Die junge Hexe Felicity tritt als Seelentransporteurin in die Fußstapfen ihrer Mutter. Neben der Herstellung von Elixieren, die in ihrem Café verkauft werden, kümmert sie sich darum, dass die verstorbenen Hexen und Hexer ihren Platz im Jenseits einnehmen. Dies ermöglichen besondere Bücher, die Felicity herstellt, um die Seelen der Verstorbenen zum Wunschort zu transportieren. Als der Hexer Niclas auftaucht und Felicity beschuldigt, die Seele seines Onkels ohne seine Zustimmung in den Tod befördert zu haben, kann die Hexe dies nicht auf sich sitzen lassen. Doch das Buch von Kaspar Eisenmann ist unauffindbar und Felicity ahnt, dass sie in ein böses Spiel verwickelt wurde
Leider habe ich mich durch die Geschichte hindurch gequält. Die grüblerische, unsichere, selbst zweifelnde, alles wiederkäuende, sich im Schmerz suhlende Protagonistin hat mir den letzten Nerv geraubt. Sie machte einfach praktisch keine Entwicklung durch, erst auf der fast letzten Seite hat sie ihren Mut zusammengekratzt und ist über ihren Schatten gesprungen.
Das, was die Geschichte vermitteln wollte, fand ich eigentlich ganz gut, aber die Umsetzung haperte. Auch tat ich mich schwer, weil hier einfach so viele Dinge repetitiv vorkamen, seien es die Gedanken der Protagonistin oder ihr Alltag. Die durch das ganze Buch hindurch drückende Traurigkeit hat es für mich nicht besser gemacht. Auch der Schreibstil war nicht meins, ich kann nicht sagen woran es lag, aber ich empfand ihn holprig und unrund.
Ich hab' es schon öfter gesagt, und werde es vielleicht wiederholen, jedes mal wenn ich ein deutsches Buch lese, aber wie schön sind diese Bücher denn? Es ist ja fast unmöglich, dieser Bücher nicht zu kaufen! Ausserdem, die Bücher sehen ja nicht nur schön aus, die Geschichten selbst hören sich auch immer viel zu gut an. Je mehr Bücher ich finde, je mehr Bücher ich kaufen will. Aber ich sollte zuerst die ersten fünf, die ich gekauft habe, lesen. Dieses war Buch Nummer 3!
Am Anfang war dieses Buch ein wenig schwieriger als die anderen zwei Bücher, die ich diesen Monat gelesen habe. Ich denke, das hat am meisten mit der Magie zu tun. Felicity ist eine Hexe, aufgewachsen mit Hexen und vertraut mit ihrer Magie und magischen Job. Dadurch gab es am Anfang ganz viele Wörter, die ich vorher noch nie irgendwo gelesen hatte. Aber schon bald fühlte ich mich auch mehr und mehr vertraut mit Magie und der Welt und lesen würde einfacher und einfacher.
Die Geschichte war daran natürlich auch schuld. Die Autorin hat da wirklich etwas Spannendes und Mitreissendes geschrieben. Nachdem wir Felicity und ihren Job ein wenig besser kennenlernten, lief alles schief und wurde Felicity gezwungen, alles, sich selbst inkludiert, zu bezweifeln. Ein Hex war ermordet und sie hat irgendwie etwas damit zu tun und ausserdem war sein Seelenbuch auch verschwunden!
Zum Glück musste Felicity nicht alles selbst machen. Wir treffen auch Nicolas und obwohl er am Anfang nicht wirklich ein Fan von Felicity ist, ändert sich das schnell. Was ich verstehen kann. Felicity ist wirklich ein Charakter zum lieben. Sie ist Pflichtsbewusst, sie hat ein riesig grosses Herz, sie nimmt die Verantwortung für was sie oder ihr Betrieb macht und sie ist auch bereit, die Konsequenzen zu akzeptieren. Ich werde sie unglaublich viel vermissen. Genau wie diese magische Welt!
