Die Wahrheit kann dich reich machen. Die Lüge lässt deine schlimmsten Albträume wahr werden.
Es ist eine Challenge der besonderen Art, auf die Philipp und Tessa sich einlassen: Hundert Menschen treten an, um einen einzigartigen, unfehlbaren Lügendetektor zu testen: Scandor. Er begleitet die Kandidaten rund um die Uhr, wittert jede Ausflucht, jede Schwindelei. Wer lügt, fliegt aus dem Rennen und muss sich seinen tiefsten Ängsten stellen. Die Person hingegen, die am Ende übrigbleibt, erhält ein Preisgeld von fünf Millionen Euro. Doch nicht alle spielen fair. Und es gibt jemanden, der sich auf die Suche nach einer ganz besonderen Wahrheit gemacht hat ...
Der neue Thriller von Ursula Poznanski
Wie oft am Tag lügen wir? Bestsellerautorin Ursula Poznanski macht diese spannende Frage zum Kern einer dramatischen Battle Royale in einer Welt, in der Wahrheit und Lüge die Menschen an ihre Grenzen bringen. Überwinde deine Ängste und kämpfe. Diesen Poznanski Thriller solltest du nicht verpassen!
Born on 30 October 1968 in Vienna, Ursula Poznanski (a.k.a. Ursula P. Archer), after finishing high school, she began studying Japanese studies, journalism, law and theater.
She has worked as a medical journalist since 1996.
She has been a published book author since 2003.
She lives with her family in the south of Vienna. ------------------------------------- Geboren am 30. Oktober 1968 in Wien. Nach Beendigung des Gymnasiums Studium der: Japanologie, Publizistik, Rechtswissenschaften, Theaterwissenschaften (in ungefähr dieser Reihenfolge, ohne Gewähr und ohne Abschluss). Seit 1996 Medizinjournalistin, seit 2003 veröffentlichte Buchautorin.
Ursula Poznanski ist mittlerweile hit oder miss für mich. Ich habe Erebos geliebt, das Buch allerdings 2010 gelesen, als ich Anfang 20 war. Mein Lesegeschmack hat sich seitdem stark verändert. Trotzdem mochte ich zum Beispiel Die Burg zuletzt sehr gerne. Scandor hat mich dagegen leider irgendwann verloren.
Die Geschichte wird diesmal abwechselnd aus der Sicht zweier Protas erzählt: Philipp und Tessa. Beide kommen durch Umwege an eine Münze, die sie zur Teilnahme an einem Wettbewerb berechtigt. Sie werden mit einem neuartigen Lügendetektor ausgestattet und müssen von da an die absolute Wahrheit sagen. Insgesamt treten 100 Menschen an, von denen es 99 zu schlagen gilt. Wer lügt, fliegt. Die Person, die bis zum Schluss ehrlich war, erhält fünf Millionen Euro. Natürlich wäre das kein Poznanski-Buch, wenn es nicht noch ein paar zusätzliche Challenges und Geheimnisse gäbe…
So interessant der Anfang ist, leider verliert sich die Geschichte dann doch schnell in immer gleiche Szenen: Philipp oder Tessa bei der Arbeit, in Gesprächen mit der Familie, bei den Aufgaben von Scandor, wieder bei der Arbeit. Das war für mich leider nicht so spannend.
Die typische Liebesgeschichte durfte natürlich auch nicht fehlen. Und wie immer konnte ich damit so gar nichts anfangen. Altbacken, unterkühlt und keine Chemie zwischen den Protas. Ich habs null gefühlt. Und ohne zu spoilern: es gibt kein männliches Wesen auf dieser Welt, das macht, was Philipp zum Schluss macht. ;)
Da waren auch noch so ein paar Kleinigkeiten, die mich immer mal wieder gestört haben… zum Beispiel kann sich Tessa nur Nudeln mit Ketchup zum essen leisten, hat aber blaue Haare, die nicht nur vorblondiert werden müssen, sondern auch wöchentlich nachgefärbt, wenn es nicht ganz blöd aussehen soll. Das geht ziemlich ins Geld. Sie steht außerdem gleich zu Anfang zufällig an der genau richtigen Stelle, um ein brisantes Gespräch mitzuhören.
