Leider hat mich Doris auf voller Länge enttäuscht. Auf Tiktok und auch auf Instagram verfolge ich die Autorin der turbulent-romantischen Liebesromane schon länger und auch dem Hörspiel von 'Verliebt in Greenkenny' durfte ich bereits mit gespitzten Ohren lauschen.
'Die kleine Boutique am Meer' verfolgt die Geschichte von Katja, ihrer besten Freundin Annabel, dem mysteriös-suspekten Paul und Sebastian, deren Charaktereigenschaften allesamt und ohne große Mühen in einem Wort zusammengefasst werden könnten. Katja spielt dabei die Hauptrolle in einem Handlungsstrang, der allein von ihrer persönlichen Dummheit und dem guten Willen der Autorin zusammengehalten wird. So kommt es zum Beispiel zu einer Situation, in der Sebastian- obwohl er eine Nussallergie hat- Mandeln zu sich nimmt und Katja aus allen Wolken fällt, als sie erfährt, dass Mandeln tatsächlich ebenfalls Nüsse sind. Glücklicherweise hat Mr Nussallergie sich die gesamte Geschichte nur eingebildet und überlebt das Missverständnis knapp! Auch über die nachfolgende Handlung, in der Katja über mehrere Monate hinweg auf eine Betrugsmasche hereinfällt und bestohlen wird, kann man nur den Kopf schütteln- denn aufgrund des glorreichen Foreshadowings der lieben Doris hat der Leser bereits auf Seite 84 (ihrem ersten Treffen) begriffen, was Katja bis zum großen Finale noch nicht verstanden hat. Unterdessen lernen wir Sebastian kennen- oder auch nicht, denn bis auf den Fakt, dass er aufgrund seines Jobs als Hotelmanager von Kontinent zu Kontinent reist und rein zufällig auch noch Verwalter von Katjas Mietwohnung spielt, habe ich nicht ein einziges Detail über ihn erfahren- ah, er hat eine Tochter, die Katja für eine geraume Zeit für eine weitere Flamme von ihm hält, was sie auf die LIEBEVOLLEN, INTIMEN BLICKE zurückführt, die kein Vater seiner Tochter schenken sollte-, in den Katja sich relativ schnell verliebt und dann MONATE braucht, um ihn um eine Umarmung zu bitten, die schon LÄNGST STATTGEFUNDEN HAT?? Jedenfalls entsteht zwischen Sebastian, Paul und Katja eine Art Dreiecksbeziehung- oder zumindest ist wenigstens Paul dieser Auffassung. Im Laufe des Buches zieht dieser Katja, der seine Outfits übrigens regelmäßig mit einem FILZHUT aufpimpt, immer wieder Geld aus der Tasche, ohne dass die Eins und Eins zusammenzählen kann. Als der große Höhepunkt kommt und der Verkäufer ihrer (durch Paul [nicht] bezahlten) Ware diese zurückfordert, steigt der Ruhepuls dann auch schonmal auf die 180 Schläge pro Minute. Zum Glück bewahrt Katja die Ruhe und zieht sich nur für wenige Tage zurück, um in ihrem Selbstmitleid zu versauern- gerade solche starken, weiblichen Persönlichkeiten fehlen uns in der Welt der Romane! Klingeln tut es bei ihr zu diesem Zeitpunkt allerdings immer noch nicht. Mein Lieblingsmoment ist übrigens der, als Paul seine Schulden bei Katja mit ihrem eigenen Geld zurückzahlt, ohne dass sie etwas davon bemerkt. Dafür lässt sie sich natürlich keine Quittung oder Ähnliches geben, obwohl sie Waren in Höhe von mEHREREN TAUSEND EURO bezahlt, und hat schlussendlich keine Beweise, die sie der Polizei vorlegen kann. Hach, wäre da nur so etwas wie ein Kontoauszug, den sie ausdrucken könnte, nachdem sie Geld auf Pauls KONTO überwiesen hat... Stattdessen kommen Katja und Sebastian auf die geniale Idee, Paul auf frischer Tat zu ertappen- vier Zeugenaussagen und ein möglicher Kontoauszug reichen nämlich noch nicht, um Filzhut zu überführen. Ihr Plan gelingt und Paul wird für den Diebstahl von Schmuck und Bargeld bestraft, eine Straftat, die