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Finster

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Im Dorf der Verlorenen

Mai 1986. Ein dreizehnjähriger Junge verschwindet spurlos vom Jahrmarkt in Katzenbrunn. Es ist nicht das erste Mal. Seit Jahren werden in dem kleinen Dorf immer wieder Kinder als vermisst gemeldet. Hans J. Stahl, Kriminalkommissar im Ruhestand, beschließt daraufhin, die Ermittlungen an seinem ungelösten Fall wieder aufzunehmen und auf eigene Faust weiterzuführen. Er kehrt zurück nach Katzenbrunn, das vor allem für seine psychiatrische Klinik bekannt ist. Dabei stößt er auf verstörende Geheimnisse. Während er den wenigen Spuren nachgeht, verschwindet ein weiterer Junge. Stahl läuft die Zeit davon.

384 pages, Paperback

Published August 22, 2024

11 people are currently reading
297 people want to read

About the author

Ivar Leon Menger

95 books82 followers
Ivar Leon Menger, 1973 in Darmstadt geboren, studierte nach dem Abitur Grafikdesign an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim (HAWK Fakultät Gestaltung) und entdeckte dabei seine Liebe zum Film. Nach dem Diplom verdiente sich Menger erst einmal fünf Jahre lang in der internationalen US-Agentur Ted Bates als Werbetexter sein Geld, um nach Feierabend und an den Wochenenden seinen ersten Kurzfilm „Geteiltes Leid“ schreiben und drehen zu können. Der fertige, zwölfminütige Thriller mit Florian Lukas in der Hauptrolle erschien dann nicht nur als Bonusfilm auf DVD („The Cell“, Regie: Tarsem Singh), sondern wurde im Jahr 2002 auch auf der Berlinale zum „Besten Kurzfilm Deutschlands“ ausgezeichnet. Daraufhin kündigte Menger seinen sicheren Job in der Werbeagentur, jobbte in einer Videothek und drehte seinen zweiten Kurzfilm-Thriller „Tramper“ mit Justus von Dohnányi und Fabian Busch, mit dem er u.a. 2004 den ProSieben Newcomer-Regie-Award gewann. Nach einem Semester Lehrtätigkeit als Dozent an der TU Darmstadt, zog Menger nach Berlin und lernte die Synchronschauspieler Oliver Rohrbeck und Jens Wawrczeck kennen, die ihn als Autor für „Die drei ???“ bei Sony Entertainment empfahlen. Menger bekam den Auftrag und wechselte daraufhin das Erzählmedium von Film zu Hörspiel. Seit nun mehr als 14 Jahren schreibt und entwickelte Ivar Leon Menger über 85 Hörspiele/Hörbücher und führt Regie. Mehr auf der offiziellen Webseite: www.ivarleonmenger.de

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Community Reviews

5 stars
164 (36%)
4 stars
183 (40%)
3 stars
81 (18%)
2 stars
17 (3%)
1 star
4 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 82 reviews
Profile Image for J M Notter.
82 reviews12 followers
November 21, 2024
Düsterer Thriller, der gleich nach der Tschnernobyl Katastrophe in den 80er in einem kleinen Ort im Odenwald spielt. Grösster Arbeitgeber des Ortes ist die Psychiatrische Klinik. Alle paar Jahre verschwinden Kinder spurlos und ein Kriminalkommissar a. D. versucht nach dem letzten Verbrechen, den Fall auf eigene Faust zu lösen. Dabei trifft er auf eine schrullige Dorfgemeinschaft, wo gefühlt die halbe männliche Bevölkerung verdächtig sein könnte. Und im Roman wird ununterbrochen geraucht.
Profile Image for alex_buchgeplauder.
524 reviews8 followers
August 10, 2024
Zurück in die 80er
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Eins ist mal sicher: Ivar Leon Menger gehört zu den wohl vielseitigsten Autoren, die wir hier in Deutschland haben. Nichts, was ich bisher von ihm gelesen oder gehört habe, gleicht dem anderen. Er guckt nicht bei sich selbst ab oder bleibt in bekannten Fahrwassern stecken. Nein, er entwickelt ständig etwas Neues und überrascht so immer wieder. Das ist auch bei seinem neuen Thriller FINSTER wieder der Fall.

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Darum geht’s: Mai 1986. In Katzenbrunn verschwindet ein 13-jähriger Junge spurlos. Schon seit Jahren werden in dem Dorf immer wieder Kinder vermisst gemeldet. Hans J. Stahl, Kriminalkommissar a.D., kommt wegen der ungelösten Fälle nicht zur Ruhe. Deshalb kehrt er noch einmal nach Katzenbrunn zurück…

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Der Plot erinnert auf verstörende Art und Weise an den Film “Es geschah am hellichten Tag” bzw. den Roman “Das Versprechen" von Friedrich Dürrenmatt. Ivar Leon Menger verarbeitet die klassische Vorlage hier neu. Zeitlich geht es zurück in die 80er und in ein Dorf, in dem man nicht tot überm Zaun hängen will. Katzenbrunn erscheint als trostloses Kaff ohne Hoffnung und Zukunft. Die Bewohner sind auch alle ziemlich suspekt. Menger erzählt aus mehr als zehn unterschiedlichen Perspektiven. Unübersichtlich wird es nicht, denn Menger zeichnet alle Charaktere so individuell, dass keine Verwechslungsgefahr besteht. Jedem einzelnen Dorfbewohner habe ich zugetraut, mehrere Leichen im Keller zu haben. Naja, irgendwie haben sie das auch alle - also, zumindest im übertragenen Sinn. Kurze Kapitel treiben die Handlung voran. In einem flotten Tempo offenbart sich ein verstörendes Geheimnis nach dem anderen. Das Spannungslevel ist durchweg hoch.

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In Katzenbrunn ist alles und jeder verdächtig. An entscheidender Stelle hatte ich einen WTF-Moment, der sich gewaschen hat. Mir ist echt die Kinnlade runtergeklappt und ich habe ganz schön blöd aus der Wäsche geguckt. Ich habe die betreffende Seite X-Mal gelesen und vor und zurück geblättert. Ist es ein Fehler im Skript? Habe ich zuvor etwas übersehen? Nein. Menger ist es einfach in jeder erdenklichen Hinsicht gelungen, mich und mein Gehirn an der Nase herumzuführen. Ich hatte alles auf dem Schirm und letztendlich doch gar nichts. Ein  Verwirrspiel sondergleichen. Sehr genial gemacht. 

