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Möchten Sie mit mir darüber sprechen?

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January 13, 2025

Der Titel passt nur bedingt zum Text

Das neue Buch von Michaela Huber „Möchten sie mit mir darüber sprechen“ wurde mir freundlicherweise über Netgalley zur Rezension zu Verfügung gestellt. Huber beschreibt in diesem Buch den oftmals beschwerlichen Weg hin zu einer ambulanten Therapie. Sie beschreibt die Schwierigkeiten und Hürden, macht aber immer auch wieder Mut. Im Folgenden geht sie auf die ersten Stunden und das Kennenlernen von Klient und Therapeut ein, beschreibt den Ablauf einer Therapie und auch deren Ende.
Vieles ist hierbei anschaulich und in einer verständlichen Sprache dargestellt. Von Beginn an wird die Wertschätzung deutlich, die Huber als wohl bekannteste deutsche Psychotherapeutin den Klienten entgegenbringt. Dies kann wohl viel Angst auf Seiten der Patienten nehmen, die noch nie mit Psychotherapie in Berührung gekommen sind. Gleichzeitig gibt es aber auch Aspekte in dem Buch, die beängstigend wirken könnten. So erzählt sie viel von Traumata und die therapeutische Herangehensweise an diese. Dies kann abschreckend wirken und beschreibt auch nicht den therapeutischen Prozess von Patienten im Allgemeinen. Sie fokussiert sich sehr auf das Thema Trauma in ihrem Text. Natürlich ist aber Therapie nicht gleich Therapie und einen genau gleichen Verlauf kann es nicht geben. Sie hätte sich vielleicht an etwas allgemeingültigere Grundzüge von Psychotherapie halten können. Nicht jeder Patient hat ein Trauma und nicht jeder Patient braucht eine Traumatherapie. Wenn aber traumatisierte Menschen den Text lesen, dann werden ihnen gute Übungen an die Hand gegeben, die sie auch zu Hause durchführen können und die Entlastung bringen können. Zu erwähnen ist jedoch, dass es nicht auszuschließen ist, dass solche Übungen ohne professionelle Anleitung nicht den gewünschten Erfolg haben, oder gar schädlich sein können. Weiterhin ist kritisch anzumerken, dass Huber hier einen Idealfall von Therapie vorstellt, der in der Praxis eher unrealistisch ist.
Trotz aller Kritik: Huber vermag es, schwierige Sachverhalte für den Laien verständlich zu vermitteln. Ihre Sprache kann den Leser mitreißen und das Sachbuch liest sich wie ein spannender Roman.
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