sich von seinem eigentlichen Betrug UM WELTEN UNTERSCHEIDET. An diesem Punkt ist das Katja, die seit Wochen an nichts anderes mehr denken konnte, dann aber egal, denn sie hat ja jetzt Sebastian. Honorable Mention an Annabel, deren Präsenz im gesamten Buch nicht ein einziges Mal von Nöten ist und die wohl zu den schlechtesten besten Freunden gehört, die die Welt je gesehen hat. Slay, sister, du warst mein Favorit. Sollte diese knappe Beschreibung- glaubt mir, es gibt noch viel mehr, das wert wäre, angesprochen zu werden- euch noch nicht überzeugt haben, dann verzagt nicht, denn der größte Plottwist erwartet euch in der Danksagung: 'Die kleine Boutique am Meer' hatte tatsächlich eine Lektorin! Die Frage ist nur, ob sie vor oder nach der Veröffentlichung ins Team geholt wurde, denn auf jeder Seite des Buches lässt sich mindestens ein Fehler finden. Ob nur simple Grammatikfehler oder das Durcheinanderwerfen mehrerer Sprichwörter, hier wird bei jedem der Klugscheißer rausgekitzelt (der Name der Boutique lautet übrigens wahlweise 'Thank god I'm a woman' oder 'Thank god, I'm a woman', wobei die zweite Schreibweise sich regelmäßig wie eine schockierende Erkenntnis liest). Entspannung ist beim Lesen des Romans jedenfalls nicht angesagt, denn turbulent geht es hier allemal zu. Dennoch lesen sich manche Absätze richtig schön, bevor sie von schlichtem, fast langweiligen Dialog wieder überschattet werden. Das Setting ist ganz nett und ab und an kann man sich auch für wenige Augenblicke in die Geschichte hineinversetzen. Alles in allem und um es mit Katjas Worten zusammenzufassen: Deine Seele wird beim Lesen von 'Die kleine Boutique am Meer' auf jeden Fall ordentlich gevögelt!
This entire review has been hidden because of spoilers.
2,5 ⭐️ Doris ist eine Süßmaus. Aber dieses Buch hätte 30 Seiten lang sein können wenn Katja einfach mal Leute hätte aussprechen lassen, beziehungsweise mal gefragt hätte was los ist.
Ja, was soll ich sagen? Es war echt nicht schlecht. Da hab ich schon deutlich schlechtere TikTok-Highlights gelesen. Tatsächlich ging ich mit wenigen Erwartungen an dieses Buch ran (hauptsächlich war ich von den Insta Reels überzeugt gewesen) und es hat mich nicht enttäuscht.
Katja passieren natürlich ziemlich viele unglaubliche Dinge auf einmal die so einem normalen Menschen wahrscheinlich nie begegnen würden und ihre überspitzten Ausraster sind auch was für sich. Außerdem ist sie die älteste-jüngste 32 Jährige die ich bisher kennenlernen durfte. Sie gab mir Boomer Vibes. Trotzdem konnte ich die Geschichte sehr genießen und fand die an manchen Stellen durch ihre Wortwahl und der random Ereignisse ganz witzig. Turbulent ging es auf jeden Fall einher! Romantisch eher weniger muss ich sagen, aber das hat mich nicht gestört. Ich kann mir gut vorstellen mehr Bücher von der Autorin zu lesen.
Das hat genau wie „Eine Karamellmanufaktur zum verlieben“ richtig viel Spaß gemacht.
Aber es gibt in dem Buch ein paar Ungereimtheiten, die nicht passen. Da hätte man nochmal anpassen müssen. Und gegen Ende des Buches wirkt es so, als wäre extra noch Drama eingefügt worden, was es gar nicht gebraucht hätte. Dadurch wirkt es etwas überladen und wird dann sehr schnell aufgelöst. Das ist mir auch schon im Buch davor aufgefallen.
Trotzdem hat es viel Spaß gemacht. Ich lese diese Bücher ja nicht aus einer Ernsthaftigkeit und weil ich tolle Poesie erwarte, sondern weils Spaß macht und zum abschalten. Und das geht hier definitiv. Die Autorin schafft es einfach, dass man direkt eintaucht und dabei ist.
