Jump to ratings and reviews
Rate this book

Das Amulett

Rate this book
"Es knisterte in meinem Wams wie Papier; ich zog den vergessenen, noch ungelesenen Brief meines Oheims heraus und erbrach das unförmliche Siegel. Was ich las, versetzte mich in schmerzliches Erstaunen."

165 pages, Paperback

First published January 1, 1873

5 people are currently reading
113 people want to read

About the author

Conrad Ferdinand Meyer

475 books7 followers
Conrad Ferdinand Meyer (1825–1898) was a Swiss poet and historical novelist, a master of realism chiefly remembered for stirring narrative ballads like The Feet in the Fire.

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
40 (13%)
4 stars
81 (27%)
3 stars
111 (37%)
2 stars
59 (19%)
1 star
9 (3%)
Displaying 1 - 16 of 16 reviews
Profile Image for Michael.
1,613 reviews210 followers
May 11, 2021
DAS AMULETT


Die formstrenge Novelle kommt in klassischem Gewand daher, aber ihr protestantischer Protagonisten Schadau, der am Ende die Bartholomeus Nacht erleben muss, trägt nur äußerlich die Merkmale eines Helden der Klassik. Tatsächlich "diskreditiert" ihn CF Meyer nicht explizit, aber der Leser kommt kaum umhin festzustellen, dass Schadaus Überzeugungen die eines jugendlichen Narren / Idealisten sind, die nicht auf Lebenserfahrung oder geistiger Anstrengung fußen, sondern auf Konventionen.
Die blutigen Narreteien, zu denen Menschen fähig sind, wiederholen sich im Laufe der Geschichte immer aufs Neue, so dass man fragen muss, ob aus der Geschichte überhaupt ein Nutzen gezogen werden kann.
Meyers Beschreibung der blutigen Bartholomeusnacht ist kurz, aber deswegen nicht weniger eindringlich. Die massenhafte Ermordung der Hugenotten (ziemlich genau 300 Jahre vor der Niederschrift dieser Novelle) findet jenseits von Meyers Lebensspanne eine Entsprechung in den Pogromen der Nazis. Und wie es Schadau nur knapp und mit Hilfe eines Zufalls gelingt, unter Einsatz all seiner Barschaften mit seiner Frau das abgeriegelte Paris zu verlassen, das erinnerte mich sehr an Marcel Reich-Ranickis Schilderung seiner Flucht aus dem Warschauer Ghetto.
Ich lese DAS AMULETT als eine Novelle, die vermeintliche Gewissheiten in Frage stellt. Schadau verfügt über soviele davon, dass sein Leben eine fest bestimmte Richtung hat, ohne dass er sie nur ein einziges Mal prüfend in Frage stellt, obschon es dazu mehr als einen Anlass gibt. So rettet ihm, den überzeugten Protestanten, der für seinen Glauben in den Krieg ziehen will, das namensgebende Amulett einer katholischen Schutzheiligen in einem Duell das Leben. Das wiederum führt dazu, dass der Hass der Pariser gegen die Hugenotten sich noch mehr erhitzt.
Nichts von alldem scheint Schadaus Überzeugungen ins Wanken zu bringen.

Dieser nicht hoffnungsfroh stimmende Realismus führt dazu, dass es schließlich nicht der Mensch ist, der sich darüber verwundert, wozu er im Namen des Glaubens in der Lage ist, sondern eine heidnische Flussgöttin:

"Schwester", fragte sie aus dem Flusse, "weißt vielleicht du, warum sie sich morden? Sie werfen mir Leichnam auf Leichnam in mein strömendes Bett und ich bin schmierig von Blut. Pfui, pfui! Machen vielleicht die Bettler, die ich abends ihre Lumpen in meinem Wasser waschen sehe, den Reichen den Garaus?"
"Nein", raunte das steinerne Weib, "sie morden sich, weil sie nicht einig sind über den richtigen Weg zur Seligkeit." - Und ihr kaltes Antlitz verzog sich zum Hohn, als belache sie eine ungeheure Dummheit ...
Profile Image for Armin.
1,207 reviews35 followers
May 12, 2021
ACHTUNG, ES WIRD GESPOILERT, DA DIESE REZI ZWEI GESTALTUNGEN DESSELBEN THEMAS MITEINANDER VERGLEICHT

