Im idyllischen Sauternes im Garonne-Tal wird der edelste Süßwein der Welt angebaut - und ausgerechnet hier wird mitten in der Erntezeit eine junge Winzerin tot in ihrem Weinkeller aufgefunden. Das bei der Vergärung entstehende giftige Gas hat sie umgebracht. Aber ist das schon die ganze Wahrheit? Während die örtliche Polizei von einem Unfall ausgeht, verlässt sich Commissaire Luc Verlain auf sein Bauchgefühl und setzt Ermittlungen durch. In der kleinen Gemeinde aber stößt er auf eine Mauer des Schweigens. Offenbar hat sich die Winzerin mit ihrem Kampf gegen Pestizide und gepanschte Weine so einige Feinde gemacht. Und dann gibt es da noch ein Geheimnis, dessen Wurzeln weiter in die Vergangenheit zurückreichen …
Er liebt den Süden, das gute Essen und das einfache Leben – darin ist sich Schriftsteller Alexander Oetker mit seinen Protagonisten einig.
So ist sein ganzes Schaffen auf diesen Süden ausgerichtet: Als Bestsellerautor mit den beliebten Aquitaine-Krimis um Commissaire Luc Verlain. Mit dem unvergleichlichen Frankreich-Kochbuch „Chez Luc“. Mit den Paris-Krimis um den verschrobenen Ermittler Commissaire Lacroix. Mit seiner Zypern-Krimireihe um Sofia Perikles. Und mit den wunderbaren Liebesromanen, die allesamt in den schönsten Regionen Europas spielen, wie etwa „Mittwochs am Meer“.
Richtig gute Geschichte, bei der man so einiges über Süßwein und Weinanbau lernen kann. Hat richtig Spaß gemacht, das Buch zu lesen und hat auch zum nachdenken angeregt.
Klappentext: Im idyllischen Sauternes im Garonne-Tal wird der edelste Süßwein der Welt angebaut - und ausgerechnet hier wird mitten in der Erntezeit eine junge Winzerin tot in ihrem Weinkeller aufgefunden. Das bei der Vergärung entstehende giftige Gas hat sie umgebracht. Aber ist das schon die ganze Wahrheit? Während die örtliche Polizei von einem Unfall ausgeht, verlässt sich Commissaire Luc Verlain auf sein Bauchgefühl und setzt Ermittlungen durch. In der kleinen Gemeinde aber stößt er auf eine Mauer des Schweigens. Offenbar hat sich die Winzerin mit ihrem Kampf gegen Pestizide und gepanschte Weine so einige Feinde gemacht. Und dann gibt es da noch ein Geheimnis, dessen Wurzeln weiter in die Vergangenheit zurückreichen
„Wilder Wein“ ist mittlerweile schon der 8. Aquitaine Krimi von Alexander Oetker. Luc Verlain der smarte Kommissar ist mir schon seit dem ersten Band sympathisch. Auf sein Töchterchen Aurélie ist er sehr stolz, sie ist ein wahrer Sonnenschein. Luc’s Partnerin Anouk ist mittlerweile Leiterin der Police national in Bordeaux und somit Luc’s Chefin. Die kleine Aurélie ist, während Anouk und Luc arbeiten bei Luc’s Vater gut aufgehoben.
In diesem Band bekommen die Ermittler es wieder mit einem komplizierten Fall zu tun. Die junge Winzerin Charlotte Malroix ist in ihrem Weinkeller an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben. Der örtliche Polizist Vincent Balladier ist sich sicher, dass es ein Unfall war. So etwas geschieht immer wieder. Die Winzer überschätzen die Zeit, die sie im Weinkeller haben, wenn das Gärgas aus den Gärbehältern hochsteigt. Luc und sein befreundeter Kollege Yacine zweifeln an der Unfalltheorie. Außerdem hat Charlotte Malroix gegen die anderen Winzer agiert. Sie hat sie beschuldigt, wegen ihrer Pestizide schuld an den Krebserkrankungen im Umfeld zu sein. Charlotte Malroix wollte einen ökologischen und sauberen Weinanbau. Doch den anderen Winzer war der Profit wichtig, sie wollten da nicht mitziehen. Musste Charlotte Malroix deswegen sterben?
