Jean Tobelmann, Gastronom in dritter Generation, hat einen eigenwilligen Stammgast – der junge Sourie erforscht mit leidenschaftlichem Ernst, wovon die meisten Menschen lieber das Ende des Lebens. Warum? Tobelmann geht der Geschichte des humorvollen Exzentrikers auf den Grund und stößt dabei auf etwas, das verständlicher und zugleich unbegreiflicher nicht sein könnte, etwas, das weit über Souries Amour fou mit der gemeinsamen Freundin Tessa und die Verbundenheit der beiden Männer hinausweist.
Schwerelos, mit feiner Ironie und Beobachtungsgabe erzählt Husch Josten von den Fallstricken des Lebens. Von wahrer Freundschaft, falschen Entscheidungen, der Suche nach Sinn und von der Liebe – unserer einzigen Waffe gegen die Sterblichkeit.
» Dieses Buch könnte Ihre Einstellung zum Tod beeinflussen. Sie könnten ihm gelassener entgegensehen, vielleicht sogar über ihn lachen. Oder das Gegenteil. Ein großer Roman über Leben und Sterben. Klug und heiter, sprachgewaltig und tiefgründig.« Bettina Böttinger
»Husch Josten erzählt zart und provozierend klug eine gewaltige und unvergessliche Geschichte über Liebe und Tod. Es wird höchste Zeit, dass Josten endlich ihren Platz in der ersten Reihe der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur einnimmt.« Denis Scheck
Hildegard „Husch“ Josten (* 1969 in Köln) ist eine deutsche Journalistin und Schriftstellerin.
Josten hat in Köln und Paris Geschichte und Staatsrecht studiert. Zunächst arbeitete sie für Burda, volontierte bei der Kölnischen Rundschau und ging in die Pressestelle der Köln-Arena. Heute arbeitet sie als freie Journalistin und Autorin.
Wunderschön geschrieben! Das Buch regt zum Nachdenken an, ist aber trotz des Themas nicht deprimierend sondern lebensbejahend aus verschiedensten Perspektiven.
Das sind die Bücher, für die zu leben (und zu lesen) sich lohnt - auch oder gerade weil sie sich mit den zwei großen Mysterien beschäftigen, dem Tod und dem Leben. Husch Josten stellt Fragen und - nein, sie gibt keine, sondern sie - erzählt mögliche Antworten. Sprachlich und literarisch auf hohem Niveau, sodass wir selbst in die Reflexion gehen, eigene Antworten finden, infrage stellen, verwerfen und wieder von vorn beginnen. Besseres und Schöneres lässt sich über einen Roman vielleicht kaum sagen. Jede Interpretation würde den Text reduzieren. Daraus gibt es nur einen Ausweg: Bitte lesen und staunen über Sätze wie diese: "Der Tod ist eine Einladungskarte. Sie bekommen sie zu Ihrer Geburt: die Einladung, eine Zeit lang zu leben. Unten rechts auf dieser Karte steht bei jedem dasselbe: Um Antwort wird gebeten. (...) Der Tod ist Ihr Gastgeber und macht irgendwann das Licht aus."
Ich finde, dass das Buch kein Roman ist: es gibt keine wirkliche Handlung, die Charaktere haben fast keine hintergründe Geschichte und Gefühle bis Seite 80. Das Buch war im größten Teil eine Sammlung von Gedanken und Sätze über dem Tod. Außerdem habe ich die Schreibstil nicht gemocht, ich habe das sehr wiederholend gefunden.
Schön und ruhig geschriebener Roman über die Suche nach dem Sinn des Todes. Ruhig erzählt wird die Frage nach dem Tod in eine Liebes- und Freundschaftserzählung eingebunden, die das Buch trotz des melancholischen Themas leicht und interessant und unterhaltsam hält.