Hochsommer in der Hortensia - Blütenduft und Grillgeruch liegen in der Luft der Gartenanlage. Alle sind entspannt, nur Neles Lieblingsnachbar Bohnen-Karl ist Die Wahl zum Bergischen Bohnenkönig steht an, und seine diesjährige Ernte hat gute Chancen auf den Hauptgewinn. Doch dann wird ein Toter im Ruderboot am Steg neben Neles Gartenlokal entdeckt - und das beste Tatmotiv hat Bohnen-Karl ...
Über die
Willkommen im Kleingartenverein Hortensia - Mord gedeiht hier prächtig!
Nele Blum wagt einen Im Dörfchen Schönrath im Bergischen Land weckt sie das Gartenlokal "Stiefmütterchens Rast" aus dem Dornröschenschlaf. Der idyllische Garten ihrer Großeltern, an den sie wunderschöne Kindheitserinnerungen hat, erweist sich als die richtige Von der ebenso liebenswerten wie schrulligen Stammbelegschaft der Hortensia wird sie mit offenen Armen empfangen. Und Nele entdeckt schnell, dass sie nicht nur ein unerwartetes Talent als Gastronomin, sondern auch als Detektivin hat. Erik Gertner freut’s - der einzige Polizist des Ortes ist zwar ein lieber Kerl (und gutaussehend), aber nicht unbedingt mit einer Spürnase gesegnet.
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Seit Jahren warte ich drauf, dass es einen neuen Schrebergartenkrimi von Mona Nikolay gibt. Deshalb habe ich ersatzweise zu dieser Reihe gegriffen und sogar die ersten zwei Bände gelesen. Das Setting ist wirklich nett und die Krimis sind auch okay. Aber es gibt hier ein paar Dinge, die mir sehr auf den Zeiger gehen:
a) Frauen werden mit ihrem Nachnamen bezeichnet. "Schneider setzte sich." Das irritiert mich beim Lesen. Vor allem wenn der Nachname auch ein männlicher Vorname sein könnte.
b) Nele will das Lokal ihrer Großeltern wieder eröffnen, kann aber gar nicht kochen. Sie geht einfach einkaufen ohne Plan und denkt sich, dass sie im Netz sicher Rezepte finden wird. Als ob man so eine Gastronomie betreiben könnte.
c) Die Schrebergärtner helfen alle im Lokal mit, sie bringen Gemüse, Salat, Kartoffeln aus den eigenen Gärten, einer steht am Tresen, eine steht am Herd. Das machen sie alle ohne Lohn und am Ende bezahlen sie sogar für Essen und Getränke. In welcher Welt soll das bitte funktionieren? Und um Dinge wie Schankerlaubnis, Hygienevorschriften und Gesundheitspass kümmert sie sich auch nicht.
d) In beiden Bänden, die ich gelesen habe, gibt es je eine Person, die ständig wechselnde Partner hat, mit denen sie "aber nur spielt". Das wird als extrem verwerflich dargestellt, vor allem wenn es dabei um Ehebruch geht. Nicht dass mir so etwas sympathisch wäre, aber wir sind doch nicht mehr in den 50er Jahren, als das noch als Sünde galt und Menschen "schuldig geschieden" wurden. Es ist Privatsache. Diese Empörung über diese "leichtlebigen Personen" ist ein deutliches Zeichen patriarchaler Strukturen, die in der Realität zum Glück endlich verschwinden.
In die Kleingartengemeinschaft Hortensia wird ein Toter gefunden. Dieser ist der größte Konkurrent von Bohnen-Karl bei der Wahl zum Bergischen Bohnenkönig. Alle glauben an Karls Unschuld. Nun sind Erik und Blümchen gefragt, diese auch zu beweisen.
Die Geschichte liest sich sehr leicht. Der Krimi ist nur in 5 Kapitel aufgeteilt. Dadurch sind die Kapitel unterschiedlich lang. An manchen Stellen hätte ich mir einen weiterer Break durch weitere Kapitel gewünscht. Der Krimi ist leicht und spielt in dem Dorf. Man darf keine tiefen und spannenden Ermittlungen erwarten. Die zum Teil fehlende Spannung wird durch die sympatischen und lustigen Charaktere ausgeglichen.
Ein unterhaltsamer und kurzweiliger Krimi inmitten einer Kleingartengemeinschaft.