Dass die Comics nicht miteinander zusammenhängen und den Fokus auf komplett andere Charaktere, Zeiten und Handlungen legen, hat mich erst sehr skeptisch gemacht. Vor allem, da ich hier im zweiten Comic auch keinen Charakter habe, mit dem ich mich wirklich identifizieren oder in den ich mich hineinfühlen konnte. Dennoch muss ich sagen, dass mir gerade das auch irgendwie gefallen hat letztendlich.
Hier war von großem Vorteil, dass die eigentliche Geschichte, die hier erzählt wird, in der Vergangenheit spielt und in der Rahmenhandlung Aloy, wie mir als Leserin auch, erzählt wird. Dadurch hatte ich hier weniger das Gefühl, die Handlung mitzuerleben, sondern eher das, am Feuer zu sitzen und sie erzählt zu bekommen. Das hat mir gefallen und war mal etwas anderes.
Mein Problem mit diesem Comic hier (im Gegensatz zum ersten) hängt allerdings damit direkt zusammen: Durch den häufigen und stilistisch nicht markierten Wechsel zwischen dem Jetzt (Rahmenhandlung) und dem Damals (erzählte Geschichte) musste ich manche Seiten noch ein zweites Mal lesen, weil ich zunächst nicht gemerkt habe, dass ich mich nun wieder woanders befinde.
Dieser Wechsel und beide Handlungen sind für die Message des Comics unverzichtbar, aber dennoch hat mich das immer etwas aus dem Flow gerissen und ich musste alle paar Seiten erstmal wieder reinfinden. Das Ungewohnte hatte also Vor- und Nachteile, wobei das Gute überwiegt.