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Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und habe es innerhalb eines Tages durchgesuchtet. Der Plottwist ist so simpel aber doch so genial. Überzeugt euch selbst. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung. 
Profile Image for evelina.
43 reviews1 follower
September 28, 2024
Hans und Geli, die einzige Romance, die ich jemals akzeptieren werde. So süß zusammen ❤️❤️

Schugge, mein armer… er tut mir voll leid. Konnte gar nichts dafür 😔😔
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Esther Diora.
95 reviews1 follower
September 16, 2024
Knappe 3 Sterne. Die "schlaflosen Nächte", die einem in einigen namhaften Testimonials versprochen werden, führen einen leider auf die falsche Fährte. Es ist ein netter Krimi; aber keineswegs ein spannender Thriller. Die vielen Erzählperspektiven sind nicht alle nötig und dienen wohl eher der Verwirrung (und wollen wohl insgeheim den nordischen Noir Stil kopieren). Im Nachwort bittet uns der Autor, neuen Lesern nicht zu verraten, wer der Greifer ist. Ach, nicht? Ich dachte, das macht man bei Leseempfehlungen so. Außerdem erfährt man es ohnehin schon kurz nach Halbzeit. Auch die Figur und Persönlichkeit des Greifers ist nicht ganz stimmig. Da überschneiden sich verschiedene Persönlichksstörungen, die man so eigentlich nie gemeinsam antrifft. Je nach Situation eben, damit es auch passt und die Story Sinn macht.
207 reviews26 followers
August 3, 2025
In Finster geht es in das beschauliche Dörfchen Katzenbrunn im Jahr 1986. Dort verschwinden seit einigen Jahren immer wieder Kinder spurlos. Hans Stahl der als Kommissar in diesen Fällen ermittelt hat ist jetzt im Ruhestand. Trotzdem hat er sich geschworen den Täter zu finden. Ob er Erfolg hat und was es mit den Bewohnern von Katzenbrunn auf sich hat müsst ihr selbst lesen.
Ich finde es toll das sich mein Buchclub entschieden hat dieses Buch zu lesen, weil der Autor bald eine Lesung zum Buch in der Nähe veranstalten wird. Es war interessant von dem kleinen Örtchen Katzenbrunn und seinen Bewohnern zu lesen. An die vielen unterschiedlichen Sichten aus der die Geschichte erzählt wird habe ich mich zum Glück schnell gewöhnt. Außerdem war es toll das die Kapitel des Buches so kurz waren. So konnte man auch zwischendurch lesen. Immer wieder und vor allem am Ende wurde es auch richtig spannend. Ich hatte durch den Aufbau und Schreibstil der Kapitel das Gefühl selbst in Katzenbrunn und bei den Charakteren zu sein. Natürlich war es auch interessant die Geheimnisse des ein oder anderen Bewohners zu erfahren. Leider wurde ich ein bisschen gespoilert, weil ich es nicht geschafft habe das Buch noch vor dem Buchclub-Treffen zu beenden. Wegen diesem Spoiler ziehe ich leider einen Stern ab. Ansonsten wären es vermutlich 5 Sterne geworden. Ich freue mich auf weitere Bücher des Autors und werde mir auch die bisher erschienenen Bücher einmal anschauen. Außerdem freue ich mich auch auf die Lesung nächste Woche.
Profile Image for Hanni.
345 reviews2 followers
September 12, 2024
Ich habe das Buch geliebt. Kleines Dorf, 80er Jahre, Kinder verschwinden und alle im Dorf haben Dreck am Stecken. Oft musste ich lachen, weil die Bewohner nicht so gehandelt haben wie ich es mir vorgestellt habe. Und das nur, weil sie irgend etwas zu verbergen hatten. Der Autor hat es geschafft, mich immer wieder zu überraschen mit Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen. Dazu einfach das 80er Jahre Gefühl, das mich als Kind der 80er natürlich sofort gepackt hat. Das war mein erstes Buch von dem Autor und ich freue mich, das ich noch ein paar Werke von ihm entdecken kann.
Profile Image for Leo.
23 reviews
December 29, 2024
Super spannend! Einerseits ein klassischer Thriller, andererseits eine Art zu Schreiben, die ich so noch nie erlebt habe! Finster ist denke ich ein Buch, was sich niemals verfilmen lassen kann.
Profile Image for Julia Eisenmann.
2 reviews
March 22, 2025
Sehr fesselnder Thriller, der den ein oder anderen Plottwist zu bieten hat. Man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen, wenn man es einmal begonnen hat. 10/10
Profile Image for Dani_liest.
430 reviews28 followers
November 3, 2024
„Finster“ von Ivan Leon Menger habe ich im Oktober gelesen und ich empfand den Thriller sehr passend für die Halloween Season.
Menger kreiert eine unheimliche Grundstimmung und kann diese das komplette Buch über aufrecht erhalten. Die Kapitel sind kurz und wechseln zwischen verschiedenen Charakteren hin und her, wodurch sich ein schneller Lesefluss ergibt.

In dem kleinen Dorf Katzenbrunn verschwinden im Laufe der Jahre immer wieder Jungen spurlos. Wer ist der mysteriöse Greifer, der sich die Kinder schnappt?

Das komplette Dorf scheint nur aus unheimlichen Sonderlingen zu bestehen, die einander beobachten und pikante Details sammeln. Die Atmosphäre ist sehr beklemmend und man möchte definitiv nicht in diesem seltsamen Ort leben, in dem es außer alten Menschen und einer psychiatrischen Anstalt nicht viel zu geben scheint.

Mit Ausnahme von Kommissar a. D. Stahl hätte ich jedem etwas Kriminelles zugetraut. Wer die Jungen entführt hat und den dazugehörige Twist habe ich allerdings schon relativ bald geahnt. Der Thriller war für mich deswegen nicht besonders überraschend, aber durch die atmosphärische Darstellung und die gute Ausarbeitung all dieser sonderbaren Charaktere war „Finster“ durchgängig fesselnd für mich und definitiv lesenswert.
Profile Image for ReadingSquirell.
109 reviews1 follower
August 15, 2025
~ deutsch ~

3.5 Sterne

Mein erstes Buch von Ivar Leon Menger.

Ich hatte anfangs etwas Mühe, in der Geschichte anzukommen.
Der pensionierte Ermittler ist sympathisch, wobei mir ein wenig polizeilicher Hintergrund gefehlt hat. Das Tempo war absolut in Ordnung und Menger schreibt tolle kurze Kapitel. Die häufigen Szenenwechsel haben mir besonders gut gefallen.
Die Erzählung ist - wie der Titel verspricht - düster und lässt einen mal wieder in die dunkelsten menschlichen Abgründe blicken.
Ich bin nach wie vor unsicher, ob mich die jeder-kennt-jeden-eine-Hand-voll-Seelen-Dorf Atmosphäre gepackt hat oder nicht. Auf alle Fälle hat sie die Verschrobenheit der Einwohner gut unterstrichen. Bis zum Ende hatte ich gefühlt jeden mindestens einmal im Verdacht, der Täter zu sein.

Mein Fazit: Ein solider und unterhaltsamer Krimi, aber für mich kein Muss in diesem Genre.

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~ english ~

3.5 stars

My first Ivar Leon Menger book.

I found it a bit difficult to get into the story at first.
The retired investigator is likeable, although I missed a bit of police background. The pace was absolutely fine and Menger writes great short chapters. I particularly liked the frequent scene changes.
The story is - as the title promises - dark and once again lets you look into the darkest human abysses.
I'm still unsure whether the small village atmosphere, where everyone know’s each other, has gripped me or not. In any case, it emphasised the eccentricity of the inhabitants very well. By the end, I felt like I suspected everyone of being the culprit at least once.

My conclusion: A solid and entertaining crime thriller, but for me not a must-read in this genre.
Profile Image for Paula.
92 reviews2 followers
December 28, 2024
Spannend. Gute Unterhaltung.