Handwerklich gelungener Novellen-Remix eines französischen Romans

Die Vorlage zu dieser Novelle kam sicherlich von Prosper Merimée, der bei der Fertigstellung seines Romans über die Bartholomäusnacht aber etliche Maschen fallen ließ, bzw. durchaus prominentes Personal, das beim Schlussgemetzel in La Rochelle keine Rolle mehr spielte, ohne Abschiedsgruß verschwinden ließ. So hatte ein Stelldichein des Helden mit der schönen Margarete von Valois keine fatalen Folgen und auch der Zeitgenosse, der das Duell anzettelt und in der Bartholomäusnacht noch eine prominente Rolle spielt, verschwindet auf Nimmerwiedersehen aus dem Roman.
Bei seinem treudeutsch-Schweizerischen Remix passt Meyer den Helden an die Moralvorstellungen seiner Zielgruppe an: Der Hugenotte hat keine Liebesaffäre mit einer männermordenden Hofdame und bleibt auch von Avancen der mannstollen Schwester des Königs verschont, sondern verliebt sich schon auf dem Weg nach Paris in seine Zukünftige, ein wackeres Mädel aus derselben Glaubensrichtung, das keinen Liebeszauber braucht. Hier findet der Hans ohne Umwege seine Grete, die auch noch Tochter des persönlichen Idols und Nichte des Hugenottenführers Admiral Coligny ist.
Der wackere Schweizer und Katholik Broccard liefert anstelle der Hofdame das Amulett, das den Sieg im aus Glaubensrücksichten (statt Liebeshändeln) geführten Duell bringt. Das Mitglied der Schweizergarde will seinen Landsmann erst zum einzig wahren Glauben bekehren bzw. den irrgläubigen Landsmann wenigstens vor dem Massaker retten, das der König befohlen hat.
Bei Rettung der geliebten Frau vor dem katholischen Bodensatz und der Flucht verknüpft Meyer souverän sämtliche noch losen Fäden und gibt zwei ordentliche Spritzer Tragik dazu*: . In Sachen Rigorosität bzw. frommer Verblendung ist das ehrwürdige militärische Oberhaupt der Hugenotten eine Art Vorläufer für den Schwedenkönig Gustav Adolf.

Fazit: In Sachen formaler Gestaltung, effizientem Umgang mit dem Personal und Anpassung an den Zeit- bzw. Nationalgeschmack verdient Meyer, der als Lyriker sicherlich das höhere Formbewusstsein hat, sogar fünf Sterne. Allerdings führt die maximale formale und sittliche Strenge auch zu einer gewissen Enge oder Beschränktheit des Horizonts. Meyer gönnt seinem Helden keine Verfehlungen und auch keine zwielichtigen Gestalten im Umfeld, liefert gewissermaßen einen allzu politisch korrekten Remix eines Romans von 1829 für das Publikum der 1870er. Dialoge mit dem Leser wie Merimée, der klar betont, dass es kein historisches Prunkgemälde mit allen Majestäten gibt, dafür eine Quellenanalyse vorweg liefert, sind kein Thema für den formstrengen Schweizer Novellisten. So wenig wie Liebesnächte mit Beischlafdiebstahl nach einer düsteren Prophezeiung - Bekehrungsversuche zum Katholizismus, bevor die Liebe wieder Vorfahrt bekommt - Kameradschaft mit dem Bodensatz der Landsknechte oder ausführlich-kritische Schilderungen des Duellunwesens. Merimées Humor ist beim Roman über die Bartholomäusnacht ein zusätzlicher Bonus. Da es beide Bücher kostenfrei auf amazon kindle gibt, kann ich jedem der Meyer kennt und Zeit für die Lektüre von 220 Seiten hat, Merimée als Quelle mit viel Lesevergnügen nur ans Herz legen.

* Bei Merimée ist der zum Katholizismus konvertierte Bruder der Retter, dem ein noch tragischerer Tod zuteil wird als Broccard.
Profile Image for Edgar.
443 reviews49 followers
January 19, 2023
Eine gute 3, aber die erste Hälfte war zu gemächlich, wenn auch die Personen erst eingeführt werden mussten und die gegenseitigen Verpflichtungen (z.B. Coligny oder der böhmische Fechtmeister) konstruiert, die zweite dafür zu überhastet nach meinem Geschmack.