Die Auflösung hat mich dann auch nicht so ganz zufrieden gestellt. Alles so ein bisschen… an den Haaren herbeigezogen.
Obwohl das Buch nicht mein Fall war, ist es natürlich nicht nur schlecht. Ich fand zum Beispiel den Stress, den es mit sich bringt, wenn man nur ehrlich sein und über jedes Wort dreimal nachdenken muss, sehr glaubhaft dargestellt. Ich war auch schon ganz kirre. :)
Meine Bewertung ist wie immer rein subjektiv und ich gehe davon aus, dass eine Menge Leute viel Spaß mit Scandor haben werden. Ich bin ja eigentlich auch gar nicht mehr Zielgruppe und das ist überhaupt nicht schlimm.
Das bisher beste Poznanski Buch für mich (ok, vielleicht teilt es sich den Platz mit Cryptos...)
Das die Frau Fantasie hat, wissen wir ja mittlerweile. Das Hochspannung bis zur letzten Seite garantiert ist auch. Das sie ein kleines bisschen fies ist (said with love) auch.
Aber DAMN! Dieses Buch. Es war so unglaublich spannend und mitreißend und. Quasi perfekt. Ok, es war perfekt. Mehr kann man dazu nicht sagen.
Ein sehr gutes Jugendbuch über Wahrheit und was alles dahinter stecken kann. Das Buch baut eine Spannung auf, von Anfang bis Ende, bis zum Finale. Sehr zu empfehlen wenn man die Schriftstellerin und ihre Schreibweise magt.🙂
Plot und Setting waren wie immer originell und spannend, aber bei Poznanski liegt die Latte hoch und sie hatte auch schon bessere. Zudem bleiben die Charaktere leider meist etwas blass.
Auch Scandor hat mir wieder gut gefallen. Eine tolle Idee, dass es einen Wettbewerb gibt, bei dem man ausscheidet, wenn man lügt. Es wird einem bewusst, in wie vielen Alltagssituationen man nicht ehrlich ist. Zu Beginn hatte ich aber das Gefühl, dass sich auf dieser Prämisse etwas ausgeruht wird und die sich daraus folgenden typischen Situationen abgeklappert werden. Erst spät nimmt die Handlung abseits des Wettbewerbs an Fahrt auf und es erschließen sich Zusammenhänge zwischen den Protagonisten. Phillip und Tessa sind beide ganz sympathisch, bleiben aber auch nicht unbedingt lange im Gedächtnis. Das Ende löst die Handlung zufriedenstellend auf. Insgesamt wieder ein spannendes und kurzweiliges Buch.
Hab das Buch an einem Stück (mit kurzer Essenspause) durchgelesen. Mal wieder ein Poznanski-Buch, das ich vor Spannung nicht aus der Hand legen wollte, mit einer sehr faszinierenden und interessanten Idee.
Endlich mal wieder ein richtig gutes Poznanski Buch! 😍 Das gehört jetzt auf jeden Fall zu einem von meinen Lieblingsbücher von ihr, villt ist es sogar auf Platz 1...
Stell dir vor, du müsstest die Wahrheit sagen, nichts als die Wahrheit, immer und ständig und auch jede Frage beantworten, die dir gestellt wird. Auch rhetorische. Du darfst auch keine Floskeln verwenden, die du nicht so meinst wie "Tut mir leid", wenn du jemanden versehentlich anstößt. Selbst ein "Ich hätte gern" ist nicht angemessen, wenn du eigentlich nur meinst "Ich bestelle eine Cola", da das "gern" nur reine Höflichkeit ist, die nicht aufrichtig gemeint ist.
100 Personen stellen sich einem Wettbewerb. Das neu entwickelte Produkt "Scandor" ist um den Unterarm entwickelt und entdeckt jede Lüge, jede nicht aufrichtig gemeinte Floskel. Bei der ersten Lüge bist du raus.
Wer als letztes übrig bleibt, erhält fünf Millionen Euro. Aber alle haben auch einen Einsatz geboten, wenn sie verlieren, und das ist für jede*n etwas, das er/sie/they sehr fürchtet oder verachtet ... Sofort nach dem Rausflug aus dem Wettbewerb muss der versprochene Wetteinsatz eingelöst werden.