Kurzer Spoiler/Frage an die, die es schon gelesen haben:
Wer war der Mann, der sich im Bus neben Oskar gesetzt hat???
Profile Image for Average_fan.
35 reviews1 follower
January 28, 2025
Eh, passt schon. Twist sah ich kommen, zu viel nicht richtig aufgelöst und in fast jedem Kapitel steckt sich jemand ne Kippe an. Hat der Autor einen Vertrag mit der Zigarettenlobby? Kenne jetzt mehr Marken als notwendig 🙄

3.5 aufgerundet, da ich kurze Kapitel sehr mag
Profile Image for Brini.
42 reviews2 followers
August 30, 2024
Super atmosphärischer Thriller mit tollem Plot-twist der in den 80ern spielt!
Profile Image for Sarah.
202 reviews
July 12, 2025
4,5*
Really liked the story, the characters, the writing and how it was made, it felt well constructed
Profile Image for Martina Weiss.
486 reviews5 followers
September 19, 2024
Der Anfang des Buches hatte mich sofort eingefangen, der Schreibstil ist leicht und das Setting herrlich düster. Ein Dorf voller zwielichtiger Einwohner, die alle irgendwie nicht so ganz sauber wirken, eine psychiatrische Einrichtung als I-Tüpfelchen obendrauf.
Setting und Plot haben mir wirklich gut gefallen, die Umsetzung konnte mich leider nicht ganz so überzeugen. Der Schreibstil ist leicht... aber vielleicht auch ein bisschen arg simpel, die Dialoge wirken unnatürlich und die Protagonisten auf dem zweiten Blick zu platt. Und was mich wirklich genervt hat, war das gezwungene 80er Gefühl. Ich mag an sich Geschichten, die in der Vergangenheit spielen, aber ich möchte es spüren und nicht in jedem Absatz eine Produktplatzierung, die mich anbrüllt, dass ich bitte nicht vergessen soll, dass wir uns im Jahr 1986 befinden. So etwas wirkt auf mich leider sehr bemüht - mehr aber auch nicht.
Die Handlung fand ich gut, auch die Auflösung. Es hat Spass gemacht herumzurätseln, wer der Greifer sein könnte.
Ich denke, der Thriller wird viele begeisterte Leser finden. Ich selbst werde wohl kein weiteres Buch des Autors lesen.
Profile Image for Marie Janowski.
26 reviews
April 30, 2025
1000/10 ⭐️ Der beste Thriller den ich jemals gelesen habe. Sooo spannend, so eine gruselige Atmosphäre, der Plottwist in der Mitteee!!!! Bis zur letzten Seite super spannend und sehr gruselig!
Profile Image for Bruno Menetrier.
292 reviews4 followers
March 29, 2025
Un polar allemand apparemment horrifique qui s'avère finalement une lecture bien savoureuse !

On a trop rarement l'occasion de découvrir des polars allemands pour laisser passer cette histoire à faire peur de Ivar Leon Menger : Dans la forêt du croque-mitaine.
L'auteur (né en 1973) est également scénariste et réalisateur et signe là une histoire d'enfants disparus qui peut faire penser à celle, lu récemment, de sa compatriote Vera Buck et ses enfants-loups.
La traduction de l'allemand est signée Justine Coquel.

Nous voici à Katzenbrunn, un village perdu en Forêt Noire, "comme si ce lieu ne figurait sur aucune carte", en lisière de la forêt d'Odenwald, ombreuse et inquiétante : "Katzenbrunn, ça veut dire fontaine aux chats". Sur la place du village, "la sculpture en bronze représente un gigantesque sac de farine dont s’échappent sept chatons en panique. De l’eau jaillit de leurs gueules hurlantes".
Le village est réputé pour son asile psychiatrique, "la clinique Waldfrieden", le "Palais noir", et son centre de cure pour alcooliques : "heureusement que les fous de l’asile qui fait la célébrité de Katzenbrunn ne circulent pas librement".
Voilà pour le décor ! Ça va ? Vous êtes toujours là ou bien déjà cachés sous la couette ?!
Dans les années 70, quelques enfants ont disparu : enlevés par celui que la presse avait surnommé le croque-mitaine mais que la police n'avait jamais attrapé.
Nous sommes maintenant en 1986, l'année du nuage radioactif de Tchernobyl, quand "une pluie radioactive accompagne le vent d’est".
Hans Stahl, commandant de police à la retraite, toujours tourmenté par cette affaire, revient au village après une nouvelle disparition d'enfant, celle de Nikolaus Kämmerer 13 ans : "voilà que c’était de nouveau arrivé, dix ans après. Le croque-mitaine est de retour. Un autre garçon a disparu".

Il y a là le commandant Hans Jörg Stahl, soixante-douze ans, policier à la retraite qui va avoir bien du mal à déterrer les secrets des habitants du village qui semblent eux-mêmes échappés de l'asile de fous.
Il y a là Hildegard Kord qui passe son temps à brosser ses longs cheveux. C'est la mère du photographe récemment décédé - il s'est pendu.
Il y a là Annegret Bergmann, infirmière de la clinique psy, dont le mari, un représentant de commerce souvent absent, bricole mystérieusement dans la cave.
Le docteur Krumbiegl, le chef de la clinique psy, qui semble avoir des pratiques peu orthodoxes avec ses patientes.
Et puis Gisela et Günther Kulka, un jeune couple qui souhaite s'installer au village. Non mais, quelle idée !
Même le pasteur Kaltbach n'est pas clair : "ne devait-on pas d’abord pécher pour obtenir le pardon ?".
La plus 'normale' semble être Gerlinde Elmenreich, surnommée Geli, l'aubergiste qui est très attirée par notre commandant Stahl.
Ouf !

