Nach dieser Nacht wird nichts mehr sein, wie es war
Auf einer Halloweenparty in einer abgelegenen Villa im Harz bricht echter Horror aus. Anfangs hoffen die sechs Jugendlichen noch, dass es sich um einen Scherz handelt. Doch die zwei maskierten Fremden machen Ernst: Sie halten die Sechs gegen ihren Willen fest und schicken sie auf einen lebensgefährlichen Trip durch das zerklüftete Gelände am Brocken.
Wonach suchen die Geiselnehmer? Und wer von den sechs entführten Jugendlichen verbirgt das größte Geheimnis? Als eine der Geiseln stirbt, beginnt ein unerbittlicher Wettlauf gegen die Zeit …
Villa Obscura: Wer verbirgt hier welches Geheimnis?
Dieses Buch hat mich echt richtig überrascht 😍 Es hatte alles was man in einem guten Jugendthriller braucht. Es war von Anfang bis Ende mega spannend, die Plot-twists haben mich manchmal echt umgehauen 🤯 . Alles hat von vorne bis hinten Sinn ergeben und es gab auch für alles genug Hinweise.
Die Charaktere waren alle unterschiedlich, und obwohl das Buch nicht sonderlich lang ist , sehr gut ausgearbeitet und vielschichtig Die vielen Perspektivenwechsel und vorallem die kurzen Kapitel waren manchmal etwas zu viel , vorallem am Anfang, aber später findet man da sehr gut rein. 🤷♀️
Das Buch war auch echt atmosphärisch und das Setting echt cool 🎃🏚⛰️
Die Wendungen der Handlung waren wirklich das Beste am Buch. Zusammen mit den logischen Erklärungen dazu. Das ganze Buch war so unvorhersehbar und dadurch echt richtig toll
Ich will unbedingt noch die anderen Bücher der Autorinnen lesen. Für dieses Buch hier aber eine klare Lese- Empfehlung 😌🌟 ( Mein erstes Buch im Februar und direkt ein Highlight? 🥹)
Das Buch hat mir richtig gut gefallen! Eine Halloweenparty in einer alten Villa als Schauplatz fand ich schon mal super, und die Mischung aus Geheimnissen, Geiselnahme und alten Legenden bis hin zum hochspannenden Schluss hat wirklich gut gepasst. Es treffen hier die verschiedensten Charaktere aufeinander, so entstehen natürlich Spannungen, aber auch eine kleine, vorsichtige Romanze. Dabei hat jeder und jede der Charaktere eigene Motive, Gefühle und Geheimnisse. Der Spannungsbogen war wirklich gut aufgebaut, es passieren immer wieder erschreckende Dinge, die die Jugendlichen bewegen, schockieren und an ihre Grenzen bringen. Wer sind die Geiselnehmer und vor allem: warum tun sie das? Es werden viele Fragen aufgeworfen und zum Schluss auch beantwortet. Die Auflösung hat mir auch gut gefallen, alles wirkt sehr durchdacht. Ich hatte wirklich Spaß an dem Buch und würde "Villa Obscura" Jungs und Mädchen ab 14 empfehlen - allerdings nicht früher, da das Buch auch einige sensible Themen aufgreift (sexuelle Übergriffe, physische und psychische Gewalt).
Spannender Jugendthriller mit interessanten Setting und toller Atmosphäre 🤓 Ich war von Anfang an in der Story drin, weil die Villa samt Halloweenparty so toll inszeniert und beschrieben wurde 🥰 Das Hörbuch wird von verschiedenen Synchronsprechern vertont und alle haben einen guten Job gemacht. Es hatte schon fast ein Hörspiel Vibe und sowas mag ich immer sehr 😊 Allerdings bin ich bis zum Schluss nicht so gabz mit den Charakteren warm geworden und konnte auch leider nicht so mitfiebern, wie ich es gerne wollte ☹️ Ich fand es auch sehr schade, dass für mein Empfinden die Halloweenparty zu schnell abgehandelt wurde 😕 das fand ich richtig schade, da ich die beschriebene Atmosphäre sehr mochte und einfach perfekt für den Herbst war 🍁🍂 Die Spannung bleibt aber stets erhalten und es gibt den ein oder anderen Twist mit dem ich nicht gerechnet habe 😊 Gegen Ende der Geschichte werden sehr wichtige Themen von den beiden Autorinnen mit eingebunden und das mit dem nötigen Feingefühl. Das fand ich sehr gelungen. Alles in allem ein netter und unterhaltsamer Jugendthriller für zwischendurch 🥰
Wegen seines Settings im Harz ist dieser Jugendthriller direkt auf meine Leseliste gewandert und ich habe mich riesig gefreut, ihn kurz darauf in der Onleihe zu entdecken. Eine Halloweenparty am Brocken - das klingt nach dem perfekten Rezept für ein schauriges Leseerlebnis.
Der Cast besteht aus einer bunten Mischung junger Erwachsener, die alle auf irgendeine Weise Bezug zur Gastgeberin der Party haben. Doch diese lässt sich nicht blicken und als die sechs Hauptcharaktere am Ende des Abends festgehalten werden, ahnen sie, dass jemand noch Pläne mit ihnen hat.
Es ist mir leicht gefallen, die Charaktere auseinanderzuhalten und ihre Charakteristika und Beziehungen zuzuordnen. Sie sind individuell, ohne wie Karikaturen zu wirken. Außerdem zeigt sich, dass keiner von ihnen ein unbeschriebenes Blatt ist und man hinter die Fassade eines Menschen blicken sollte.
Young Adult Thriller an Halloween -Rezensionsexemplar- . Genre: Packender & PageTurning Thriller mit skurrilen Charakteren, einem überraschenden Plottwist - mindblowing!- & wechselnden POV. . Setting: Eine Halloweenparty mutiert zu einer gruseligen Geisenahme & irgendwie hat jeder von den Personen ein Geheimnis. & was hat es mit den Ausflügen auf sich, auf die sie alle nacheinander geschickt werden. . Schnapp dir einen Kaffee & mummel dich gut ein & stell dich auf packende Seiten ein!
Als Hörbuch begonnen, aber bei 10 Prozent abgebrochen, weil mir die Perspektivwechsel zu viel waren. Ich schätze, das muss man selbst lesen, statt es vorgelesen zu bekommen, um sich hier besser zurecht zu finden. Über das Buch und den Inhalt kann ich daher nicht urteilen.
Ich mochte bis jetzt die Bücher des Autorenduos Hill & Stapor sehr gerne. Daher habe ich mich auch schon Monate im Voraus auf Villa Obscura gefreut. Die Prämisse klingt sehr gut: Eine Halloweenparty in einer abgelegenen Villa am Brocken. Plötzlich wird aus der Party eine Geiselnahme. Das Buch hat nur knapp über 200 Seiten, konnte mich aber leider doch nicht so fesseln, wie es "Tristan Mortalis" oder "Lupus Noctis" getan haben. Irgendwie hatte ich zum Großteil das Gefühl, dass sich die Handlung einfach ewig zieht. Die Spannung kommt eigentlich erst auf den letzten 25 Seiten auf :/ Das ist natürlich irgendwie etwas enttäuschend. Auch die Charakte fand ich hier einfach nicht besonders aufgearbeitet. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das hier wenig Neues bietet. Der Plot ist an vielen Stellen ziemlich konstruiert und das Ende kam dann doch etwas abrupt. Ich finde auch den Klappentext sehr ungünstig gewählt, da dieser bei mir einfach andere Erwartungen geweckt hat. "Doch die zwei maskierten Fremden halten die Sechs gegen ihren Willen fest und schicken sie auf einen lebensgefährlichen Trip durch das zerklüftete Gelände am Brocken." Ich hatte mir irgendwie mehr von diesem lebensgefährlichen Trip durch die Landschaft am Brocken versprochen, dachte auch, dass die Geiselnahme sich hauptsächlich auf diesem "Trip" abspielen würde... Allerdings kommt es gar nicht wirklich zu einem richtigen "Trip" und das Ausharren auf dem Dachboden der Villa nimmt einen viel größeren Teil ein. Auch das der Klappentext verrät, dass eine der Geiseln stirbt, finde ich nicht besonders gut gelungen. Ich finde das verrät leider auch schon viel zu früh etwas von der Geschichte.
