David Van Roon arbeitet südlich von Rhode Island an der Karte einer Insel, als er Zeuge eines Unglücks Die Princess Augusta erleidet Weihnachten 1738 vor der Küste Schiffbruch. Obwohl Van Roon einer der wenigen ist, die kurzentschlossen hinausrudern, um zu helfen, plagen ihn Albträume und Gewissensbisse, nachdem er aufs Festland zurückgekehrt ist. Seine Erinnerung an die Katastrophe bleibt merkwürdig lückenhaft. Als ein Jahr später Gerüchte über ein vor der Insel aufgetauchtes Geisterschiff kursieren, fühlt er sich gezwungen, der Sache auf den Grund zu gehen. Die Überlebende Long Kate berichtet ihm von der monatelangen Überfahrt, von den Leiden der Passagiere, den Verbrechen der Crew und von einem Unheil, das in der Alten Welt seinen Anfang nahm. Doch erst als Van Roon selbst das brennende Schiff vor Block Island sichtet, erkennt er das Ausmaß seiner eigenen Schuld. Alexander Pechmanns historisch-phantastischer Roman basiert auf den zahlreichen Geschichten und Balladen um das Geisterschiff The Palatine Light, sowie auf der Inselchronik von Block Island und der historischen Fahrt der Princess Augusta.
Allein die Tatsche, dass es auf „wahren Begebenheiten“ bzw. Legenden beruht, machts halt noch mal um einiges spannender.
Die Geschichte selber (und vor allem den Tarot-Karten-Aspekt) fand ich richtig gelungen und der Schreibstil ist halt auch genau meins. ☺️
Ich hab zwar schon recht früh einen der Plots erahnt, dennoch hat das für mich nicht den Lesespaß gemindert und das Ende war somit trotzdem sehr aufregend und spannend.
Danke Dani für die Empfehlung, ich empfehle hiermit weiter. 😎
Den Anblick des havarierten brennenden Dreimasters „Princess Augusta“ vor Block Island/Rhode Island 1738 wird der Landvermesser David van Roon nicht wieder vergessen. Warum von mehreren hundert Passagieren am Ende nur 60 überlebten, hat ihn seit dem Schiffbruch am Weihnachtstag nicht mehr losgelassen. Um Legenden und Erinnerungen zu sortieren, kehrt van Roon an seinen ehemaligen Einsatzort zurück, befragt Bewohner und lässt sich von „Long Kate“ die Karten legen. Anhand der ausgelegten Karten entsteht im Wechsel der Erzählerstimmen David und Kate die Vorgeschichte des Auswandererschiffs, dessen Passagiere offenbar einem Betrüger auf den Leim gegangen waren. Havarie und Brand des Schiffes könnten ebenso zur Beseitigung von Zeugen des Betrugs gedient haben, wie auch dem Gewohnheitsrecht der Inselbewohner, gestrandete Schiffe samt Ladung in Besitz zu nehmen. Der Landvermesser als Augenzeuge wirkt dabei nicht gerade zuverlässig; denn er gibt Pechmanns Leser:innen nur scheibchenweise Informationen und scheint sich in Widersprüche zu verwickeln. Kate, die an Bord des Dreimasters bereits als Hexe beschuldigt wurde, erzählt dagegen anschaulich von der Reise im Laderaum und wie täglich verstorbene Passagiere über Bord geschoben wurden.
Fazit Ein legendenumrankter historischer Schauplatz, der nur wenige Augenzeugen aufzubieten hat, der Interessengegensatz von Reedern und Strandgut-Wreckern und ein Erzähler, der für übernatürlich wirkende Ereignisse logische Erklärungen in Betracht zieht, fügen sich hier zu einer dicht erzählten, schlanken Geschichte. Aufgrund der übersichtlichen Seitenzahl und der zahlreichen angesprochenen Themen ein idealer Roman für Literaturkreise.
