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Celeste bedeutet Himmelblau

Als im kleinen Örtchen Vielbrunn im Odenwald ein Bauer tot auf einem Feld gefunden wird, geht die Polizei zunächst von einem Unfall aus. Doch der junge Polizist Frank Liebknecht entdeckt sehr schnell Ungereimtheiten. Weil ihm niemand glauben will, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln - und gerät schon bald in einen Mahlstrom aus Verrat, Mord und fanatischer Verblendung ...

350 pages, Paperback

First published April 3, 2014

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About the author

Brigitte Pons

42 books5 followers

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237 reviews1 follower
July 31, 2015
»Celeste bedeutet Himmelblau« ist eindeutig ein Regionalkrimi, der aber doch auch ein bisschen anders ist, als viele andere, die ich so kenne. Das liegt vor allen Dingen auch daran, dass er zwar mit dem Dorf, in welchem Frank ermitteln muss, in einer etwas verschrobenen Dorfgemeinschaft landet, der Krimi aber deutlich weniger klischeebehaftet ist, als es doch bei vielen Regionalkrimis, seit diese in Mode gekommen sind, der Fall ist.

Dabei fiel mir aber vor allem auch Frank Liebknecht, den man mit diesem Roman zum ersten Mal kennenlernt, auf. Irgendwie scheint er zunächst eher nicht viel Besonderes an sich zu haben. Er kam mir sogar eher ziemlich naiv vor in manchen Punkten, auch sehr neugierig, gleichzeitig zeigt er sich oftmals sehr schüchtern und ich hatte ehrlich ein Problem ihn für mich wirklich vom Alter einzuordnen, da er mir teilweise vom Verhalten noch sehr jung vorkam, teils wirkte er aber von seiner Art her auch schon deutlich älter. Diese Gegensätze in seinem Verhalten wurden auch ganz besonders dadurch deutlich, wie kühn er doch ermittelt, da er ja, trotzdem es sich um seinen ersten Fall handelt, anfängt viele Alleingänge zu unternehmen und auf eigen Faust zu ermitteln.

Ebenso gefielen mir viele der anderen Charaktere sehr gut, die sie alle ihre kleinen Eigenheiten hatten, wie auch Franks Kollegen Neidhard und Brunhilde oder die Dorfbewohner.

Den Fall selbst fand ich persönlich auch sehr interessant, was vielleicht auch gerade daran lag, dass keiner wirklich weiter ermitteln wollte, außer Frank, man aber selbst merkt, dass mehr hinter diesem Tod stecken muss. Allein die Alleingänge machen das Buch einfach sehr spannend und auch, wenn ich letztendlich gestehen muss, dass es eher weniger Wendungen gab, blieb das Buch einfach spannend und vermittelte den Drang weiterlesen zu wollen.

Für mich selbst, war der Fall zwar wieder ab einem gewissen Punkt schon sehr klar, wie häufig leider etwas vorhersehbar, aber gestört hat mich das jedoch eher weniger, da es trotzdem so war, dass dieser Drang weiterzulesen da war, auch wenn man die Lösung eigentlich schon hatte.

Von daher kann ich diesen Krimi nur empfehlen, der er sich einfach sehr gut lesen lässt und für meinen Geschmack mit Frank einen interessanten Protagonisten hat, der in einem durchaus nicht uninteressanten Fall ermittelt. Das Ende ist vielleicht ein bisschen zu dick aufgetragen, aber es ist trotzdem ein grundsolider Krimi und ich bin schon auf die nächsten Fälle von Frank Liebknecht gespannt.
113 reviews1 follower
April 14, 2015
Vielbrunn im Odenwald: Als ein Bauer tot auf seinem Feld aufgefunden wird, ist der junge Polizist Frank Liebknecht der einzige, der nicht an einen Unfall glaubt. Schnell deckt er Ungereimtheiten auf, von denen seine Kollegen nichts wissen wollen. So beginnt Frank auf eigene Faust zu ermitteln und sticht dabei in ein Wespennest…

„Celeste bedeutet himmelblau“ von Brigitte Pons ist Frank Liebknechts erster Fall und auch das erste Buch aus der Feder der Autorin, das ich gelesen habe.