"Villa Obscura" war mein erstes Buch der beiden Autorinnen Melissa C. Hill und Anja Stapor. Mich hatten der Klappentext und das Cover sofort angesprochen.
Der Einstieg ins Buch ist schaurig schön. Man ist sofort in der Geschichte und durch die unterschiedlichen Blickwinkel der sechs Charaktere bekommt man einen umfassenden Blick auf die Geschehnisse. Der Schreibstil ist angenehm und durch die kurzen Kapitel ergibt sich ein tolles Lesetempo.
Mir haben ein bisschen die Thriller-Elemente gefehlt. Das soll aber nicht heißen, dass es nicht spannend war. Ganz im Gegenteil. Wie auch die Charaktere ist man viel mit der Frage konfrontiert nach dem Warum? Was für ein Spiel wird hier gespielt? Was verbergen die einzelnen Charaktere?
Die Lesenden werden ziemlich lange im Unklaren gelassen und mit wunderbaren und unerwarteten Wendungen gekonnt auf falsche Fährten gelockt. Des Öfteren ertappt man sich im Gedanken, dass man wüsste wie der Hase läuft, bis man wieder feststellt, dass man sich erneut getäuscht hat.
Das Finale ist stimmig und bringt noch einmal ordentlich Tempo und Dynamik ins Spiel. Beim Epilog gab es für mich einige kleinere Kritikpunkte, die das Leseerlebnis aber nicht wirklich schmälern.
Melissa C. Hill und Anja Stapor präsentieren mit ihrem Werk ein spannendes Leseerlebnis, welches mystische Details einbindet und gekonnt mit den Lesenden spielt.
Halloween - die gruseligste Zeit des Jahres. Und Zeit für Partys. So auch in der Villa Obscura, einem herrschaftlichen Haus, welches eigentlich jetzt ein Fotostudio beherbergt. Constanze, die Inhaberin, hat ihre Kunden und Fotomodells zu eben so einer Party eingeladen. Verkleidungen, gutes Essen, etwas Trinken und Spaß haben. Nur komisch, dass Constanze selbst nicht zu ihrer Party auftaucht. Amadeus, der zusammen mit Jane zur Feier kommt, Emilé, der als DJ engagiert ist, Kyoshi, der Fotos machen soll und Linda sowie Sarah, zwei Models, sind erstaunt, plötzlich die letzten auf der Party zu sein. Und dann werden sie auch noch von zwei maskierten Männern mit einem Jagdgewehr bedroht und auf dem Dachboden eingeschlossen. Ohne Ahnung, was hier eigentlich los ist.
Sechs jugendliche Geiseln, sechs unterschiedliche Perspektiven - ein mysteriöser Schauplatz und keine Ahnung, was passiert.
Das Buch nimmt sehr langsam Fahrt auf, was jedoch nicht unangenehm ist, sondern uns Zeit verschafft, erst einmal die einzelnen Charaktere kennenzulernen, nur um dann festzustellen, dass man keinen richtig kennen kann.
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich zu keinem der sechs Protagonisten einen richtige Beziehung aufbauen konnte, obwohl wirklich alle eine gewisse Tiefe haben. Aber es gibt so viele Zweifel, Ungereimtheiten und Hinweise. Und deswegen bleiben alle unnahbar und erst auf den letzten zwei Seiten konnte ich mich ein bisschen für alle erwärmen.
Was aber nicht heißt, dass ich die Story nicht gut fand. Im Gegenteil. So etwas Spannendes und dann noch mit einem unvorstellbaren Ende, habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Und das hat mich sehr gefreut, eben weil es einfach mal was anderes war.
Es wird abwechselnd aus den Sichten der sechs Jugendlichen erzählt und somit bekommen wir auch sehr viele Informationen. Denn jeder hat ein Motiv, zumindest denkt man das und dann kommt es plötzlich anders als man denkt.
Es ist undurchsichtig und man wird oft in die Irre geführt. So ergeben sich gezielte Wendungen und auch die Sympathien werden immer unregelmäßig verteilt, so dass man letztendlich gar keinem mehr traut.
So fragt man sich ständig, was eigentlich gerade vorgeht, kann man den Leuten trauen, was verstecken sie und warum sind gerade diese sechs Opfer der Entführung geworden.
Das Ende ist total stimmig, und auch wenn man sich letztendlich so etwas nicht vorstellen kann, war es gerade für diese Story sehr passend.
Ich hatte mich extrem auf das Buch gefreut, weil mich Lupus Noctis (von den Autorinnen) richtig von den Socken gehauen hat.
Vielleicht waren meine Erwartungen dann dementsprechend auch zu hoch? Ich weiß es nicht. Für mich kam leider nur sehr, sehr schleppend Spannung auf. Ich hatte das Gefühl, dass erst nach 60% des Buches mal überhaupt etwas passiert. Auch hätte ich mir etwas mehr Grusel bei diesem Setting gewünscht, anstelle dessen geht es hier um eine Geiselnahme.
Dennoch war das Buch nicht sehr vorhersehbar und einige Wendungen haben mich dann doch überrascht. Der Tod einer Figur fühlte sich so tragisch wie leider auch sinnlos an… Aber Ich schätze, dass das so sein sollte; dass die Tragik sich durch die Sinnlosigkeit begründet. Gegen Ende kam dann nochmal richtig Spannung auf. Die Figuren fand ich teilweise nicht ganz so glaubhaft. Das Setting um den Brocken rum, fand ich richtig schön ausgearbeitet und mal etwas ganz besonderes.
Erstmal vorab, ich habe nicht sonderlich viel von dem Buch erwartet. Mich hat der Klappentext zwar angesprochen, aber ich habe mir einfach gedacht, es sei etwas leichtes für nebenbei und wollte mich mal überraschen lassen. Dafür war ich vom Verlauf der Geschichte umso überraschter, im Positiven Sinne natürlich. Den Schreibstil aus den unterschiedlichen Blickpunkten der Personen empfand ich als sehr gut nachvollziehbar und sehr förderlich, um eine Sympathie aufzubauen. Der Plot war für mich keineswegs vorhersehbar und ich war stets von den Wendungen überrascht. Auch ein paar ernstere Themen (beachtet bitte auch die Triggerwarnungen hinten im Buch) finden ihren Platz und geben der Geschichte ihren Tiefgang. Das Buch hatte für mich genau das richtige Tempo und nahm gerade am Ende richtig Fahrt auf und ich konnte es vor Spannung kaum aus der Hand legen.
Meine Meinung: Von dem Debütroman des Autorinnenduos war ich restlos begeistert, umso gespannter war ich, wie mir nun ihr "Villa Obscura" gefallen würde.
Und zunächst muss ich gestehen, dass die ersten 30 Seiten der Geschichte wirklich schleppend vorangingen und ich schon etwas besorgt war, dass dieses Buch möglicherweise ein Flop werden könnte... Doch was die Autorinnen dann an Spannung und gänsehautverursachender Atmosphäre aufzubauen wussten, das war in meinen Augen ganz großes Kino. Dieser Umstand führte dazu, dass ich diesen Pageturner innerhalb von 4 Stunden am Stück verschlungen habe, weil ich unbedingt wissen musste, was denn nun hier gespielt wird.
Denn die Autorinnen schaffen es wie kaum ein anderer jeden ihrer Charakter verdächtig erscheinen zu lassen, ohne dass dies plump oder durchschaubar wirkt: Keinesfalls; sie machen dies so geschickt, dass es eben wirklich jeder sein könnte, jeder komplex und herausragend ausgearbeitet wirkt und man auf jeder Seite den großen Knall befürchtet, der einen schon mal durch den Raum blicken lässt, weil man beinahe ein wenig Angst bekommt.
