Ein großer Roman über Festhalten und Loslassen von Familie Ein Strandhaus an der französischen Atlantikküste mitten im Sommer. Doch der schöne Schein trügt. Der ansteigende Meeresspiegel verschlingt die Küste, und auch ›Les Vagues‹, an das die 74-jährige Ada vor vielen Jahren ihr Herz verloren hat, droht bei einem der nächsten Herbststürme ins Meer zu kippen. Ein letztes Mal noch möchte Ada ein rauschendes Fest in Erinnerung an ihren Mann, den berühmten Maler Leo Kwant, zusammen mit ihren Kindern, Freunden von früher und Vincent, dem Restaurantbesitzer aus dem Ort. Als die erwachsenen Töchter mit eigenen Sorgen anreisen, entgeht ihnen zunächst, dass Ada und Vincent etwas verbindet, das mit der Vergangenheit zu tun hat. Doch was Ada all die Jahre vor ihnen verheimlicht hat, ist so aufwühlend und tiefgreifend zugleich – es wird ihrer aller Leben für immer verändern.
Toller Familienroman mit Tiefgang. Ich mag das französische Küstensetting und auch, dass es hier sehr wenig Kitsch in der Handlung gibt. Die titelgebende Ada ist über 70 und fühlt sich beim Lesen deutlich jünger an.. aber ist es nicht auch so? Dass man innerlich jünger bleibt als äußerlich? Ich kann den Roman zum Abschalten im Urlaub empfehlen.. hat mir viel Freude gemacht zu lesen. 3,5 Sterne ⭐️
Die 74jährige Ada ist auf dem Weg zum Sommerhaus ihrer Familie an der französischen Atlantikküste. Es wird der letzte Sommer in "Les Vagues" sein, denn durch den Klimawandel ist das Wasser an der Küste gestiegen und die Gefahr, dass das Haus beim nächsten Unwetter ins Meer abrutscht, wird immer größer. Wehmütig denkt Ada an die fünfzig Jahre zurück, die sie hier verbracht hat und lädt zu einem letzten Fest in Erinnerung an ihren Mann, dem berühmten Maler Leo Kwant. Damals waren die Feste ihres Mannes legendär. Ada möchte noch einmal diese Zeit auferstehen lassen, nachdem Leo vor einigen Jahren verstorben ist. Gleichzeitig soll es auch ein Abschied für immer sein. Zusammen mit ihren Kindern, Freunden von früher und Vincent, dem Restaurantbesitzer aus dem Ort, beginnt sie die Vorbereitungen. Doch dann brechen nach und nach alte Geheimnisse auf und rütteln an den Grundfesten der gesamten Familie.
In diversen Rückblicken erfahren wir mehr über Ada und ihre Familie und blicken in die Vergangenheit. Man bekommt Einblicke in die schwierige Ehe mit Leo und über die Beziehung zu ihren langjährigen Freund Vincent und dessen Frau Mathilde. Die drei Töchter Imme, Esther und Kiki, spielen ebenfalls eine große Rolle. Sie sind charakterlich sehr unterschiedlich und ihre Beziehung untereinander gestaltet sich nicht immer reibungslos. Jede von ihnen bringt ihre Probleme mit. Der Rückblick in die Ehe von Ada mit dem Künstler Leo Kwant zeigt eine typische Künstlerbeziehung. Der egozentrische Mann wird von der Frau unterstützt, die sich zurücknimmt und ihre eigenen Träume und Ziele aufgibt, sowie über etwaige Affären hinwegsieht. Doch auch Ada hat ihre Geheimnisse.... Während Stück für Stück die Fassade bröckelt, erhält der Leser immer tiefere Einblicke in die Vergangenheit und erhält einen schonungslosen Blick auf die jahrelangen Geheimnisse, die nach und nach an die Öffentlichkeit kommen. Besonders im letzten Drittel überschlagen sich dann die Geschehnisse und haben meine vorher bereits in Kopf gefertigte 5 Sterne Bewertung wieder revidieren lassen. Es waren mir zu viele Geheimnisse, die aufeinmal in sehr kurzer Zeit auf den Leser einprasseln und dadurch manches unglaubwürdig wirken lässt, auch wenn die Auflösung durchdacht und interessant verwebt wurde.