Alexander Oetker beschreibt wie immer die Handlungsorte sehr anschaulich. Es ist eine wahre Liebeserklärung an Frankreich und vor allem an die Atlantikküste. Die kleinen Orte, das Meer, der Strand und das gute Essen und nicht zu vergessen die hervorragenden Weine. Man würde am liebsten den Koffer packen und hinreisen.
Alexander Oetker lässt sehr schnell Spannung aufkommen und hält diese auch über die gesamte Geschichte aufrecht. Unter den anderen Winzern stößt er auf Schweigen. Alle sind von einem Unfall überzeugt, nur Luc und Yacine nicht. Genau wie Luc habe ich vermutet, dass der Täter unter den Einwohnern des kleinen Ortes zu finden ist. Das Ende war dann aber doch überraschend.
Der Schreibstil von Alexander Oetker ist fesselnd und leicht verständlich. Die kurzen Kapitel verleiden dazu immer weiter zu Lesen.
„Wilder Wein“ ist wieder einmal ein richtig guter und spannender Krimi. Ich freue mich jetzt schon auf den 9. Band.
Es hat natürlich eine Menge zum Charme (und zur Bewertung) beigetragen, dass ich gerade in Bordeaux war und Sauterne getrunken habe... der Fall an sich war unspektakulär, die persönlichen Entwicklungen sind mir eigentlich auch ein bisschen zu süßlich - aber ich mochte die ganzen kleinen Infos, die ganz nebenbei mitkommen...
»Wilder Wein« ist ein Kriminalroman von Alexander Oetker, der 2024 bei Hoffmann & Campe erschienen ist. Dies ist der achte Fall für Commissaire Luc Verlain, der seine Fälle in der Aquitaine löst.
Zum Autor: Alexander Oetker, geboren 1982, ist Bestsellerautor und TV-Journalist, als Frankreich-Experte von RTL und n-tv berichtet er seit 15 Jahren über Politik und Gesellschaft der Grande Nation. Er ist zudem Kolumnist und Restaurantkritiker der Gourmetzeitschrift Der Feinschmecker. Er lebt mit der Familie zwischen Brandenburg, Berlin und der französischen Atlantikküste.
Zum Inhalt: Eine junge Bio-Winzerin ist in ihrer Gärhalle unter verdächtigen Umständen zu Tode gekommen. Luc Verlain und sein Kollege Yacine nehmen die Ermittlungen auf, stoßen aber auf eine Mauer des Schweigens.
Meine Meinung: Bei den Kriminalromanen von Alexander Oetker freue ich mich immer auf die Informationen um den Fall herum. Diesmal geht es in das Zentrum des Süßweinanbaus nach Sauternes im Tal der Garonne. Die zu Tode gekommene Bio-Winzerin hat das ganze Dorf gegen sich aufgebracht mit ihrem Kampf gegen die traditionellen Anbaumethoden und womöglich gar Panscherei. Im Fokus stehen die Probleme der Weinbauern und Händler, die unaufdringlich in die Handlung eingebunden sind. Manches Fehlverhalten wird so verständlich, aber nicht tolerierbar. Die Figuren sind mit etlichen Grautönen gezeichnet und bieten Raum für Überraschungen. Die Ermittlungen kommen nur schleppend voran und so stehen atmosphärische Landschaftsbeschreibungen und leckere Mahlzeiten an. Das eiserne Schweigen der Dorfbewohner scheint undurchdringlich, bis anonyme Nachrichten den Fall voranbringen. Tempo und Spannung nehmen zu und es kommt zu einem Showdown mit allen Beteiligten in der Gärhalle, in der die Winzerin zu Tode gekommen ist. Die Auflösung ist überraschend, vollständig und nachvollziehbar, hat mich aber nur bedingt überzeugt. Mich hat der Titel sehr gut unterhalten und wie eigentlich immer Lust auf einen Urlaub in der Region gemacht.
