Über die Freundschaft, die Liebe und den Mut, sich den höchsten Herausforderungen des Lebens zu stellen Die fesselnde Gay Sports Romance der Autorin Ensa Elrik
Ein Jahr nach dem tödlichen Kletterunfall seiner Schwester Forest steht Rivers Leben immer noch still. Zurückgelassen mit Depressionen, Schuldgefühlen und einem Berg Schulden will River nichts mehr vom Free Climbing wissen. Doch dann taucht Atlas auf, Forests bester Freund und Rivers heimliche Jugendliebe, der eine Tournee zu den schönsten Kletterspots der Welt plant. Und ausgerechnet River soll sein Kameramann sein. Die Geldnot zwingt River dazu, den Plänen zuzustimmen – und plötzlich findet er sich mitten in der Kletterwelt wieder, vor der er so dringend fliehen wollte. Dabei ist die Angst vor dem Klettern genauso wenig überwunden, wie seine Gefühle für Atlas …
Darum geht es: Als seine große Schwester beim Klettern tödlich verunglückt, zieht sich River komplett zurück. Er hört auf zu klettern und kappt den Kontakt zu seinen besten Freunden Sam und Atlas, die er früher bei ihren Touren begleitet hat. Doch als River in Geldsorgen ertrinkt, ist es Atlas, der ihm einen Rettungsring zuwirft. River soll ihn und Sam auf deren Klettertour als Kameramann begleiten. River bleibt nichts anderes übrig als zuzusagen, denn die Bezahlung ist gut – doch die Aussicht, wieder zu klettern und so viel Zeit mit den Kletterverrückten zu verbringen, ist nicht gerade verlockend. Ach, und hatte ich schon erwähnt, dass Atlas Rivers allererster Schwarm war?!
Meine Meinung: RISING ABOVE ist eine Gay Romance mit den Tropes Forced Proxitimity und Friends to Lovers. Oder passt vielleicht doch besser Friends to Enemies to Lovers?! Jedenfalls haben mich diese Tropes im Klappentext angesprochen und ich war auch aufgrund des Kletterthemas gespannt auf die Story. Dies ist noch komplettes Neuland für mich gewesen.
Die Geschichte ist mit wechselnder Perspektive und einem Ich-Erzähler geschrieben, was mir gut gefallen hat. River als der trauernde kleine Bruder hat emotionalere Abschnitte, die von Atlas hingegen sind spannungsreicher. Das zeigt schon die Ausgewogenheit des Romans. Es gibt Emotionen, Spannung und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Wer auf Wortwitze steht, wird sich super mit River verstehen und ich fand vor allem die Schlagabtausche in der ersten Hälfte zwischen River und Atlas amüsant. Grundsätzlich ließ die Geschichte sich einfach und flott lesen. Zwei unterhaltungsreiche Tage und ich war durch. Trotzdem muss ich sagen, dass ich mit dem Schreibstil nicht warmgeworden bin. Etwas Schade fand ich die vielen (Rechtschreib-)Fehler in der Geschichte – ich hoffe, da wird nochmal drübergeschaut. Vor allem aber machte mir die jugendliche Wortwahl Probleme, in den Dialogen, aber auch davon abgesehen. Ich möchte gar nicht abstreiten, dass diese Wortwahl bei Protagonist:innen Anfang zwanzig passend ist. Aber ich lese das in Bücher einfach nicht gerne, weil es etwas Oberflächliches und Flapsiges an sich hat.
Dies hat meinem Empfinden nach auf verschiedene andere Aspekte der Geschichte gestrahlt. Thematisch fand ich sie zum Beispiel gut aufgestellt. Es geht um Trauer, psychische und physische Gesundheit, Familie, Freundschaft und Liebe. Allerding kam die Tiefe nicht immer bei mir an. Außerdem fand ich die Story rückblickend überladen, sodass manches nur kurz angeschnitten werden konnte.
Mit den Figuren bin ich nicht vollkommen warm geworden. River mochte ich eigentlich gerne, weil ich seine Gefühle nachvollziehbar und authentisch fand. Auch Atlas als Sonnenschein war sympathisch, doch ihn konnte ich oft nicht verstehen. Er lebt fürs Klettern und dieses Thema wurde ausführlich und spannend erklärt und präsentiert. Ich kann mir nun in gewisser Weise vorstellen, weshalb Atlas – und auch die anderen Figuren – das Klettern so liebt. Dennoch fand ich ein paar Botschaften am Ende der Geschichte … fraglich.