Frank Liebknecht ist ein noch junger Polizist, der sich von Darmstadt in das beschauliche Vielbrunn hat versetzen lassen. Hier will er die Nachfolge einer aus dem Dienst scheidenden Kollegin antreten. Und dieser bevorstehende Ruhestand ist es vermutlich auch, weshalb Brunhilde Schreiner den Tod des Bauern schnell als Unfall abtut und die Zuständigkeit ohne mit den Schultern zu zucken an die Kollegen aus der Stadt abtritt.

Doch Frank ist da aus anderem Holz geschnitzt. Er, den die einheimischen Dörfler aufgrund seiner unkonventionellen Frisur und seines noch unkonventionelleren Kleidungsstils von vornherein ablehnen, gräbt tiefer, lässt sich nicht mit fadenscheinigen Antworten abspeisen und versucht Antworten auf Fragen zu finden, die sich niemand traut zu stellen. Unerwartete Hilfe und Beistand findet er dabei beim Karl Hofmeister, dem Künstler im Dorf. Seiner Unterstützung ist es auch zu verdanken, dass Frank schlussendlich Zusammenhänge herstellen kann, die Karl „Johannas letztes Geheimnis“ nennt.

Dies alles erzählt Brigitte Pons flüssig und anschaulich. Gern bin ich mit Frank Liebknecht auf Verbrecherjagt gegangen, um mit ihm gemeinsam den Mordfall zu lösen. Dass dabei noch ganz andere Dinge zum Vorschein kommen, Dinge, die vor langer Zeit geschehen sind und deren Schatten doch bis in die Gegenwart reichen, habe ich dabei nicht kommen sehen. Desto interessanter war die Spurensuche.

Die Figur des Frank Liebknecht war mir dabei sehr sympathisch, anders als so mancher seiner Kollegen, die keine Gelegenheit auslassen, um auf seine Kosten ihre Späße zu machen. Dass dabei nicht alle Frank so ablehnend gegenüberstehen, wird erst zum Ende hin deutlich und auch, dass nicht jeder ein Freund ist, der sich als ein solcher ausgibt. Diese Verwicklung ist Frau Pons wirklich gut gelungen.

Als weniger gut gelungen empfinde ich da den Titel des Buches, der erstens den Krimi nicht erahnen lässt und zweitens mit der Handlung doch eher am Rande zu tun hat, wenngleich ich irgendwann eine Ahnung hatte, was damit gemeint ist. Gänzlich unverständlich jedoch bleibt mir das Cover, obwohl es irgendwie schön ist, aber Schmetterlinge sind mir auf den 350 Seiten kein einziges Mal begegnet.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Heike Herrmann.
109 reviews11 followers
April 2, 2014
Kurzbeschreibung:

Vielbrunn im Odenwald. Auf einem Feld wird die Leiche eines Bauern gefunden. Die Behörden gehen von einem tragischen Unfall aus. Doch der junge Polizist vor Ort, Frank Liebknecht, glaubt nicht an einfache Erklärungen. Er recherchiert auf eigene Faust und stößt schnell auf Ungereimtheiten in der Vergangenheit des Toten. Für Frank ist der Tod nur das Ende einer Geschichte. Die Antwort. Und er muss die richtige Frage stellen, um den Anfang zu finden. Immer tiefer verstrickt er sich in den Fall und gerät in einen Mahlstrom aus Verrat, Mord und fanatischer Verblendung…


Meine Meinung:


Der junge Polizist Frank Liebknecht ist ein Sympathieträger - jung, rebellisch- wenn es um Ungerechtigkeiten geht und kein bürokratischer 0815- Polizist, der am liebsten seine Ruhe hat und am Schreibtisch hockt. Doch scheint er schlimmes in der Vergangenheit erlebt zu haben. Vor kurzem hat er sich von Darmstadt nach Vielbrunn - in die Provinz- versetzen lassen. Er spricht nicht über seine Vergangenheit, doch als Leser bekommt man ab und an einiges über seine Gefühlslage mit.