Die Geschichte ist leicht melancholisch erzählt und enthält viel Tiefe. Schon in ihrem Roman "Unter dem Schnee" hat mir der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen. Sie erzählt atmospärisch, feinfühlig und lebendig. Von Beginn an konnte ich die Atmosphäre im Sommerhaus spüren. Man riecht das Meer, spürt das Prickeln der Sonnenstrahlen auf der Haut und genießt die französischen Spezialitäten. Man lernt die Figuren näher kennen und findet manche sympathisch und manche weniger. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich gezeichnet und haben Ecken und Kanten. Ich konnte sie mir wunderbar vorstellen und hatte Bilder im Kopf. Die zwischenmenschlichen Gefühle werden sehr lebendig und bildhaft, sowie empfindsam erzählt.
Katrin Burseg hat auf jeden Fall einen neuen Fan gewonnen, denn auch mit ihren zweiten Roman, den ich gelesen habe, konnte sie mich überzeugen. Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin!
Fazit: Ein sehr atmosphärischer und wunderbar erzählter Roman, der in die Tiefe geht und so einige Familiengeheimnisse an die Oberfläche bringt, aber auch aktuelle Themen, wie den Klimawandel anspricht. Ich kann "Adas Fest" sehr empfehlen und freue mich schon auf weitere Romane der Autorin.
Ada will noch einmal ein Sommerfest in ihrem Strandhaus feiern, In dem Haus in dem sie mit ihrem Mann dem berühmten Maler Leo Kwant glücklich war. Erinnerungen an glückliche Tage voller Sonne, Strand und Meer wieder aufleben lassen. Aber sie hat zu viel verdrängt, Es gab auch Unglück in diesen Tagen. Ihre drei Töchter sollen genau wie damals als Kinder, teilnehmen, sie reisen an, alle drei mit Problemen behaftet. Kann die Familie das Schweigen brechen, zueinander finden und wieder glücklich sein?
Der erste Eindruck von Ada ist, die starke Frau hinter dem berühmten Maler, der täuschte aber sehr. Denn Ada ist sehr viel mehr Sie kann lieben über die ihr zustehende Liebe hinaus. Sie gibt mehr als sie zu nehmen bereit ist. Ihre Töchter sind anders auf dem ersten Blick selbstbewusst und erfolgreich und glücklich. Bis auf die Jüngste sie war immer schon das Problemkind nur keiner verstand warum. Ada ahnt den Grund aber sie schweigt, das ist ihr Ding, lieber tut sie alles um zu helfen als schwierige Themen anzusprechen, sie macht alles mit sich selber aus. Nicht nur in der Vergangenheit handelt sie so, auch jetzt ist sie bereit ihr geliebtes Haus aufzugeben, sie entscheidet allein um den Küstenschutz zu unterstützen.
Das ist das zweite große Thema in diesem Buch. Wie gehen wir mit dem Wissen um den Klimawandel um? Denn eine Tochter von Imma forscht im ewigen Eis, das nach den neuesten Erkenntnissen nicht mehr ewig sein wird. Dieses Thema steht auf einmal mitten im Raum, plakativ fast, denn alle wissen, alle sehen aber keiner empfindet es als Warnung oder sieht einen Grund zum Handeln.
Es sind sehr verschiedene Charaktere, starke bis schwache, sympathische bis schreckliche, Egoisten und Selbstlose, solche die ihren Traum erfüllt haben, andere die noch lernen müssen zu träumen. Jeder hatte seinen Platz in diesem Buch, wenn ich dachte ich weiß wohin diese Person gehört kam eine Szene, ein Satz und die Geschichte wurde wieder durcheinander gewürfelt. Dabei entließ mich das Buch in keiner Minute aus seinem Bann. Ich bin eingetaucht in diese Geschichte und ohne Luft zu holen habe ich es durch gelesen. Schade das es zu Ende ist ich habe noch genug Atem um die Geschichte weiter zu verfolgen.
