Merricat lebt am Rande eines Dorfes im Schloss der Familie Blackwood, nur in Gesellschaft ihrer Schwester Constance und dem wunderlichen Onkel Julian, der an den Rollstuhl gefesselt ist. Alle anderen Familienmitglieder wurden vergiftet. Merricat liebt die Ruhe im Schloss. Aber seit Constance vor Gericht freigesprochen wurde, den Rest der Familie ermordet zu haben, lässt die Welt den Blackwoods keinen Frieden mehr. Und als Cousin Charles auftaucht, voller falschem Getue und dem verzweifelten Bedürfnis, an den Inhalt des Familiensafes zu kommen, muss Merricat alles in ihrer Macht Stehende tun, um das Schloss und seine Bewohner vor Schaden zu schützen …
Selbstverständlich ist Shirley Jackson mehr als nur die 'Queen of Horror' – sie ist eine der wichtigsten Autorinnen der US-amerikanischen Literatur.
Frankfurter 'Das Buch geht unter die Haut. Die gespenstische Atmosphäre, in der die beiden Schwestern und der halb verrückte Onkel leben, ist so beklemmend geschildert, dass man von der Lektüre nicht mehr loskommt.'
Neil 'Eine erstaunliche Autorin. Wenn du sie nicht gelesen hast, hast du etwas Wunderbares verpasst.'
Joyce Carol 'Ein Meisterwerk unter den unheimlichen Thrillern. Shirley Jackson ist eine dieser höchst eigenwilligen, unnachahmlichen Schriftstellerinnen, deren Werke einen bleibenden Zauber ausüben.'
Donna 'Ihr bestes Buch. zugleich skurril und erschütternd, mit der detailreichen Fantasie eines Miniaturmalers skizziert, der in einem Mausoleum sitzt. Wir fallen in Tiefen und Tiefen und blutrote Tiefen hinab, bis von der Realität nur noch ein unheimlicher, fast vergessener Schimmer hoch oben bleibt; und je tiefer wir sinken, desto tiefer wollen wir fallen.'
Jonathan 'Für mich ist dieses ungewöhnliche und traumartige Buch ihr Meisterwerk.'
The New York 'Ein verblüffendes Hexengebräu voller unheimlicher Kraft.';
FESTA MUST Große Erzähler ohne Tabus. Muss man gelesen haben.
Shirley Jackson was an influential American author. A popular writer in her time, her work has received increasing attention from literary critics in recent years. She has influenced such writers as Stephen King, Nigel Kneale, and Richard Matheson.
She is best known for her dystopian short story, "The Lottery" (1948), which suggests there is a deeply unsettling underside to bucolic, smalltown America. In her critical biography of Shirley Jackson, Lenemaja Friedman notes that when Shirley Jackson's story "The Lottery" was published in the June 28, 1948, issue of The New Yorker, it received a response that "no New Yorker story had ever received." Hundreds of letters poured in that were characterized by, as Jackson put it, "bewilderment, speculation and old-fashioned abuse."
Jackson's husband, the literary critic Stanley Edgar Hyman, wrote in his preface to a posthumous anthology of her work that "she consistently refused to be interviewed, to explain or promote her work in any fashion, or to take public stands and be the pundit of the Sunday supplements. She believed that her books would speak for her clearly enough over the years." Hyman insisted the darker aspects of Jackson's works were not, as some critics claimed, the product of "personal, even neurotic, fantasies", but that Jackson intended, as "a sensitive and faithful anatomy of our times, fitting symbols for our distressing world of the concentration camp and the Bomb", to mirror humanity's Cold War-era fears. Jackson may even have taken pleasure in the subversive impact of her work, as revealed by Hyman's statement that she "was always proud that the Union of South Africa banned The Lottery', and she felt that they at least understood the story".
In 1965, Jackson died of heart failure in her sleep, at her home in North Bennington Vermont, at the age of 48.
Ich bin mit großen Erwartungen an diesen Roman herangegangen und wurde nicht enttäuscht. Ohne sich in atmosphärischen Details zu verfangen, sondern an manchen Stellen sogar fast nüchtern, schafft die Autorin ein intensives Gefühl von Beklemmung in dem Leser auszulösen, während er der ungewöhnlichen (wahrscheinlich auch wahnsinnigen) Merricat als unzuverlässige Erzählerin folgt. Der Leser wird mit den Schwestern Merricat und Constance und ihren verwirrten Onkel in ihrem Anwesen allein gelassen und wandert bis zum Ende orientierungslos zwischen Mitleid und Verachtung, Wahrheit und Lüge, während er sich die Frage stellen muss: Wer hat nun das Gift in den Zucker getan, das die anderen Familienmitglieder einst beim gemeinsamen Abendessen umbrachte? War es Constance, die verdächtigt, aber dann vor Gericht freigesprochen wurde und seitdem den Hass der Dorfbewohner auf sich, sowie auch auf die Schwester und den Onkel gezogen hat? Die Bilder, die während des Lesens in meinen Gedanken entstanden, haben sich eingebrannt und hinterlassen immer noch ein unangenehmes Gefühl, selbst nach dem Beenden des Buches. Auch Merricats Gewaltfantasien, die den Leser durch die trockene Sprache umso mehr schocken, bleiben hängen. "Wir haben schon immer im Schloss gelebt" ist eines der Bücher, bei denen ich mir wünschen würde, es wieder zum ersten Mal lesen zu dürfen. Es war schon nach der ersten Hälfte eines meiner Lieblingsbücher.
A beautifully eerie novel that stayed with me long after the last page.
Shirley Jackson builds a world that feels familiar and deeply strange at the same time, drawing you in with quiet suspense and unforgettable characters.