War auf jeden Fall turbulent. 99% der Story waren einfach so vorhersehbar, dass ich mich frage ob das gewollt war, oder ob die Leser*innen wirklich für so zurückgeblieben gehalten wurden… +1⭐️ für den Unterhaltungsfaktor. Katja war wirklich der dümmste, naivste und unrationalste Hauptcharakter den ich je gesehen hab. „Ich geh nicht zur Polizei, ich erledige das auf meine Weise“ - alles klar Katja, you go girl…. Nichtsdestotrotz ist der nächste Roman schon mit Signatur vorbestellt, denn unterhalten war ich alle Male. Doris die Süssmaus auf die 1 🙌
Milde Spoiler für "Verliebt in Greenkenny" und "Das Traumhotel am Meer" am Ende der Review.
Auf Doris bin ich über TikTok aufmerksam geworden und hab mit dem Hörbuch zu "Verliebt in Greenkenny" begonnen, danach hab ich "Das Traumhotel am Meer" gelesen. Dort war es auch schon so, dass viele Probleme nur entstehen, weil kaum jemand kommunizieren kann und besonders die Hauptfigur nie irgendetwas nachfragt. In diesem Buch ist das ganze aber noch weitaus schlimmer, und anders als in den anderen genannten Büchern sind die Schlüsse, die Katja zieht, auch noch extrem dumm. Man hat wirklich das Gefühl, sie hätte zwei Gehirnzellen, die sich beide um den dritten Platz streiten. Hinzu kommt, dass sie nie jemanden ausreden lässt, was die Probleme nur verschlimmert, und das fängt schon früh im Buch an: Sie ruft die Hausverwaltung an und kurz darauf steht Sebastian vor der Tür und schaut sie überrascht an. Was also denkt Katja? Super, der Typ aus dem Flugzeug klingelt jedes Haus, jede Wohnung der Gegend ab, um mich zu finden! Sebastian versucht zwar mehrfach, ihr zu sagen, dass er von der Hausverwaltung ist, aber er wird dauernd unterbrochen.
Später im Buch sieht Katja noch, wie Sebastian eine sehr junge Frau umarmt. Ihr Schluss ist, dass er sie betrügt, was ihr von Paul bestätigt wird. Sie versucht nie, herauszufinden, wer das ist, nicht einmal, nachdem Paul sich als Lügner und Betrüger entpuppt und man seine Aussagen vielleicht grundsätzlich infrage stellen sollte. Erst im Finale, als besagte Frau, Katja und Sebastian in einem Raum sind, konfrontiert sie ihn, und zwar direkt sehr vorwurfsvoll, bis offenbart wird, dass es sich nicht um seine Liebhaberin, sondern um seine Tochter handelt. Für Katja eine Überraschung, für uns aber nicht.
Das absolute Highlight, was Katjas grenzenlose Dummheit angeht: Paul hat Katja um viel Geld betrogen und ist abgehauen. Sie setzt sich also mit einem anderen Opfer von Paul in Kontakt, die Paul genau beschreibt, sogar sein doch recht auffälliges Tattoo. Beim anderen Opfer hat er sich allerdings Sebastian genannt, also zieht Katja den Schluss, dass dieser Mann, der genau so aussieht und sich genau so kleidet wie Paul, der Sebastian aus dem Flugzeug sein muss, und das, obwohl nur ein paar Seiten vorher darüber gesprochen wurde, dass der Betrüger seinen Namen wohl immer ändert. Und selbst, wenn das nicht in Betracht gezogen worden wäre, selbst, wenn nicht genau beschrieben worden wäre, wie der Betrüger aussieht, wie hätte es bitte funktionieren sollen, dass die beiden gemeinsame Sache machen, um Katja um ihr Geld zu bringen? Katja und Sebastian haben sich kennengelernt, *bevor* sie im Lotto gewonnen hat (was wohlgemerkt auch erst echt spät passiert: Wenn etwas im Klappentext steht, sollte man es vielleicht nicht erst auf Seite 80 als große Überraschung darstellen). Kann Sebastian in die Zukunft blicken und hätte daher wissen können, was passiert, oder wie hat Katja sich das vorgestellt? Die Tatsache, dass niemand diesen Gedanken hinterfragt, und Annabel, die bisher eigentlich die schlauste Figur zu sein schien, später sogar sagt, alles hätte darauf hingedeutet, dass auch Sebastian ein Betrüger ist, zeigt leider, dass sich auch die Autorin dieses offensichtlichen Plotholes nicht bewusst war und man fragt sich echt, ob dieses Buch vor der Veröffentlichung überhaupt von irgendjemandem außer der Autorin selbst gelesen wurde. Falls nicht, würde das auch die ständingen Kommafehler erklären.
