Talia ist tot. Der Schmerz darüber zerreißt Deorn und treibt ihn in tiefe Trauer. Doch als er erfährt, dass seine geliebte Frau nicht einer natürlichen Katastrophe, sondern einem mächtigen, unbändigen Monster zum Opfer fiel, verwandelt sich sein Kummer in glühenden Rachedurst. Getrieben von dem Verlangen, die Wahrheit zu enthüllen, begibt er sich mit seiner treuen Freundin Sivana auf eine gefährliche Reise. Gerüchten folgend, die von welterschütternden Kräften sprechen, tauchen sie immer tiefer in eine Welt ein, die Deorns Menschlichkeit zu verschlingen droht. Wird er die Wahrheit herausfinden, ohne sich selbst dabei zu verlieren?
Deorns Frau Talia stirbt und seine Trauer wird von Rache ersetzt. Mit seiner Freundin der Kriegerin Sivana will er das Monster finden und seine Frau rächen. Doch schafft er das ohne sich selbst zu verlieren.
Das groß angelegte Worldbuilding ist originell und führt dazu, dass man sich in die epischen Schauplätze fallen lassen kann. Es wird ein bisschen düster, aber wie sollte es anders sein, wenn die eigene Frau Opfer eines Monsters wird.
Dadurch entsteht ein echter innerer Konflikt der besonders Deorn sehr greifbar und authentisch wirken lässt. Er ist geprägt von Verlust, Schmerz und einer brennenden Sehnsucht nach Rache. Dadurch wird er angreifbar und ist definitiv kein makelloser Held. Am Ende gibt es noch einmal eine richtig coole und spannende persönliche Wendung, die mich begeistern konnte.
Dazu haben wir mit Sivana einen starken Frauencharakter an Deorns Seite. Eine bemerkenswerte Kriegerin, die auch viel zur Geschichte beiträgt.
Tino schreibt dynamisch und spannend. Der Plot ist gut ausgearbeitet und alles greift wie ein Zahnrad ineinander. Dadurch bleibt die Spannung konstant hoch und ich konnte nur so durch die Seiten fliegen.
Atmosphärisch, lebendig und emotional. Das beschreibt meiner Meinung nach den Auftakt sehr gut. Wenn du High Fantasy magst, die nicht zu ausschweifend erzählt wird, nur so vor Action strotzt und mitleiden möchtest, wenn der Protagonist schmerzhafte Entscheidungen treffen muss, dann wird dir der Reihenauftakt gefallen.
Deorn verliert seine Frau und das erste Mal in seinem Leben steht er einer harten Prüfung bevor. Seine Freundin Sivana will ihm helfen und begleitet ihn auf einen Rachefeldzug.
Ich habe es oft, dass ich Bücher überschätze, dass ich sehr viel gutes höre und im Resümee festhalten muss, dass es nicht das war, was ich mir erhofft hatte. Dolmatum ist eine der seltenen Ausnahmen, da ich ein Buch unterschätzt habe. Und das will ich so freimütig zugeben, denn es mindert weder die Leseerfahrung, das Werk, noch den Autoren - es sagt viel mehr etwas darüber aus, dass Erwartungen ein gefährliches Moment der Unbestimmtheit tragen und man davor nicht sicher ist, egal wie viel oder wie wenig man weiß. "Das weite Feld der Spekulationen" hat es Doyle so schön mit Holmes gesagt. Das Buch ist von einem Newcomer, ein Erstlingswerk!
Und normalerweise sagt man, dass es nicht die besten Bücher seien und ich werde noch darauf zu sprechen kommen, wo ich Schwachstellen sehe und was mich gestört hat, aber das mindert nicht das überschwängliche Lob, dass ich vorausschicken möchte.
Dolmatum ist sprachlich und stilistisch schlicht, weiß dafür umso besser mit dem Charme in der Sache zu glänzen. Ein Liebhaber schöner Worte wird hier wohl nicht auf seine Kosten kommen, ein Liebhaber verschränkter und verborgener Metaebenen und Perspektivspiels dafür umso mehr. Dolmatum versteht es sehr gut durch verschiedene Brillen, Perspektiv- und Erzählerwechsel bestimmte Eindrücke zu vermitteln und dieselben Sachen aus verschiedenen Blickpunkten anders aussehen zu lassen. Dem Hauptcharakter mochte ich nicht viel abgewinnen, ist Deorn doch ein hitzköpfiger Sturkopf, der Probleme damit hat vor dem Handeln nachzudenken. Seine Entscheidungen wirken unreif und unfertig und ich war etwas fassungslos was für eine Figur mir da vorgesetzt wird. Das blieb jedoch nicht lange so. Durch die Blicke, die man von Außen auf Deorn erhält, teils durch Dialoge, teils durch Sivana, wirkt es nicht weniger befremdlich was Deorn treibt und doch ist es um vieles Interessanter. Warum habe ich mich gefragt hält Sivana an Deorn fest? Was schätzt sie an ihm? Deorn hat mir das zumindest nicht verraten wollen. Gleichzeitig ist die Geschichte gut darin unausgesprochene Fragen zu stellen. Ein Feuer? Ein Monster? Mörder? Ein Katastrophe? Warum ist das passiert? Und wodurch wurde es veranlasst? Das Buch spielt damit einem nur mit dem zu füttern was die Protagonisten selbst wissen, eine Schreibweise die mir zwar sehr sympathisch ist, die aber hier dennoch überaus gut gelungen ist. Dolmatum gelingt es den Blick auf das Geschehen sehr eingefärbt darzustellen. Die Darstellung ist immer mit kleinen persönlichen Wertungen und Ausdrücken verbunden, die zugleich mitschwingen lassen was die Figur wohl davon halten oder darüber denken mag. Die leichten Anklänge einer eigenen Sprache der Welt trifft bei mir immer auf neugierige Ohren und Augen. Das Buch vertieft sich nicht zu sehr darin, schafft es aber die Ausdrücke und Wendungen zueinander stimmig zu halten.