Und dies ist ein herausragendes Können, welches die Autorinnen besitzen, sie greifen nie zu einer Brutalität, nein sie erschaffen einzig mit Worten, einem herausragenden Plot und komplexen Charakteren eine hochspannende Atmosphäre! Die auch über das Jugendbuchgenre hinaus, mit allen anderen Thrillern perfekt mithalten kann und atmosphärisch, sowie spannungstechnisch auf höchstem Niveau ist.
Mein Fazit: Ein herausragender Thriller voller Spannung und Verwirrungen und einer herausragenden Stimmung. Spannung, Gänsehautfaktor und eine gehörige Portion Atmosphäre = Ein großer Lesespaß für Leser die es spannend mögen!
Ich habe mir „Villa Obscura“ gekauft, weil der Klappentext mich sofort mit seinem Setting - dem Harz/Brocken - gecatcht hat. Das Setting war leider aber auch eines der wenigen Dinge, die mich schlussendlich abholen konnten. Wer, wie ich, in einem Thriller auf nervenzerreißende Spannung und überraschende Wendungen hofft, kommt hier leider nicht auf seine Kosten. Es fehlte der Handlung zwar nicht an Dynamik, aber sie wurde recht schnell unübersichtlich, wodurch der Plot an Gewicht und Ernsthaftigkeit verlor. Für viele Fragen/Probleme gab es zu schnell eine Lösung, Konfliktsituationen dagegen wurden nicht wirklich geklärt. Ich hatte vorab schon die Befürchtung, dass mir die Protagonisten im Schnitt zu jung sein könnten und so war es dann auch. Dadurch konnte ich ihre Denkweise und viele ihrer Entscheidungen oftmals nicht nachvollziehen. Generell wirkte die gesamte Geschichte für meinen Geschmack etwas zu konstruiert. Der Schreibstil und die wechselnden Erzählperspektiven, sowie die Einbindung der Geschichte rund um den Harz/Brocken haben mir aber gut gefallen.
Nachdem mir „Lupus Noctis“ sehr gefallen hat, war ich auf „Villa Obscura“ natürlich gespannt. Die Charaktere waren auch wieder in Ordnung und das Buch ließ sich schnell lesen, aber der Plot wirkte leider besonders am Ende ziemlich konstruiert und war recht spannungsarm. Die Party, die im Klappentext erwähnt wird, wurde nach wenigen Seiten bereits aufgelöst, als die verbliebenen sechs Partygäste auf dem Dachboden eingesperrt wurden, weshalb die ganze Geschichte kaum Halloween-Flair hatte. Die nächsten zweihundert Seiten passierte nicht sonderlich viel, (SPOILER) die Jugendlichen suchten immer wieder nach einem Ausweg aus ihrem Verlies, was jedes Mal aufs Neue scheiterte. Dabei kletterten sie einmal auch aus dem Fenster und liefen auf einem alten, baufälligen Sims herum, der unter ihnen fast zusammenbrach, was ich alles ziemlich unrealistisch fand. Außerdem stießen sie ganz am Anfang auf einen „Geheimgang“, den Stauraum in den Dachschrägen, der danach irgendwie nie wieder erwähnt wurde, obwohl man dort zum Beispiel die Laken hätte verstecken können, aus denen die Jugendlichen ein Seil basteln wollten. Im Nachhinein betrachtet wirkt es einfach so, als wollte man mit den zahlreichen gescheiterten Fluchtversuchen die Zeit totschlagen, bis man am Ende alles auflösen würde, und gleichzeitig Raum bieten, um weitere Ausflüge mit den Gefangenen zu schreiben, bei denen irgendwann dann Jane umkommen sollte. (SPOILER ENDE) Meine Hoffnung, am Ende würde es noch ein bisschen rasanter und spannender werden, wurde leider enttäuscht, stattdessen bekam ich eine Auflösung, die so unrealistisch und konstruiert war, dass ich beim Lesen sogar öfter amüsiert lachen musste. (SPOILER) Amadeus, Constanzes Bruder, und Thomas, ihr Verlobter, hatten die fünf Jugendlichen also eingesperrt, weil sie wussten, dass einer von ihnen Constanze entführt haben musste, schließlich waren sie alle zur Tatzeit im Kostümfundus gewesen und hatten alle Angst vor Hunden, genau wie der Täter. Die Polizei konnten die beiden allerdings nicht einschalten, da der Entführer Constanze sonst töten würde. Abgesehen davon, dass es den Entführer ziemlich reizen dürfte, von den beiden festgehalten zu werden, was Constanze genauso in Gefahr brachte, folgte auch noch eine komplett an den Haaren herbeigezogene Erklärung dafür, wieso die beiden die Jugendlichen immer wieder an abgelegene Orte gebracht hatten, wo sie nach etwas suchen sollten: Weil sie bei einem Telefonat mit der entführten Constanze einen starken Hall wahrgenommen hatten! In Wahrheit sollten die Ausflüge mit den Entführern die Geschichte vermutlich etwas mysteriöser und spannender gestalten, denn Constanze könnte in jedem x-beliebigen Keller eingesperrt sein, was sogar realistischer wäre als in irgendeinem Wartungsgang bei einem Staudamm. Als dann auch noch enthüllt wurde, dass Jane die Entführerin war, fragte ich mich, wie sie Constanze allein hätte tragen sollen, weil selbst Amadeus am Ende Schwierigkeiten dabei zu haben schien. Tja, und das Finale wurde auch nicht mehr realistischer: Constanze war in einem Eisenbahntunnel auf den Schienen festgeschnallt, wo jeden Moment ein Zug durchrasen würde. Ungeachtet dessen, dass ich mich fragte, wieso man dort ein Entführungsopfer festhalten sollte, wenn es nicht sterben sollte, und dass es ziemlich unrealistisch war, dass Constanze nach dem einen Tag, den Jane unerwarteterweise eingesperrt gewesen war, noch nicht tot war, riefen die Jugendlichen dann natürlich nicht die Polizei, die den Zug sofort anhalten könnte, sondern rannten selbst in den Tunnel hinein, wo sie – selbstverständlich – von dem Zug überrascht wurden, damit das Buch noch ein spannendes Finale bekam. (SPOILER ENDE) Fazit: Ich dachte, „Villa Obscura“ wäre als Halloween-Lektüre ganz nett, der konstruierte Plot zusammen mit der fehlenden Spannung vermiesten mir die Geschichte leider jedoch. Dennoch gebe ich drei Sterne dafür, dass sich das Ganze immerhin gut lesen ließ und teilweise interessante Charaktere hatte.
Ich bin an sich ohne große Erwartungen an dieses Buch herangegangen: Das Setting, der Harz an Halloween, hat mich das Hörbuch auswählen lassen, da es so gut zur Jahreszeit gepasst hat. Zuerst war ich wegen der vielen Erzählperspektiven etwas skeptisch, habe dann aber schnell reingefunden, da, je besser man sie kennenlernt, alle Figuren sehr eigen und detailverliebt ausgearbeitet sind und innerhalb ihrer Kapitel auch eigene Erzählstimmen haben, die man gut unterscheiden kann. Je weiter ich gelesen habe, umso sinnvoller erschien es mir auch, dass die Situation aus der Perspektive all dieser Figuren geschildert wird, denn alle haben eigene Geheimnisse und Sichtweisen auf ihre Situation, die sich zu einem spannenden Ganzen zusammensetzen.