Ich folge hauptsächlich Tessa und Philipp, beide circa 19 Jahre alt. In Zwischenkapitel gibt es mal andere Perspektivfiguren, meist kleine Episoden, wie jemand der anderen Teilnehmenden aus dem Wettbewerb fliegt, was oft sehr interessant ist, aber für den Hauptplot nicht wichtig.
Die Geschichte von Tessa und Philipp ist spannend.
Es wäre schon eine gute Story gewesen, wenn es nur um den Wettbewerb gegangen wäre, aber das ist nicht alles. Ich erhalte einen sehr interessante, rätselhafte Story, die nach und nach immer mehr Spannung aufbaut, bis es kaum mehr möglich ist, den Roman überhaupt aus der Hand zu legen. Warum sind anfänglich nicht nur 100 Leute auf der Gala, sondern 105? Was hat es mit der rätselhaften Raffaela auf sich, von der Philipp die Münze, die ihn zu diesem Scandor-Wettbewerb geführt hat, erhalten hat?
Dann türmen sich noch andere Ereignisse auf und ich beginne zu ahnen, dass es da noch eine Story hinter der vordergründigen Story des Wettbewerbs ist und diese zu ergründen ist sogar spannender als der Wettbewerb selbst. Vieles weist auch geschickt darauf hin, alle Fäden führen am Ende zusammen.
Persönliches Fazit:
Ein gutes, geschicktes Ende, ein toller Plot, wie ich es von dieser Autorin gewohnt bin. Allerdings gefällt mir der Roman doch noch besser als die vorherigen vier (oder so), die ich bereits von ihr kenne.
Es ist spannender und die Figuren und ihre Beziehungen erscheinen mir plastischer. Sowohl Tessa als auch Philipp sind mir sehr sympathisch. Tessa hat ähnliche Jobs wie ich als junge Erwachsene und ich will mir gar nicht vorstellen, wie ich den Job im Call Center durchgehalten hätte, ohne lügen zu dürfen!
Auch ihre Eltern-Issues und die gute Wellenlänge zwischen den beiden sind gut erzählt.
Am Ende bedauere ich (trotz meines immer zu hohen Bücherstapels), dass der Roman zu Ende ist. Ich habe ihn sehr gern gelesen!
Am Ende gibt es schon ein paar recht blutige, brutale Szenen, insofern schalte ich das zwar für mein ältestes Kind frei, werde den Showdown aber besser selbst vorlesen. Altersgruppe zum Alleine-Lesen ist vermutlich doch eher 14 und älter.
Ich hatte die Autorin beim diesjährigen ElsterCon in Leipzig erlebt, dort hatte sie aus diesem Roman und aus die Burg vorgelesen und ich wusste gleich, welcher mich mehr interessiert. Nun frage ich mich allerdings, ob ich mir das Hörbuch von die Burg auch noch kaufen sollten.
Ich finde dieses Buch einfach nur richtig cool. Dieses Gedankenspiel... Wie wäre es, wenn man einfach nicht mehr lügen dürfte, auch nicht aus Höflichkeit? Das ist einfach eine richtig spannende Idee. Es dann auch noch in einen Wettbewerb zu verwandeln... Das ist einfach nur so cool!
Man merkt aber schnell, dass dieses Spiel ein wenig suspekt ist und dass mehr dahintersteckt. Auch das ist richtig gut gemacht.
Alles in allem ist es ein cooles Buch und eine große Empfehlung. Es hat super viel Spaß gemacht, Scandor zu lesen. Ich bin wirklich begeistert und freue mich auf weitere Bücher der Autorin!
Die Ideen, die Ursula Poznanski immer wieder für ihre Jugendromane und Thriller hat, finde ich jedes Mal richtig gelungen. Sie ist immer up-to-date, was neue technische Errungenschaften angeht und versteht es diese in eine spannende Geschichte zu verpacken. Zuletzt habe ich "Die Burg" gelesen, wo es um eine Escape-Room-Spiel ging, welches durch eine KI gesteuert wurde. Diesmal haben wir einen neuartigen Lügendetektor, den titelgebenden Scandor.
