»Ich sage es Euch. Wenn Ihr mir Euren Namen verratet.« »Damit würde ich mein Schicksal in Eure Hände legen. Das kann ich nicht.«
Sophie freut sich auf einen unbeschwerten Sommer bei ihrer Tante, frei von elterlicher Kontrolle und gesellschaftlichen Zwängen. Doch kaum hat sie das Schiff bestiegen, das sie an ihr Ziel bringen soll, überreicht man ihr einen Brief, in dem ihre Eltern ihr den wahren Grund dieser Reise Sophie soll sich mit einem Grafen verloben, den sie bisher nur einige Male gesehen hat. Ihre Eltern haben bewusst eine Schiffsreise gewählt, da sie ihrem Schicksal auf hoher See nicht entkommen kann! Sophie fühlt sich verraten, schmiedet wilde Fluchtpläne und erfährt schließlich auch noch, dass es auf ihrer Schiffsroute Piraten gibt – eine Gefahr, an die ihre Eltern sicher nicht gedacht haben ...
*** In ihrer Unterkunft lag der Brief immer noch auf dem Boden, als hätte er auf sie gewartet. Sophie nahm ihn auf und zerriss ihn in mehrere Teile. Sie wollte ihn kein zweites Mal lesen, sie wollte nie wieder irgendetwas von ihren Eltern lesen! Sie ging zu dem kleinen Fenster, öffnete es und wollte die Papierstücke hinauswerfen, aber der Wind blies so heftig, dass er die Fetzen in ihre Kajüte zurückwirbelte. Sophie fluchte und schlug das Fenster wieder zu. Sogar der Wind war gegen sie! Ihr Blick fiel auf die Truhen, die unschuldig in der Ecke standen. Wahrscheinlich hatten sie in eine davon bereits ein Verlobungskleid gepackt, das ihr kein bisschen stand! Schließlich kam es ihren Eltern nur darauf an, sie loszuwerden. Der Verrat trieb ihr die Tränen in die Augen. Diese Hilflosigkeit schien ihr unerträglich. Hier zu stehen, auf diesem Schiff gefangen zu sein und nichts tun zu können, war das Schlimmste. *** »Ich bin übrigens eine sehr schlechte Schauspielerin.« »Die Welt, in der Ihr lebt, Baroness, ist ein einziges schlechtes Theaterstück, geschrieben von einem eitlen Stückeschreiber, der die Hässlichkeit aller Charaktere hinter funkelnden Masken verbirgt – und das widert mich an. Ich will weder Teil davon sein, noch mit Menschen verkehren, die es sind.« Er beugte sich leicht in ihre Richtung. »Ich glaube nicht, dass Ihr eine schlechte Schauspielerin seid. Sonst hätte Euch Eure Welt längst aussortiert. Euer rebellischer Geist kann Euch dort alles kosten. Das ist das Einzige, was mich vor Euch etwas Respekt fühlen ließ. Die Ahnung, dass Ihr Euch dagegen wehrt.« Er schaute wieder in die Flammen, die fantastische Lichter in seine blauen Augen zauberten. »Ihr irrt Euch. Meine Welt, wie Ihr es nennt, hat immer wieder versucht, mich loszuwerden. Meine Eltern scheitern schon länger an mir, und ich hatte keinerlei Talent, so zu tun, als sei ich brav oder mit irgendetwas einverstanden. Diese arrangierte Verlobung war wohl ihr letztes Mittel gegen mein ständiges Aufbegehren.«
Isabell Schmitt-Egner, geboren 1977 in Friedberg, Hessen, schreibt seit 2011 Kurzgeschichten und Romane für Jugendliche und Erwachsene. Sie fühlt sich in mehreren Genres zu Hause und hat von heute auf morgen mit dem Schreiben angefangen, als sie einem Freund eine Kurzgeschichte schenkte. Innerhalb von 3 Jahren veröffentlichte sie 14 Bücher im Bereich Jugendroman, Horror, Thriller und Fantasy. Außerdem wirkte sie zusätzlich an Anthologien mit, unterrichtete ehrenamtlich das richtige Vorlesen und das Erstellen von Kurzgeschichten am Gymnasium in den Klassen 6-9. Neben dem Schreiben arbeitet Isabell Schmitt-Egner als Maskenbildnerin, Coverdesignerin und auf dem Reiterhof der Familie. Sie lebt unverheiratet und kinderlos, aber mit diversen Katzen zusammen glücklich auf dem Land.
Seit einigen Monaten ist sie außerdem noch als Lektorin für Jugendromane bei einem Verlag tätig und gibt Kurse zum Thema Selfpublishing, auch wenn das Schreiben eigener Bücher immer die höchste Priorität einnehmen wird.
Es ist mal was anderes irgendwie. Ich bin ehrlich es hat sich ein bisschen gezogen aber die fmc ist stark und hatte vorschritte in ihrem Charakter. Love it. Es war klar das er der Sohn vom König ist aber maybe liegt das an mir weil ich schon zu viele Fantasy Geschichten gelesen habe lol. Empfehle es jedem der mal was anderes lesen möchte
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