Ein faszinierender Roman, der den Leser mit auf eine Zeitreise ins 18. Jahrhundert und auf eine kleine Insel vor der amerikanischen Küste nimmt. Eine atmosphärische Geschichte zwischen hartem Realismus und Mystik, zwischen Glauben und Aberglauben, zwischen Erinnerung und Verdrängung, zwischen männlich dominierter Welt und ganz zentralem weiblichen Einfluß darauf. Zahlreiche Einflüsse wird man zu erkennen meinen (von Egar Allan Poe bis zu "Sleepy Hollow"), eine ganze Reihe tatsächlicher historischer Quellen werden am Ende genannt, aber aus all diesem gelingt es Alexander Pechmann, seine ganz eigene fesselnde Mischung herzustellen. Und dem Grund für die schönen Farben der Umschlaggestaltung kommt man im letzten Teil des Romans auch noch mit einer originellen Erklärung auf die Spur.
Auch zwischen 4 und 5*. Eine fesselnde Geschichte, kurz und knackig gehalten und toll erzählt. Pechmann pusht bei mir die gleichen buttons wie Süskind und das macht mich richtig happy. Kann ich nur empfehlen!
Klappentext: David Van Roon arbeitet südlich von Rhode Island an der Karte einer Insel, als er Zeuge eines Unglücks wird: Die Princess Augusta erleidet Weihnachten 1738 vor der Küste Schiffbruch. Obwohl Van Roon einer der wenigen ist, die kurzentschlossen hinausrudern, um zu helfen, plagen ihn Albträume und Gewissensbisse, nachdem er aufs Festland zurückgekehrt ist. Seine Erinnerung an die Katastrophe bleibt merkwürdig lückenhaft. Als ein Jahr später Gerüchte über ein vor der Insel aufgetauchtes Geisterschiff kursieren, fühlt er sich gezwungen, der Sache auf den Grund zu gehen. Die Überlebende Long Kate berichtet ihm von der monatelangen Überfahrt, von den Leiden der Passagiere, den Verbrechen der Crew und von einem Unheil, das in der Alten Welt seinen Anfang nahm. Doch erst als Van Roon selbst das brennende Schiff vor Block Island sichtet, erkennt er das Ausmaß seiner eigenen Schuld.
„Die Insel des kleinen Gottes“ ist ein historisch-phantastischer Roman von Alexander Pechmann.
Im Mittelpunkt steht David Van Roon, er wird Zeuge eines Schiffsunglücks. Obwohl er noch versucht hatte zur Hilfe zu kommen, bleibt das Bild immer in seinem Gedächtnis. Nur ca. 60 Menschen haben das Unglück des Auswandererschiffs überlebt. Es spinnen sich Geschichten um das Unglück. David Van Roon kehrt nach einiger Zeit an den Ort des Unglücks zurück, um seine Erinnerungen zu sortieren. Es stellt sich die Frage, wurde das Schiff mit Absicht in Brand gesteckt?
Diese Geschichte ist aus zahlreichen Geschichten und Balladen um das Geisterschiff „The Palatine Light“, sowie aus der Inselchronik von Block Island und der historischen Fahrt der Princess Augusta entstanden.
Alexander Pechmann lässt seine Leser*innen an den Gedanken und Erzählungen von David Van Roon teilhaben. Dabei lässt David Van Roons Gedächtnis ihn immer wieder im Stich. Die Leser*innen erfahren nur häppchenweise was geschehen ist. Kate, eine Überlebende des Schiffsunglücks, die als Hexe an Bord verschrien war hingegen erinnert sich genauer an das Unglück. Sie erzählt ihr Erlebnis klar und deutlich. So entsteht auch Stück für Stück für die Leser*innen ein klares Bild.
Alexander Pechmann erzählt mit diesem Roman eine Geschichte aus Legenden und Mythen. Mich hat die Geschichte schnell richtig gefesselt. Dabei ist der Schreibstil von Alexander Pechmann flüssig und gut verständlich. Der Autor versteht es die Eindrücke von David Van Roon und Kate auch unterschiedlich auszudrücken. So das man schon an der Sprache bemerkt, wer gerade erzählt.
„Die Insel des kleinen Gottes“ ist ein mystische und fesselnde Geschichte die ich an einem Abend gelesen habe.