Ich mag den Ausgangspunkt, wo hundert Kandidat:innen gegeneinander antreten, um diese Challenge zu gewinnen. Auch Philipp und Tessa haben eine dieser ominösen Münzen, die sie berechtigen, sich für das Spiel anzumelden. Philipp wurde seine zugespielt und Tessa stibitzt sie ihrem verhassten Onkel. Beide haben unterschiedliche Gründe antreten zu wollen und ahnen nicht, worauf sie sich eigentlich einlassen.
Die Geschichte wird großteils aus der Sicht der beiden Hauptfiguren erzählt, die wir in diesem Spiel begleiten, welches nicht ganz so einfach ist, als man denkt. Im Alltag der Kandidaten erleben wir sehr schnell, wie leicht uns kleine Lügen oder gedankenlose Bemerkungen über die Lippen kommen. Denn wie oft greift man täglich zu einer kleinen Notlüge oder einer Floskel, wie der Frage: "Wie geht es dir?" und man antwortet automatisch darauf: "gut". Und schwupps ist man aus dem Spiel. Zusätzlich versuchen alle Teilnehmer ihre Gegner in die Falle zu locken, damit diese lügen oder spielen unfair. Für noch mehr Ansporn sorgt der für jeden Kandidaten individuelle hohe Einsatz, bei dem man sich seinen größten Ängsten stellen muss. Nur wer stets die Wahrheit sagt, wird am Ende gewinnen und bekommt das Preisgeld von fünf Millionen Euro.
Von Beginn an ist man als Leser mit dabei. Den Teilnehmern werden auf ihren Unterarmen Sensoren fixiert. Sie erhalten durch Wärmeströme neue Anweisungen oder bekommen durch einen Kältestrom signalisiert, dass sie ausgeschieden sind. Außerdem erhält jeder der Mitspieler einen Codenamen, der den anderen Teilnehmern nicht bekannt ist. Sehr gelungen fand ich die kurzen Einblicke, die man erhält, wenn einer der Kandidaten ausscheidet und man den Moment "miterlebt". Umso besser erkennt man, wie schwierig die Aufgabenstellung eigentlich ist. Natürlich fragt man sich, was der Grund für diese Challenge sein könnte und gemeinsam mit Philipp und Tessa versucht man hinter das Geheimnis zu kommen.
Einer meiner Kritikpunkte bei Poznanskis Büchern ist für mich sehr oft die Charakterbildung. Diesmal habe ich nichts auszusetzen, denn Tessa und Philipp werden gut charaktisiert, sind authentisch und sehr unterschiedliche Figuren. Abwechselnd erhält man aus der Sicht von Tessa oder von Philipp Einblicke in ihre Challenge Aufgaben und wie sie sich im Spiel schlagen. Dabei sind sich die Beiden sympathisch und doch im Endeffekt Gegner, umso mehr Kandidaten ausscheiden. Die restlichen Charaktere sind wirklich nur Nebenfiguren und spielen keine größere Rolle, bis auf wenige Ausnahmen.
Der Schreibstil von Ursula Poznanski ist für mich bereits auf den ersten Seiten zu erkennen. Sie schreibt flüssig, klar und einnehmend. Man weiß von Beginn an, dass nichts so ist, wie es scheint. Sehr schnell entwickelt sich ein Sog, der einem in die Geschichte zieht - so auch bei Scandor. Die Auflösung hat mir gut gefallen, auch wenn ich etwas "Größeres" dahinter erwartet habe. Für einen Jugendthriller hat das Ende allerdings gepasst und vorallem der Weg dorthin wurde spannend erzählt.
Fazit: Der neue Jugendthriller von Ursula Poznanski hat mir sehr gut gefallen und mir unterhaltsame Lesestunden gebracht. Tolle Idee und gute Umsetzung, sowie eine passende Auflösung am Ende, die überrascht hat, aber nicht ganz so "groß" war, wie ich erwartet hätte.