Leider leider war das Buch nichts für mich, auch wenn der Klappentext so gut klang 🥺 Dies war mein erstes Buch der Autorin und ich muss leider sagen, dass mir der Schreibstil einfach nicht gefallen hat, er war irgendwie holprig und ließ sich nicht gut weglesen. Wahrscheinlich lag es auch daran, dass ich einfach nichts verstanden habe 😆 Da sind so viel Dinge passiert, die für mich einfach keinen Sinn ergeben haben, es wurden random Leute erwähnt, oder Begebenheiten, die einfach so im Raum stehen gelassen wurden. Zudem war mir die Protagonistin direkt unsympathisch. Hach wie schade.
Aber Schwamm drüber, ich hoffe, dass euch diese Geschichte mehr Spaß macht als mir ❤️
Die Autorin hat mich mit dieser Geschichte wirklich positiv überrascht. Erzählt wird die Handlung aus der Sicht der Hexe Felicity, die die Rolle einer Seelentransporteurin übernommen und somit die Nachfolge ihrer Mutter antritt. Felicity ist ein toller Charakter. Sie ist sehr gewissenhaft und nimmt ihre Arbeit sehr ernst.
Als Handlungsort hat sich die Autorin tatsächlich Deutschland ausgesucht. Eine Szene spielt sogar auf dem Drachenfels, einem Ort, wo ich schon ganz oft war. Mir hat die Idee mit dem Seelentransport unheimlich gut gefallen. Diese Idee fand ich sehr ungewöhnlich und die Autorin hat sie auch unheimlich gut umgesetzt.
Hauptaugenmerkt liebt bei der Suche nach dem Buch von Kaspar Eisenmann. Romance spielt eher eine Nebenrolle, ist aber vorhanden.
Für mich ist das hier ein toller cosy Krimi mit ganz viel Magie und ganz tollen Charakteren. Die Handlung ist abgeschlossen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung mit voller Punktzahl.
Wenn Hexe Felicity nicht gerade im Café ist und Kaffee mit ganz besonderem Schuss serviert, sie ist Seelentransporteurin. Mit ihrer Arbeit sorgt sie dafür, dass verstorbene Hexen und Hexer in Frieden ruhen können. Für diesen Vorgang erstellt Felicity ganz besondere Bücher. Mit den Seelenbüchern können die Verstorbenen zu ihrem Wunschort transportiert werden. Doch dann passiert etwas, dass hätte nie passieren dürfen. Niclas Eisenmann beschuldigt die Hexe seinen Onkel ohne Zustimmung getötet zu haben. Dann ist Seelenbuch von Kaspar Eisenmann auch noch verschwunden. Wo ist Felicity da nur hineingeraten?
Meine Meinung:
Für die Optik, das Cover, Farbschnitt und innere Gestaltung, hat das Buch eine Million Sterne verdienst. Es ist so wunderschön und ein wahres Schmuckstück im Regal.
Als ich dann begonnen habe zu lesen, war ich direkt in den Schreibstil von Roukeiya Peters verliebt. Sie schreibt so wunderschön, dass man beim Lesen nur so dahin schmelzen kann. Da war ich von Beginn an begeistert.
Auch im Laufe der Geschichte habe ich den Schreibstil sehr genossen. Besonders stark finde ich, sind die Gefühle und Emotionen gelungen. Das ging mir manches Mal unter die Haut.
In diesem Buch spielt der Tod eine große Rolle. Eigentlich ein trauriges Thema, aber Roukeiya Peters hat es geschafft, dass der Tod hier eine ganz andere Bedeutung bekommt. Ich fand die Vorstellung sehr schön. Und da Felicity ihre Arbeit sehr viel bedeutet, konnte ich auch wunderbar mit ihr mitfühlen.
Überhaupt ist Felicity eine interessante Protagonistin. Ich mochte sie von Anfang an und je mehr ich von ihr gelesen habe, desto mehr hat sie sich sogar in mein Herz geschlichen.
Hier und da gingen mir manche Szenen ein bisschen zu schnell. Da hätte es für meinen persönlichen Geschmack ein bisschen mehr sein dürfen. Das ist aber Kritik auf hohem Niveau.
Trotz des tiefgründigen Themas gab es auch Momente, wo die Autorin mir ein Schmunzeln entlockt hat. Wenn ein Hexer sich über die Hexerei wundert und gewisse Praktiken eher als seltsam empfindet, ist das schon ganz lustig.
Die Geschichte ist kreativ und bietet Spannung, aber ebenso schöne ruhige Momente. Die Mischung hat mir dabei sehr gut gefallen.