Die Handlung hat mich erst glauben lassen, "Villa Obscura" würde in Richtung Horror-Slasher für Jugendliche gehen, wie sie im Moment relativ beliebt sind: Eine Gruppe im Studierenden-/Azubi-Alter wird nach einer Halloweenparty in der Villa einer renommierten Fotografin entführt und von maskierten Männern mit Waffen auf dem Dachboden festgehalten. Es geht dann aber nicht in eine typische Thriller/Horror-Richtung, sondern viel mehr um die Geheimnisse der einzelnen Figuren und vor allem um das Haus und seine Besitzerin selbst. Wieso sind ausgerechnet diese sechs Menschen hier? Was haben sie mit Konstanze von Eschede, der berühmten Fotografin, zu tun? Und welche Rolle spielt Konstanzes düstere Familiengeschichte? Statt Thriller oder sogar Slasher erwartet einen hier eher ein rätselhafter Krimi mit düsterer Grundstimmung, zahlreichen spannenden Twists und ein paar Grusel-Elementen, die an klassische Schauermärchen erinnern.
Auch sehr gut gelungen fand ich, wie die Themen Missbrauch und Trauma eingebunden und behandelt wurden. Der Roman zeigt auf, dass Missbrauch viele Gesichter haben kann, dass unsere Gesellschaft mit Missbrauchsopfern und -überlebenden noch immer nicht ideal umgeht und räumt auch mit dem Mythos vom "perfekten Opfer" auf. Alles in allem hatte ich das Gefühl, dass die Autorinnen sich sehr eingängig mit dem Thema beschäftigt haben und es ihnen am Herzen lag eine sensible, aber ehrliche Geschichte über die Folgen von Missbrauchserfahrungen, Trauma und auch Diskriminierung zu erzählen, was ihnen meiner Meinung nach auch gelungen ist.
Besonders gegen Ende hätte ich mir jedoch ein paar mehr klare Auflösungen gewünscht. Es gab viele total spannende Twists und die Hauptgeschichte wird auch gut aufgelöst, doch hier und da wurden Rätsel in den Text gestreut, wahrscheinlich als rote Heringe gedacht, die dann aber einfach nicht aufgelöst wurden.
Alles in allem ist "Villa Obscura" aber ein sehr spannender YA/NA-Krimi mit düsterer Grundstimmung und ein bisschen klassischem Grusel, der gut in die Halloweenzeit passt. Interessante Figuren, spannende Wendungen und eine turbulente Geschichte, die sich nach und nach entfaltet, werden abgerundet durch einige interessante und hochaktuelle Exkurse zu den Themen Missbrauch, Trauma und gesellschaftlichem Umgang damit. Mir hat das Buch also wirklich gut gefallen und ich würde es Fans gruseliger Krimis empfehlen, möchte aber auch darauf hinweisen, dass die beigefügte Liste an möglichen Triggern unbedingt beachtet werden sollte.
Die Geschichte beginnt spannend und gruselig mit einer Halloweenparty in unheimlich-beklemmendem Ambiente der abgelegenen Villa Obscura im Harz, um die sich eine düstere Legende rankt. Auf der Party wird diese dunkle Legende der Villa von einer alten Dame vorgetragen, man hat also schon beim Lesen Gänsehaut Feeling pur!
Jane ist als Begleitung von Amadeus bei der Party dabei. Doch alle warten vergeblich auf die Hausherrin, die berühmte Fotografin Constanze. Nur zwei Männer in Morph-Suits servieren Häppchen und Getränke, und ein DJ spielt Musik. Sonst gibt es kein Personal. Gegen Mitternacht werden alle von den Morph-Typen in Shuttles manövriert und heimgebracht, nur Amadeus, Kiyoshi, der für Constanze arbeitet, das Model Linda und Constanzes Freundin und ebenfalls Fotografin Sarah sowie die drei Angestellten bleiben. Als Jane auch heimgebracht werden soll, schafft sie es, ungesehen dort zu bleiben. Leider wird sie schnell entdeckt - und dann beginnt der Alptraum für die restlichen Partygäste sowie DJ Émile - diese sechs werden von den beiden Männern in Morph-Suits festgehalten und am Dachboden eingesperrt.
Die Geschichte wird aus Sicht der sechs Geiseln erzählt, immer abwechselnd. Normalerweise mag ich Perspektivwechsel, aber hier waren es so viele und so rasch hintereinander, dass es ermüdend war und ich manchmal gar nicht mehr wusste, aus welcher Sicht man nun liest. Auch waren diese Abschnitte jeweils immer viel zu kurz, um so richtig in die Gedanken und Gefühle der jeweiligen Erzähler eintauchen zu können.
Der Klappentext hat bei mir leider eine falsche Vorstellung impliziert (obwohl es ja eigentlich gar nicht falsch dargestellt wurde). Aber unter "schicken sie auf einen lebensgefährlichen Trip durch das zerklüftete Gelände am Brocken" habe ich mir eine Art Escape Room bzw. Schnitzeljagd durch den Brocken vorgestellt. Allerdings waren die Geiseln jeweils nur kurz draußen. Und was da genau geschehen ist, hat man als Leser zuerst gar nicht erfahren - es kam also hier leider wenig Spannung auf. Auch, wonach eigentlich gesucht wird, fragt man sich lange Zeit. Die Morphs hingegen lassen Grusel aufkommen, da sie kein Wort sprechen und die Gefangenen konstant bedrohen. Spannend war das Interagieren der jeweils fünf am Dachboden verbliebenen Geiseln, da man durch deren Gespräche bröckchenweise mehr Infos erhält. Und bei den Ausbruchsversuchen hat man natürlich mitgefiebert, obwohl es teilweise unglaubwürdig war.
Gut gefiel mir, dass alle Charaktere total unterschiedlich waren und polarisiert haben. Jeder hat Geheimnisse, die sich nach und nach aufdecken. Und v.a. Constanze, über die man ja nur aus Erzählungen der anderen erfährt. Und man ist natürlich ebenso wie die Geiseln neugierig, wo Constanze überhaupt abgeblieben ist. Weniger gut hingegen gefiel mir, dass es keine Jugendlichen waren, wie man aus Klappentext und der Einordnung des Buches als Jugendthriller erwartet hat, sondern junge Erwachsene. Bis auf das Alter von Jane (19) und Emile (18) erfährt man es von keinem - und ab 18 ist man ja bereits volljährig.
Der Showdown war mir etwas zu viel und die Auflösung einerseits überraschend (mit einer wichtigen Botschaft!), aber dann doch teilweise etwas unglaubwürdig. Der Epilog hat mir gefallen, wie die Geiseln der Halloweennacht auch danach Kontakt halten und über alles resümieren.
Fazit: Dieser Jugendthriller mit wichtiger Botschaft entwickelt sich anders als erwartet. Es gab spannende Stellen, allerdings auch Längen. Aber ein unterschwellig gruseliges Feeling hat man das ganze Buch über!