Interessant, unterhaltsam und ein inspirierendes Thema. Aber weder ein Thriller, noch eine wirklich tiefe Handlung. Es fühlt sich mehr an wie ein low Budget Netflix Film mit origineller und doch bisschen geklauter Idee…
Battle Royale ist heute in vielen Games und Shows wie Fortnite oder Squid Games zu finden, ok. Ein solches Game aufzuziehen damit die Teilnehmer um die es eigentlich geht keinen Verdacht schöpfen aber wegen dem Preisgeld mitmachen - interessant. Dazu die Regel nicht lügen zu können, um wirklich alles zu erfahren - clever. Doch einen solchen Gewinn trotzdem noch auszuzahlen, obwohl das Ziel schon vorher erreicht wurde - unglaubwürdig. Oder übernatürlich gutes Gewissen und Gnade… Zusätzlich dafür noch ein Gerät entwickeln oder eine Kooperation mit einem High Tech Unternehmen eingehen? - entweder du heißt Elon Musk und bist so reich, dass du so was aus einer Laune heraus machen kannst, oder mir fehlt der Tiefgang und Background der Kooperation. Was springt für Veritech dabei raus? Ein Testlauf? Daten? Probe User? Ist es ein Militärs Unternehmen? Für meinen Geschmack erfahren wir als Leser zu wenig darüber. Auch wie die Spieler ausgesucht und das Game ins Rollen gebracht wurde.
Natürlich ist es trotzdem irgendwo spannend aber zum einen vergisst Ursula Poznanski an manchen Stellen ihre eigenen Spielregeln, auf die sie nachher nur umso eindringlicher eingeht und sie nochmal betont - wie jede Frage beantworten zu müssen oder ausgeschieden zu werden - und es durchaus mehr als einmal passiert, dass das nicht der Fall ist. Nur um das nachher durch Ausnahmen der Spielleiter wieder hinzubiegen und mögliche Ausrutscher zu entschuldigen… weiß ich ja nicht.
Und so richtig krass wird die Story auch nicht. Es ist mehr ein Roman der mit dem Gewissen spielt und zum Nachdenken anregt. Über Wahrheit und Lüge, und wie man sich im Alltag ausdrücken, bzw. vielleicht auch mal seine Worte bedachter wählen sollte. Das hat mich durchaus zum nachdenken gebracht und mich im ein oder anderen Moment tatsächlich daran erinnert, im Alltag mehr bei dem zu bleiben, was ich eigentlich will. Und es auch genauso mitzuteilen. Ein wenig Selbstfürsorge.
Die Charaktere sind okay. Echt ganz nett.
Und das beste ist halt immer noch Poznanskis Erzähl und Schreibstil. Das geht runter wie Butter und man kann so ein Buch nahezu einfach weginhalieren. Die Dialoge lesen sich flüssig und authentisch. Man sieht und spürt es regelrecht.
Nun: wegen fehlendem Tiefgang und Background der Story und allgemein einem etwas komischen Ende, geben ich 3,5 von 5. Ich hätte bei der Auflösung ein bisschen mehr erwartet. Allerdings war das mit der Rückblende auch voll gemacht.
Definitiv eine nette und unterhaltsame Urlaubslektüre und eine coole Idee :D
This entire review has been hidden because of spoilers.
Spannende Geschichte, die die Thematik Lügen aufgreift und sie von verschiedenen Seiten beleuchtet. 100 Spieler machen an einem Wettbewerb mit, wer lügt, scheidet aus. Die Geschichte lässt einen selbst reflektieren - wie häufig antwortet man in Halbwahrheiten oder in höflichen Floskeln? Dazu kriegt man eine echt spannende Geschichte geliefert, die mich gepackt hat!
Ganz ehrlich: von den eher neueren Jugendbüchern Poznanskis gehört Scandor zu den besten 💯
Obwohl ich Erebos und Shelter geliebt habe, war ich in letzter Zeit eher skeptisch gegenüber Poznanski Büchern, denn in Saeculum, Die Burg und die Eleria Reihe habe ich mehrmals reingelesen und es jedes Mal wieder abgebrochen 😢
Da mir allerdings die Grundidee mit einem Spiel um Lüge oder Wahrheit imponiert hat, wagte ich mich nun doch an Scandor heran - und war begeistert!
Scandor, der Lügendetektor dessen Name eine Zusammensetzung aus „Scan“ und „Candor“ (Wahrheit) ist, bildet die Basis, auf dem die Geschichte des ganzen Buches aufgebaut ist. Ein Spiel, 100 Teilnehmer:innen. Wer lügt, fliegt raus und muss sich seiner größten Angst stellen. Dem Gewinner winkt ein Preis in Millionenhöhe. Doch wie viel ist man wirklich gewillt, um den Sieg eines so brisanten Spieles zu holen?