Es ist das erste Prosawerk von CF Meyer, eine Novelle aus dem Jahr 1873, die die Massaker der Bartholomäusnacht in Paris 1572 auf Befehl des französischen Königs schildert, in denen Tausende von französischen Protestanten, den sogenannten Hugenotten, ermordet wurden.

Geschildert wird die Geschichte, die weiters den Konflikt zwischen Frankreich und Spanien und die noch erfolglosen Bemühungen um die Befreiung der spanischen Niederlande zum Hintergrund hat, aus der Sicht eines Berners (ausgerechnet) mit deutschen Vorfahren, dem jungen Schadau, den es wie zuvor seinen Vater in die Dienste des Admirals Coligny drängt, dem Hugenottenanführer.

Wir erleben in Mantel- und Degenzeiten religiösen Fanatismus, Hetzpredigten, Attentate, ein Duell, Pogrome und feudale Ränkespiele. Allerdings alles nur skizzenhaft, schließlich handelt es sich um eine Novelle. Ein Dumas nimmt sich dafür mehr Zeit.

Lediglich die Schweizer (Boccard, Pfyffer vs. Schadau) haben sich soweit im Griff, dass sie die gemeinsame Landsmannschaft über die religiösen Differenzen stellen. Neu war mir, dass auch die französische Krone sich einer Schweizergarde bediente.

Dass die beiden Freunde Schadau und Boccard Berner und Freiburger waren, ist sicher kein Zufall, waren es doch diese beiden Orte, die Genf gegen die Attacken der Savoyer Schutz gewährten, nachdem Genf unter den Lehren von Calvin ca. 1536 reformiert wurde.
Profile Image for Charlie.
774 reviews26 followers
January 19, 2022
2.25 STARS

CW: Religiöser Konflikt, Tod

Gelesen für mein "Realismus in der Literatur des 19. Jahrhunderts" Seminar in der Uni.
Von allen bisher gelesenen Texten (die anderen waren Auf dem Staatshof und Bulemanns Haus. und Pankraz der Schmoller) hat mir dieser am besten gefallen und konnte meine Aufmerksamkeit besser behalten als die anderen.

Die angesprochenen Thematiken und das Setting im Frankreich / der Schweiz des späten 16. Jahrhunderts waren durchaus interessant und bieten Stoff zum Nachdenken. Ich mochte auch die Rolle, die Schriftlichkeit im Text eingenommen hat.

Außerdem mochte ich die Darstellung des Hauptcharacters Schadau im Verlauf der Novelle: er setzt sich mit Konventionen und vermeintlichen Wahrheiten auseinander, es wird jedoch schnell klar, dass er nichts weiter als ein hoffnungsloser Idealist ist und nicht viel Erfahrung gesammelt hat.
Auch die Figurenkonstellationen und aus der Handlung heraus entstehenden Situationen, die ich nur als "Ironie des Schicksals" betiteln kann, lohnen sich näher zu beleuchten.

Wie immer freue ich mich auf die Diskussion im Seminar.
Profile Image for Lisa Elodie.
79 reviews2 followers
September 17, 2024
Neben der sehr akkuraten Darlegung des historischen Hintergrundes der Bartholomäusnacht, die die grausame Tat der Katholiken präzise darlegt und Emotionen im Leser weckt, ist die Erzählweise aus der subjektiven Perspektive des Protestanten Hans Schadau überaus interessant gewählt; schließlich erfahren wir beim Lesen die grausame Nacht und das Geschehen drum herum am eigenen Leib. Dies wird besonders gegen Ende der Novelle deutlich, an dem der Protestant die etlichen Toten auf der Straße liegen sieht.
Profile Image for Martin Jost.
151 reviews3 followers
August 28, 2023
*Googlet „Bartholomäusnacht“*

(#01115) Ich bin seit 27 Jahren Vegetarier, aber wenn mich jemand fragt, sage ich: „Ich esse alles.“ Einfach, weil ich immer vergesse, dass für manche Menschen Fleisch „Essen“ ist. Genau so ist es mit Geschichte: Ich sage immer, dass ich mich für Geschichte interessiere. Wenn mich die Leute dann in ein Gespräch über die Französische Revolution verwickeln, fällt mir wieder ein, dass ich alles ausblende, was kein Minus vor der Jahreszahl hat. Deswegen war das blutige Abschlachten der Hugenotten am Ende von Conrad Ferdinand Meyers «Das Amulett» ein überraschender Twist für mich. Dabei ist die Novelle klar für Leute geschrieben, die aus den Jahreszahlen und den beschriebenen Ereignissen genau wissen, worauf alles hinausläuft.