Fazit: Mich hat auch dieses Buch des Autor sehr gut unterhalten und die Zusatzinformationen um den Fall herum sind ein deutlicher Mehrwert. Deshalb bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten). Empfehlen kann ich das Werk als atmosphärischen Urlaubskrimi.
Luc Verlain arbeitet als Ermittler an der französischen Atlantikküste unter seiner Partnerin Anouk als Chefin. Auch sein aus der Pariser Zeit vertrauter Kollege Yacine ist zu Verlain nach Bordeaux gewechselt. Im aktuellen Fall ist der Tod einer jungen Winzerin aus Barsac/Sauternes aufzuklären, der von den lokalen Ermittlern zügig zum Unfall erklärt wurde. Dass der Chef de Police der Region Sauternes nicht an der Aufklärung interessiert ist, wie eine erfahrene Winzerin im eigenen Gärkeller ersticken konnte, weckt sofort Verlains Misstrauen. Charlotte Malroix hatte konsequent auf Bio-Anbau gesetzt und sich mit Kritik am übermäßigen Pestizid-Einsatz praktisch jeden im Dorf zum Feind gemacht. Die Arbeit mit Zugpferden wie in Charlottes Betrieb z. B. könnte sich ein großer Betrieb mit Verantwortung für zahlreiche Angestellte gar nicht leisten, hören die Ermittler der Kripo bald. Obwohl Barsac gegenüber Verlains Team die Reihen geschlossen hält, ist nicht zu übersehen, dass die hohe Krebsrate im Ort und die Herausforderungen der Branche durch den Klimawandel die Emotionen kochen lassen. Verlain setzt einmal mehr Robert ein, Journalist und Informant auf Gegenseitigkeit, um zu erfahren, was im Dorf so geredet wird. Wer mit wem verwandt ist und wessen Existenz durch Charlottes Aktivitäten am stärksten bedroht ist, wird jedoch durch eine unerwartete Wende in den Schatten gestellt.
In der herbstlichen Nachsaison findet Verlain wieder Zeit zum Schlemmen und Surfen; ihm dabei über die Schulter zu blicken, weckt Sehnsucht nach der großen Düne und Morgennebel über der Gironde. Verlains achter Fall versteht durch wechselnden Focus zu fesseln. Da der vorhergehende Fall erst kürzlich abgeschlossen wurde, konnte ich unkompliziert wieder in das Setting einsteigen.
---- Serieninfo Band 8 von 8, 9 ist für September 2025 angekündigt.
Schon unterhalsam aber sehr viel, also wirklich sehr sehr viel, Beschreibung der Gegend und des Essens. Mich wundert, dass es am Ende keine Rezepte gab. Ich glaube man hätte ein bisschen weggehen können vom schön-schön der Landschaft und des Essens und einen Touch mehr Schwerpunkt legen können auf den Rassismus, der in der Gegend vorherrscht. Das wurde leider nur angeschnitten. Und ein bisschen viel Verharmlosung von Alkohol. Und es nervt mich halt leider sehr, dass der Autor das ganze Privat-Gedöns (Luc Verlain ist mit seiner Chefin liiert und die beiden haben ein sehr kleines Kind) über-vereinfacht. Ich glaube, diese Komponente hätte es in dieser Reihe nicht gebraucht.
Ach und der Sub-Titel von wegen gefährlichster Fall?
[I use the Goodreads rating exactly as it reads. (1- I didn't like it, 2- It was OK, 3- I liked it, 4- I really liked it, and 5- I loved it.)]
Dem einen oder anderen wird möglicherweise arg viel "erhobener Zeigefinger" in der Handlung sein, allerdings wendet sich "das Blatt" munter und sehr unterhaltsam mal in die eine, mal in die andere Richtung. Das ist klasse zu lesen, und das macht echt Spaß. Die Auflösung fand ich originell, auch wenn der Verweis "kurz vor dem Showdown" schon echt auch im Ende wiederfindet - lustig. Der Gedanke an die End-Wendung kam mir tatsächlich schon mal ein paar Seiten zuvor, die Auflösung war aber dennoch originell, und der Cliffhanger ist einfach richtig klasse.
=> Das hat echt Spaß gemacht, und ich freue mich auf Band 9.