Fazit:
Eine emotionale und packende Geschichte, in der der Tod eine große Rolle spielt. Mit Feingefühl hat sich Roukeiya Peters dieser Thematik Raum gegeben. Mir hat die Story richtig gut gefallen, auch wenn manches etwas schnell ging. Ich empfehle Seelenverrat sehr gerne weiter.
🎀ERSTER SATZ🎀 "Summend saß Felicity an ihrem Schreibtisch und mischte das Blut von Clemens Lehmann mit den Fingernägeln, die sie zuvor im Mörser zerkleinert hatte." -------- 💜KLAPPENTEXT💜 'Hexenseelen sterben nicht. Die junge Hexe Felicity tritt als Seelentransporteurin in die Fußstapfen ihrer Mutter. Neben der Herstellung von Elixieren, die in ihrem Café verkauft werden, kümmert sie sich darum, dass die verstorbenen Hexen und Hexer ihren Platz im Jenseits einnehmen. Dies ermöglichen besondere Bücher, die Felicity herstellt, um die Seelen der Verstorbenen zum Wunschort zu transportieren. Als der Hexer Niclas auftaucht und Felicity beschuldigt, die Seele seines Onkels ohne seine Zustimmung in den Tod befördert zu haben, kann die Hexe dies nicht auf sich sitzen lassen. Doch das Buch von Kaspar Eisenmann ist unauffindbar und Felicity ahnt, dass sie in ein böses Spiel verwickelt wurde.' ------- 💜DER EINSTIEG💜 ist wirklich sehr gelungen. Ich begleite Feli in ihren alltäglichen Hexen-Dingen, bis etwas anders läuft als üblich. So wird es gleich schon spannend als das erste Seelenbuch fehlt. Dies ist unter den ersten 50 Seiten! So was mag ich ja sehr :-). ------- Im Buch sind auch sehr angenehme 💜CHARAKTERE💜, vorallem, da sie sich auch immer wieder gut aufeinander einlassen können und sich selbst zu reflektieren scheinen (so selten, wie sie wütend werden, wenn der andere Sch****e baut 😜). Ich mag Feli und auch die Freunde, Begegnungen und kritischen Stimmen, denen sie begegnet im Laufe des Buches. Denn nicht jede Zusammenarbeit oder Freundschaft ist von Anfang an klar positiv gelagert. Beim lesen habe ich begonnen alle Freunde und Leute, die im Buch vorkommen, zu verdächtigen, da ich echt nicht wusste, wer es denn auf Feli und co abgesehen hat! ------- 💜 INHALTLICH💜 regt das Buch an über über Verlust oder Tod nachzudenken. Auch geht es viel um Trauer, und auch Liebe, Freundschaft, Freude, sich gegenseitig helfen und unterstützen... Und vielleicht noch spannend: das Buch ist aus der Sicht von Felicitas, in der Vergangenheit und von Erzähler aus geschrieben. Ebenso gibt es hinten einen Glossar der alten Sprache, welche Feli für ihren Hexen-Job ab und zu braucht. -------
Seelenverrat hat mich von der ersten bis zur letzten Seite wahnsinnig gut unterhalten.
Die Story ist gut durchdacht und hervorragend umgesetzt. Es war spannend und abenteuerlich zusammen mit Feli herauszufinden, was mit Kaspar Eisenmann geschehen ist und ob sie wirklich die Schuld an seinem Tod trägt. Die Idee der Seelenbücher finde ich unglaublich schön, allein die Vorstellung, dass die Seelen der verstorbenen darin in Frieden "leben" können finde ich großartig. Jedenfalls gefällt mir der Verlauf der Geschichte sehr gut und ich habe auch die ein oder andere Träne verdrückt, besonders das Nachwort/ die Danksagung hat mich zutiefst berührt.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Felicity berichtet aus ihrer Sicht von den Geschehnissen, sodass man immer einen guten Einblick in ihrer Gedanken und Gefühle bekommt.