Auf der Suche nach Spannung... . …bin ich beim Jugendthriller VILLA OBSCURA von Melissa C. Hill und Anja Stapor nicht fündig geworden. Die Autorinnen sind bereits durch LUPUS NOCTIS und TRISTAN MORTALIS bekannt. Viele begeisterte Stimmen haben mich neugierig gemacht und ich habe mir jetzt einfach direkt mal das neuste Buch des Duos gegeben. Der Klappentext klingt super. Das Setting passt perfekt in die dunkle Jahreszeit. Das spricht doch für eine tolle Story. Oder etwa nicht? . Darum geht’s: Eine Halloween-Party in einer geheimnisvollen Villa am Brocken im Harz. Dann bricht die rauschende Feier vorzeitig ab. Zwei maskierte Verbrecher nehmen sechs Jugendliche als Geiseln. Als eine von ihnen stirbt, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit… . Zwischen Prolog und Epilog ist das Buch in sechs Teile unterteilt. Teil I macht noch das, was er soll: Er hat mich in das Setting eingeführt und mit den Personen bekannt gemacht. Erzählt wird aus den Perspektiven der sechs Protagonisten. Etwas viel Hin und Her, dachte ich zu Beginn, zumal ich die Jugendlichen da auch noch nicht alle so ganz perfekt auseinanderhalten konnte. Also lief schon an dieser Stelle nicht alles ganz rund beim Lesen. Aber das wird sich schon geben, wenn es erstmal so richtig spannend wird, dachte ich und bin noch voller Freude in Leseabschnitt II gestartet. Und da kommt dann schon die Ernüchterung, denn es wird nicht spannend, sondern direkt mal langatmig. Die Handlung kommt nicht aus dem Quark. Dazu trägt die Erzählweise entscheidend bei. Kaum wird es ansatzweise interessant … BÄM … Perspektivwechsel. Die Story macht an einem anderen, schlimmstenfalls schon dagewesenen Punkt, nur eben aus einer anderen Sicht weiter. Dadurch dreht sich die Handlung gefühlt im Kreis, kommt nicht vom Fleck und zieht sich wie Kaugummi. Im Verlauf habe ich auch das Verhalten der Jugendlichen als total seltsam empfunden. Entscheidende Fragen, die man sich stellen und ausdiskutieren müsste, werden einfach totgeschwiegen. Ich habe an bestimmten Handlungspunkten einfach keine Infos bekommen. Das hat mich sehr genervt. Ich habe ziemlich gefrustet weitergelesen. Nach mehr als der Hälfte des Buches ist es aber immer noch nicht spannend. Auch der Tod einer Geisel lässt weiter auf sich warten. Ich habe mich echt schon gefragt, ob ich überhaupt das passende Buch zum Klappentext lese. Die Motivation zum Weiterlesen war mir hier eigentlich schon abhandengekommen. Aus unerklärlichen Gründen habe ich die Lektüre trotzdem fortgesetzt. Und Gott sei’s getrommelt, da kam auch noch was. Naja, so ein bisschen. Definitiv nicht genug, um mich für die vorangegangene Langeweile zu entschädigen. Aber immerhin kommt zumindest nochmal etwas Tempo in die Geschichte. Geheimnisse werden gelüftet. Alles reingequetscht in Teil IV (!). Eine strategisch bessere Verteilung wäre für den Handlungsverlauf und den Spannungsaufbau allerdings von Vorteil gewesen. So spät in der Geschichte hatte ich jedenfalls schon das Interesse verloren, das Schicksal der Figuren war mir egal und ich wollte nur noch zum Ende kommen. . Fazit: Nicht meine Party. Nicht mein Buch. Somit kann ich persönlich keine Leseempfehlung für VILLA OBSCURA aussprechen.
Als die Fotografin Constanze Eschede zur Halloween Party in ihrer gruseligen Villa auf dem Brocken einlädt, ist der Andrang groß. Die Party ist im vollen Gange, doch von Conastanze keine Spur. Als plötzlich zwei der als Morph verkleidete Kellner dazu drängen, dass die Gäste die Villa verlassen, kann die Verwirrung nicht größer sein, denn genau sechs von ihnen bleiben zurück. Die Morphs sperren diese sechs ein, holen sie einzeln ab und machen irgendetwas mit ihnen, doch niemand spricht darüber. Was geht hier vor sich und was verbergen die übrig gebliebenen Partygäste wirklich? Mich sprach dieses düstere Cover sofort an und machte mich neugierig auf den Inhalt. Der Eistieg allerdings fiel mir persönlich nicht ganz so leicht, denn ich musste mich hier an den Schreibstil ein wenig gewöhnen. Ein neutraler Erzähler führt nämlich in der Gegenwart durch die Geschichte und die Point of Views wechseln hier ständig zwischen den sechs Partygästen, die von den Morphs in der Villa festgehalten werden. Wir beginnen also zunächst mit der Party, bekommen aber gerade von diesen sechs Personen einen ersten Eindruck, erfahren ein kleines bisschen über die einzelnen Charaktere, aber wie sich im Laufe der Geschichte zeigt, hat jeder von ihnen ein Geheimnis zu verbergen. So wird es dann spätestens ab der Entführung der Jugendlichen recht spannend und fesselnd, von Fluchtversuchen bis hin zu den Ausflügen gemeinsam mit den Morphs begleitet man die Charaktere und es jagt ein Plottwist den nächsten bis hin zu einem Ende, das ich so in keinster Weise habe kommen sehen. Die Villa, die natürlich auch ein gruselige Saga behiematet, hat natürlich eine ganz eigene, besondere Atmosphäre, die hier hervorragend zur Halloween Szenerie passt. Ich persönlich habe es nicht als gruselig empfunden, fand es aber trotzdem hervorragend als Ambiente gewählt und, zumindest teilweise, gut beschrieben. Die Charaktere bleiben überschaubar, da außer den beiden Entführern und den sechs Jugendlichen niemand in der Villa zurückbleibt. Im Laufe der Handlung bekommt man von jedem einzelnen ein genaueres Bild und doch dauert es, bis man ihre Geheimnisse erfährt, somit bleibt die Spannung bis zum Ende hin hoch gehalten. Ich möchte hier auch gar nicht zu sehr auf die einzelnen Charaktere eingehen, die zurückbleiben, damit ich einfach nichts verrate. Mein Fazit: Ein gelungener Jugendthriller, der durchaus auch dem erwachsenen Leser spannende Unterhaltung bietet und dazu einlädt, was denn nun wirklich das Geheimnis der düsteren Villa am Brocken ist. Häufig wechselnde Perspektiven und eine unvorhersehbare Handlung sorgen ebenfalls für die Sogwirkung des Thrillers. Für mich eine durchaus spannende Lektüre, die ich gerne weiterempfehle.
3.5 Das gruselige, düstere Cover ist mir hier sofort ins Auge gefallen und nachdem ich den Klappentext gelesen habe wollte ich unbedingt wissen was mich zwischen den Buchdeckeln erwartet. Ich war selbst schon zwei mal auf dem Brocken und kenne auch das schöne Städchen Werningerode und war deshalb noch gespannter, da ich gerne Bücher lese wo ich selbst schon war.
Im Buch geht es um sechs Jugendliche die auf eine große Halloweenparty eingeladen sind. Kurz nach Mitternacht werden die meisten Gäste aber schon nach Hause geschickt und lediglich diese sechs bleiben in der Villa zurück. Zwei maskierte Menschen sperren sie ein und ein Albtraum für die sechs jungen Menschen beginnt!
Der Einstieg ins Buch ist mir leicht gefallen, das Buch ist locker und einfach geschrieben und passt gut zur Zielgruppe der Jugendlichen, obwohl nicht sehr viel mit Jugendsprache gearbeitet wurde. Dies hat mich jedoch nicht gestört. Die Halloweenparty in der düsteren Villa wird lebendig beschrieben und es hat mir Spaß gemacht die einzelnen Personen erst einmal kennen zu lernen. Da das Buch immer wechselnd aus Sicht der Sechs Personen geschrieben wurde ist es einerseits abwechslungsreich aber manchmal auch etwas chaotisch. Da die Perspektivwechsel auch immer schon nach wenigen Seiten kommen hatte ich das Gefühl die Jugendlichen nicht sehr gut kennen zu lernen und es blieb etwas oberflächlich. Auch die beginnende Liebesgeschichte zwischen zwei der Sechs fand ich nervig und wenig glaubwürdig.
Die ersten hundert Seiten sind spannend geschrieben und als Leser weiss man, genau wie die Protagnisten selbst nicht, was die Maskierten überhaupt von ihnen wollen. Alles läuft ziemlich mysteriös ab, hat mir aber gut gefallen. Dann jedoch wiederholt sich das Muster der Maskierten immer wieder und die Spannung blieb für mich dann leider etwas auf der Strecke. In der Mitte des Buches wurde sich auch mehr auf die Interaktionen der Jugendlichen untereinander konzentriert als auf Spannung und Grusel.
