Seit Jahren begeistert Bülent Ceylan Tausende Menschen mit seinen Shows. In seinem ersten Kriminalroman bietet er noch mehr echtes Bülent- Feeling und kombiniert sein Pointen-Feuerwerk mit jeder Menge Spannung und überraschenden Wendungen. Er selbst wird darin zum Ermittler. Wer hat den Kühlhausbesitzer Lasse Hoppsen umgebracht? Und wer schickt Bülent mysteriöse Botschaften nach Hause? Um den Fall zu lösen, schlüpft Bülent in seine bisher aufregendste die des Detektivs. Schon bald wird ihm klar, dass sie mordsgefährlich ist.
Rasant, absurd und liebenswü Bülent Ceylan löst seinen ersten Fall!
Bülent Ceylan wurde 1976 als Sohn einer deutschen Mutter und eines türkischen Vaters in Mannheim geboren. Die Lebensverhältnisse waren einfach, aber Liebe, Geborgenheit und Unterstützung waren unerschöpflich. Bis heute ist Familie daher das Wichtigste in Bülent Ceylans Leben. Gemäß dem Motto “Ohne Kinder geht nix” engagiert er sich mit seiner Stiftung “Bülent Ceylan für Kinder” und als Botschafter diverser Hilfsorganisationen für Familien. Bülent Ceylan spricht kein Türkisch und der Mannheimer Dialekt ist für ihn nicht nur ein Markenzeichen, sondern ultimativer Integrationsbeweis. Mehr Toleranz und ein stärkeres gesellschaftliches Miteinander sind ihm zentrale Anliegen.
Eine Mischung aus Krimi und Comedy wird versprochen und somit erinnert das Buch ein wenig an die "MIss Merkel"-Reihe von David Safier. Ganz mithalten kann das Buch damit aber leider nicht. Es ist zwar eine nette Idee, dass Bülents Bühnen-Persönlichkeiten wie Hassan, Anneliese & Co hier lebendig werden, aber die ganz großen Lacher hat die Story bei mir dann leider nicht ausgelöst. Letztlich ist es dann doch mehr Krimi als Comedy. Ein nettes Buch für Zwischendurch aber zumindest für mich nicht herausragend.
Am Anfang erzählt Bülent von seinen Figuren auf der Bühne. Anneliese, Mompfred und Co. Doch als er zu Hasan kommt, scheint nichts mehr zu gehen. Hasan ist wie weg geblasen und Bülent muss bei seinem Auftritt improvisieren.
Zeitgleich an einem anderen Ort in Mannheim wurde die Polizei gerufen. Gerufen wegen einem Leichenfund in einem Wildtierkühlschrank in einer Lagerhalle. In der Nähe der Leiche wird ein Rosa Kamm gefunden. Verdächtiger Hasan.
Am nächsten Morgen liest Bülent von dem Mord und sieht ein Bild von dem verdächtigen Hasan. Der ihm sehr ähnlich sieht. Noch immer kann er Hasan nicht hervorlocken. Seine Figur. Was hat das zu bedeuten? Ist das Zufall? Da bekommt Bülent auch noch einen rosa Kamm per Post zugeschickt. Auch wenn seine Manager ihn bitten ruhig zu bleiben, fährt er los zum Tatort. Wenn ihm jemand Schaden will und seiner Tour muss er rausfinden wer und wieso.
Unterstützt wird er von dem Polizisten Rene. Die beiden haben sich kurz nach Bülents Besuch auf dem Revier unterhalten und sich dann angefangen zu unterstützen, um hinter der ganzen Sache zu kommen. Bei den Ermittlungen trifft er auf immer mehr seiner Figuren. Was steckt hinter der ganzen Sachen?
Bülent hat hier einen witzigen Krimi geschrieben. Allein die Vorstellung, dass seine Figuren sich "selbstständig" machen und in der Welt rumlaufen, ganz in der Nähe von ihm und er sie trifft, hat das ganze interessant werden lassen. Aber auch so war die Story echt gut geschrieben und ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Mit „Yallah, Mord!“ feiert Bülent Ceylan sein Debüt als Krimi-Autor. Zunächst einmal wurde ich vom tollen, total flüssigen und mitreißenden Schreibstil positiv überrascht. Auch deshalb kann das Buch mit anderen Krimis ohne Probleme mithalten. Inhaltlich liegt für mich die Gewichtung aber deutlich auf der Krimihandlung, denn Comedy-Details gibt es nur wenige. Klar bekommt die Geschichte durch Bülent als Ermittler und die Auftritte seiner bekannten Bühnen-Figuren eine witzige Note. Richtig loslachen musste ich bei der Lektüre aber an keiner Stelle. Deutlicher hervor gearbeitet ist da schon Mannheim als Schauplatz, auch deshalb könnte man das Buch als Regional-Krimi bezeichnen. Der Fall ist in sich stimmig und das miträtseln macht Spaß. Zum Ende hin gibt es dann nochmal eine leicht abgedrehte Note. Insgesamt ist es aber wichtig welche Erwartung man ans Buch stellt, denn eine Komödie war es in meinen Augen keinesfalls. Und auch Anneliese, Mompfred und Hasan bleiben als Figuren eher blass und reichen in Buchform bei weitem nicht an Bülents Live-Auftritte heran. Dafür enthält die Geschichte aber immer wieder autobiografische Infos, was mir richtig gut gefiel. Nebenbei erfährt man so doch noch etwas mehr über den Comedian und Neu-Autor. Für Fans ist der Krimi auch deshalb empfehlenswert. Aber auch ohne Bülent zu kennen kann ich „Yallah, Mord!“ für Fans von Cosy Crime und Regional-Krimis empfehlen.
Leider hat dieser Krimi meinen Geschmack nicht getroffen - ich kenne die Programme von Bülent Ceylan kaum und dadurch war ich beim Lesen im Nachteil. Menschen, die seine Programme kennen, können sich die einzelnen Figuren beim Lesen vorstellen, hören ihre Stimmen, während ich es einfach nicht lustig fand. Der Fall selbst war jetzt auch nicht mein Fall, ich mochte eigentlich diese "paranormale" Komponente, nur war mir die Auflösung dann ein bisschen zu blass irgendwie und manches war mir dann auch zu plakativ. Alles in allem glaube ich, dass Fans damit sehr gut bedient sind, aber für mich wars leider nicht wirklich was, daher zwei Sterne von mir.
#Popsugar Reading Challenge: A book with a title that starts with "Y"
Liest sich schnell und ist immer wieder sehr amüsant!
Das Einarbeiten von persönlichen Nuancen aus dem Leben von Bülent und die Idee, die Charaktere aus seinem Bühnenprogramm zum Leben zu erwecken, finde ich richtig amüsant und gelungen!
Der Mordfall an sich und gerade auch dessen Aufklärung war mir aber ein bisschen zu willkürlich. Es gab wenig Spannung, die es auch bei einem Cosy Crime geben darf und ungewöhnlich viele Zufälle, die der Story leider ein bisschen die Ernsthaftigkeit und Nachvollziehbarkeit genommen haben.
Dennoch definitiv eine Leseempfehlung für alle, die auf Cosy Crimes stehen und eine leichte Lektüre suchen :)