Nicht nur die Grundstory war stark und genial konzeptioniert, sondern auch die Charaktere waren gut ausgeklügelt und sehr greifbar dargestellt. Jeder mit seinen jeweiligen Stärken und Schwächen, die sie unterstützen oder auch zum Verhängnis werden konnten. Aber auf jeden Fall mit triftigen Gründen, gewinnen zu wollen. Doch natürlich kann das am Ende nur eine Person und 99 sind raus. Da war es interessant, von einigen zu erfahren, wie sie sich ins Out befördert haben und was ihnen deshalb bevorstand 👀
Doch das war noch nicht alles. Was erst als eine einmalige Chance erscheint, bei der man ein brandneues und noch streng geheimes Produkt testet entpuppt sich als etwas viel größeres. Und das natürlich nicht ohne ein paar schlummernde Familiengeheimnisse….
Scandor ist auf jeden Fall ein Buch für alle, die Suspense und Geheimnisse lieben - aber nehmt euch in Acht, denn sobald man einmal angefangen hat, kann man nicht mehr aufhören……auch selbst stets die Wahrheit zu sagen!
Mit Scandor habe ich mich zurückversetzt gefühlt in die Zeit, als ich Erebos zum ersten Mal gelesen habe. Die Herausforderung, der sich die 100 Kandidat*innen stellen müssen, hat mich selbst so sehr gereizt, dass ich einen Tag lang versucht habe, schonungslos ehrlich zu sein – ohne auch nur den kleinsten Teil der Wahrheit auszusparen. Ich denke, ich muss nicht dazusagen, dass ich dabei kläglich gescheitert bin.
Es hat einfach Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen – eine Qualität, die meiner Meinung nach oft unterschätzt wird. Sicher, es ist kein perfekter Roman, und rückblickend ist die Handlung auch nicht übermäßig komplex. Aber ich habe mitgefiebert, wusste bis zum Schluss nicht, was mich erwartet, und war mit der Auflösung insgesamt sehr zufrieden.
Poznanskis Bücher waren für mich in den letzten Jahren eher enttäuschend, doch mit Scandor konnte sie mich davon überzeugen, dass es sich lohnt, ihren Neuerscheinungen weiterhin eine Chance zu geben.
Ich war direkt ab der ersten Seite drin im Geschehen und wurde nicht enttäuscht.
Außer, dass ich am Ende dann doch leicht überfordert war mit den ganzen Namen die plötzlich aufgeploppt waren, aber das hat der Geschichte trotzdem keinen Abbruch getan.
Witzig, wie man anfängt selber über alltägliche Situationen nachzudenken, wo man vielleicht hin und wieder eine kleine Flüchtigkeitslüge ausplaudert. Regt definitiv zum Nachdenken an.
Mein zuverlässiger Online-Buchhändler hat das Buch schon ein paar Tage zu früh verschickt und ich habe es direkt verschlungen. Es ist, wie fast jedes Poznanski-Jugendbuch ein sehr kurzweiliger, fesselnder Thriller der nicht nur konstant die Spannung aufrecht erhält sondern in diesem Fall auch zum Nachdenken und Hinterfragen der eigenen Kommunikation anregt.
Es heißt schon einiges, wenn ich ein Buch innerhalb von einem Tag durchlese. Ich glaub ich hab nur 2 Pausen gemacht. Es bringt einen echt zum Nachdenken, wie oft man am Tag tatsächlich lügt, auch wenn es nur Notlügen oder Floskeln sind.
Ein weiteres Meisterwerk von Ursula Poznanzski. Genau die richtige Menge an Witz, Spannung, Nervenkitzel und Verwirrung. Man fiebert mit, und kann gar nicht aufhören zu lesen.
ich fand den ersten teil des buches suuuper cool und dann die auflösung fand ich ein bisschen underwhelming also ich hab mir irgendwie was anderes gewünscht (aber ich weiß jetzt natürlich auch nicht was genau) jedesfalls achte ich jetzt auch mal drauf wie oft ich am tag so lüge und das schlimmste was ich mir vorstellen kann ist caving.
