigentlich keinen Bücher lesen in denen die Protagonisten so jung sind. Der Klappentext und das Thema haben mich aber neugierig gemacht. Irgendwie auch, weil es mal etwas ganz anderes ist.
Wir folgen Helena, die an das Schlossinternat in Sankt Zander wechselt, das am Meer liegt und kreative junge Menschen fördert. Sie trifft dort auf ihre neue Mitbewohnerin und auf den Sänger einer Indie-Band, Arthur. Amber ihre Mitbewohnerin warnt sie direkt am Anfang vor Art. Doch Helena glaubt wie so viele junge Frauen, dass sie die eine ist, bei der alles anders sein wird und hier nimmt das Drama seinen Lauf... Toxic Relationship und Red Flag sind in dieser Geschichte die zentralen Theme, welche am Puls der Zeit und meiner Meinung meiner nach heutzutage aktueller denn je sind.
Gabriella Santos de Lima wirft einen ehrlichen Blick auf die Komplexität zwischenmenschlicher Beziehungen und die Herausforderungen, die junge Menschen bei der Suche nach ihrer Identität und ihrem Platz in der Welt erleben. Das Ganze macht sie großartig, man fliegt nur so durch die Seiten, die eingebauten Chatverläufe machen Spaß, die Spannung wird bis zum Schluss aufrechterhalten und man lacht, hofft bangt und trauert mit Helena gemeinsam. Was das Buch auf jeden Fall zu einem Pageturner macht.
Trotz meiner begeistern ist es für mich leider kein 5 🌟 Buch gewesen. Ich vergebe 🌟🌟🌟🌟, aus dem einfachen Grund , es war mir teils zu oberflächlich, zu wenig tiefgründig und die Nebencharaktere blieben flach. Ich hätte so gerne mehr über Amber erfahren. Was steckt hinter Ambers Traurigkeit, warum hat sie immer wieder so fürcherlich geweint, dass nur ihr Bruder sie beruhigen konnte? Warum genau hat Amber Helene vor Art gewarnt, was ist zwischen seiner Ex-Freundin und ihm genau vorgefallen, auch darüber würde kaum ein Wort verloren. Ebenso wenir haben wir über Lenis Gedanken und Gefühle erfahren, nach der besagten Nacht. Hier hätte ich mir meh Aufarbeitung gewünscht oder einen zweiten Teil 😉
ˏˋ°•*⁀➷ 5/5 ⭐️ “Warum ich gegangen bin? Weil ich sonst vielleicht für immer geblieben wäre.“
Dieses Buch hat mir mein herz gebrochen aber in the best way possible. Ich habe mich selten einer storyline so nahe gefühlt wie dieser - als wäre es kein Buch sondern die Sprachnachricht einer Freundin. Ich finde die Charaktere sehr relatable und hätte mir vielleicht nur bei Amber etwas mehr Tiefe gewünscht (vielleicht ja in einem folgt Band?? ;)) Das Setting ist sehr passend und auch die Idee mit den verschiedenen Schwerpunkten gefällt mir unglaublich gut. Obviously waren die Taylor Swift & Olivia Rodrigo Referenzen mein kleines Highlight!!
Ich musste sehr oft schlucken während ich dieses Buch in etwas mehr als drei Stunden gelesen habe. Es tut weh und ist kein angenehmes Buch weil man Leni in gewisser weiße „beschützen“ will. Gerade die Zeit Sprünge und Kapiteln aus ihrer Kurzgeschichte haben das Buch trotzdem unglaublich einfach lesbar gemacht. Ich musste mich nie zwingen weiter zu lesen was sehr selten ist.
Die Story zwingt einen nachzudenken und zu reflektieren. Sie ist nicht die typische Wohlfühl-Romanze aber dass ist auch gut so.
Gabriella Santos de Lima hat eine Geschichte kreiert welche keine Geschichte ist sondern ein Stück Realität. Sie hat es jedoch geschafft diese Realität so zu verpacken das man sie trotzdem gerne liest, was meiner Meinung nach ein Meisterwerk ist.
