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Apeirophobia

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Europa im 22. Jahrhundert: Die wieder erstarkte katholische Kirche hat Himmel und Hölle real werden lassen. Rom kontrolliert eine Technik, die die Körper Verstorbener wiedererweckt. Damit zwingt sie den Menschen in einem äußerlich modernen Staat eine mittelalterliche Moral auf.

Micha Berg, 21 Jahre alt und hochbegabt, giert nach Wissen. Sie will um jeden Preis Naturwissenschaften studieren, auch wenn es an der Päpstlichen Universität sein muss. Doch stattdessen wird sie in einem Sozialzentrum zur frommen Ehefrau ausgebildet. In ihrer Verzweiflung nimmt sie Kontakt zu den „Neuen Illuminaten“ auf, einer Untergrundgruppe, die die geheimen Machenschaften des Vatikans aufdecken will. Auch dem „ewigen Papst“ Bonifaz X. fällt Michas Genialität auf und sie gerät ins Visier seiner Heiligkeit. Als sie erkennt, was ihr übermächtiger Gegner vorhat, beginnt Micha einen scheinbar aussichtslosen Kampf ums Überleben der Welt.

Über den Autor

Christian J. Meier, geboren 1968, hat Physik studiert und arbeitet als Buchautor und Journalist. Er schreibt populärwissenschaftliche Sachbücher und Artikel für renommierte Medien wie Süddeutsche Zeitung, Neue Zürcher Zeitung oder Riffreporter. Als leidenschaftlicher Science-Fiction-Fan hat er selbst zwei Romane und mehrere Kurzgeschichten veröffentlicht, die sich meist um Digitalisierung, künstliche Intelligenz oder den technisch erweiterten Menschen von morgen drehen. „Apeirophobia“ ist sein dritter Science-Fiction-Roman. Christian J. Meier lebt im südhessischen Groß-Umstadt am Rande des Odenwaldes.

258 pages, Hardcover

Published September 1, 2024

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About the author

Christian J. Meier

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991 reviews20 followers
December 11, 2024
Wow, welch ein Weltenbau im ersten Kapitel.
Es wird richtig viel eingeführt, wobei das Setting und die Häubchen, die die Frauen tragen müssen und die eine unterschiedliche Farbe haben, je nachdem ob die Frau verheiratet ist oder nicht, mich an “Handmaid’s Tale” erinnert haben.
Die Ich-Erzählerin Micha hat das Pech, in diesem von der katholischen Kirche beherrschten Staat eine Frau zu sein. Dazu kommt noch, dass sie sehr, sehr intelligent ist, aber nicht an die Universität darf, sondern stattdessen heiraten soll. Ihr Bruder hilft ihr, an Bücher zu kommen.

Nach und nach erfahren wir noch mehr: Der ewige Papst Bonifaz erweckt Verstorbene wieder zum Leben, es gibt so etwas wie das biblische Manna zu Essen und es gibt eine “Seelenuhr”, die kontrolliert, ob man sich an alle Regeln hält oder evt. sogar sündigt. Vom Stand der Seelenuhr hängt später ab, ob man im Himmel, im Fegefeuer oder in der Hölle landet. All diese Konzepte hat die katholische Kirche unter der Herrschaft des Papstes mittels einer geheimen Technik ins reale Leben transportiert. Menschen aus der “Hölle” werden wiederbelebt und immer wieder neu bestraft. Sie müssen im Kolosseum gegen Löwen oder Bären kämpfen und werden dabei brutal “getötet". Dies wirft sie in die Hölle zurück, nur um nach einer gewissen Zeit den nächsten Kampf im Kolosseum ertragen zu müssen. Dies sind nur einige der Ideen aus dem ersten Kapitel des Romans.
“Apeirophobie” ist die Angst vor dem ewigen Leben, die Angst vor der Unendlichkeit und die Themen Tod und Ewiges Leben sind Kernthemen des Buches.
Auch in den nächsten Kapiteln geht es sehr interessant weiter: Micha muss sich als potentielle Ehefrau bewerben und nimmt Kontakt zu einer Widerstandsgruppe auf. Auch die Schilderung einer Papstmesse fand ich sehr beeindruckend. Micha resümiert sie so: “Es war das intensivste Erlebnis, das ich bis jetzt hatte. Es lässt mich verzweifelt zurück.”
Schließlich schließt sie sich den “Neuen Illuminaten” an und arbeitet am Sturz des Regimes. Mit dem Versuch, die Technik der katholischen Kirche zu verstehen, kommt die Science in diesen Roman.
Leider kann meiner Ansicht nach das Niveau der ersten Kapitel nicht über den gesamten Roman durchgehalten werden, es gibt schwächere Phasen. Auch der Stil schwankt ein wenig, manche Bilder fand ich nicht ganz passend, manche Szenen aber auch wieder sehr gut. Die Ich-Erzählerin hat mich nicht immer überzeugt, sie erlebt sehr viel, verliert Freunde, Familie und Idole, aber ich kam ihr nicht wirklich nahe.
Das Ende hat mich wieder verblüfft.

Trotz dieser Kritikpunkte bleibt es ein sehr lesenswertes und spannendes Buch mit einem originellen Weltenbau. Wer die Printausgabe liest, bekommt außerdem noch ein sehr schönes Buch: Dank an benswerk und Hirnkost.
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