Die Protagonisten sind alle sehr individuell und liebevoll beschrieben. Feli ist eine junge Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht. Sie ist Seelentransporteurin und Cafebesitzerin. Sie mag ihr Leben so wie es ist, doch an einem Tag ändert sich einfach alles und sie muss wieder zu sich selbst finden. Lexi ist ihre Cousine, die sie tatkräftig unterstützt, aber noch nicht weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Niclas ist der Neffe von Kaspar Eisenmann und bemüht sich sehr den Tod seines Onkels aufzuklären. Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein, aber sie passen trotzdem oder gerade deswegen so gut zusammen.
Das Cover ist ein Traum und passt einfach perfekt zum Titel und Inhalt des Buches. Es ist ein absoluter Hingucker im Bücherregal.
Fazit: Seelenverrat hat mich berührt und vom Anfang bis zum Ende wunderbar unterhalten. Ich liebe die Story, den Schreibstil, das Cover und die Protagonisten. Es ist rundum gelungen und ein absoluter Pageturner. Von mir gibt es eine Leseempfehlung, die von Herzen kommt.
In diesem Buch geht es um die Hexe Felicity, die eine sogenannte Seelentransporteurin ist. Dies bedeutet das sie dafür sorgt das die Seele der verstorbenen Hexen und Hexer im Jenseits ihren richtigen Platz bekommen. Ihr gehört ein Café in dem sie ihre selbst hergestellten Elixiere verkauft und ein Archiv, in dem die sogenannten Seelenbücher die sie selbst herstellt aufbewahrt werden. Nun wird sie plötzlich beschuldigt eine Seele ohne die Zustimmung der Angehörigen transportiert zu haben. Als sie dann das Seelenbuch des besagten Hexers im Archiv nicht finden kann beginnt sie an sich zu zweifeln, da ihre Erinnerungen an diesen Abend auch eher verschwommen sind. Sie beginnt Nachforschungen anzustellen und rutscht öfter in gefährliche Situationen als ihr lieb ist. Gemeinsam mit Niclas, dem Neffen des Verstorbenen versucht sie herauszufinden was genau passiert ist und kommt der Wahrheit gefährlich nahe.
Der Schreibstil ist super und ich habe sehr schnell in das Buch rein gefunden. Die Charaktere sind alle auch gut umschrieben und haben alle eine gewisse Tiefe. Mir gefällt die Idee sehr gut das es in der Hexengemeinschaft jemanden gibt der mithilfe eines Seelenbuchs ein perfektes Jenseits für jemand Verstorbenen erschaffen und dann dessen Seele dorthin transportieren kann. Mir hat auch die Erklärung wie die Fertigstellung des Buches und der Seelentransport an sich vonstatten geht gut gefallen. Das Buch ist spannend und man beginnt auch selbst wirklich zu rätseln was passiert sein könnte. Es passieren immer wieder Dinge wo man dann doch nochmal jemand anderen im Verdacht hat und es ist nie eindeutig. Der Schluss hat mich dann aber doch etwas überrascht, da es bis fast zum Ende zumindest für mich nicht ersichtlich war wer nun der Schuldige war. Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen und ich kann es nur empfehlen.
Die Handlung plätscherte ohne Spannung dahin. Mehrmals wollte ich durchblättern, aber da das Buch so dünn war, dachte ich, ich könnte es auch schnell komplett lesen. Der Schreibstil war voller Platitüden wie "Worte können heilen", was das Lesen seicht und langweilig machte. Ich stellte mir das Audiobook mit einer langweiligen "Ich-weiß-es-besser-Yogalehrerin"-Stimme vor – leicht süffisant, überheblich und leicht zugedröhnt. Die weibliche Hauptfigur war mir zu passiv. Sie glaubt sofort, sie hätte jemanden ermordet, als sie beschuldigt wird. Ihr Selbstbild muss wirklich schlecht sein, wenn sie dem Vorwurf nicht widerspricht. Auch will sie ihre Gefühle nicht zulassen, erklärt aber nicht warum, was ich als Leserschaft nicht nachvollziehen konnte. Die Dialoge waren oft gekünstelt, zum Beispiel reagiert die weibliche Hauptfigur auf den Mordvorwurf nur mit "Tut mir leid. Ich kann Ihre Trauer verstehen" – was ist das für eine Reaktion? Dann die Magie - sie wurde einfach zu wenig erklärt. Es gibt Magie - okay, und? Man kann (irgendwie) Seelen einfangen und es gibt (irgendwie) Dämonen und Geister. Wenn eine Person unter Magieeinfluss dazu gezwungen wird, eine Seele zu stehlen und somit jemanden "aus Versehen" umzubringen kann, warum nicht einfach direkt mit Magie jemanden umbringen? Warum gibt es keinen Schutz vor solchen Seelenmorden? Wieso musste für den Plot überhaupt der Umweg über den Magieeinfluss zum Seelenraub gemacht werden? Häh? Es war mir unklar, warum die weibliche Hauptfigur nicht sofort die Polizei einschaltet, sondern den Mordvorwurf selbst lösen will. Auch bei dem Diebstahl reagiert sie nicht sofort und geht zur Polizei. Und am Ende des Buches wusste die Polizei dann doch irgendwie plötzlich, wo die Figuren waren und konnte sie retten – ein klassischer Fall von Deus ex Machina.