Eine Figur ist mir besonders ins Auge gefallen. Sivana. Was eine Figur! Selten habe ich gesehen, dass in einer Figur so viel widerstreitende und dennoch zusammenhängende Elemente vereint sind. Sivana schaltet nicht wie ein Roboter von Gefühl A auf Gefühl B, sondern man bemerkt den langsamen Wechsel, wie ein Gefühl genährt wird, ehe es Ausgang findet. Etwas, dass Dolmatum durchaus auch bei anderen Figuren gelingt, bei Sivana aber mit Abstand am Besten zum Tragen kommt. Ich will nicht zu viel verraten, aber sie wächst über sich hinaus und bleibt imperfekt. Keine Wunderheldin, die mit einem Mal unverletzlich und lupenrein ist. Sie ist machtlos, verzweifelt, traurig, wütend, glücklich, aber nie nur ein Gefühl oder eine Situation, sondern stets klar von der Handlung abgegrenzt. Etwas das trivial klingt gelingt den wenigsten Autoren, auch den wirklich guten Autoren, selten in dieser Manier.
Dolmatum glänzt aber auch durch seine klaren Bezüge zu Gesellschaft und Alltag. Ausgrenzung, Hass, Ignoranz sind hier manchmal versteckt, manchmal offen zur Schau getragen, aber nie mit dem Vorschlaghammer vorgeführt und ebenso was sie anrichten. Dolmatum schafft es immer wieder authentische Situationen aufzuzeigen, die einen nachfühlen lassen, wie es steht. Die Angst und die Verunsicherung werden einem nicht auf dem Silberteller präsentiert, sondern schwingen zwischen den Zeilen mit. Dolmatum versteht sich darauf auf unnötige Beschreibungen und Erklärungen zu verzichten und sehr subtil zu übermitteln, was Sache ist. Das schafft Dolmatum aber nicht nur bei negativen, bedrückenden oder beängstigenden Situationen, sondern auch, wenn es um Aufopferung, Gnade und Zuneigung geht. Hier hat mir eine Szene mit Sivana die Tränen ins Auge getrieben. Was passiert ist strikt logisch und in der Handlung folgerichtig, die Konsequenzen werden den beteiligten Figuren aber selbst erst im Laufe klar. Als deutlich zu Tage tritt wie die Konsequenzen aussehen ist es bereits zu spät Schaden völlig abzuwenden und die Figuren tragen es mit Würde und Anstand. Das war berührender als jede Liebesszene oder Trauerrede - schlicht Anstand und (seelische) Größe. Etwas, dass mir sowohl in Literatur, als auch im echten Leben oft genug fehlt, scheint hier keine Frage, sondern eine Pflicht zu sein.
Ich kann nicht umhin auch einige Worte zu Dingen zu sagen, die ich nicht gelungen oder nicht vollends gelungen fand. Gerade weil das Werk mir so gut gefallen hat, möchte ich zum Einen darauf verweisen, dass es mein Lob nicht schmälert und im Gegenteil gar unfair und unehrlich wäre es zurück zu halten. Es würde den Eindruck erwecken ein großartiges Buch dürfe keine Schwächen haben dürfen und Autor*innen müsste perfekt sein, um große Kunst hervorzubringen.
