Alkohol zu trinken, ist für Frauen mittlerweile selbstverständlich. Sie tun es, um zu feiern, um dazuzugehören oder sich kultiviert zu fühlen. Aber auch, um Sorgen, Überforderung und Ängste zu bewältigen. Trinkmuster, die für ältere Generationen noch undenkbar gewesen wären, gehören heute zum Alltag und sind gesellschaftlich akzeptiert. Das hat fatale Folgen.Die ehemals selbst betroffene Journalistin Nathalie Stüben und der renommierte Suchtmediziner Prof. Dr. Falk Kiefer erklären, warum Frauen Alkohol trinken, wie sie ihn trinken und wie sich das auf ihren Alltag, ihre Gesundheit, ihre Beziehungen und Ambitionen auswirken kann. Sie zeigen Möglichkeiten auf, damit aufzuhören. Und verdeutlichen, welch immense Freiheit es bedeutet, wieder selbst Regie im eigenen Leben zu führen.
Spannend und schockierend und dabei richtig gut geschrieben!
Den beiden Autoren ist mit "Frauen und Alkohol" ein Buch gelungen, das sehr zugänglich geschrieben ist und anhand der unterschiedlichen fiktiven Protagonistinnen fantastische Beispiele gibt. Insgesamt gibt es 5 Frauen, aus verschiedenen Generationen, die jeweils einen ganz eigenen Kampf mit Alkohol kämpfen. Durch ihre Geschichten, wird das Fachliche greifbarer - mich hat diese "Form" des Erklärens sehr angesprochen und abgeholt.
Die letzten Kapitel waren für mich leider nicht mehr so interessant, weil es nur noch um Beratungsstellen geht, an die man sich wenden kann, was sie unterscheidet usw. Auch das "Du" mit dem der Leser angesprochen wird, hat mich immer wieder zum stolpern gebracht - soll sich aber mit Sicherheit an betroffene Personen wenden, weshalb ich gut darüber hinweg sehen konnte :)
Grundsätzlich ein sehr lesenswertes Buch, mit vielen spannenden und gut erklärten Informationen. Ich kann es von Herzen an alle Frauen weiterempfehlen!
Spannende Fakten ansprechend verpackt mit den Geschichten betroffener Frauen unterschiedlichen Alters und in verschiedenen Lebenssituationen. Es lässt sich sehr leicht lesen, auch wenn gegen Ende mit der Du-Ansprache nur diejenigen gemeint sind, die tatsächlich selbst betroffen sind. Ich habe mich somit weniger angesprochen gefühlt und teilweise weniger Infos mitnehmen können. Für Betroffene kann es aber sicherlich die richtige Art der Formulierung sein!
Ein sehr wichtiges und tolles Buch. Ich würde gerne mehr Sterne geben. Es wird aufklärend und ermutigend geschrieben, nicht vorwurfsvoll. Ich konnte mich gut mit Elena, 24 identifizieren und war froh, dass alle Altersklassen abgedeckt waren. Ich liebe, wie die kleinen Geschichten zu Ende gehen. Ich habe nun seit einem Monat nicht mehr getrunken und bin gespannt, wie es weiter geht.
Besonders gut hat mir der Wechsel zwischen den gut erzählten Geschichten der Frauen aus verschiedenen Generationen und den sachlichen Informationen gefallen.