➔ Avouons qu'au début, on est un peu surpris par cette véritable histoire de fous. Ivar Leon Menger en fait vraiment des tonnes : l'asile, le village perdu, les caves, la forêt, les disparitions d'enfants, on se croirait dans un film d'horreur, n'en jetez plus !
Mais c'est plutôt très bien écrit alors on continue, surtout qu'il y a ce sympathique commandant à la retraite, une sorte de Colombo germanique (il roule en 404 Peugeot !) et son amourette avec l'aubergiste.
➔ Le lecteur passe d'un personnage à un autre, chaque chapitre apportant un point de vue différent sur les péripéties de l'intrigue. Jusqu'à mi-parcours où l'auteur fait enfin tomber les masques : ça y'est on a compris, il nous a mené par le bout du nez ! (Même si, à la réflexion, on réalise qu'il avait semé de nombreux indices sur notre chemin).
Mais le lecteur n'est pas pour autant au bout de ses peines car tout va se compliquer inexorablement : Ivar Leon Menger a construit une mécanique infernale dont les rouages sont actionnés par les habitants du village, tous plus givrés les uns que les autres ! "Incroyable. Tous les habitants de Katzenbrunn semblent vraiment avoir un grain. Sauf Geli, bien sûr".
➔ Cette histoire qui semblait horrifique s'avère finalement une lecture bien réjouissante car à chaque page, on ressent tout le plaisir que Ivar Leon Menger a pris à l'écrire.
Profile Image for Silke T..
191 reviews
August 19, 2024
Wir schreiben das Jahr 1986, in Katzenbrunn ist die jährlicheWaldkerb in vollem Gange, als der dreizehnjährige Nikolaus Kämmerer spurlos verschwindet. Doch dieser Fall ist nicht der einzige seiner Art, denn immer wieder verschwinden Jungs in diesem Alter aus der Gegend und tauchen nie wieder auf. Kommissar Stahl a.D. war zehn Jahre zuvor an den Ermittlungen beteiligt und trotz aller Mühen wurde auch damals keinerlei Hinweis auf den Verbleib des Jungen gefunden. Nun ist auch er zurückgekehrt nach Katzenbrunn, denn so wirklich hat ihn diese Geschichte nicht losgelassen. Allerdings trifft er auch heute auf eine Wand des Schweigens in dem merkwürdigem Dorf, an dessem Rand die Nervenheilanstalt thront. Wird Stahl dieses Mal rechtzeitig kommen?
Mit Finster erschien der bereits dritte Thriller aus der Feder des Autors Ivar Leon Menger und da ich beide vorherigen Thriller bereits gelesen hatte, war ich gespannt, ob er auch dieses Mal wieder mit einer guten Story punkten kann.
Der Einstieg ist gleich spannend, gemeinsam mit dem Jungen besucht man die Kirmes und bekommt somit auch einen ersten Blick auf den Entführer geliefert. Mit vielen kurzen Kapiteln und schnell wechselnden Perspektiven begibt man sich dann gemeinsam mit dem Kommissar a.D. Stahl auf die Suche. Da wir hier auch die Perspektive des Täters erleben, hat das Buch auch defintiv einige Momente, die im höchsten Maße verstörend und abstoßend sind.
Der Schreibstil ist fesselnd und es gelingt dem Autor sehr gut, die Stimmung des Jahres 1986 einzufangen, indem er auch auf damals aktuelle Ereignisse zurückgreift. Zum Beispiel geschah kurz zuvor die Exlosion im Atomreaktor Tschernobyl, inwieweit sich das z. B. auch hier in Deutschland bemerkbar machte, war mir nicht bewusst.
Auch in dem fiktiven Ort Katzenbrunn herrscht eine düstere Atmosphäre. Die Bewohner machen alle einen sehr zwielichtigen Eindruck, jeder scheint verdächtig oder hat etwas zu verbergen oder wirkt einfach nur unheimlich. Zusätzlich auf die, trotz eines heißen Sommers, tostlose Atmosphäre, hat man den Eindruck, dass die Nervenklinik fast schon unheilbringend am Rande der Stadt ruht.
Insgesamt hat dieser Thriller in erster Linie mit dieser Atmosphäre gepunktet. Der Plottwist, der für mich leider schon viel zu früh kam, habe ich allerdings nicht vorhersehen können und wurde hier absolut überrascht. Chapeau, Herr Menger, da hatten Sie mich definitiv mit verblüfft.
Ansonsten begleitet man Stahl und lernt dabei so einige Bewohner des düsteren Ortes kennen. Ich hatte hier nahezu jeden Mal in Verdacht, zumindest was die Männer betrifft. Hier verhält sich einfach jeder verdächtig und ich habe eine ganze Weile mitgerätselt, wer der sogenannte Greifer des Ortes sein könnte.
Die Charaktere sind also absolut vielschichtig angelegt und viele handelten auch nicht vorhersehbar. Stahl fand ich richtig gut gelungen und ich mochte seine Art.
Mein Fazit: Insgesamt hat Ivar-Leon Menger hier einen vielschichtigen Thriller geschrieben, der vor allem durch seine größtenteils merkwürdigen Bewohner des kleinen Ortes lebt. Mein größtes Manko war die recht frühe Aflösung, denn ich hätte hier gerne noch länger mitgerätselt, was da wirklich hintersteckt. Wer eine düstere Zeitreise ins Jahr 1986 erleben möchte und dabei auf viele dnkle Gestalten treffen möchte, sollte sich hier mit Herrn Menger auf die Reise begeben. Für Thrillerfans eine tolle Unterhaltung!
1,287 reviews3 followers
August 5, 2024
4.5 Sterne

Die Handlung spielt 1986. Seit einigen Jahren verschwinden in Abständen immer wieder Jungen in Katzenbrunn. Das kleine Dorf im Odenwald liegt sehr abgelegen und es verirrt sich kaum einer hierher, nur eine psychiatrische Klinik verleiht dem Dorf etwas Bekanntheit. Hans J. Stahl, Kriminalkommissar a. D., war schon damals als Ermittler in Katzenbrunn tätig und möchte nun seinen ungelösten Fall wieder aufzunehmen und auf eigene Faust weiterermitteln. Er kehrt zurück in das Dorf und sucht nach Spuren die er letztes mal übersehen hat, als ein weiterer Junge verschwindet...

Das Buch war von Beginn an spannend und mitreißend geschrieben, trotzdem brauchte ich eine Weile um in die Geschichte reinzufinden, da das Buch aus sehr vielen verschiedenen Sichtweisen geschrieben wurde. Nicht nur Hans Stahl erzählt hier, sondern das Buch ist auch aus der Sicht eines Pfarrers, einer Krankenschwester, eines Psychiatriearztes, eines Neuzugezogenen und aus der Sicht von Oskar geschrieben. Dies macht das Buch besonders abwechslungreich und bringt dem Leser auch viele verschiedene Verdächtige Personen bei. Einmal richtig in die Geschichte reingekommen wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen weil es so spannend war.

Das Buch hat eine sehr düstere Atmosphäre, das sehr abgelegene Dörfchen mitten im Nirgendwo, die psychiatrische Klinik mit seinen kranken Patienten, und auch die Dorfbewohner haben viele abgründige Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen. Ausserdem taucht man ganz in die Vergangenheit der 80er Jahre ein und nicht nur das Speiseeis gibt es heutzutage nicht mehr zu kaufen, auch auf die Atomkatastrophe und anderes wird im Buch immer wieder eingegangen, jedoch ohne die Spannung und den Krimi in den Hintergrund zu drängen.

Der Autor spielt mit seinem Leser und geht psychologisch äußerst geschickt vor und hinterlässt so einen Krimi mit absolutem Gänsehautfaktor. Das Buch lässt ausserdem nachdenklich zurück, denn nicht nur der Täter hat hier Dreck am Stecken sondern man erfährt vieles abgründige mehr das vielleicht nicht ans Licht der Polizei gelangt.

Hans Stahl wirkte auf mich zunächst etwas ahnungslos und naiv und auch am Ende hatte ich das Gefühl, dass er nicht wesentlich zur Aufklärung beigetragen hat, sondern das er sehr viel Glück hatte. Aber ich fand dies bei diesem Buch okay, da er gar nicht so im Mittelpunkt stande als Ermittler, sondern das es im Buch vielmehr um die ganzen Bewohner von Katzenbrunn ging. Die kleine Liebesgeschichte hätte ich persönlich nicht gebraucht, sie wirkte etwas an den Haaren herbei gezogen, hat die Handlung aber zum Glück nicht wesentlich gestört.