Grundsätzlich hat mir das erste Jugendbuch aus der Feder von Gabriella Santos de Lima ganz gut gefallen. Ganz besonders die Message, die in »Warum willst du jetzt schon gehen« vermittelt wird, ist wichtig und ich kann mir vorstellen, dass es gerade der jüngeren Zielgruppe viel Mut gibt. Allerdings hätte ich mir an einigen Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht und ich muss ehrlich sagen, dass ich mich leider ein wenig durch die Seiten gequält habe. Obwohl das Buch mit ~330 Seiten gar nicht so lang ist und der Text zusätzlich durch Poetry Slams, Handynachrichten und andere Kleinigkeiten „aufgelockert“ wird, hatte ich trotzdem Schwierigkeiten weiterlesen zu wollen und fand es insgesamt irgendwie ein wenig wirr. Wie es am Ende ausgeht, war vorauszusehen, auch wenn es nicht typisch 08/15 ist, hätte ich mir da vielleicht noch ein klärendes Gespräch oder sowas gewünscht. Zusätzlich war ich hinterher extrem genervt von dem Spitznamen „Art“, ich hätte schreien können 🥲 und auch, wenn es nicht der Fokus war, hatte ich mir ein bisschen mehr vom Setting erhofft, hab Schloss Einstein früher und das Meer schon immer geliebt, deshalb war ich hellauf begeistert von einem Internatssetting an der Nordsee, aber gemerkt hat man davon leider so gut wie nichts. Insgesamt ein solides Buch, das für die jüngere Zielgruppe sicher sehr wertvoll ist :)
3 ⭐️ Ich hab eine sehr geteilte Meinung zu diesem Buch. Direkt gekauft, weil Gabriella Santos de Lima. Eh klar! Innerhalb von wenigen Tagen durch gehabt, weil der Schreibstil sehr easy und die Story nicht zu lang war. Einige sehr starke Aussagen für Jeden der gerade dabei ist sich zu finden, insbesondere was die Hingabe in Beziehungen und das Grenzen setzen angeht. Aber es war eben auch genau das: Ein Jugendbuch. Das ist total subjektiv, aber viele Romane sind für mich nicht so zugänglich, wenn die Protagonisten jünger sind. Die Storyline war total sweet, aber Hels Gedanken und Gefühle eben auch die einer 16-Jährigen, die total verknallt und an einigen Stellen naiv ist. Trotzdem schön zu sehen, wie sie daraus gelernt hat :)
Ein Buch von dem man sich wünscht, man hätte es mit 16 gelesen, als man selber völlig obsessiv verknallt war und die riesig blinkenden Warnzeichen nicht sehen wollte.
Danke dafür, Gabriella. Das nicht jede Liebesgeschichte ein happy end haben muss. Und es manchmal auch die sein müssen, die wehtun.
4,5⭐️ Ich habe mich so in diesem Buch verloren! Man wusste von Anfang an, wie es ausgeht und trotzdem hat man irgendwie mit Helena mitgefühlt und konnte sogar verstehen warum sie wie gehandelt hat. Mir persönlich ging das Ende etwas zu schnell und das Buch hätte noch ein paar Seiten mehr vertragen aber es war einfach ganz große Klasse, wie man es von Gabriella gewohnt ist :)
Leute!! Ganz große Empfehlung!! Das Buch war einfach so real. Es war eine Liebesgeschichte, die gezeigt hat, wie Liebe auch sein kann & dass es Warnsignale gibt. Irgendwie hat mir das Buch auch gezeigt wie wichtig Freunde & Familie sind. Ich musste einfach an so etwas denken was ich letztens gelesen habe:
“Why don’t you like him? He’s my soulmate!” - “Don’t you think, that if he’s your soulmate we would like him?”
Ich habe leider eine eher kritische Vorgeschichte mit den Büchern der Autorin, aber dieses hier konnte mich voll und ganz von sich einnehmen und begeistern. "Warum willst du jetzt schon gehen?" ist aber nicht nur mein liebstes und das für mich bisher beste Buch der Autorin, sondern auch unheimlich wertvoll und wichtig - Und allein deswegen kann ich es euch schon empfehlen.