„Adas Fest“ von Katrin Burseg ist am 26.04.2023 im Diana Verlag erschienen. Der Roman handelt von Ada, die nach dem Tod ihres Mannes Leo, ein letztes Fest in ihrem Strandhaus Les Vagues organisiert. Das Strandhaus liegt an der französischen Atlantikküste nahe des Ortes Laplage-sur-Mer und droht durch den Klimawandel vom Meer verschlungen zu werden. Adas und Leos Lebensgeschichte ist sehr eng mit Les Vagues verbunden. Leo war ein berühmter Maler und der Prozess der Erschaffung seiner Bilder spielt im Buch eine große Rolle. Ada trifft direkt bei der Ankunft auf Vincent. Dieser war mit seiner verstorbenen Frau Mathilde über 50 Jahre mit Ada und Leo befreundet. Die besondere Beziehung und Verbindung zwischen den beiden Ehepaaren ist ebenfalls ein zentraler Punkt in dem Buch. Nach und nach treffen Adas Töchter Esther, Imme und Kiki in Frankreich ein. Jede der Töchter bringt ihre Probleme aus der Gegenwart und der Vergangenheit mit. Kiki hat eine besondere Verbindung zu Joël, dem Adoptivsohn von Vincent und Mathilde. Das Buch nimmt einen mit seiner besonderen Stimmung direkt gefangen. Man fühlt sich durch die bildhafte Beschreibung direkt an die französische Atlantikküste versetzt. Zu Beginn ist die Stimmung mit der Trauer um Leo und Mathilde melancholisch und friedlich. Mit dem Eintreffen der Töchter und ihren Problemen wird sie fast ein bisschen düster. Man kann gut mit den verschiedenen Charakteren mitfühlen. Kiki war zu Beginn eher unsympathisch und anstrengend, dieser Eindruck ändert sich zum Ende und man fühlt sehr mit ihr mit. Katrin Burseg schreibt sehr bildhaft und flüssig, man fliegt praktisch durch das Buch. Es gibt aber trotzdem einige unerwartete Twist. Das Buch ist eine wunderbare Familiengeschichte mit sommerlichem, französischem Flair. Ich kann es nur weiterempfehlen. Es ist die perfekte Lektüre für die anstehende Urlaubszeit, aber auch für den nächsten Winter, wenn man sich nach der Sonne sehnt.
Adas Fest wird “ DAS Buch des Sommers 2023“ - der Nachfolger zum Markisenmann. Must read!
Ich bin ein bisschen früh dann, aber nachdem @katrinburseg am 08.06. bei @buchamsand angefangen hatte zu lesen, musste ich wissen, wie es weitergeht.
Ada kehrt nach dem Tod ihres Mannes Leo Kwant, dem berühmten Maler, in ihr gemeinsames Sommerhaus am französischen Atlantik zurück. Um ein letztes, traditionelles großes Sommerfest zu feiern, denn aufgrund des Klimawandels wird „Les Vagues“ aufgegeben werden müssen.
Adas und Leos Leben ist eng mit dem von Vincent und Mathilde, ihren lebenslangen Freunden verbunden.
Auch Adas erwachsene Töchter kommen nach Frankreich: Esther, die das künstlerische Erbe ihres Vaters verwaltet, Imme, die als Meeresbiologin ein halbes Jahr im Polarmeer war und Nesthäkchen Kiki, die auch mit Mitte 30 noch wie ein Teenager durchs leben flattert.
Geschickt verwebt Katrin Burseg viele aktuelle Themen mit dem Leben der Familie Kwant, aber es geht besonders auch um die Frauen der Familie: Die Entscheidungen, die ihre Leben bestimmt haben (Kinder, Ehe, Karriere) die Konsequenzen, oft unvorhergesehen, ungewollt und doch unvermeidbar. Und trotzdem auch immer der Chance, etwas neues, auch gutes draus zu machen.
Das Ende war mir ein bisschen too much, aber es ist trotzdem ein in sich stimmiges Buch. Liest sich weg wie ein Eis am Strand!
🇺🇸I think I already found my summer book 2023 - a little early. A wonderful family story centered around the widow of a famous painter who wants to celebrate one last summer party in her summer house that got red zoned - climate crisis. A book that picks up lots of contemporary topics but is even more a book about the women of this family and their life choices and how they deal with the consequences. Loved it. Perfect summer reading!