Fazit: Ein psychologisch wirklich abgründiger Fall, sehr besonders und meisterhaft erzählt mit ein paar kleinen Schwächen, über die man aber hinwegsehen kann.
Profile Image for Book-addicted.
890 reviews
August 12, 2024
*Inhalt*
Als der 13-jährige Nikolaus beim Besuch der Waldkerwe in Katzenbrunn im Mai 1986 spurlos verschwindet, wird Hans J. Stahl hellhörig. Der ehemalige Polizist jagte schon einige Jahre zuvor den „Greifer“, der bereits fünf Jungen verschwinden lies - ohne Erfolg. Jetzt scheint er zurück zu sein und Stahl beginnt wieder zu ermitteln. Hochverdächtig ist der aus der Psychiatrie entflohene… doch der scheint wie vom Erdboden verschluckt. Und dann verschwindet ein weiterer Junge…

*Erster Satz des Buches*
„Es riecht nach gebrannten Mandeln, fettigen Pommes, Zuckerwatte, verschüttetem Bier, Bratwurst und dem Blut zweier Trunkenbolde, die sich vor dem Autoscooter um eine Frau streiten.“
Menger, I. V. (2024) - Finster

*Meine Meinung*
Was für ein Buch! Nachdem mich schon die ersten Seiten direkt in ihren Bann nahmen, ließ mich auch der Rest des Buches kaum noch los. Viel zu sehr überzeugte mich der unfassbar spannende Plot, die ziemlich schrulligen und kauzigen Dorfbewohner, aber auch der ehrgeizige Hans Stahl mit seinem Ermittlungsgeschick, als dass ich das Buch hätte einfach zur Seite legen können!

Dabei mochte ich das Feeling der 80iger besonders gerne, denn auch wenn ich erst in den späten Achtzigern geboren wurde, kam mir vieles bekannt vor. Die kleine Zeitreise, auf der wir uns zurück ins Jahr 1986 begeben, macht Spaß und ich habe dieses Athmosphäre wirklich sehr genossen - und so manches mal geschmunzelt.

So begleiten wir also Stahl auf seinen Ermittlungen, bei denen er so manches Mal zwar auf der Stelle tritt, aber trotzdem immer wieder den roten Faden entdeckt. Unterstützt von Geli, der Pensionsleitung, in der Stahl während seiner Ermittlungen unterkommt, taucht der Ex-Polizist tief ins Leben der Katzenbrunner Dorfbewohner ein und versucht mit allen Mitteln den Greifer zu enttarnen. Als Leser grübelt und tüftelt man direkt mit und genießt am Ende die sehr gelungene Auflösung. Ich mochte es unfassbar gerne!

*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 357
Verlag: dtv Verlag
ISBN: 978-3423220811
Erscheinungsdatum: 15.08.2024
Preis: 13,00 € (Taschenbuch) / 9,99 € (Ebook)

*Infos zum Autor*
"Ivar Leon Menger, 1973 in Darmstadt geboren, ist Schriftsteller, Diplom-Designer, Werbetexter, Hörspielautor und Regisseur. Bekannt wurde er durch seine erfolgreichen Audible-Hörspielserien Ghostbox und Monster 1983, für die er 2023 mit der Goldenen Schallplatte ausgezeichnet wurde. 2022 erschien sein Thrillerdebüt Als das Böse kam, das in mehrere Sprachen übersetzt wurde, ein Jahr darauf sein zweiter Thriller Angst. Sein dritter Roman Finster erscheint am 15. August 2024 bei dtv.“ (Quelle: Autorenhomepage)

*Fazit*
Ein toller Thriller, der uns ins Jahr 1986 entführt und uns an der Seite eines ehemaligen Polizisten Vermisstenfälle lösen lässt - sehr lesenswert!

Wertung: 5 von 5 Sterne
114 reviews
August 15, 2024
Meinung: Wahnsinn! Schon zum zweiten Mal hat Ivar Leon geschafft, mich mit seinem Werk vollkommen zu begeistern. Bereits das Cover hat mich sofort angesprochen – es strahlt eine dunkle, geheimnisvolle Atmosphäre aus, die perfekt zur Geschichte passt. Es ist Mai 1986, und auf dem örtlichen Jahrmarkt verschwindet ein 13-jähriger Junge spurlos. Doch das Schlimme daran ist, dass dies kein Einzelfall ist. Seit Jahren verschwinden Kinder in diesem scheinbar idyllischen Ort, und niemand weiß, was mit ihnen passiert. Die Dorfbewohner leben in Angst vor dem „Greifer“, einer unheimlichen Gestalt, die nachts ihr Unwesen treibt und die Kinder verschleppt. Bisher wurde der Täter nie gefasst, und der Fall scheint ein ungelöstes Rätsel zu bleiben. Ex-Polizist Jans J. Stahl möchte diesen Fall lösen, koste es, was es wolle. Die Handlung ist spannend und unvorhersehbar, und ich möchte an dieser Stelle gar nicht zu viel verraten, um das Lesevergnügen nicht zu schmälern. Jede Wendung der Geschichte bringt neue Überraschungen mit sich, und man wird ständig dazu angeregt, eigene Theorien aufzustellen und mitzufiebern.
Ivar nutzt verschiedene Perspektiven, um ein umfassendes Bild der Ereignisse zu zeichnen. Dieser Wechsel der Blickwinkel sorgt nicht nur für eine spannende Dynamik, sondern erfordert auch die volle Aufmerksamkeit des Lesers, um den Überblick zu behalten. Gerade am Anfang könnte man sonst leicht den Faden verlieren, aber genau das macht den Reiz dieser Erzählweise aus. Man fühlt sich, als würde man ein Puzzle zusammensetzen, bei dem jedes Kapitel ein neues Teil enthüllt. Die Atmosphäre wird dabei zunehmend dichter und bedrohlicher, sodass man förmlich spürt, wie sich die Dunkelheit über das Dorf legt.

Der Schreibstil ist federleicht und flüssig, sodass man das Gefühl hat, förmlich über die Seiten zu fliegen. Die Spannung wird konstant hochgehalten, ohne dass es jemals langweilig wird. Die Kapitel sind sehr kurz, was ich persönlich sehr schätze, denn dadurch entsteht ein hohes Tempo, das es einem schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. Man kann dieses Buch problemlos in einem Rutsch durchlesen, so fesselnd ist die Geschichte.

Die Charaktere sind authentisch und vielschichtig dargestellt, jeder mit seinen eigenen Ecken und Kanten. Es sind keine glatten, makellosen Figuren, sondern Menschen mit Fehlern und Geheimnissen, was sie umso glaubwürdiger und interessanter macht. Jeder einzelne Charakter trägt seinen Teil zur Geschichte bei, und man spürt, dass sie alle auf die eine oder andere Weise in das dunkle Geheimnis des Dorfes verstrickt sind.

Das Ende hat mich völlig überrascht und sprachlos zurückgelassen. Es ist eines dieser Enden, die man nicht kommen sieht und die einen tief berühren.
Absolute Leseempfehlung!

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️/5⭐️
225 reviews
November 16, 2024
Inhalt:
Katzenbrunn, ein kleines Dorf im Odenwald, in das sich kaum jemand freiwillig verirrt. Dies liegt nicht zuletzt an der psychatrischen Klinik, die sich mitten im Dorf befinden. Seit Jahren verschwinden hier Jungs im Alter zwischen 12 und 15 Jahren spurlos. Als auf dem alljährlichen Jahrmarkt im Nachbardorf der 13jährige Nikolas verschwindet, mietet sich Hans J. Stahl, Kriminalkommissar a. D., im hiesigen Gasthof ein. Er setzt alles daran, das zu schaffen, was ihm vor 10 Jahren vor seiner Pensionierung nicht gelang: das Verschwinden der Jungs aufzuklären und den Täter, der von der Presse als „der Greifer“ bezeichnet wird, zu schnappen.