Am Ende des Buches kam dann aber nochmal richtig Spannung auf und als Leser konnte ich dann auch sehr mitfiebern. Auch die Geschichte um die Blutgräfin der Villa hat mir gut gefallen und fand ich intressant zu lesen. Vom Brocken und der Landschaftlichen Umgebung selbst war ich im Buch etwas enttäuscht, das Buch konzentrierte sich sehr auf die Villa und die Umgebung des Brockens kommt eigentlich nur im letzten Drittel des Buches raus. Die Auflösung fand ich okay aber auch etwas konstruiert durch viele Zufälle.
Insgesamt hätte ich mit mehr Grusel, Gänsehaut und Nervenkitzel gerechnet, gerade in der Mitte des Buches. Für Jugendliche die rund um Halloween nach einer spannenden Lektüre suchen und nicht zu viel Grusel erwarten, eignet sich das Buch aber gut.
Mit den sechs Jugendlichen sind den Autorinnen alles interessante Figuren gelungen, die ihre individuellen Charaktereigenschaften, ihre eigenen Probleme und Sorgen und etwas zu verbergen haben. Ich fand es interessant, mehr über sie zu erfahren und wie die einzelnen Personen ticken, was ihre Geschichte ist und welche Probleme zu umtreiben. Zudem bietet sich durch die unterschiedlichen Charaktereigenschaften und auch dadurch, das einige sich bereits kennen, ein gewisses Potenzial zu Konflikten. Ich war gespannt, wie sich diese auf die Dynamik der Gruppe auswirkt und was sich dadurch über die jeweilige Person offenbart.
Die Geschichte bietet einige interessante Wendungen, die diese immer wieder in eine neue Richtung lenkt. Zudem sorgen die Geheimnisse, die jede der jungen Frauen und Männer hat und natürlich um jeden Preis verbergen will, dass eine gewisse Spannung entsteht. Leider wollte diese bei mir nicht so recht aufkommen. Klar wollte ich wissen, was jede der jungen Frauen und jeder der jungen Männer verbirgt und auch das Motiv der vermummten Fremden scheint unklar zu sein. Ich hatte jedoch recht schnell eine Vermutung, was das Motiv angeht, ebenso wie bei vielem mehr, was die einzelnen Personen betrifft, auf das ich nicht eingehen kann, ohne zu viel zu verraten. Meine Vermutungen haben sich dann meist bewahrheitet, wodurch sich die Handlung für mich oft zog, was mein Lesevergnügen geschmälert hat.
Die Figuren und Schauplätze wurden von den Autorinnen anschaulich beschrieben, sodass ich mir alle gut vorstellen konnte. Zudem haben sie es geschafft die berückende und angespannte Atmosphäre die ganze Handlung über aufrechtzuerhalten, sodass diese für mich spürbar wurde.
Fazit: Eine Geschichte mit an sich viel Potenzial und einige interessanten Wendungen, die diese in eine neue Richtung lenkt. Da ich was die meisten davon anging, aber bereits recht früh eine Vermutung hatte, die sich letztendlich bewahrheitet hat, blieb die Spannung für mich meist auf der Strecke. Was recht schade war, da jede der jungen Frauen und jeder jungen Männern eine interessante Person mit Geheimnissen, ihrer eigenen Geschichte und Problemen war.
Inhalt: In einer abgelegenen alten Villa im Harz findet an Halloween eine große Party statt. Nach und nach werden immer mehr Gäste von zwei Unbekannten in Morphsuits mit Taxis nach Hause geschickt. Alle, außer Linda, Amadeus, Sarah, Kiyoshi und Emil. Sie werden von den beiden Morphs als Geiseln genommen, ebenso wie Jane, die in einem unbeobachteten Moment in die Villa zurückgekehrt ist. Doch wer sind die Geiselnehmer und was wollen sie von ihnen?
Meine Meinung: Schon allein aufgrund des Settings musste ich dieses Buch unbedingt lesen! Eine abglegene Villa im Harz, unweit des Brockens - was gibt es passenderes für eine Halloweenparty. Aber auch die Umgebung der Villa nahe Wernigerode spielt eine Rolle und die Autorinnen nehmen den Leser mit zu einigen Sehenswürdigkeiten. Die Beschreibungen sind atmosphärisch und sorgen für eine düstere Stimmung.
Die Charaktere des Buches haben mir sehr gut gefallen. Alle sechs Geiseln kommen zu Wort, sodass der Leser alle sechs kennenlernt. Und da gibt es durchaus einiges zu erfahren, denn so ziemlich jede/r von ihnen scheint Geheimnisse zu haben... Einige von ihnen waren mir schnell sympathisch und so fiebert man als Leser mit ihnen mit.
Der Plot des Buches hat mir gut gefallen. Aus einer Party wird eine Geiselnahme. Doch sehr lange bleibt nicht nur die Identität der Geiselnehmer sondern auch die Gründe für die Geiselnahme unklar. Was haben die fünf bzw sechs Personen gemeinsam? Wieso wurden sie gezielt ausgewählt? Auch das Verhalten der Geiselnehmer - ihre Geiseln einzeln mit zu unterschiedlichen bekannten Orten im Harz nahe der Villa mitzunehmen - wirft diverse Fragen auf. Besonders in der zweiten Hälfte konnte und wollte ich das Buch - nicht zuletzt aufgrund so einiger ungeahnter Wendungen - nicht mehr pausieren. Das actionreiche Ende hat es in sich und die schlussendliche Auflösung ist stimmig. Über das Motiv der Geiselnahme lässt sich vielleicht streiten, nichtsdestotrotz hat mich das Buch sehr gut unterhalten!
Fazit: Spannender Thriller, der vorallem durch sein Setting und gelungene Charaktere überzeugt. Nicht nur für Thriller-Fans aus dem Harz lesenswert.
Schreibstil: Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen, am Anfang zieht sich die Geschichte etwas, aber dann wird es spannend. Dadurch, dass die Protagonisten aus der Erzählerperspektive geschrieben sind, hat es etwas gedauert, bis ich mich mit ihnen verbunden gefühlt habe, da ich die Ich-Perspektive, was emotionale Verbindung angeht, bevorzuge. Aber bis zum Ende bekommt man ein paar kleine Einblicke in die Vergangenheit und Beweggründe mancher Protagonisten. Grundsätzlich war der Plot vorhersehbar und wer der Täter ist, war für mich durch einige Hinweise relativ schnell klar, trotzdem gab es ein paar unerwartete Twists, sodass es dennoch spannend blieb.
Charaktere: Die sechs Jugendlichen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet etwas. Doch noch ahnt niemand den Grund für die Geiselnahme. Gemeinsam versuchen sie zu entkommen, doch die Geiselnehmer haben einen anderen Plan, immer wieder nehmen sie einen der Jugendlichen mit. Keiner möchte über das Geschehene sprechen, aber um zu entkommen, müssen sie sich einander vertrauen, doch unter ihnen befindet sich jemand mit einem großen Geheimnis, der den Plan ins Wanken bringen könnte.
Das Motiv der Geiselnehmer war ein Element, das mich bis zum Schluss im unklaren gelassen hat und für große Neugier und Spannung sorgte. Gleichzeitig rätselt man mit, wer der sechs Jugendlichen ein falsches Spiel spielt. Das hat für einen schönen Spannungsbogen gesorgt. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass bis zum Schluss ein paar der Charaktere im Vergleich zu den anderen eher blass und ausgearbeitet wirkten, aber nichtsdestotrotz hat mich das Buch sehr unterhalten.
Fazit: Keine Perfekte, aber eine durchaus unterhaltsame Lektüre. Es dauert etwas, bis die Geschichte Fahrt nimmt, aber dann fand ich das Buch sehr spannend. Die Charaktere hätten meiner Meinung nach noch etwas tiefe vertragen, aber dennoch ist es ein gut gelungener Jugendthriller.