Toxische Verhaltensweisen bis hin zu durch und durch ungesunden Beziehungen, Manipulation und emotionalem Missbrauch werden in Young Adult und New Adult Romances immer noch viel zu oft romantisiert oder zumindest verharmlost, was Bücher wie dieses hier umso bedeutender macht. Bücher, die ebendiese Verhaltensweisen kritisch beleuchten und auf eine verständliche Art und Weise aufzeigen, was daran so schlimm ist. Ehrlich und anschaulich zeigen, wie es nicht sollte. Wir können hier gemeinsam mit Helena die rosarote Brille absetzen und dazulernen, ohne uns dabei beschämt zu fühlen, denn Gabriella Santos de Lima weist nicht auf eine herablassende oder auch nur belehrende Weise auf die ganzen Manipulationen und negativen Verhaltensmuster hin, sondern vermittelt ihre wichtigen Botschaften stets auf eine einfühlsame und nahbare Art und Weise, was diese Geschichte nochmal ermutigender macht. Sie sensibilisiert und bestärkt.
"Warum willst du jetzt schon gehen?" erzählt keine Liebesgeschichte, zumindest keine zwischen zwei Personen, vielmehr geht es um Selbstliebe und darum, seinen eigenen Wert zu kennen, womit mich die Geschichte an "The Places I've Cried in Public" von Holly Bourne erinnerte - Eines der besten Jugendbücher, die ich in den letzten Jahren (oder auch jemals) lesen durfte. Damals dachte ich noch, dass es viel mehr (Jugend-)Bücher wie dieses geben sollte und hier ist es. Es ist lebensnah, greifbar und zutiefst bewegend.
Helena's Geschichte ging mir unter die Haut und hat beim Lesen gemischte Gefühle in mir ausgelöst, was hier natürlich wichtig und richtig war. Auf emotionaler Ebene ist dieses Buch sehr stark. Helena ist eine sehr nahbare und authentische Protagonistin, deren Gedanken und Gefühle für mich durch die Erzählperspektive in der ersten Person Singular mehr als gut greifbar waren. Ich konnte mich in sie einfühlen und hineinversetzen, was zwar nicht immer leicht war, aber es verstärkte eben auch die Wirkung und Aussagekraft ihrer Geschichte. Ich habe mit Helena gefühlt und gelitten, ihr Schmerz war meiner und ich hätte sie beim Lesen manchmal am liebsten einfach nur in den Arm genommen.
Das bedeutet aber nicht, dass ich Helena's Denken und Handeln immer nachvollziehen oder gutheißen konnte, denn tatsächlich empfand ich sie häufig als sehr ichbezogen und naiv, aber das meine ich trotzdem positiv, denn es machte sie als Protagonistin nur noch menschlicher, authentisch und facettenreich. Schließlich hat kein Mensch nur gute Eigenschaften.
Ansonsten habe ich Amber sehr in mein Herz geschlossen und würde mich riesig über ein weiteres Buch zu ihrer Geschichte freuen.
Der Aufbau des Buches hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, da er von Anfang an für Transparenz sorgt, ohne der Geschichte dadurch ihre Spannung zu nehmen. Dazu wird sie aber ohnehin viel zu eindringlich, nahbar und intensiv erzählt. Schmerzhaft intensiv und voller Gefühl. An dieser Stelle muss ich aber auch anmerken, dass ich den Schreibstil der Autorin über alles liebe. Er ist wunderschön, ausdrucksstark und poetisch. Gabriella Santos de Lima schreibt bildhaft, geradezu malerisch und bedeutungsvoll. Jedes Wort scheint sehr bewusst an eine bestimmte Stelle gesetzt worden zu sein, um dort seine maximale Wirkung zu entfalten. Allein der Schreibstil der Autorin macht dieses Buch zu einem Highlight!