Jetzt aber weiter im Text zu Paul und seinen Betrügereien: Es war einfach viel zu offensichtlich. Besonders zwei Stellen sind mir im Gedächtnis geblieben: Die eine, als erwähnt wird, dass immer Katja für Cocktails und dergleichen bezahlen muss, wenn die beiden zusammen sind, und vor allem, als Paul sieht, wo Katja etwas Bargeld versteckt und es ein paar Seiten später plötzlich weg ist. Diese zwei Stellen hätte man sehr gut weglassen können. Einige Leserinnen und Leser hätten sich das bestimmt auch ohne diese Passagen denken können, andere hätten im Nachhinein die Zeichen gesehen. Aber so, wie es jetzt gerade ist, hätte Paul auch sagen können, dass er ein Betrüger ist, und es wäre nicht offensichtlicher gewesen (Katja hätte es wahrscheinlich trotzdem nicht bemerkt).
Grundsätzlich ist das Buch viel zu vorhersehbar, die Hauptfigur viel zu dumm und unkommunikativ und für einen "turbulent-romantischen Liebesroman" fehlt es doch sehr stark an Romantik und Liebe. Den zweiten Stern gibt es trotzdem, denn es hat (wohl aus den falschen Gründen) Spaß gemacht, das Buch mit meiner Freundin zusammen zu lesen und was mich gefreut hat, war, dass, anders als in den anderen beiden Büchern, die ich gelesen habe, nicht einfach so dem Schurken verziehen wurde, weil er eine ach so tragische Hintergrundeschichte hatte.
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Doris R. Thomas - Die kleine Boutique am Meer: Küsten-Liebesroman
Bedeutet Glück im Spiel automatisch Pech in der Liebe? Tauche ein in einen turbulent-romantischen Ostsee-Liebesroman – perfekt für alle, die sich ans Meer träumen möchte.
Das ist jetzt mein drittes Buch der Autorin, dass ich jetzt gelesen habe. Auch hier hat man sich wieder für einen blauen Hintergrund entschieden. Die Boutique am Strand sieht einladend aus.
Auf dem Rückflug ihres Urlaubes lernt Katja den charismatischen Hotelmanager Sebastian kennen. Dank einer witzigen Verwechslung gibt er sich kurzerhand als ihr Freund aus und erobert damit ihr Herz im Sturm. Zu dumm, dass die Zollkontrolle am Flughafen Katja zwingt, sich abrupt von Sebastian zu verabschieden. Und das, wo sie noch nicht mal seinen vollständigen Namen kennt. Aber das Universum lässt sie nicht im Stich. Absolut unerwartet steht er plötzlich vor ihrer Tür im Ostseebad Warnemünde und die Anziehung zu ihm entflammt erneut. Als wäre ihr Glück nicht genug, rückt ein Lottogewinn ihren großen Traum von einer eigenen Modeboutique in greifbare Nähe. Katja rollt die Ärmel hoch und macht sich mit Hammer und Farbeimern daran, ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Doch plötzlich geben sich die nicht enden wollenden Katastrophen die Klinke in die Hand und auch Sebastian scheint nicht der Traumtyp zu sein, für den sie ihn hält …
Ihr findet doch auch, dass sich der Klappentext klasse anhört. Er verspricht eine lustige Geschichte.
Der Schreibstil ist auch hier wieder locker und flockig. Sehr flüssig und macht einfach Spaß durch die Seiten zu fliegen. Ausserdem ist der Schreibstil sehr bildhaft. Dadurch bekommt man Bilder im Kopf und kann sich alles gut vorstellen.
Wir haben hier eine naive, gutgläubige Protagonistin: Katja und dennoch ist sie eine liebenswerte Person. Als Leserin habe ich sie sofort ins Herz geschlossen. Paul ist falsch und das merkt man schnell, wenn man keine rosa Brille auf hat. Sebastian finde ich auch einfach klasse. Ein wunderbarer Mann.
Die Geschichte hat natürlich viele lustige, spannende und auch emotionale Momente. Manchmal möchte man sich natürlich die Hand vor den Kopf hauen, weil hier etwas schief geht oder man einfach nur schreien möchte. Aber genau, dass ist das Schöne an diesem Buch.