In Villa Obscura finden sich sechs Jugendliche auf einer abgelegenen Halloweenparty in einer Villa im Harz wieder. Was zunächst nach einem harmlosen Scherz aussieht, entwickelt sich schnell zu einem Albtraum, als zwei maskierte Fremde die Gruppe entführen und sie auf einen gefährlichen Trip durch das unwegsame Gelände am Brocken zwingen. Auf der Flucht müssen die Jugendlichen nicht nur um ihr Leben kämpfen, sondern auch ein dunkles Geheimnis lüften. Als eine der Geiseln stirbt, wird der Wettlauf gegen die Zeit immer dringlicher.
Meinung zum Cover: Das Cover zieht einen sofort in seinen Bann. Die düstere Darstellung der Villa im Nebel passt perfekt zur Atmosphäre des Buches. Es strahlt eine gewisse Bedrohlichkeit aus und weckt die Neugier, ohne zu viel zu verraten – genau das, was man für eine ordentliche Portion Vorfreude braucht!
Meinung zum Buch: Villa Obscura ist ein packender Jugend-Thriller, der von Anfang an fesselt. Die Geschichte beginnt mit einer scheinbar harmlosen Party und verwandelt sich schnell in einen Albtraum, der die Nerven des Lesers auf die Probe stellt. Besonders gelungen ist die düstere Atmosphäre, die durch den abgelegenen Ort im Harz und das unheimliche Gelände rund um den Brocken perfekt zur Geltung kommt.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, jeder von ihnen trägt ein eigenes Geheimnis mit sich, das im Laufe der Handlung nach und nach ans Licht kommt. Dies hält die Spannung konstant hoch und sorgt dafür, dass die Geschichte nie langweilig wird. Besonders die Frage, was die maskierten Geiselnehmer wirklich wollen, sorgt für viele Überraschungen.
Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass einige Wendungen der Geschichte relativ vorhersehbar sind. Dennoch wird das durch die gut aufgebaute Spannung und die unaufhörlich steigende Dramatik wieder wettgemacht.
Insgesamt ist Villa Obscura ein spannendes Jugendbuch, das mit unerwarteten Wendungen und starken Charakteren überzeugt. Eine klare Empfehlung!
Ich habe den Klappentext mit sehr viel Begeisterung gelesen und hatte mich auf einen spannenden Jugendthriller für Halloween gefreut. Leider wurde ich was das betrifft etwas enttäuscht. Das Buch braucht eine ganze Zeit um Fahrt aufzunehmen. Das vorgeplänkel und die Vorstellung der Jugendlichen, die für die Handlung die wichtigste Rolle spielen zieht sich leider viel zu lang und ich hatte gerade am Anfang echt Probleme die alle auseinander zu halten. Die Handlung wird abwechselnt aus der Perspektive der Jugendlichen erzählt. Sowas mag ich eigentlich ganz gerne, hat mich nur bei diesem Buch an manchen Stellen etwas gestört. Jedes Mal, wenn es bei der Handlung um einen Charakter etwas spannend wurde, wurde direkt mit eine CLiffhanger zu einer anderen Person gewechselt, wo es dann ehr langweiliger weiter ging. Dann denkt man jetzt, man könnte sich auf die Spannung freuen, wenn es bei dem anderen Charakter weiter geht aber in den meisten Fällen, gab es dort dann einen kleinen Zeitsprug, so dass die aufgebaute Spannung zu nichte gemacht wurde. Die Charaktere an sich haben mir so ganz gut gefallen. Jeder ist individuell gestaltet mit eigenen Problemen, Chakaterzügen und Vorstellungen. Dadurch ist die Gruppe sehr abwechslunsgreich gestaltet. Im letzten Abschnitt wurde das Buch dann doch noch spannend und kam zu einem guten Abschluss und Ende. Ich hätte mir allerdings eine bessere Verteilung gewünscht. Der spannende letzte Abschnitt wirkte nach dem teils langatmigen vorgeplänkel ziemlich hektisch abgearbeitet. Schade eigentlich. Ich hatte mir sehr viel von dem Buch versprochen, wurde dann nur leider etwas enttäuscht. Eine Empfhelung für Leute, die mit zu viel Spannung und Grusel nicht umgehen können. Wer aber nach einem spannenden, gruseligen Jugendthriller für Halloween sucht wird leider enttäuscht.
Rezension zu Villa Obscura - Melissa C. Hill & Anja Stapor |Einzelband| Oetinger| Erschienen am 10.10.2024 | 4 Sterne
Um die Villa Obscura ranken sich so einige Schauergeschichten. Das perfekte Setting also, um eine Halloweenparty zu veranstalten. Doch am Ende der Feier werden sechs Jugendliche als Geiseln genommen und die bewaffneten Fremden stellen schnell klar, dass es sich hierbei nicht um einen Scherz handelt. Während die Jugendlichen darum kämpfen der misslichen Lage zu entfliehen, scheinen die Geiselnehmer ihre eigene Agenda zu verfolgen. Und dann kommen nach und nach immer mehr Geheimnisse ans Licht…
Wir starten sehr actionreich in die Geschichte und durch die schnellen Perspektivwechsel war von Anfang an eine gute Dynamik spürbar. Ich wurde praktisch in die Geschichte hineingesogen und habe mit den Protagonisten mitgefiebert. Die Auflösung fand ich gut, jedoch etwas konstruiert und es blieben für mich noch ein paar Fragen offen. Der Überraschungseffekt war aber auf jeden Fall vorhanden und das Thema, welches miteingeflochten wurde, passend und mitreissend. Durch die Perspektivwechsel lernt man die verschiedenen Charaktere besser kennen. Wie bisher immer bei den Büchern der Autorinnen hat jede Figur ihre Hintergrundgeschichte, welche nach und nach ans Licht kommt und für den Lesenden wie ein neues Puzzlestück erscheint. Dieser raffinierte Aufbau sorgte zusätzlich für Spannung. Allerdings gab es diesbezüglich einen Twist, den ich nicht ganz logisch fand.
Alles in allem ist Villa Obscura ein kurzweiliger Thriller, welcher viel Dynamik und Wendungen bereithält. Die düstere Atmosphäre in der Villa und rundherum tut ihr Übriges, um für eine passende Stimmung zu sorgen. Gerade für Lesende, welche sich gerne auf ein überraschendes Ende einlassen, ist die Geschichte empfehlenswert.
Durchwachsener YA-Thriller der mich nicht ganz von sich überzeugen konnte
Warum habe ich mich für das Buch entschieden? Der Titel und die Beschreibung klangen sehr spannend.
Cover: Das Cover ist unheilvoll und wunderschön. Man erkennt das Genre direkt und man bekommt auch schon einen Einblick in das Setting. Es passt perfekt zum Inhalt.
Inhalt: Nach dem Ende einer Halloweenparty wird eine Gruppe gefangen gehalten. Die maskierten Kellner halten die Gruppe fest und nimmt sie immer einzeln auf lebensgefährliche Ausflüge mit.
Handlung und Thematik: Ein YA-Thriller mit Halloween-, alter Villa- und Entführungssetting. Wichtige Themen wie Missbrauch und Gewalt gegen Frauen werden dezent eingeworfen. Leider hat die Handlung keinen konstanten Spannungsverlauf, sondern tröpfelt vor allem in der Mitte des Buches sehr dahin.
Charaktere: Man lernt die sechs Jugendlichen nacheinander kennen. Zuerst wirken sie nicht wie Jugendliche, sondern stellenweise erwachsen, dies ändert sich jedoch im Verlauf des Buches. Man hüpft immer wieder in die Perspektiven der einzelnen Charaktere, aber so richtig reinfühlen konnte ich mich nicht. Mir fehlte hier ein wenig die Ich-Perspektive.
Schreibstil: Den Schreibstil würde ich als durchwachsen bezeichnen. Die Handlung war wie oben beschrieben stellenweise sehr tröpfelnd und nur zum Ende hin wirklich spannend. Die Perspektivenwechsel hielten mich dezent bei der Stange, aber dadurch, dass ich mich in die Charaktere nicht hineinfühlen konnte, half dies auch nur wenig. Der Plottwist konnte mich nur teilweise überraschen und den Epilog fand ich sehr seltsam.