„Adas Fest“ ist ein Familienroman, der erzählt, wie Verschwiegenes irgendwann an die Oberfläche drängt und einer riesigen Welle gleich, alles durcheinander wirbelt.
Ada will ein letztes Mal ein großes Fest feiern mit Freunden und Familie und zwar in Südfrankreich in ihrem Haus, in dem sie so lange mit ihrer Familie gelebt hat und in dem so viele Dinge geschehen sind.Ihr Mann, ein erfolgreicher Maler,ist gestorben und auch von ihrem Haus muss sie Abschied nehmen, denn der Klimawandel bedroht die Küste und es besteht die Gefahr, dass ihr Haus den Wellen zum Opfer fällt. Als ihre Töchter verfrüht eintreffen, ist es Zeit für die Wahrheit und diese hat es in sich.
Katrin Burseg ist eine gute Erzählerin. Es macht einfach Spaß ihren Geschichten zu folgen und so ging es mir auch mit diesem Buch.Die Figuren wuchsen mir ans Herz im Laufe der Geschichte, obwohl mir nicht alle von Anfang an sympathisch waren.Das Geheimnis offenbart sich nach und nach, was die Spannung aufrecht erhält, obwohl man es am Ende schon ahnt.Die Atmosphäre Südfrankreichs tut sein übriges und so war das Buch ein schönes Leseerlebnis.Der letzte Stern fehlt, weil mir das Ende schon ein bisschen in die Länge gezogen schien, als wenn man die Seiten füllen wollte.
Adas Fest handelt von Ada, verwitwet und über 70 Jahre alt. Sie möchte einen letzten Sommer in ihrem Ferienhaus in Frankreich verbringen, bevor sie es verlassen wird und dem Ort zurück gibt, der die Stelle, an der das Haus liegt, benötigt, um den Strand und das Dorf vor dem steigenden Meeresspiegel zu schützen. Adas 3 Töchter sind ebenso zu dem Fest eingeladen wie alte Freunde und Weggefährten. Bei der Vorbereitung des Festes wird schnell klar, dass es Geheimnisse gibt, die die Familie belasten. Auch die Geschwister untereinander sind alles andere als harmonisch zusammen. Mir hat das Buch alles in allem gut gefallen. Die Figuren waren allerdings teilweise etwas zu eindimensional (und in Kikis Fall zudem leider eher nervig) gezeichnet. Die Autorin hat meiner Meinung nach auch etwas zu viele Themen in den Roman gepackt - Klimawandel, Missbrauch, Untreue, Ehebruch, Adoption, Geheimnisse. Weniger wäre mehr gewesen! Atmosphärisch allerdings hat es mir sehr gut gefallen und ich habe richtige Sommerstimmung beim Lesen verspürt.
Adas Fest kreist um ein Familienfest, das zum Anlass wird, zurückzublicken: auf Beziehungen, alte Rollen und all das, was über Jahre hinweg unausgesprochen geblieben ist. Der Roman nimmt sich Zeit für Beobachtungen, für Erinnerungen und für die feinen Verschiebungen zwischen Menschen. Vieles ist präzise und aufmerksam geschrieben, besonders dort, wo es um Zwischentöne geht. Man merkt, dass das Buch genau hinschauen will und weniger an schnellen Effekten interessiert ist. Gleichzeitig blieb für mich eine gewisse Distanz. Die Erzählung verharrt stark im Inneren der Figuren und entwickelt daraus nur selten echte Spannung oder emotionale Verdichtung. Trotzdem definitiv ein Roman, der schön zu lesen ist.
Eine Geschichte mit einem unglaublichen Sog. Hat mich an die französiische Atlantikküste gebeamt. Das Ende fand ich ein bisschen endtäuschend, ist aber kein Grund das Buch nicht zu lesen... tolles Sommerbuch
Schönes Buch, was tiefgründig viele Themen wie den Klimawandel und sexuellen Missbrauch anspricht. Es geht um Nostalgie und Liebe und Familie und das Gefühl an der französischen Küste.
Ein sehr ruhiger, dennoch interessanter Familienroman, der den perspektivischen Blickwinkel der betagten Ada zwar selten verlässt, trotzdem aber einige reizvolle Twists nimmt.