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Kein böses Kind
“Es ist schlimm. Wirklich schlimm”, sagt Nachtigall zu seiner Frau Maria am Telefon. Dabei hätte es eine ganz normale Klassenfahrt nach Griechenland werden sollen. Irgendetwas ist aber aus dem Ruder gelaufen und jetzt sind Simon, Samuel und Lukas tot; und Nachtigall ist nicht mehr derselbe, als er zu seiner Familie zurückkehrt: zu Paul, der schon sieben ist, aber Windeln und dicke Brillen trägt und spricht, als wäre er erst zwei; und zu Maria, die Nachtigall liebt, aber Paul irgendwie hasst, was sich aber gar nicht schlecht anfühlt. Dabei hat sie sich damals genau so ein Kind gewünscht.
Geschickt zersplittert Fabian Oppolzer in seinem Debütroman Kein böses Kind die verschiedenen Zeitebenen seiner Geschichte und demontiert einfache Kausalitäten. Ohnmächtig stehen seine Figuren den herrschenden Ereignissen gegenüber, sind getrieben von der Suche nach Ursache und Sinn und finden sich letztlich doch nur Unerklärlichem gegenüber. Oppolzer oszilliert in seinem Text zwischen nüchterner Betrachtung und poetischer Reflexion und schafft damit eine Atmosphäre, deren latente Bedrohlichkeit beinahe körperlich fühlbar wird.
Geschickt zersplittert Fabian Oppolzer in seinem Debütroman Kein böses Kind die verschiedenen Zeitebenen seiner Geschichte und demontiert einfache Kausalitäten. Ohnmächtig stehen seine Figuren den herrschenden Ereignissen gegenüber, sind getrieben von der Suche nach Ursache und Sinn und finden sich letztlich doch nur Unerklärlichem gegenüber. Oppolzer oszilliert in seinem Text zwischen nüchterner Betrachtung und poetischer Reflexion und schafft damit eine Atmosphäre, deren latente Bedrohlichkeit beinahe körperlich fühlbar wird.
175 pages, Hardcover
First published March 11, 2013
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Community Reviews
Displaying 1 - 1 of 1 review
August 19, 2014
Ein Text, der Raum für vieles gibt. Der Inhalt diskutiert moralische, politische und erzieherische Fragen und stellt diese durch die nervenaufreibende Handlung und die poetische Sprache vor eine literarische, aber doch alltägliche Leinwand.
Ich habe das Buch innerhalb einer Vorlesung gelesen. Bei einer seiner Lesungen, erklärte uns Fabian Oppolzer, er habe einige Sätze deshalb geschrieben, weil diese während dem Schaffensprozess für ihn wichtig waren und diese mehr einen Sinn für ihn haben, aber weniger für Handlung oder Leser wichtig wären. Ich fand diese Einstellung sehr interessant, dass ein Verfasser nicht des Textes Willen, sondern für sich und seine Position dem Text gegenüber versucht die Geschichte abzurunden.
Wer brisante Geschichten sucht und sich mit tiefgründigen Themen konfrontiert sehen will, dieses Buch eine Empfehlung von mir.
Aber es finden sich leider auch einige Rechtschreibfehler darin…vl werden diese bald bei einer Neuauflage beseitigt?!
Ich habe das Buch innerhalb einer Vorlesung gelesen. Bei einer seiner Lesungen, erklärte uns Fabian Oppolzer, er habe einige Sätze deshalb geschrieben, weil diese während dem Schaffensprozess für ihn wichtig waren und diese mehr einen Sinn für ihn haben, aber weniger für Handlung oder Leser wichtig wären. Ich fand diese Einstellung sehr interessant, dass ein Verfasser nicht des Textes Willen, sondern für sich und seine Position dem Text gegenüber versucht die Geschichte abzurunden.
Wer brisante Geschichten sucht und sich mit tiefgründigen Themen konfrontiert sehen will, dieses Buch eine Empfehlung von mir.
Aber es finden sich leider auch einige Rechtschreibfehler darin…vl werden diese bald bei einer Neuauflage beseitigt?!
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