Ihr wollt zum Ende des Jahres nochmal ein richtiges Highlight? Dann solltet ihr zu Seelenverrat greifen, denn diese verhexte Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen und bis jetzt auch immernoch nicht losgelassen.
Ich glaube das Buch hat mich genau zum richtigen Zeitpunkt gefunden, denn es geht vor allem um Verlust und Trauer.
Die Vorstellung, dass man nach dem Tod in seinem Seelenbuch weiterlebt, hat mir sehr gut gefallen.
Außerdem ist es ein Fantasybuch und die Charaktere sind Hexen und Hexer, sowas geht in der dunklen Jahreszeit einfach immer.
Besonders interessant fand ich auch, dass die Geschichte in Köln und somit in unserer Welt spielt. Leider werde ich wohl trotzdem nie die Gelegenheit bekommen, Felis Café zu besuchen. Da hätte ich mit Sicherheit gerne mal einen Kaffee mit einer Prise Hoffnung oder so getrunken. Ihr merkt schon, das Setting hat es mir echt angetan.
Und die eigentliche Geschichte, rund um die Seelentransporteurin Feli die eines Mordes bezichtigt wird und das verschwundene Seelenbuch von Kaspar Eisenmann fand ich einfach richtig spannend.
Insgesamt war das Buch für mich schön und traurig zugleich.
Felicity ist eine Hexe, die die Seelen von anderen Hexen und Hexern ins Jenseits transportiert. Dafür extrahiert sie die Seelen aus Seelenmaterial und transportiert sie dann in ein Seelenbuch. In diesem Seelenbuch leben die Seelen dann für immer weiter. Einen Abend kommt ihre Cousine Lexi mit einem verwunderlichen Auftrag und Felicity transportiert die Seele von Kaspar Eisenmann in sein für ihn zugeschnittenes Jenseits. Drei Tage später stellt sich aber herraus, dass sein Buch aus ihrem Archiv verschwunden ist und dass er unrechtmäßig transportiert wurde. Hat sie ihn tatsächlich umgebracht? Und wer steckt dahinter?
Felicity ist eine mächtige Hexe, die ihre Berufung gefunden hat und ihren Job gerne macht. Sie leidet allerdings auch durch diesen Job und deshalb fällt es ihr schwer neue Beziehungen zuzulassen. Dadurch wird Felicity sehr spannend und ist eine interessante Protagonistin. Für einen Lacher hat bei mir immer Asher gesorgt, ihr Kewani (Seelentier). Die Katzenenergie dieser Katze wurde auf 200% erhöht. Wer Lust hat auf einen Fantasy Krimi hat, kann mit diesem Buch auf keinen Fall etwas falsch machen.
Ich habe das Buch bei einer Lesung kennengelernt. Die Stelle, die die Autorin vorgelesen hatte, war sehr witzig und präsentierte mir eine selbstsichere und kompetente Hexe als Protagonistin. Das führte leider dazu, dass ich mit einer völlig falschen Erwartung an das Buch ging. Ich dachte, hier handelt es sich um eine fluffige RomCom mit etwas Magie und ein bisschen Krimi-Spannung.
