Drei entfremdete Freunde. Ein schäbiger Spaßpark. Zweimal sind sie ihm nur knapp entkommen. Jetzt ist der Park wieder wach – und hungriger als je zuvor …
Nur widerwillig kehrt Sabrina in das triste norddeutsche Kaff zurück, in dem sie und ihre Kindheitsfreunde Juri und Lando vor neun Jahren fast gestorben sind. Zu ihrer Bestürzung glaubt Juri, der Wintloh nie verlassen hat, immer noch an das Böse, das angeblich im schäbigen Tier- und Vergnügungspark vor dem Dorf lauert – und an Landos übernatürliche Fähigkeiten, die ihnen damals das Leben gerettet haben sollen. Sabrina will von alldem nichts hören. Doch manche Schrecken weigern sich, in der Vergangenheit zu ruhen. Als Lando unerwartet wieder auftaucht, hat der mörderische Sog des Spaßparks längst seine alte Kraft entfacht. Die drei entfremdeten Freunde müssen sich dem Schweigen und der Schuld zwischen ihnen stellen, bevor er sie endgültig vernichtet …
Ein paranormaler literarischer Horror-Roman mit niedersächsischem Setting – düster, spannend und queer.
Mein erstes Mal Horror - spannend, aber nicht gruselig, sehr atmosphärisch, roh, queer.
Bis sich die Spannung aufgebaut hat, hat es etwas gedauert, wobei mich die Figuren von Anfang an in ihren Bann gezogen haben, gerade in Verbindung mit den verschiedenen Zeitebenen (Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter). Ich hätte auch noch 100 Seiten mehr von ihnen lesen können ❤️🔥
Bei Stephen King und Stranger Things inspired Horror, queeren Charakteren, Düsternis und Freundschaft und das auch noch in meiner Studienheimat gingen bei mir alle 'Das musst du haben' Glocken an. Was soll ich sagen? Es wurde noch besser als erwartet. Ich habe mit den Charakteren gelebt und gelitten und bin von überraschenden Wendungen umgehauen worden. Der Schreibstil ist gespickt mit Details, aus dem Liebe zum Schreiben und dem Buch selbst spricht, und der Epik des Inhalts würdig. Gerade die Charaktere und ihre Beziehungen untereinander haben einen solchen Wumms, dass ich nicht anders konnte, als sie zu lieben - ich mag auch die abgefuckten Charaktere am meisten ;) Hätte noch ewig Zeit mit ihnen verbringen können ♡ (Falls meine Freund:innen das hier sehen - lest dieses verdammte Buch!)
Damn. Ich bin ja eigentlich kein Horror-Mensch, aber dieser Roman macht alles richtig. Ich habe ihn innerhalb von 24 Stunden ausgelesen, weil ich einfach musste, wie es ausgeht. Die Spannung ist unfassbar, der Roman so viszeral und körperlich, dass es unter die Haut geht. Ich liebe auch die Hauptfiguren, hätte irgendwie noch weitere 100-200 Seiten von denen lesen können, ob mit oder ohne Horror. Chapeau!
Spaßpark ist gelungener Horror, bluttriefend, so spannend, dass man bis tief in Nacht liest oder auch mal seine Bushaltestelle verpasst. Erzählt wird die Geschichte von Sabrina, Juri und Lando, die seit ihrer Jugend beste Freunde sind und deren Leben von einer dunklen, bösen Präsenz beherrscht werden, die sich in einem Vergnügungspark eingenistet hat und alle 9 Jahre zum Leben erwacht.
Das klingt zunächst mal nach Stephen King, erhält seine Einzigartigkeit und seinen besonderen Schrecken aber zum einen dadurch, dass die Handlung in einem verschlafenen Nest in Niedersachsen angesiedelt ist, was dem Ganzen für mich sehr viel Realismus verpasst. Außerdem, und hier entfaltet der Roman seine wahre Stärke, durch seine extrem einfühlsam und glaubwürdig dargestellten Hauptfiguren. In auf verschiedenen Zeitebenen angesiedelten Rückblenden erfährt man von einer besonderen Freundschaft zwischen drei Außenseitern, ihren Kämpfen, Entwicklungen, ihrer Selbstfindung und ihrer Entfremdung.
Auch wenn für meinen Geschmack die Gewaltszenen zu häufig und zu ausufernd waren und die Fragen nach Ursprung und Motivation des "Parks" und seiner Handlanger nicht ausreichend aufgeklärt werden, hatte ich sehr viel Spaß (haha...) beim Lesen und freue mich auf weitere Bücher des Autors.
Unglaublich spannend. Trotz der paranormalen Elemente hat sich alles so real und roh angefühlt. Sabrina, Juri und Lando wurden mit all ihren guten und schlechten und abgefuckten Seiten dargestellt und haben mich direkt gepackt, man konnte sich in sie hineinfühlen und wollte unbedingt, dass sie irgendwie davonkommen. Die Queerness der Charaktere wurde genauso real dargestellt, mit all dem Schmerz der damit kommt, auf neue Wege zu gehen. Und das alles in fucking Niedersachsen? It's safe to say, dass mir der Roman sehr nah ging.