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GLORIA!

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Homayoun, Yorgos, Ferdinand, Yasmina sind Mitte Zwanzig und: verzweifelt. Sie verzweifeln an den Dingen, an denen die meisten Mittzwanziger verzweifeln: an der Kunst, an sich selbst, am ausbleibenden Erfolg, an ihrer Stadt, am Alkohol und natürlich an der Liebe.
Und wie so viele vor ihnen, wissen sie genau: wir können alles kaputtmachen und danach wieder neu aufbauen, so doll wie wir hat das noch niemand gefühlt, wenn wir erst kommen, dann verändert sich alles. Und so stromern sie durch die Bars und Clubs in Wien, in Frankfurt, in Berlin und München, auf der Suche nach der Gloria – Pop! Rausch! Fame! – und immer nur einen Fingerzeig entfernt vom Abrutschen. Aber genau dort, am Rand des Abgrunds, dort ist der Tanz am schönsten; es sind Fragmente aus einem Leben, aus einer Nacht, aus allen Nächten, in denen gelebt wurde, um darüber zu schreiben: in denen geschrieben wurde, um zu überleben.

296 pages, Hardcover

Published October 25, 2024

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Arad Dabiri

3 books9 followers

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Community Reviews

5 stars
13 (41%)
4 stars
12 (38%)
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2 (6%)
2 stars
3 (9%)
1 star
1 (3%)
Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Rosa.
82 reviews25 followers
January 26, 2025
hä wieso war das so gut 😭
Profile Image for Niikivic.
7 reviews
March 27, 2025
Ikarus flog zur Sonne – und fiel. Er hat alles gegeben, bis ihm nur die Gloria blieb.

Ich kann absolut nachvollziehen, warum Arad Dabiri mit dem Debütpreis des Österreichischen Buchpreises ausgezeichnet wurde. Sehr intensiv schreibt er über Wien, Hamayouns Sorgen und Sehnsüchte, seine Freunde und all deren große Träume.
Ich sag’s mal so: Ja, manchmal fickt dich deine Heimatstadt, manchmal die Person, die du liebst, manchmal deine eigene Unsicherheit oder das Rauschmittel, das du nimmst. In vielen Momenten von Hamayoun konnte ich mich so gut hineinversetzen. Themen wie Migration, Mehrsprachigkeit und Identitätsfindung sind so persönlich beschrieben, dass sie von eigenen Erfahrungen inspiriert sein könnten.

"Ich sprach Deutsch besser als Farsi, dachte in Farsi poetischer als auf Englisch, kam auf Englisch jedoch schneller auf den Punkt und am Ende: waren meine Texte in deutscher Sprache. (…) Ich war fluide, wie all diese Generationen, immer irgendwo dazwischen."

Das ist wirklich das erste deutschsprachige Buch seit langem, das ich so genossen habe. Der authentische Schreibstil, die lyrischen Elemente und der zeitgemäße Ausdruck sind einfach herrlich.
Profile Image for Carlo.
52 reviews6 followers
October 28, 2025
3.5 ⭐️

Mit Geschichten über Ruhm und den Dreck, der in seinen Poren (und Nasenschleimhäuten) sitzt bekommt man mich eigentlich immer (merci an Rebecca für die Empfehlung <3).
Gloria! liest sich schnell und stressig; aus der Perspektive eines rasant aufsteigenden Autors und seiner Clique wird die Literatur- bzw. Kulturbranche seziert (abgefuckt ist sie; aber abgefuckt ich man ja auch selbst, scheint da das Fazit). Wer scharf umrissene Situationsbeschreibungen und entgleisenden Exzess will, wird hier gut bedient.
Ich mochte die bissige Gesellschaftsanalyse (und fand spannend, dass quasi alle Kritikpunkte an der Story auf irgendeiner Metaebene direkt mit einer guten Prise Self-Deprication angesprochen wurden).
Gleichzeitig würde ich aber sagen, dass Gloria! (wie auch Ponyboy) ein bisschen am "you're always fucked up, it's boring"-Syndrom leidet. Auf den letzten 50 Seiten hatte ich mich dann doch lange an das Tempo und den high intensity Schreibstil gewöhnt (man könnte auch sagen, ich war abgestumpft) und das Ende kam zwar konsequent in seiner Drastik daher, aber es hat mich nicht mehr so eingesogen, wie einige Teile davor.



Profile Image for victor.
25 reviews1 follower
March 10, 2025
Eine Gruppe junger Schriftsteller in Wien. Sie wollen alles, sie wollen Giganten/Legenden werden.
Und auf einmal passiert es wirklich. Verlagsdeals, Lesungen, Artikel. Sie sind die neue Wiener Welle. Sie sind Pop.

Sie zelebrieren. Und während die meisten anfangen, sich an der Gloria zu berauschen, nur an der Gloria, da startet Homayoun richtig durch. Das Geld wird mehr, der Rausch wird mehr.

Selbstzweifel zu Selbstverherrlichung zu Selbsthass.

Und in dem Moment, in dem der*die Leser*in denkt: Das ist zu viel Rausch, zu viel Ego, zu viel Koks! Viel zu glorifizierend!
Genau in dem Moment kommt der Fall. Brutal und ehrlich. Und aufrüttelnd.

Das Werk beeindruckt mit einem neuartigen, rasanten Umgang mit Sprache, sowie mit den Themen, die es aufgreift und kunstvoll vereint: Literatur-/Kulturbetrieb, Legendenstatus, Sucht und Rassismus.
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