Leider ist Felicity alles andere als selbstsicher, hinterfragt ständig sich selbst und alle anderen, verschließt sich vor anderen Menschen, frisst ihre Gefühle in sich rein und ist in vielen Situationen eher die "Damsel in Distress" als die Heldin. Antworten auf alle Rätsel liefern ihr im Prinzip andere, sie ist sehr passiv, oft von irgendwelchen Zaubern, Giften oder Verletzungen außer Gefecht gesetzt. Ihre Monologe laufen über vor Selbstmitleid, sodass ich diese Stellen irgendwann einfach übersprungen habe.
Alles in allem fand ich das Buch daher sehr enttäuschend. Die Stelle aus der Lesung war mehr oder weniger die einzige, die wirklich humorvoll war. Schade! Ich hatte mich wirklich sehr darauf gefreut. Naja. Immerhin war das Buch kurz ...
Eine schöne Hexengeschichte, die erzählt wie Hexen mit den Seelen nach dem Tot umgehen. Weiter bekommt man noch einen Krimi und eine kleine Liebesgeschichte. Finde es immer toll wenn Geschichte in Deutschland spielen. Hier in Köln. Allgemein wurden die Orte sehr schön beschrieben. Genau wie das Café und das Seelenarchive , die Arbeitsorte der Hauptfigur. Es geht um Verantwortung, Trauer und dem Umgang mit dem Tot. Dabei gibt es noch einiges an Magie. Den kleinen Krimi fand ich ganz gut auch wenn schnell drauf kommen kann. Die Liebesgeschichte war etwas platt und total vorhersehbar. Highlight war aber wie sollte es anderes sein Asher 🐱
Die Idee mit den Büchern, die Seelen konservieren fand ich schon ziemlich cool. Es hatte so einen etwas düsteren Flair, gleichzeitig gab es dann aber noch das Café und ich mochte die Kombi sehr gerne. Die Story war super spannend, ich habe Felicity gerne begleitet und auch nie das Gefühl, gehabt, dass es irgendwie zu schnell oder langsam lief. Es hat mich einfach gut unterhalten. Lexi war mir hier auch echt sympathisch, deshalb freue ich mich schon auf ihre Geschichte. Auch wenn "Seelenverrat" bereits abgeschlossen ist, freue ich mich auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten.
War leider etwas vorhersehbar und die Hauptprotagonistin war dermaßen im Selbstmitleid und Zweifel versunken, dass das schon genervt hat. Auserdem finde ich Urban Fantasy immer ein wenig schwierig. Die Grundidee war aber gut und das Thema Tod wurde toll eingearbeitet.
Das Buch steckt voller wunderbarer Ideen und spannender Szenen. Die Seelenbücher als letzten Ruheort für Hexen und Hexer sind in meinen Augen ein extrem schöner Gedanke und Felis Herangehensweise an den Tod ist ehrlich gesagt erfrischend. Das Magic System macht Spaß und ist mit Sorgfalt entwickelt worden. Es fühlt sich organisch an, genau wie die Welt um die Charaktere herum: Ein Köln das nichts von seinen magischen Bewohnern weiß. Auch die Geheimhaltung fand ich gut geregelt, man fliegt bei klarem Himmel hald einfach mal nicht mit dem Besen zur Arbeit 😉 Die Charaktere haben mir gut gefallen, aber wenn ich ehrlich bin toppt nichts Asher. Katzen sind eben doch wahre Könige und Lebensretter in manchen Momenten. 🐈⬛
Der Schreibstil war sehr fließend zu lesen. Die Geschichte wirkte an manchen Stellen allerdings etwas entschleunigend, was dazu geführt hat, dass sie den Spannungsbogen für mich nicht immer halten konnte. Dazu kommt, dass der Twist an sich nach etwas Überlegen nicht mehr überraschend kam, wie dieser jedoch ausgeführt wurde, hat mit gut gefallen. Dennoch hat es Spaß gemacht das Buch zu lesen und ich hätte bitte auch gerne mal einen Kaffee mit einem Schuss Glück 😉
Alles in allem finde ich war es ein gutes Buch, das ich durchaus weiterempfehlen werde, denn wann liest man schon mal einen netten magischen Krimi?
Das Buch war eine schöne Überraschung. Während des Lesens kann man erraten, was wohl passiert ist und wer involviert sein kann. Neben dem schönen Schreibstil ist es der Autorin gelungen, dass es einige Überraschungen enthält und man nicht jede Handlung und Wendung hervorsehen kann. Ich kann es nur empfehlen.