Meine Meinung:
„Finster“ ist der mittlerweile dritte Thriller des Autors Ivar Leon Menger. Schauplatz ist der fiktive Ort Katzenbrunn. Ein schauriger und düsterer Ort. Nicht nur wegen der psychatrischen Anstalt im Ortskern und deren Patienten. Sondern auch wegen der übrigen Bewohner des Dorfes: seit Generationen leben die Familien dort, sind Fremden gegenüber feindselig. Und hinter jedem Fenster scheint sich ein anderes trauriges Schicksal oder düsteres Geheimnis zu verstecken.

Die Handlung des Buches wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Neben dem pensionierten Kriminalkommissar Stahl kommen auch einige Bewohner des Dorfes zu Wort, wie beispielsweise Oskar, der gegenüber der Klinik wohnt, der aus der Anstalt geflohene Schugge oder Schwester Bergmann, die in der Klinik arbeitet. Dadurch lernt der Leser zum einen die Bewohner des Dorfes näher kennen, erfährt zum anderen aber auch so einiges ihre jeweiligen Geheimnisse und die Geschehnisse im Dorf.

Der Plot des Buches ist spannend, auch wenn es zu Beginn ein wenig braucht, bis die Geschichte richtig Fahrt aufnimmt. Spätestens als ein weiterer Junge verschwindet, spitzt sich die Lage aber immer mehr zu und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Dabei weiß weder Stahl noch der Leser, wem man im Dorf überhaupt Glauben schenken darf. Jedes Mal, wenn man das Gefühl hat, dem Täter näher zu kommen, kommt eine Wendung, die man so nicht erwartet hat und alles wieder in Frage stellt. Das letzte Drittel samt schlussendlicher Auflösung bildet einen gelungenen Abschluss.

Fazit:
Mit „Finster“ ist Autor Ivar Leon Menger erneut ein spannender Thriller gelungen, der den Leser insbesondere in der zweiten Hälfte zu fesseln vermag. Auch wenn mir ein paar Sachen nicht realistisch genug waren, konnte mich das Buch sehr gut unterhalten.
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September 20, 2025
ᴘʀᴏᴍᴇɴᴏɴꜱ-ɴᴏᴜꜱ ᴅᴀɴꜱ ʟᴇꜱ ʙᴏɪꜱ, ᴘᴇɴᴅᴀɴᴛ ǫᴜᴇ ʟᴇ ʙᴀʀʙᴜ ɴ’ʏ ᴇꜱᴛ ᴘᴀꜱ...

Que les 𝘩𝘪𝘴𝘱𝘵𝘦𝘳𝘴 veuillent bien me pardonner mais il n’a jamais été aussi risqué que de porter la barbe !

Dans le petit village de l’Odenwald, où la pilosité faciale semble avoir conquis tous les hommes, les enfants se comptent sur les doigts d’une main depuis la dernière décennie. Qu’est-il arrivé aux autres ? Fugue ? Enlèvement ? Lorsque, ce soir de mai 1986, un garçon disparaît à la fête foraine, les frayeurs du passé refont surface. Hans J. Stahl, commandant de police retraité, décide de résoudre cette affaire qui n’a cessé de le hanter.

Dans ce huis clos balisé par la seule auberge du village, l’asile psychiatrique qui le domine, le magasin de feu le photographe et la forêt environnante, tous semblent cacher quelque chose. Ivan Leon Menger excelle dans l’art de planter des indices pour mieux nous retourner le cerveau : l’auteur nous dévoile (vraiment ?) que celui que l’on cherche possède une barbe fournie. Qu’à cela ne tienne, tous les personnages masculins (était-ce vraiment nécessaire de le préciser ?) ont jeté rasoirs et blaireaux (les défenseurs des animaux – dont je fais partie –, on se détend, hein, il est ici question de brosse) à la poubelle. Comme si cela n’était déjà pas suffisant, il glisse de « faux indices » par-ci par-là pour bien nous embrouiller, et ça fonctionne : plus on tourne les pages, plus tout le monde nous semble coupable, que ce soit le directeur de la clinique, le mari de l’infirmière, le fermier taiseux, le gérant de l’épicerie et même le prêtre !

Bref, une intrigue envoûtante, campée par des personnages somme toute banals, un récit rythmé par une écriture simple qui s’adapte à chaque personnage – je pense par exemple au fils de cette femme qui passe ses journées et ses nuits les lèvres rivées au goulot des bouteilles qui s’amoncellent dans sa chambre depuis le décès de son mari (était-il barbu, d’ailleurs ?) – et par des chapitres courts, entrecoupé de chapitres où le Croque-Mitaine s’exprime à la première personne alors qu’il part à la chasse aux lapins, le tout sublimé par un dénouement qui m’a laissé bouche-bée ! J’ai d’ailleurs relu quelques passages pour être sûre et certaine que l’auteur ne s’était pas trompé quant à l’identité du 𝓂𝒶𝓃𝑔𝑒𝓊𝓇 𝒹𝑒 𝓂𝑜𝓊𝒻𝒻𝓁𝑒 (quelle mauvaise foi, je vous jure !). Bref de chez bref, 𝕝𝕚𝕤𝕖𝕫-𝕝𝕖 !

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August 16, 2024
Ein filmreifer Thriller!

Katzenbrunn, ein kleines Dorf irgendwo im Odenwald, im Mai 1986. Nikolaus, ein 13-jähriger Junge, verschwindet spurlos vom Jahrmarkt. Ein Umstand, der im Dorf häufiger vorkommt: In unregelmäßigen Abständen schlägt der „Greifer“, wie der Entführer genannt wird, zu und nimmt Jungen mit sich. Die Polizei tappt im Dunkeln, sodass Hans J. Stahl, Kriminalkommissar a.D., seine früheren Ermittlungen aufnimmt und nach Katzenbrunn zurückkehrt. Doch während Stahl das Rätsel um Nikolaus‘ Verschwinden zu lösen sucht, schlägt der „Greifer“ wieder zu…

