In der tristen Presselandschaft der DDR funkelte von 1955 bis 1975 ein überraschend heller das 'MOSAIK von Hannes Hegen'. Das farbige Periodikum, das die lustigen Abenteuer von Dig, Dag und Digedag erzählte, war einer der erfolgreichsten deutschen Comics überhaupt. Seine Popularität rührte sicher auch daher, dass die Geschichten ganz beiläufig den historischen und Welthorizont der Leser enorm zu erweitern vermochten. Die Geschichte dieser 'Bilderzeitschrift' steht in einer merkwürdigen Wechselbeziehung mit der politischen Geschichte der DDR, obwohl oder gerade weil Hannes Hegens MOSAIK sich betont unpolitisch gab. Die Abenteuer der Digedags spiegeln die Ereignisse, die um sie bzw. ihren Schöpfer herum geschahen. Dies anhand der Quellen nachzuzeichnen, den einen oder anderen Entstehungszusammenhang offenzulegen und dabei vielleicht auch eine Erklärung für die Herausbildung des Mythos' um Johannes Hegenbarths Werk und seine Figuren zu finden, soll hier versucht werden.
Matthias Friskes "Die Geschichte des MOSAIK von Hannes Hegen" ist eine ausführliche Analyse des ikonischen DDR-Comics Mosaik, das die Abenteuer von Dig, Dag und Digedag erzählt. Friske beleuchtet die Entstehung des Mosaik, den Einfluss der DDR-Politik, das kreative Team und die internen Spannungen, die letztlich zum Ende der Digedags und zur Entstehung der Abrafaxe führten. Mit seinen zahlreichen Abbildungen und fundierten Quellen ist das Werk aufschlussreich und uneingeschränkt empfehlenswert!