Im abschließenden Band der Reihe um Tsai Kun-Lin, in der wir beinahe ein Jahrhundert taiwanischer Geschichte durchleben, sehen wir, wir sich das Leben der Menschen mit der Aufhebung des Kriegsrechts 1987 änderte.
Der weiße Terror versetzte eine ganze Gesellschaft in Angst und Schrecken und versuchte mittels gegenseitiger Spionage und Denunziation das Vertrauen der Menschen zu untergraben. Ich sage versuchte, denn gerade Tsais Schicksal zeigt, dass es auch in diesen dunklen Zeiten Hoffnung gab und man auf gute Freunde zählen konnte. Mit der Aufhebung des Kriegsrechts lockert sich der eiserne Griff des Staates und besonders ehemals (unrechtmäßig) Verhaftete gegenüber. Tsai und seine Freunde können endlich aufatmen. Mit der Demokratisierung können sie es als gealterte Männer endlich wagen, über ihr Schicksal zu sprechen und eine junge Generation aufzuklären.
An diesem Band gefiel mir besonders die Metaebene, auf der die Autorin ihre erste Begegnung mit Tsai und die folgenden Interviews reflektierte.
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