Persönliche Meinung: „Finster“ ist ein Thriller von Ivar Leon Menger. Erzählt wird der Thriller aus zwölf unterschiedlichen Erzählperspektiven (hauptsächlich personal, z. T. auch aus der Ich-Perspektive). Aber keine Sorge: Die Perspektivwechsel werden deutlich markiert; jede Figur hat ihren eigenen Ton, sodass man während der Lektüre nicht durcheinanderkommt. In den verschiedenen Perspektiven wird gewissermaßen der gesamte kleinstädtische Mikrokosmos abgebildet: So kommen – neben Stahl – auch die Wirtin des lokalen Gasthofes, ein kürzlich Zugezogener, ein Arzt sowie der Pfarrer Katzenbrunns zu Wort (um nur ein paar Perspektiven zu nennen). Dabei wird schnell klar: Fast jede Figur besitzt ein Geheimnis, ist irgendwie suspekt, sodass eine hohe Spannungskurve entsteht und man permanent miträtselt, wer denn jetzt der „Greifer“ sein könnte. Falsche Fährten werden dabei geschickt gelegt, was die Spannung weiter erhöht. Daneben ist die Handlung – eiskalt – wendungsreich. Ohne hierzu zu viel verraten zu wollen: Wirklich ganz großes Kino! (Diejenigen, die den Thriller bereits gelesen haben, wissen genau, was ich meine; alle anderen: greift (no pun intended) zum Buch, ums zu erfahren 🙃). Zusätzlich ist „Finster“ sehr atmosphärisch: Katzenbrunn mit seinem verbarrikadierten Fotogeschäft, dem eigenartigen Brunnen, seinen Wäldern und absonderlichen Bewohnern wirkt permanent bedrohlich und bizarr. Der Schreibstil von Ivar Leon Menger ist anschaulich und sehr flüssig zu lesen; passagenweise auch beklemmend, was die Atmosphäre des Thrillers dichter macht. Kurz: „Finster“ ein wendungsreicher, fesselnder sowie atmosphärischer Thriller, den man kaum beiseitelegen kann.
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September 29, 2024
Auch mit seinem dritten Buch "Finster" hat mich der Autor total in seinen Bann gezogen. Ich finde es wahnsinnig inspirierend, dass er so gegensätzliche Themen wählen kann (Als das Böse kam - einsame Insel - Angst - mitten in Berlin) und nun schickt er seine Leser nicht nur in ein kleines Dorf im Odenwald, sondern auch auf eine Zeitreise in die 80er Jahre.
Oh, wie habe ich das genossen. Ich (Jahrgang 73) konnte mich so wunderbar im Zeitgefühl dieser Jahre verlieren. Außerdem bringt der Autor durch sehr viele verschiedene Erzählperspektiven viel Spannung in die Geschichte. Fast das ganze Dorf kommt zu Wort. Und natürlich der Ermittler.
Mit Mitte 70, aber immer noch fit im Kopf, versucht er, ein Versprechen einzulösen.
Man muss dieses Zeitgefühl mögen oder sich im Buch verlieren können, sonst wird man es nicht mögen. Denn es tummeln sich viele skurrile Figuren in diesem Werk. Das bringt das ganz besondere Dorfleben sehr gut zur Geltung, aber auch das eine oder andere Kopfschütteln.

Was mich am meisten beeindruckt hat, ist die hervorragende Sprachgestaltung, die den Leser auf jede erdenkliche falsche Fährte lockt. Und ja, es gibt einen AHA - IGITT - Schreckmoment, den man so nicht erwartet. Durch die verschiedenen Perspektiven ergibt sich ein kaleidoskopartiges Bild aller Dorfbewohner, was ich sehr erfrischend fand. Das Buch ist eigentlich insgesamt sehr „finster“, wenn nicht in den meisten Teilen sogar hoffnungslos, denn alle Protagonisten scheinen in ihrem Leben gefangen zu sein. Es gibt keinen Hoffnungsschimmer, dieses kleine Leben zu verlassen oder zu verändern. Und dann ist da noch die psychiatrische Klinik, die das ganze Dorf beherrscht.

Fazit: Ein unglaublich tolles Buch, wenn man sich auf die vielen Perspektivwechsel einlassen kann. Der Schreibstil ist unglaublich spannend und die Charaktere ziemlich skurril, was aber insgesamt perfekt zur Atmosphäre passt.
Am besten hat mir gefallen, dass das Buch im Jahr 1986 spielt, ich musste sehr oft schmunzeln, auch über die unzähligen Möglichkeiten, wann und wo man sich damals noch eine Zigarette anzünden durfte. Außerdem entschleunigt diese Zeitreise das Buch sehr, da alles in Echtzeit passiert und es auf die Intuition und Kombinationsgabe des Ermittlers ankommt.
395 reviews4 followers
August 20, 2024
Katzenbrunn ist ein Ort des Schreckens. Denn immer wieder verschwinden hier Kinder auf unerklärliche Weise. Kriminalkommissar Hans Stahl gehen diese Vermisstenfälle einfach nicht aus dem Kopf. Er ist zwar schon längst im Ruhestand, reist aber erneut nach Katzenbrunn, um den Fällen nochmals auf den Grund zu gehen. Während seines Aufenthaltes verschwindet wieder ein Kind und Stahl ist mehr als gefordert. Er ermittelt in alle Richtungen und kommt dem „Greifer“, wie er im Ort genannt wird, immer näher …

Die Handlung wird aus diversen Perspektiven erzählt, was mich zunächst ein wenig überfordert hat. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich zurechtgefunden hatte und die Charaktere auseinanderhalten konnte. Ab diesem Punkt war ich dann einfach nur noch fasziniert von den verschiedenen Schicksalen der Protagonisten, die diese Story ausmachen. Allen voran Kommissar Stahl, der mir direkt sympathisch war und mich mit seiner ruhigen und gelassenen Art voll überzeugen konnte. Aufgrund seines Alters geht er die Ermittlungen ganz in seinem Tempo an und ich hätte ihn dabei ewig begleiten können. Auch die anderen Charaktere waren real und authentisch gezeichnet und ich hatte große Freude daran, ihrer Entwicklung beizuwohnen.

Der Schreibstil von Menger ist beklemmend, düster und fesselnd. Ich habe mich in seinen detaillierten Beschreibungen völlig verloren. Sei es der dunkle Wald, in dem die Kinder verschwinden, die angsteinflößende Psychiatrie oder auch einfach nur die Erwähnung der Tschernobyl-Katastrophe, die sich kurz vorher ereignet hat – die Handlung hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen. Gerade die kurzen Kapitel haben mich zum Weiterlesen animiert, und Menger hat mit seinen plötzlichen Wendungen sein Übriges getan.

Auch wenn ich mir das Ende etwas emotionaler gewünscht hätte, konnte es mich dennoch abholen und bildete einen guten Abschluss dieser bedrückenden Geschichte.

Fazit: Ein vielschichtiger Thriller über traurige Schicksale, menschliche Abgründe und allerlei Emotionen. Düster und bedrohlich erzählt Menger hier eine Geschichte, die noch lange nachwirken wird.
Profile Image for Litote.
648 reviews10 followers
March 31, 2025

Plongé dans l'Allemagne des années 80, "Dans la forêt du croque-mitaine" se déroule dans un village isolé, bordé par une forêt oppressante et surplombé par un asile psychiatrique à l'aura sinistre. La disparition d'un enfant réveille de vieilles angoisses :

Et si le croque-mitaine était revenu ? Hans J. Stalh, commandant de police à la retraite, hanté par cette affaire non résolue, revient pour enquêter. Il décide de s'installer à l'auberge de Katzenbrunn pour lever le voile sur les sombres secrets du village. Mais le silence pesant des habitants et l’ombre inquiétante de la clinique psychiatrique rendent sa quête particulièrement éprouvante.

L'auteur excelle dans l'art de la tension, manipulant le lecteur à travers un jeu de fausses pistes et de mystères entremêlés. Les habitants, tous plus suspects les uns que les autres, cachent des vérités inavouables qui rendent l'enquête encore plus haletante. Entre le prêtre amateur de photographies, l'infirmière au passé trouble et le patient évadé, chaque personnage alimente tous nos fantasmes. L'auteur parvient à redonner vie aux années 80, y intégrant même la catastrophe de Tchernobyl.

