Die Geschwister Misa und Alan haben sich verloren
Und das schon zum zweiten Mal.
Kurz vor der Grenzöffnung war er mit seiner Freundin aus der Tschechei über die Grenze nach Österreich geflüchtet, und in Hamburg untergekommen. Später fand sich die Familie dann in Wien wieder. Damals war er 19 und sie 15.
Alan hat als Hilfsarbeiter einen schweren Unfall und muss fortan Tabletten gegen die Schmerzen nehmen. Er beginnt selber Medizin zu studieren.
Misa hat Probleme, sich in dem neuen Land zurechtzufinden und auch ihre Mutter hadert mit dem Überangebot an Waren.
„Der ganze Markencode ihrer Mitschüler war ihr fremd, dass es hier auf alles ankam, sogar auf die Farbe und Form der Schuhe, die man in der Schule trug. Ihr Verstand sträubte sich dagegen, etwas zu verstehen, an dem sie ohnehin nicht hätte teilnehmen können, sich den Regeln einer Gruppe zu beugen, zu der sie nicht gehörte.“
Alan passt sich den Gegebenheiten an, beendet sein Studium erfolgreich, beginnt als Arzt im Krankenhaus.
Ein Freund, auch Zuwanderer, wirft ihm vor, sich für die Österreicher zur „bitch“ zu machen und seine „kulturelle Identität zu leugnen.
Alan lernt Nora, die Tochter eines Diplomaten, kennen und findet seine Freiheit wieder, indem er ein zweites Mal flüchtet.
Misa findet keine Erfüllung im Studium, arbeitet lieber als Aushilfe. Wird von Erik gestalkt und flüchtet vor ihm in die Tschechei zu ihrer Großmutter. Aber auch dort findet sie ihre Wurzeln nicht.
Sie lernt den Engländer Joe kennen, indischer Herkunft, geht mit ihm nach Berlin und findet ihre Freiheit.
In diesem Roman sind die Menschen auf der Suche. Sie suchen Liebe, Heimat, Identität, ihre Wurzeln.
Und es geht um Freiheit. Freiheit dahin zu gehen, wo man möchte.
Eine sehr berührende Geschichte einer Familie, die eine neue Heimat sucht.