Aber nochmal kurz zurück zum Aufbau: Was ihn in meinen Augen so gelungen macht ist, dass man die Geschichte von Helena und Art von Anfang bis Ende auf beide Weisen miterleben kann - Auf die rosarote, romantische und verherrlichende, aber auch auf die nüchterne, klare und selbstschützende Weise, wobei man die eine bei der anderen immer im Hinterkopf behält. Besser kann man Manipulation gar nicht aufdecken. Helena's verfälschte Wahrnehmung wird so greifbar vermittelt, dass man sie gar nicht nicht sehen kann und genau das macht dieses Buch so bereichernd.
An manchen Stellen hätte ich mir mehr Zeit und Tiefe gewünscht, gerade der Gefühlsaufbau ging in meinen Augen beispielsweise sehr schnell und hätte mit ein paar mehr Seiten sicherlich noch intensiver und vielschichtiger wirken können. Einige interessante Nebenthemen bekamen hier ebenfalls nicht den Raum zur Entfaltung, den sie gebraucht hätten, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen, aber das ist wie gesagt auch das Einzige, das man hier meiner Meinung nach kritisieren könnte.
Alles in allem kann ich euch dieses Buch nur ans Herz legen - Es ist ehrlich, augen-öffnend, wahrhaftig und bewegend. "Warum willst du jetzt schon gehen?" hat so, so viel zu geben!
„Warum willst du jetzt schon gehen?“ ist nach „That Girl“ das zweite Buch, das ich von Gabriella Santos de Lima gelesen habe. Dabei ist mir eine Sache aufgefallen: Ihre Bücher sind so geschrieben, dass eine sehr, sehr spezifische klar umrissene Zielgruppe (in diesem Fall: Mädchen, die auf die Badboys reinfallen) sehr angesprochen und abgeholt wird. Aber kaum, dass man diese sehr spezifischen Erfahrungen nicht gemacht hat und nicht vollständig mit ihnen relaten kann, hat das Buch absolut kein Interesse, einen als Leser*in abzuholen und mitzunehmen. Bei „That Girl“ war’s noch deutlich schlimmer, aber hier hatte ich ungefähr das erste Drittel lang das Gefühl, dass mich das Buch eigentlich gar nicht als Leserin haben will. Ich fand, es war alles so darauf ausgelegt, dass man eben diese Erfahrungen haben muss, um Zugang zur Protagonistin und Geschichte zu bekommen. Das wurde dann besser, finde es aber schwierig, wenn das derart intendiert ist, dass man gewisse Erfahrungen gemacht haben muss, damit das Buch einen irgendwie abholen kann.
Grundsätzlich hat mir das Buch aber gut gefallen und im späteren Verlauf wurde das auch weniger, sodass man auch ohne diese scheinbaren Voraussetzungen gut mitkommt, aber gerade am Anfang war es mir zu forciert. Der Stil war angenehm, ich habe das Buch an insgesamt zwei Tagen gelesen, das ging so ganz gut. Bei „Warum willst du jetzt schon gehen?“ handelt es sich um ein Jugendbuch, das sich auch noch als Mit-Zwanzigerin gut lesen lässt: Es ist zwar jugendbuchig insofern, dass es sich thematisch und inhaltlich von NA abgrenzen lässt, aber auch nicht so, dass ich mir dachte ‚Okay, das findest du jetzt so cringe, du bist definitiv der Zielgruppe entwachsen‘ ^^. Also dahingehend eine Leseempfehlung von mir, auch wenn man Jugendbücher mittlerweile vielleicht lieber stehen lässt.
Das Ende ging mir dann aber doch noch irgendwie zu schnell und zu flach vonstatten und ich fand diese sehr starke Fixierung auf Taylor Swift und Olivia Rodrigo etwas zu viel.
Aber es hat sehr mein Bedürfnis nach Büchern, die mal kein Happy End haben statt eines Happy Ends, bei dem klar ist, dass das an dieser Stelle für niemanden gut ist und sie anderweitig besser dran wären, eindeutig erfüllt. ^^
Oh und großes Plus: Die Innengestaltung! Die hat mir wirklich sehr gut gefallen und war sehr durchdacht (und sah tatsächlich auch im eBook echt gut aus).