Persönliche Gesamtbewertung: Durchwachsener YA-Thriller der mich nicht ganz von sich überzeugen konnte.
Bei diesem Buch war ich aus mehreren Gründen sehr gespannt - zum Einen spielt die Geschichte im Harz und für mich als Harzerin war das tatsächlich ein Grund, das Buch unbedingt lesen zu wollen. Zum Anderen hatte ich Bedenken, ob ich mit der Zeitform klarkommen würde - die Geschichte ist in der Gegenwartsform geschrieben.
Schnell konnte ich feststellen, dass ich mich an die Erzählform gut einfinden konnte, was in meinen Augen am Erzählstil des Autorinnenduos liegt. Auch der Spannungsbogen ist gut gespannt worden, so dass die Geschichte auch bis zum Ende spannend geblieben ist. Doch worum geht es - wie schon eingangs erwähnt spielt die Geschichte im Harz. Passend zur derzeitigen Jahreszeit müssen sich eine Handvoll Teeager zur Halloweenzeit mit einer realen Bedrohung auseinandersetzen. An dieser Stelle kann ich jedoch sagen, dass es nicht so gruselig ist, dass es ein wirklicher Horrorroman ist, die Bezeichnung "Thriller" hat schon gut gepasst.
Sechs Jugendliche hatten eigentlich vor, eine kleine Party zu Halloween zu feiern - natürlich stilecht in Verkleidung. Schön fand ich hier den schwarzen Pudel, der mich doch sehr an Goethes Faust erinnert hat :-). Aus der anfänglichen Partyatmosphäre wird schnell die nackte Angst, da die Jugendlichen Opfer eines finsteren Plans werden. Sollen sie nur festgehalten werden, um Geld zu erpressen? Was sind die Motive? Haben die Sechs überhaupt eine Chance und kann eine gute Zusammenarbeite der Sechs, Vertrauen und eine gemeinsame Strategie ihnen helfen?
Mir hat das Buch wirklich gut gefallen und ich bleibe gespannt auf weitere Bücher aus dem Hause Hill/Stapor.
Niemand denkt sich etwas dabei, als die Gastgeberin Constanze bei der Halloweenparty in der Villa Obscura nicht auftaucht. Nur ihre Stimme ist hin und wieder zu hören. Jane, die von dem gutaussehenden Amadeus zur Party eingeladen wurde, Linda, Sarah und Émile kennen den extravaganten Ruf der Fotografin, und auch Kyoshi, der die Schnappschüsse auf der Party schießt, ist von seiner Chefin einiges gewohnt. In der etwas gruseligen Villa, die eine mysteriöse Vergangenheit hat, tummeln sich Halloweengestalten wie Vampire und Monster, und die Bedienungen in ihren gesichtslosen Morphsuits sind besonders unheimlich. Irgendwann wird die Party jedoch gefährlich ernst, als klar wird: Nicht alle Gäste werden die Villa verlassen dürfen. Jeder scheint ein Geheimnis zu haben. Doch welches Geheimnis ist es wert, zu foltern, zu quälen – oder gar zu töten? Melissa C. Hill und Anja Stapor erzählen die in der Villa Obscvura angesiedelte Geschichte aus sechs Perspektiven und würzen sie mit reichlich Lokalkolorit. Während sie einerseits schaffen, eine fantastische Spannung zu erzeugen und für mehrere überraschende Wendungen zu sorgen, bleiben die Schauplätze trotzdem etwas blass. An und für sich hätte die Geschichte auch in einem beliebigen anderen Haus spielen können, und die Region rund um den Brocken im Harz bietet Ortskundigen bestimmt manchen Wiedererkennungseffekt, wäre aber auch austauschbar. Macht nichts: Der äußerst gelungenen Thrillerhandlung tut das keinen Abbruch. Darüber hinaus verknüpfen die Autorinnen in ihrer Geschichte wichtige Themen wie Medikamentenmissbrauch, sexualisierte und häusliche Gewalt. Nicht nur das macht „Villa Obscura“ zu einem echten Page-Turner.
Nachdem ich dieses Buch bei einigen #Buchbloggern gesehen habe, musste ich es auch unbedingt lesen. Auf der einen Seite hat mich der Klappentext sehr fasziniert. Auf der anderen Seite wurde ich von den durchwachsenen Kritiken angezogen.
Die Geschehnisse finden an #Halloween statt, wo eine Party in einer Villa stattfindet. Die Gastgeberin ist dafür bekannt, dass diese außergewöhnlich sind und auch die Umgebung lädt wunderbar zum Gruseln ein. Doch leider war mir das zu wenig. Denn nach der Geiselnahme befindet sich die Gruppe überwiegend in einem kleinen Raum, wo sie versuchen zu entkommen und einer nach dem anderen immer wieder von den Geiselnehmern ‚entführt‘ wird, um irgendwelche Aufgaben zu erledigen. Hier hätte ich mir mehr Einblicke in die Villa selbst erhofft. Mehr vom Setting und der gruseligen Atmosphäre. Doch das blieb leider aus.
Nach und nach lernen wir dabei unsere Gruppe kennen. Da auch die Sichtweisen immer wieder wechseln und schnell klar wird, dass jeder etwas zu verbergen hat und nicht alle einander mögen. Dadurch kommt es natürlich in regelmäßigen Abständen zu Streitigkeiten, die aber recht oberflächlich behandelt werden. Würden wir mehr erfahren und die Konflikte weniger und dafür detaillierter werden, hätte es mir besser gefallen. Ich möchte es nur ungern schreiben, aber so wirklich gefesselt hat es mich erst, nachdem eine der Geiseln stirbt und wir endlich die Beweggründe hinter der dem Ganzen erfahren. Denn erst da kommt etwas Licht ins Dunkel und die Spannung geht ein bisschen nach oben.
Alles in allem ein Buch, was man lesen kann, einen jedoch nicht unbedingt aus einer Leserflaute rausholt.
Villa Obscura ist ein Thriller, der mich wirklich begeistert hat! Die Geschichte beginnt am 31.10. (einem Donnerstag, so wie in diesem Jahr Halloween an einem Donnerstag sein wird) und endet am Samstag, 02.11. - alles findet also in einer kurzen Zeitspanne statt und durch die passenden Wochentage könnte es auch tatsächlich "jetzt" passieren. Auf einer Halloween Party in einem Haus mit gruseliger Geschichte, der Villa Obscura, die abgelegen im Harz beim Brocken liegt, erleben ein paar der Gäste eine furchtbare Wendung. Nachdem die Mehrheit der Feiernden nach Hause geschickt wurde, finden sich die 6 übrigen auf einmal in der Gewalt zweier bewaffneter Männer wieder, die in Ganzkörperanzügen stecken und sie einsperren. Nach und nach erfahren wir immer mehr über den Grund der Geiselnahme, aber auch über die 6 Jugendlichen. Die Geschichte ist wirklich perfekt für die Jahreszeit jetzt - ich bin sofort mitten in der Story gewesen und LIEBTE die Atmosphäre. Ein Teil der Geschichte spielt sich draußen ab, in der Umgebung um den Brocken. Ich war zwar noch nicht dort, konnte es mir aber sehr gut vorstellen. Die Perspektive wechselt ständig und die verschiedenen Personen "klingen" beim Lesen auch durchaus anders - sehr gut gelungen! Die Geschichte selbst ist wirklich rasant erzählt und hat mich in Atem gehalten. Ich bin auf die Plot Twists reingefallen und habe nichts kommen sehen, also perfekt! Absolute Leseempfehlung für diesen Halloween Thriller - ich für meinen Teil bin jetzt sehr in Herbst- und Halloween Stimmung und habe die Lektüre sehr genossen!