Rezension zu Scandor - Ursula Poznanski Einzelband| Loewe| Erschienen am 14.08.24 | 448 Seiten | 4.5 Sterne
Ein Wettbewerb, der zu schön klingt, um wahr zu sein: 100 Kandidaten treten gegeneinander an, um den Lügendetektor Scandor zu testen. Sobald man am Gerät angehängt wurde, dürfen keine Lügen mehr erzählt werden, ansonsten scheidet man aus dem Wettbewerb aus und muss sich seiner grössten Angst stellen. Die Person, die am Ende noch übrigbleibt, gewinn 5 Millionen Euro Preisgeld. Einfach, oder? Tessa und Philip stellen sich dem Spiel, in welchem nicht nur mit unfairen Mitteln gekämpft wird, sondern hinter dem sich eine ganz besondere Wahrheit versteckt…
Wie so oft bei den Büchern von Ursula Poznanski war ich von der ersten Seite an gefesselt. Nur zu gerne habe ich mich auf diesen Wettbewerb eingelassen und Scandor zusammen mit Tessa und Philip getestet. Die Handlung schreitet in einem guten Tempo voran und die Spannung, zu scheitern und ausversehen zu lügen, ist deutlich in der Luft zu spüren. Ich habe mit Tessa und Philip mitgefiebert und dabei aber viele andere Charaktere unter die Lupe genommen und ihr Verhalten und ihre Motive hinterfragt. Dazu kommt noch der Schreibstil der Autorin, der für ein flüssiges Lesetempo sorgt und einen förmlich in die Geschichte hineinsaugt.
Tessa und Philip sind Charaktere, die ich sehr gerne begleitet habe. Sie beide wirkten authentisch und hatten plausible Gründe, um die Challenge gewinnen zu wollen. Auch die zarte Liebesgeschichte mochte ich, auch wenn sie nicht wirklich überraschend war.
Die Grundthemen, nämlich Wahrheit und Lüge, wurden sehr gut eingebaut und haben mich an der einen oder anderen Stelle nachdenklich gestimmt. Was macht eine Lüge zu einer Lüge? Wie ehrlich sollte man sein? In welchen Situationen ist es vielleicht besser, zu einer Unwahrheit zu greifen? Alles Fragen, die ich interessant fand und dich gut in die Geschichte eingewebt wurden. Das Ende kam überraschend, hat sich aber für mich rund angefühlt und viele Antworten geliefert. Insgesamt mochte ich den neuen Roman von Poznanski sehr gerne. Er lässt sich super schnell weg lesen, behandelt spannende Grundthemen und wird von zwei sympathischen Charakteren erzählt. Ganz für ein Highlight hat es nicht gereicht, aber ich spreche für dieses Werk definitiv eine Kaufempfehlung aus!
Was passiert wenn du an einem Wettbewerb teilnimmst, nicht mehr lügen darfst und jede Lüge - und sei sie noch so ein Harmloses "tut mir leid" - das Ausscheiden bedeutet. Scandor... Durch Technik aufgebracht auf die Haut mit einem Monitor. 100 Kandidaten und Kandidatinnen werden genau das erfahren. Gewinn: 5 Millionen Euro. Gegenleistung: Etwas was du auf keinen Fall machen möchte.
Doch man soll sich ja auch auf da Spiel einlassen und so lässt Scandor nicht zu, dass man sich die ganze Zeit verbarrikadier. Immer wieder kommen Challenges die man erfüllen muss oder Aufgaben für einen einzelnen, weil Scandor findet man war zu lange isoliert.
Philipp Bajon und Tessa Weidrich sind 2 der Teilnehmer. Im Laufe der Zeit führt Scandor die beiden zusammen. Doch dann verschwindet Tessa bei einem Treffen einfach. Dabei hatte Philipp gehofft mit ihr ein Team bilden zu können. Doch das Missverständnis wird schnell geklärt. Die Challenges sind nicht ohne und es kommt immer mehr, was man vielleicht nie hätte wissen wollen. Was steckt hinter dem ganzen und wie gehen alle damit um??
Eine wirklich interessante und fesselnde Story. Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen wenn ich nicht gezwungen war. Die Charaktere gefallen mir gut und die Idee dahinter ist auch verdammt interessant. Auch das Ende war für mich wirklich richtig gut geschrieben und aufgelöst. Eine wirkliche Empfehlung von mir. Deshalb bekommt "Scandor" verdiente 5 Schmetterlinge.