Avec des chapitres courts et incisifs, le rythme est effréné. Si l’intrigue est captivante, elle souffre toutefois d’un dévoilement prématuré du rebondissement principal. Malgré cela, l’auteur parvient à maintenir l’intérêt grâce à une galerie de personnages intrigants et une tension constante. J'ai apprécié la galerie de personnages secondaires dont plusieurs ont des choses à se reprocher. Hans Stahl, bien que parfois passif et chanceux dans son rôle d’enquêteur, reste attachant. Cependant, la romance introduite paraît superflue et légèrement artificielle.

Mais ce qui distingue vraiment ce thriller, c'est son atmosphère sombre et ses personnages ambigus. Il se pourrait bien que les révélations soient plus surprenantes que ce que l'on attendait. Bonne lecture.

https://latelierdelitote.canalblog.co...
Profile Image for Schlafmurmel.
371 reviews3 followers
July 22, 2024
Finster" ist eine wahnsinnig spannende Geschichte, die im malerischen, aber unheimlichen Dorf Kaltenbrunn spielt, wo sich auch eine psychiatrische Klinik befindet. Während eines Jahrmarkts verschwindet ein Kind spurlos, doch es bleibt nicht bei diesem einen Vorfall. In der Folge verschwinden immer wieder Kinder, ohne dass auch nur eine Spur von ihnen gefunden wird. Die Dorfgemeinschaft ist in Angst und Schrecken versetzt, während die Vermisstenfälle zunehmen.
Ein früherer Polizist, der inzwischen pensioniert ist, kann den ungelösten Fall nicht loslassen. Damals war er nicht in der Lage, die mysteriösen Vorkommnisse aufzuklären, und die Tatsache, dass die Kinder spurlos verschwanden, nagt immer noch an ihm. Er beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln und sticht dabei in ein Wespennest aus Geheimnissen und Verdächtigungen. Denn in diesem Dorf könnte jeder der Täter sein – niemand ist frei von Verdacht.
Die Geschichte führt den Leser geschickt in die Irre. Immer wieder dachte ich, den Täter erkannt zu haben, nur um dann von neuen Wendungen überrascht zu werden. Die Kapitel sind aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was die Spannung immens erhöht und den Leser tiefer in die Gedanken und Gefühle der Charaktere eintauchen lässt. Diese Vielschichtigkeit machte es für mich unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen, und ich habe es innerhalb eines Tages verschlungen.
Erst im letzten Drittel des Buches kam ich der Wahrheit näher. Die Auflösung des Falls war völlig überraschend und der Täter war jemand, den ich bis dahin überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Die Autorin hat es meisterhaft verstanden, falsche Fährten zu legen und die Spannung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten.
Ich empfehle "Finster" definitiv weiter. Die packende Handlung, die unerwarteten Wendungen und die tiefgründigen Charaktere machen es zu einem absoluten Muss für alle, die spannende Thriller lieben. Ein fesselndes Buch, das einen bis zur letzten Seite in seinen Bann zieht.
Profile Image for Daniela Anders.
670 reviews2 followers
August 3, 2024
Achtziger Jahre. Kleines Kaff. Verschwundene Kinder. Der Stoff, aus dem die Albträume sind!

Meine Inhaltsangabe:
Kriminalkommissar a.D. Stahl kehrt nach Jahren an den Ort seiner selbstempfundenen Schande zurück: Katzenbrunn. Hier hat er im Fall der verschwundenen Kinder ermittelt, musste diesen aber ungelöst aufgeben. Nachdem jetzt erneut ein Junge verschwindet, schwört sich Stahl, inzwischen um die 70, dass er den Fall aufklären wird. Er stößt nicht gerade auf offene Arme, dafür aber auf das eine oder andere Geheimnis rund um das Dorf und seine Bewohner, aber auch um die dort ansässige Nervenheilanstalt. Dann verschwindet noch ein Junge und für Stahl beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Mein Eindruck:
Ich kenne die 80er Jahre und konnte mich daher super in diese Zeit zurückversetzen. Herrlich, wie Menger die Gegebenheiten der damaligen Zeit verwendet, um eine ganz besondere Stimmung aufzubauen. Die Beschreibungen aller Figuren, des Settings und der Szenen sind bildhaft und lösten bei mir sofort Kopfkino aus und so ist es nicht verwunderlich, dass ich das Buch ruckzuck durchgelesen habe. Ich musste einfach wissen, wie es weitergeht. Dafür sorgte wohl vor allem auch, dass der Autor nicht mit Andeutungen geizt. Klein, gemein und finster (hihi) streut er die ein, was für immense Spannung sorgte und mich regelrecht ans Buch fesselte. Die Kapitel sind relativ kurz und werden mit Sicht auf die jeweils agierende Person erzählt (bis auf eine Ausnahme, die aus der Ich-Perspektive erzählt). Langatmigkeit kommt da keine auf und ich fragte mich die ganze Zeit über, wo das alles hin führt. Wohin es dann letztlich führte, war für mich absolut klasse, hat mir einen Schauer über den Rücken gejagt und ist sicher nichts für sehr Sensible. Zur Handlung kann ich gar nicht so viel schreiben, weil das zu viel vom Lesevergnügen wegnehmen würde. Mach Dich am besten einfach selbst auf die Lese-Reise nach Katzenbrunn und lerne die Menschen dort kennen. Es lohnt sich! 5/5 Sterne.
92 reviews
August 16, 2024
Spannender Thriller in den 80ern

Wow, damit hatte ich nicht gerechnet! Nach "Angst" war "Finster" der zweite Thriller von Ivar Leon Menger, den ich gelesen habe – und das Buch ist einfach so anders und so speziell, gleichzeitig aber auch so gut und spannend, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Dabei fand ich es anfangs gar nicht so leicht, in die Geschichte reinzukommen, da es sehr viele verschiedene Erzählperspektiven gibt. Als ich dann den Überblick über die verschiedenen skurrilen Charaktere hatte, war ich aber mitten im Geschehen und habe mitgerätselt, wer wohl der Greifer ist – denn so gut wie jeder in dem kleinen Dorf hat ein Geheimnis und ist damit verdächtig.

Gut gefallen hat mir der Schreibstil, der zwar etwas nüchtern, jedoch gleichzeitig auch sehr flüssig und atmosphärisch ist und einfach zu dem doch recht tristen Setting in Katzenbrunn und seinen seltsamen Einwohnern passt. Dank der kurzen Kapitel, des hohen Erzähltempos und der nostalgischen 80er-Jahre-Vibes bin ich nur so über die Seiten geflogen.

Und dann ist da noch dieser krasse Plot Twist, den ich absolut nicht habe kommen sehen. Ich musste tatsächlich auch noch einmal zurückblättern und einige Kapitel erneut lesen, weil ich das Gefühl hatte, dass das nicht sein kann. Aber nein, Menger hat es geschafft, mich mit seinem Schreibstil und der Konzeption seiner Charaktere aufs Glatteis zu führen. Große Klasse!

Auch das Ende konnte mich noch einmal überraschen und mir ist es eiskalt den Rücken heruntergelaufen. In Bezug auf die anderen Charaktere, die neben dem Greifer auch Dreck am Stecken haben, sind bei mir noch ein paar Fragen offen geblieben. Abgesehen davon hat das Ende aber super gepasst.

Insgesamt ist "Finster" ein spannender Thriller, der Spaß macht und dank der Cliffhanger und Plot Twists einige WTF- und Gänsehautmomente für mich hatte. Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Menger. 🙂
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