Die Geschichte beginnt in den späten 1950er-Jahren in Darjeeling, einer Stadt in der Provinz Sikkim im Norden Indiens. Die 15-jährige Protagonistin Carrie Mason hat ihr ganzes Leben hier verbracht. Als ihr Vater bei einem Unfall stirbt - ihre Mutter ist bereits gestorben, als sie noch sehr klein war - steht sie plötzlich ganz alleine da. Nur unwillig fügt sie sich, eine Laufbahn als Lehrerin am öden englischen College von Darjeeling einzuschlagen. Doch ihr Schicksal ändert sich mit der Ankunft einer neuen Schülerin, der Tibeterin Karma Tethong, mit der sich Carrie sehr bald befreundet. Als Karma Carrie fragt, ob sie zum Lichterfest mit ihr nach Lhasa reisen möchte, zögert Carrie nicht, zuzusagen. Nach einer langen, abenteuerlichen, und teilweise sehr beschwerlichen Reise treffen die beiden jungen Frauen in der tibetischen Hauptstadt ein. Hier verliebt sich Carrie auch in den jungen chinesischen Arzt Cheng Li... Doch das Glück sollte nicht lange anhalten, denn der Bürgerkrieg und die Unterdrückung Tibets durch die Chinesen droht zu eskalieren.
Wie alle Federica de Cesco-Romane ist auch Die goldenen Dächer von Lhasa einfach magisch und entführt die Leser in eine fremde Welt. Anders als andere Jugendbücher der Autorin ist dieses aber eher traurig und vielleicht etwas schwerer. Auf jeden Fall lohnt sich aber die Lektüre - sollte ich beim nächsten Brockenhaus-Besuch wieder ein Federica de Cesco-Buch finden, werde ich es betimmt wieder mitnehmen!