Ein junger calvinistischer – das heißt: protestantischer – schweizer Waise namens Schadau wächst bei einem Verwandten auf. Sobald er alt genug ist, reist er dem Feldherren Admiral Coligny hinterher, den er vergöttert und unter dem bereits sein Vater gedient hat. In Paris geht sein Traum in Erfüllung und er bekommt eine Anstellung bei Coligny. Dabei ist das Leben in der französischen Hauptstadt für ihn ein Spießrutenlauf. In einer Tracht, die ihn als überzeugten Protestanten ausweist, ist er Zielscheibe für katholische Hasskriminalität.

Trotzdem freundet Schadau sich auch mit einem freundlichen Katholiken an. Dessen Amulett, ein Heiligenbild der Jungfrau von Schießmichtot, spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte, wie überhaupt der Plot so konstruiert ist, dass jede Begebenheit und jede Begegnung sich zum Schluss auf die eine oder andere Weise auszahlen werden.

Wie Theodor Storm’s Der Schimmelreiter ist die viel kürzere Novelle «Das Amulett» in eine doppelte Rahmenhandlung eingebettet: Ohne ersichtlichen Grund leitet eine Herausgeberfiktion die Geschichte als Übersetzung eines alten Manuskripts ein, in dem dann der Erzähler Schadau als alter Mann berichtet, warum er sich an die geschilderten Begebenheiten erinnert hat und beschlossen hat, sie niederzuschreiben.

Conrad Ferdinand Meyer legt großen Wert auf wahre historische Details. Beschreibungen sind dünn gesät, die Erzählung ist sehr gerafft. Trotzdem fällt schon beim ersten Lesen die gründliche Konstruktion auf – nicht nur wegen Set-Up und Pay-Off der Figuren-Beziehungen, sondern auch aufgrund der vielen Omen. Sogar wir als blauäugiger Leser, der sich keine zwei Seiten lang merken kann, wer Katholik und wer Protestant ist, haben irgendwann die Nachtigall trapsen gehört:

Aus den Goodreads-Rezensionen entnehmen wir, dass «Das Amulett» meistens als Pflichtlektüre an der Uni gelesen wird und die Leser*innen es interessant nennen, aber eher pflichtschuldig zur Kenntnis nehmen. Es ist nach heutigen Maßstäben keine kurzweilige Lektüre: Die Erzählweise ist altmodisch und ohne Geschichtskenntnisse hält der Genuss sich in Grenzen. Andererseits hat die Novelle bei uns Eindruck hinterlassen und uns zumindest dazu angestachelt, unser Wikipedia-Wissen über die Bartholomäusnacht und die Kriege in Folge der Reformation zu nachzudüngen.
Profile Image for Parden.
63 reviews1 follower
January 7, 2021
DIE BARTHOLOMÄUSNACHT 1572...

Die Erzählung 'Das Amulett' entstand aus der Beschäftigung C. F. Meyers mit der französischen Geschichte. Vor dem Hintergrund der Hugenottenverfolgung in Paris und der Bartholmäusnacht 1572 erleben wir die Freundschaft des jungen Calvinisten Hans Schadau mit dem Katholiken Wilhelm Boccard. Schadau reist nach Paris um seinem Vater nachzueifern, der unter dem berühmten Admiral Coligny gedient hatte, den Schadau glühend verehrt.

In einem Gasthof auf der Reise trifft Schadau Boccard sowie den Parlamentrat Chatillon und dessen vermeintliche Nichte Gasparde. Obwohl die beiden in religiöser Hinsicht ganz unterschiedliche Ansichten haben, befreunden sie sich und Boccard rettet seinem Freund dann zweimal das Leben. Aber es ist nicht nur die Geschichte einer Freundschaft die Meyer in 'Das Amulett' erzählt. Wir erfahren viel über geschichtliche Hintergründe, über teils bis heute andauernde Zwiste zwischen verschiedenen Religionen und erleben ihre Auflösung in Freundschaft und Liebe.