Bald wird er die Stelle als leitender Polizist übernehmen, da seine Noch-Vorgesetzte Brunhilde Schreiner in den Ruhestand geht.
Die Ortsansässigen sehen das mit Argwohn, nehmen den neuen, viel zu jungen Polizist nicht allzu ernst.
Deshalb glaubt ihm auch niemand, als Frank hinter dem Unfalltod Theodor Brettschneiders viel mehr sieht. Nur Karl Hofmeister, ein in die Jahre gekommener, exzentrischer Künstler steht ihm zur Seite und gemeinsam beginnen sie, das alte Familiengeheimnis um Theodor Brettschneider und seiner Mutter Johanna aufzudecken....


Mir hat der Kriminalroman sehr gut gefallen. Die Personen, allen voran Frank Liebknecht, waren gut beschrieben und hatten alle ihren ganz besonderen Charakter. Der Schreibstil war sehr flüssig und die Spannung war von Anfang an gegeben, gerade da immer weitere Rätsel und Geheimnisse ans Tageslicht kamen.
Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven. Mal aus der Sicht von Frank Liebknecht, mal von Brunhilde Schreiner oder von einem geheimnisvollen Mädchen. Dies machte die Geschichte noch spannender und man wollte endlich alle Geheimnisse aufdecken und fieberte der Auflösung entgegen.
Die letzten Kapitel rauschten geradezu an mir vorbei, da ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte!


Fazit:

Ein absolut empfehlenswerter Kriminalroman, voller Spannung, Geheimnissen und einem absolut sympathischen Polizisten.
Beim nächsten Fall von Frank Liebknecht, bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei!



34 reviews1 follower
April 6, 2014
Frank Liebknecht und Brunhilde Schreiner werden an ihrem freien Tag zu einem Leichenfund gerufen, der - wie sich später herausstellen wird - es in sich hat.
Zunächst sieht es so aus, als habe sich Theodor Brettschneider bei einem Unfall auf seinem Hof, wo er seid dem Tod seiner Mutter und dem Verschwinden seiner Ehefrau alleine lebt, schwer verletzt und sich auf den Weg gemacht, um Hilfe zu holen. Doch Frank glaubt, nachdem er sich auf dem Hof gemeinsam mit seinen Kollegen von der Kriminalpolizei umgesehen hat, nicht mehr an einen Unfall und fängt an, auf eigene Faust zu ermitteln. Er ahnt nicht, in was da hinein gerät. .

Ich muss sagen, dass ich den Krimi teilweise doch sehr unterhaltsam fand, was vor allen Dingen an Frank Liebknecht lag. Endlich mal ein Ermittler, der mitten im Leben steht und auch ein wenig ich sag mal trottelig ist. Aber genau das finde ich, macht ihn doch sehr sympathisch und so lesenswert, dass es hoffentlich bald eine Fortsetzung der Erlebnisse und Ermittlungen von Frank Liebknecht als Beamter des besonderen Bezirksdienstes in Vielbrunn geben wird.

Am Anfang habe ich gedacht, dass sich ich mit den einzelnen Kaptiel, in denen die Geschichte aus der Sicht verschiedener Protagonisten erzählt wird, Schwierigkeiten haben werde, aber dem war zum Glück nicht so. Ich hab da nämlich echt so meine Probleme mit...
Was ich besonders toll an dem Krimi finde ist, dass er nicht ein "gewöhnlicher" Krimi ist, so wie ich sie sonst lese, sondern mal was ganz anderes ist. Hier wird nicht wie sonst die Ermittlungsarbeit zur Ergreifung des Täters in den Vordergrund gestellt sondern die Geschichte, die zur Tat geführt hat. Und auch das Drumherun fand ich sehr gut und interessant. Wie gesagt, etwas ganz anderes als das, was so normalerweise vor meine Nase und Augen kommt.
58 reviews
April 3, 2022
In diesem Kriminalroman ist wirklich viel passiert...

Zu Beginn war der Aufbau der Geschichte ziemlich eintönig und 0815, ich wusste zwar von Anfang an, dass der helfende Freund des Dorfpolizisten wohl kein Guter ist, aber welche Verstrickungen und Hintergründe sich im Laufe der Geschichte noch ergeben würden, konnte ich wirklich keinesfalls erahnen. Besonders die Einbringung der religiösen Sekte und somit der Bezug zu wahren Begebenheiten hat mir neben dem dargestellten Familiendrama sehr gut gefallen.

Ich hatte Freude am lesen, die nötige Spannung war da. Trotzdem habe ich schon Besseres gelesen!
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