Was mir sehr gut gefallen hat, war (wie gesagt) die Umsetzung dieser für mich ganz neuartigen Thematik vom Klettern. Außerdem war das abwechslungsreiche Setting total interessant zu verfolgen und alles wurde sehr bildreich beschrieben, sodass man sich praktisch selbst vor Ort fühlte.
Mein Fazit: RISING ABOVE ist eine Gay Romance für alle, die neben dem Liebesthema über andere Thematiken lesen möchten, sowie schöne Schauplätze und Slow-Burn mögen. Der Roman war fesselnd, spannend geschrieben und mit den ein oder anderen Wendungen gut durchdacht. Dadurch habe ich das Buch gerne gelesen, aber es gibt Luft nach oben. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.
Großer, großer Favorit. Lesen! Auch ohne Interesse an (spicy) Romance! Holy Shit, hat mich dieses Buch mitgenommen. Da war so viel Inhalt, so viel Tiefe, dass ich mich zwischendurch wirklich vergleichsweise gefragt habe, wie Ensa das hinbekommen (Plural weil Schreibduo), sowas auf knappe 400 Seiten zu quetschen und andere unnötige Längen fabrizieren oder das Doppelte für gleich viel Tiefgründigkeit brauchen. Das soll jetzt auch niemand anderen shamen, es geht jetzt um ein ganz wundervolles Buch. Es hat mich zu Tränen gerührt, ich hatte Gänsehaut ohne Ende und mich so sehr gefreut, dass der deutschsprachige MM-Bereich so eine tolle Geschichte zu bieten hat. Klettern als Sport ist grundsätzlich einfach nicht so weit verbreitet, aber erst Recht nicht in diesem Genre. Ich persönlich kann wirklich gar nichts mit Free Solo anfangen, obwohl ich selber eine Bouldermaus bin, aber die 4 Meter in der Halle reichen mir schon. Trotzdem war die Darstellung der Gründe für das unfassbare Risiko, das mit dem Klettern ohne Seil einhergeht, SO glaubwürdig - man hat unfassbar viel zu verlieren und tut es nicht trotz dessen, sondern gerade weil. Und ich kann das nicht ansatzweise so schön in Worte fassen wie Ensa, oder besser gesagt Rivers Mutter, aber es hat mich total berührt. Sprachlich hat mir das Buch auch sehr gut gefallen, grundsätzlich Gendern und die Verwendung von Neopronomen auch im Deutschen (wir lieben außerdem die Enby-Rep!) völlig normalisiert. Atlas' Spitzname für River hat mich komplett quietschen lassen und auch ein bestimmter Satz auf Spanisch gegen Ende des Buchs hat mir wie kein zweiter die Tränen in die Augen getrieben, nachdem ich ihn durch Google Translate gejagt habe. Auch die Analogien von Klettern und Bergen für Gefühle waren wunderschön. Und wie genial ist bitte das Nutzen von barrierefreien Bildbeschreibungen in Instacaptions, um im Buch natürlich nicht abgedruckte Bilder zu beschreiben? Ich schwärme schon, ohne überhaupt wirklich zum Inhalt gelangt zu sein. Der politische bzw. aktivistische Touch ist toll, obwohl der im Vergleich zum Klettern und Social Media - und Freundschaften - eher eine untergeordnete Rolle spielt. Der Tod der vierten im Bunde ist unfassbar tragisch, aber wird so gut aufgearbeitet und auch die Message, was den Tod und die Endlichkeit des Lebens betrifft, ist so wunderschön und hat mich als Mensch mit Angststörung nochmal anders berührt. Die Geschichte war tragikschön, dabei leicht und doch tiefgründig und einfach auch wahnsinnig spannend durch verschiedene - trotzdem irgendwie low angst - Dramaquellen, die sich kein bisschen erzwungen angefühlt haben. Und wie genial waren bitte für die Spannung zwei bestimmte Perspektivwechsel am Ende? Ich hatte offensichtlich sehr viel zu sagen und hab mich ganz schön doll verliebt. Lest das!