Glück im Spiel und Pech in der Liebe? Katja lernt auf dem Rückflug von Thailand Sebastian kennen, es ergibt sich sogar, dass er sich als ihr Freund ausgibt, da eine Reisebekannte etwas aufdringlich wird. Aber am Hamburger Flighafen verlieren sie sich aus den Augen. Durch einen Zufall treffen sie in Warnemünde wieder aufeinander und tauschen Nummern aus. Inzwischen hat Katja im Lotto gewonnen und erfüllt sich einen langgehegten Wunsch, ein Boutique. Allerdings hat sie auch inzwischen Paul kennengelernt und verbringt sehr viel Zeit mit ihm.
Meine Meinung:
Der Klappentext klang vielversprechend, ich war schon neugierig auf die Geschichte. Hatte aber auch meine Anfangsschwierigkeiten und die vor allem mit Katja. Ich wurde einfach nicht warm mit ihr, mit ihrer Naivität, aber auch mit ihrer sonstigen Art. Auch Sebastian war mir zu unstreitig, er hatte seine Launen, die ich an einem Mann absolut nicht mag. Paul ist dann nochmal ein ganz anderer Mensch, aber das müsst ihr selber lesen, sonst spoiler ich den Ausgang. Wäre es kein Leseexemplar gewesen, hätte ich es wohl nicht beendet, so war es dann doch gut, dass ich es beendet habe Allerdings dauerte es für meinen Geschmack viel zu lange, bis ich in der Story ankam, er nach über der Hälfte hatte sie mich in einen Bann gezogen, so dass ich wissen wollte, wie es endet. Das Ende kam dann aber so schnell, das was die Story zu Beginn etwas langatmig machte, fehlte am Schluss dann total, es überschlagen sich die Erwignisse. Was mir allerdings von Beginn an wirklich gefiel, was das Setting, es hat mich neugierig auf Warnemünde gemacht und ein bisschen Meerfeeling mitgebracht. Alles in allem eine nette Geschichte, bei der es sich lohnt dranzubleiben
Wenn sich ein Ostsee-Touri das Leben eines Einheimischen Vorstellt und einen Kurs „Wie schreibe ich meinen ersten Roman“ bei der VHS belegt hat…
Doris R. Thomas scheint keine Ahnung vom Leben in MV außerhalb der Ferienwohnungen im Zeitraum von Juni bis August zu haben. Es sind kleine Sachen wie „ich fahre zwei Stunden mit dem Bus vom Hamburger Flughafen bis nach Warnemünde“ die einfach zeigen, dass Thomas nicht Mals über die Motivation verfügt, sich wirklich über die Region in welcher ihr Buch spielt schlau zu machen. Das world Building ist so, so schlecht, weil die Autorin einfach keine Ahnung hat. Generell wirkt es so, wie als würde man einfach maschinell am Fließband von Plotpoint zu Plotpoint weitergereicht werden.
Das Frauenbild der Autorin ist mal wieder einfach nur cringe. Vielleicht sollte Doris lieber mal raus gehen und feststellen, dass ihr Bild von Frauen so mies peinlich aus der Zeit gefallen ist anstatt den ganzen Tag auf Social Media zu chillen. Welche Frau ist so naiv, „Not like the others“ und so unfassbar geil auf Typen, omg? Katja ist „Naturschön“ und alle Frauen die Make Up tragen, sind aufgedonnerte Zicken. Ah ja.
Ich gehe jetzt Bäume pflanzen, denn der Baum der sein Leben für diesen Gehirnschimmel lassen musste, verdient eine zweite Chance.
Also wo soll ich anfangen... Die Geschichte an sich ist eine super Idee und auch wie sie ausgeschrieben ist, war eigentlich gut. Zwischendrin war ich mir nicht mehr sicher wem man vertrauen kann und wem nicht... Aber wie kann ein Hauptcharakter so anstrengend sein? Katja hört niemandem richtig zu, stellt keine konkreten Nachfragen um auch nur eins ihrer Probleme zu lösen und reagiert impulsiv auf alles was man ihr erzählt. Das war sehr anstrengend und zwar das GESAMTE Buch über.
Ich finde Doris eine sehr lustige und kreative Frau die mit ihrer Werbung auf social media auch mich dazu gebracht hat eins ihrer Bücher zu lesen, aber vielleicht ist es einfach nichts für mich 🤷 Ich hab dieses Buch in einem Doppelpack gekauft und werde das 2. Buch (Das kleine Traumhotel am Meer) auch auf jeden Fall noch lesen. Vielleicht wird es besser, vielleicht auch nicht.