Manch ein (Hör-)Buch verleitet zum eigenen Recherchieren parallel zum Gelesenen/Gehörten. So auch hier. Von der Bartholomäusnacht hatte ich bis dato noch nie etwas gehört, aber wie so oft, wenn ich durch Bücher historische Einblicke erhalte, stelle ich fest, dass sich Geschichte immer wieder wiederholt. Pogrome, Verfolgungen, Glaubenskriege, Rassismus, Fanatismus - und jeder meint sich im absoluten Recht. Immer aufs Neue erschreckend.

Die Novelle ist eines der ersten Werke C. F. Meyers, von dem ich bislang auch noch nie etwas gehört habe, obschon er lt. Wikipedia neben Gottfried Keller und Jeremias Gotthelf zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schweizer Dichtern des 19. Jahrhunderts zählte.

Geschildert wird die Erzählung aus der Ich-Perspektive des jungen Hugenotten Hans Schadau, und in knappem, meist sachlichem Schreibstil vorgetragen. Obwohl der Text nun nahezu 150 Jahre alt ist (die Novelle stammt aus dem Jahr 1873), ist er nach kurzer Eingewöhnung doch leicht verständlich.

Ulrich Hilke liest die ungekürzte Fassung (2 Stunden und 13 Minuten) in angenehmem Tempo, und seine markante Stimme passt hervorragend zu dem altertümlichen Text.

Lesen/Hören bildet, das stelle ich immer wieder fest. Auch wenn ich auf manche Werke nur im Rahmen gewisser Challenges stoße, bin ich doch immer wieder angenehm überrascht von den 'Funden'. So auch hier...

Empfehlenswert!


© Parden
Profile Image for Michael Milde.
75 reviews3 followers
October 28, 2025
Hans Schadau, ein reformierter Deutsch-Schweizer, schreibt im Rückblick auf seine Jugend die Geschichte seiner Jugendfreundschaft mit dem Katholiken Wilhelm Boccard nieder, mit dem er zusammen die Schrecken der Pariser Hugenottenverfolgung und der Bartholomäusnacht 1572 durchlebt hat. Dabei rettet ihm Boccard zweimal das Leben, zunächst durch sein Amulett, das er dem Freund heimlich ins Wams steckt, als dieser in einem Duell bestehen muss. Das ist insofern bemerkenswert, da Schadau als eifriger Calvinist jeden Wunderglauben von sich weist und auf die pure Prädestinationslehre baut. Während der Wirren der Bartholomäusnacht hilft Boccard dem Freund und dessen junger Frau Gasparde, aus Paris zu entkommen; er selbst, Träger des Amuletts und Verehrer der Jungfrau von Einsiedeln, findet dabei den Tod.
Meine erste Begegnung mit dem Schweizer Autoren. Eine spannende kurze Lektüre in 10 Kapiteln. Neben der spannenden Handlung erfährt man darüber hinaus einiges über den Calvinismus im Spannungsfeld zum Katholizismus.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Meherin ST.
15 reviews31 followers
Read
October 19, 2024
48: 5. So that He may admit believing men and believing women into gardens through which rivers flow to live there forever and to cancel out their evil deeds for them. That will be a supreme achievement with God.
42 reviews
June 1, 2023

Maria Stuart: ***
Faust: ***
Der Sandmann: ****
Woyzeck: ***
Das Amulett: ***
Profile Image for Janina (whatjaninareads).
390 reviews7 followers
August 16, 2021
Das hätte ich gerne in der Schule gelesen. Ich mochte zwar den Protagonisten nicht, weil ich seine extreme religiöse und ideelle Überzeugung nicht verstehen konnte (besonders im Angesicht von Situationen, die ihn beide eigentlich hätten in Frage stellen sollen), aber den geschichtlichen Hintergrund fand ich sehr interessant, zumal ich darüber bisher nicht wirklich etwas gehört hatte.

3/5 Sternen.
Profile Image for Amy.
352 reviews
September 2, 2021
CF Meyer for the win - short fun dramatic piece, good practice for my rusty German.
Profile Image for Dennis.
271 reviews16 followers
December 22, 2012
Anfangs etwas zäh, entwickelt sich "Das Amulett" zu einem spannenden Konflikt der Konfessionen.
Displaying 1 - 16 of 16 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.