Dieses Buch war eine freudige Überraschung! Ich habe gelernt, bei Büchern, die als Gay Romance angepriesen werden, meine Erwartungen nicht zu hoch zu stecken. Umso begeisterter war ich, als ich bei Rising Above von der ersten Seite an süchtig wurde. Die Geschichte ist klasse geschrieben, durchweg spannend und geht einfühlsam an das Thema Verlust heran. Eine Sport-Romanze mit Klettern als Setting ist mir noch nicht begegnet und puh - das bringt doch jede Menge Nervenkitzel mit sich. Allein vom Lesen darüber habe ich teilweise Höhenangst bekommen 😅
Großes Highlight: Diversität zieht sich durch das ganze Buch! Mehrere Charaktere sind queer - nicht nur die Protagonisten - und verschiedene S€xualitäten und Gender sind vertreten. Ein Charakter verwendet sogar Neopronomen 👏 Dabei wirkt das nie erzwungen, sondern passt wunderbar in die Geschichte. Große Liebe dafür!
Gefreut hat mich auch, dass nicht alles komplett vorhersehbar war. (Vor allem weil sich dadurch ein Trope nicht bestätigt hat, den ich nicht so gerne mag, hehe.) Es gab nur eine Stelle, bei der ich das Gefühl hatte, ein Charakter handelt unglaubwürdig. Aber das kann ich verkraften, immerhin hatte ich ansonsten durchweg Spaß beim Lesen.
Also, falls ihr mal eine etwas andere Sport-Gay-Romance lesen wollt, holt euch dieses Buch! Für mich ist Rising Above ein neues Highlight am deutschen queeren Büchernhimmel.
Die Geschichte beginnt mit einer unglaublich spannenden Szene. Mit einer riskanten Kletterpartie. Bereits hier hatte mich der lebendige und mitreißende Schreibstil so in seinen Bann gezogen, dass ich um Atlas´ Leben gebangt habe und mir ständig sagen musste: Du bist im ersten Kapitel. Es mehr absolut unwahrscheinlich, dass einer der Hauptprotas hier sterben wird.
Atlas und River sind zwei Protagonisten, die ich schnell und mühelos in mein Herz geschlossen habe. Ihre Emotionen sind so fesselnd beschrieben, dass ich ab der ersten Seite mittendrin statt nur dabei war und mit ihnen gelacht, gelitten, geliebt und getrauert habe. Die Erzählweise hat mein Kopfkino beflügelt.
Als ich das Buch begonnen habe, war ich unsicher, was ich erwarten sollte. Die beiden Autorinnen kannte ich nicht und lediglich meine Begeisterung für Kletterdokus hat das Buch in meinen Fokus gerückt. Mein Fazit: Ich bin begeistert.
Ich habe „Rising Above“ mit dem größten Vergnügen gelesen, mich sehr gut unterhalten gefühlt und ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.
✨Per aspera ad astra. Durch das Raue zu den Sternen.✨
Für mich war das die erste Sports Romance im Bereich Klettern. Der Schreibstil der Autor*innen hat mich sofort abgeholt und ich musste sehr oft lachen, weil sich ein so toller Humor durch das Buch zieht. Sehr realistisch wird aufgezeigt, wie unterschiedlich Trauerprozesse sein können. Zunächst wird man in der Trauer der Jungs komplett mitgenommen und begleitet sie dabei, diese auf ihrem eigenen Weg zu verarbeiten. Ich fand die Art und Weise wie das geschrieben wurde zwar emotional, aber auch wohlig warm und heilsam. Auch die Beziehungen drum herum z.B. zu den Familien hat mich durch eine Achterbahn der Emotionen begleitet zwischen Trauer, Freude und Wut. Die Kombination aus Sports Romance und emotionaler Geschichte ist hier absolut gelungen und von mir eine klare Empfehlung mit 5⭐️
Nach dem Tod seiner Schwester will River nichts mehr mit Free Climing oder Atlas zu tun haben. Doch aufgrund seiner Geldsorgen bleibt ihm nichts anderes übrig, als beides wieder in sein Leben zu lassen. . Das Buch wird abwechselnd aus den Perspektiven von Atlas und River erzählt und die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein. Während River von seiner Trauer praktisch zerfressen wird, tut Atlas alles, um sein Leben zu leben. Diese beiden sehr unterschiedlichen Arten zu trauern, waren sehr interessant. Gerade die Rückblicke waren unglaublich bewegend und ich habe sehr mit River mitgelitten, sein Schmerz war total greifbar. Umso schöner war es aber auch, dass er mit der Hilfe von Atlas seine Lebensfreude wiedergefunden hat. Die Lovestory der zwei liest sich total natürlich. Aber auch die restliche Handlung war spannend und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. . Süße Lovestory