Die SZ vom 03.01.25 über „Skurriles Science-Fiction-Abenteuer“
2045. Alle klimatischen Kipppunkte auf der Erde sind längst erreicht, die UNO ist zerfallen.
Während Belana Burke, Mitglied im frisch gegründeten Earth Council, darum kämpft, die Wiege der Menschheit vor dem Untergang zu bewahren, scheint ein dubioser militärisch-industrieller Komplex um Ex-General Conrad F. Peterson alles daranzusetzen, Privilegierten mit Quantentechnologie eine neue Heimat zu suchen.
Doch unerklärliche Ereignisse deuten darauf hin, dass noch andere Mitspieler am Werk sind. Denn warum sollte Axel Westenberg sich bei seiner letzten Skiabfahrt in den Alpen plötzlich auf dem Roten Planeten steile Abhänge hinunterrasen sehen? Und wer hat in einer Milliarden Jahre alten Marshöhle ein Objekt abgelegt, das nicht dorthin gehört? Haben etwa die grotesken Albträume von Ansgar Weiß, Neubürger der Martian Hopi Tribe Nation, damit zu tun, in denen er von monströs großen Mimikry-Wesen auf die Probe gestellt wird?
Als aus 170 Lichtjahren Entfernung ein Signal empfangen wird, das gleichermaßen als Einladung wie Warnung verstanden werden kann, scheint klar zu sein, dass die Zeit nicht der größte Gegenspieler, sondern der einzig verbliebene Verbündete der Menschheit sein könnte …
„Tokpela - Im Raum jenseits aller Grenzen ist das 425 Seiten umfassende Werk überschrieben, womit ein Hinweis darauf gegeben wird, dass die spannende, wendungsreiche, und zuweilen groteske und skurrile Erzählung viel mit dem Universum und den Vorgängen darin zu tun hat, und dass der Mensch nicht davon ausgehen kann, dass alles so ist, wie es scheint.“ Manfred Amann, Süddeutsche Zeitung
TOKPELA knüpft an sein viel beachtetes Erstlingswerk SCHAFSKÄLTE an, kann jedoch unabhängig davon gelesen werden.
"Überirdische Erfahrung" / "... eine in jedem Sinne fantastische Geschichte" – die Süddeutsche Zeitung über Wolfram Weisses Science-Fiction-Debüt SCHAFSKÄLTE.
Wolfram Weisse, born in 1969 in Munich, has had a love for fantastic literature, utopias and dystopias ever since he was a young boy. He himself, much like his novel’s main character Ansgar Weiß, is a long-suffering victim of the Schafskälte (literally sheep’s cold), a climate anomaly that often occurs in the beginning of June in Central Europe, which often gifts him with miserable weather on his birthday.
One of these rainy birthdays too many finally inspired the marketing manager to write his debut novel, in which the protagonist is involuntarily drawn into a thrilling, fantastical roller coaster of a journey that forces him to get to the bottom of the peculiar phenomenon.
With TOKPELA (2024) and NEPENTHES (2025), which follow on from the events in SCHAFSKÄLTE, a complete trilogy about the cosmic raven of misfortune, his comrades and opponents is now available - the Ansgar Chronicles.
Wolfram lives close to Lake Ammersee (Bavaria, Germany) with his family and cat Bonçi.
Wer kommt mit zu einem Skiausflug auf dem Mars? Möchte jemand mit dem Quantenkatapult ins Meer der Unendlichkeit fliegen? Oder hat gar jemand Lust auf Kürbissuppe in der Sternenküche? Leute, lest diesen Roman! Kreativere Science Fiction ist kaum zu finden. Wolfram Weisse hat ein Universum erschaffen, das ich mit offen stehendem Mund erkundet habe und gerne selbst bereist hätte. Eine erschreckend realistisch erscheinende Zukunftsvision mit Gänsehautgarantie. Mit Charakteren, die ich aufgrund ihrer Beharrlichkeit, ihrem Stursinn und ihrer liebenswerten Einzigartigkeit ins Herz geschlossen habe. Ich bin kein großer Fan von Hard SciFi. Wenn sie aber so gut erzählt wird, dann schon. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung! Wolfram ließ dafür zumindest eine kleine Hintertür offen, wie er auf dem BuCon 2024 versprach.
Warum ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️?
Weil jeder Stern weniger unverdient wäre. Eine Kreativbombe im Quantenraum. Lest diesen Roman! Und die Schafskälte zuvor. Denn Tokpela knüpft nahtlos an den Auftaktroman an. Beides für mich unverzichtbare Werke der modernen Romanliteratur. Und ein Wink mit dem Zaunpfahl für die Politik und militärischen Strukturen unserer kleinen Erde!
ein wildes tribal-quanten-gewimmel. erzählerische redundanz und originellste speculative-fiction hält sich so ungefähr die waage. bernd das brot kommt auch drin vor.
Wie schon im ersten Band kombiniert Wolfram Weisse Quantentechnologie und die Mythologie der Hopi, um die ersten Schritte der Kolonisation des Marses zu erzählen - und darüber hinaus. Dieser Einleitungssatz zeigt schon, wie ungewöhnlich die Geschichte ist, die mit "Schafskälte" begann und mit diesem Buch ihre Fortsetzung findet. Schön auch die Anspielungen auf Bernd, das Brot und die TARDIS - auch die Actionszene gegen Ende ist deutlich besser gelungen als im ersten Band.
**** Worum geht es? **** 2045, und die Probleme der Erde bestehen aus Wasser: Dürre einerseits und Überschwemmungen andererseits. Während die einen versuchen, das Leben auf der Erde zu retten, läuft die Suche nach einer neuen Heimat auf Hochtouren. Seltsames ereignet sich, und immer wieder werden Entdeckungen gemacht, die auf den ersten Blick keinen Sinn ergeben. Was ist hier los?
**** Mein Eindruck **** Weisse schafft es erneut, ein fesselndes, erschütterndes, technologisch visiertes und realistisches Endzeitszenario aufzuspannen. Sprachlich gekonnt und mit spannungsaufbauenden Wechseln zu den unterschiedlichen Akteuren verfolgte ich ein hochgradig unterhaltsames und gesellschaftskritisches Unterfangen, das die Klimakatastrophe und unser Sonnensystem als Ganzes ins Zentrum rückt. Eine klare Botschaft des Autors, die zum Nachdenken und Reflektieren anregt. Trotz der Brisanz bleiben der Humor, die Träume und das gewisse Gefühl von Sehnsucht der Einzelnen gegenüber den großen Problemen nicht außen vor. Wohin das Ganze führt, habe ich nicht erwartet, aber mit großer Neugier verfolgt. Dank des flüssigen Schreibstils konnte ich mich einfach fallen und von der Geschichte einnehmen lassen.
**** Empfehlung? **** Das Buch ist – wie der erste Teil – eine interessante Kombination aus Science und Fiktion. Wer sich auf eine fantasievolle, aber auch tiefgründige Reise in unsere nahe Zukunft einlassen möchte und auch gerne mal gefordert wird, ist hier genau richtig!