Die Dialoge sind eines der Dinge, die mir am Meisten ins Auge gefallen sind. Dabei will ich nicht missverstanden werden, sie sind nicht schlecht, im Gegenteil. Die Dialoge sind gut gemacht und doch meinte ich immer wieder eine Diskrepanz zwischen Erzähler und Figurenrede zu lesen, die da nicht hingehörte. Als wäre der Erzähler ein Wildpferd, das überall dort ist, wo seine Hufe es hintragen und die Dialoge wie eine Holzpuppe, die zwar korrekt, aber ein wenig unbeholfen durch die Gegend schreitet. "Technisch ausgezeichnet, aber ohne Leben", würde man in der Musik wohl kommentieren. So drastisch ist mein Urteil nicht, ich habe in den Dialogen mehr gesehen und manchmal auch durchscheinen gesehen, dass mir sehr viel besser zum Erzähler zu passen schien. Da ist Leben, aber es ist gewissermaßen eingesperrt. "Pantha rhei" (Alles fließt) scheint mir hier zugleich eine gute Beschreibung des Problems, als auch dessen Lösung zu sein. Die Dialoge wirkten nicht frei heraus, nicht lebendig, als wären sie wie Pinnadeln, die auf ein Korkbrett gesteckt worden sind und nur manchmal, hier mehr, da weniger, ist es ihnen erlaubt worden wie Kieselsteine oder, besser noch, sich wie Fische von der Strömung treiben zu lassen. Alles fließt, das tun auch lebendige Dialoge und Angst vor seinem Werk oder fließenden Dialogen muss dieser Autor nun wahrlich keine haben, wenn man mich fragt.
Eine zweite Kleinigkeit viel mir auf, als die Handlung sich zuspitzte, hier schien mir der Rotstift angesetzt worden zu sein. Es hat eine gewisse Brücke gefehlt, zwischendurch schien sich ein dramaturgischer Druck aufgebaut zu haben, der vorher nicht da war und zum Ende wieder verschwindet, als wäre zwischen aufgeblasenen Luftballons einer, der Luft verloren hat - der Kette scheint etwas zu fehlen. Wenngleich es mir auch schwer fällt das im Detail zu benennen. Beim Lesen ist mir kein Loch aufgefallen und auch keine wirkliche Schwelle und trotzdem scheint es mir, als hätte mehr Erzählzeit und weniger erzählte Zeit hier keinen Schaden angerichtet.
Alles in Allem habe ich mich für 4,5 Sterne auf Reado und 5 Sterne auf Goodreads entschieden. Einem Neulingswerk? Ja! Wie bereits bei Haskis "LevelUp" meine ich hier etwas gelesen zu haben, das weit mehr ist, als ein nettes Buch, es ist eine Offenbarung, wenn man mir den Ausdruck verzeihen will. Dolmatum erzählt viel über sich selbst, aber mehr noch über den Autoren. Es erzählt etwas über die Sicht auf das Leben und über Fantasy. Ich warte mit großer Vorfreude auf die nächsten Bände der Reihe!
Klappentext laut Weltenbaum Verlag: Talia ist tot. Der Schmerz darüber zerreißt Deorn und treibt ihn in tiefe Trauer. Doch als er erfährt, dass seine geliebte Frau nicht einer natürlichen Katastrophe, sondern einem mächtigen, unbändigen Monster zum Opfer fiel, verwandelt sich sein Kummer in glühenden Rachedurst. Getrieben von dem Verlangen, die Wahrheit zu enthüllen, begibt er sich mit seiner treuen Freundin Sivana auf eine gefährliche Reise. Gerüchten folgend, die von welterschütternden Kräften sprechen, tauchen sie immer tiefer in eine Welt ein, die Deorns Menschlichkeit zu verschlingen droht. Wird er die Wahrheit herausfinden, ohne sich selbst dabei zu verlieren?
Meinung: Das Erstlingswerk von Tino Took konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern. Der Schreibstil war einfach und flüssig zu lesen, gleichzeitig aber spannend und fesselnd. Die Welt Dolmatum hat mir auf Anhieb großartig gefallen. Sie ist zwar vielschichtig erarbeitet, aber wirkt beim lesen nicht zu komplex. Die Idee mit dem Urelementen fand ich ziemlich interessant, auch was daraus entstanden ist. Einige der Charaktere hätten vielschichtiger sein können, gerade der Hauptcharakter hat mit seiner Trauer/Wut viel Platz eingenommen. Leider war mir dieser nie wirklich sympathisch. Andere Charaktere, die mir sympathischer waren, sind mir zu blass gewesen.
Fazit: Dolmatum – Die Jagd nach dem Esaroth ist ein gutes Erstlingswerk einer High Fantasy Geschichte, trotz einiger Abzüge bei den Charakteren. Mir hat die Geschichte trotzdem hervorragend gefallen und gerade für Leseanfänger im High Fantasy Bereich finde ich diese Geschichte geeignet.
**** Worum geht es? **** Deorn kann den Tod seiner geliebten Frau nicht verwinden. Erst recht nicht, als er erfährt, dass sie keinen natürlichen Tod gestorben ist. Er sinnt nach Rache und stürzt sich mit Sivana in ein gefährliches Abenteuer, das keine Gnade kennt.
**** Mein Eindruck **** Die Geschichte sticht durch die ausdrucksstarken und ausführlichen Beschreibungen der direkten Umgebung hervor. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, die Wälder riechen zu können, die Wärme der Sonne direkt vor mir zu spüren und in eine ganz besonders atmosphärische Welt einzutauchen. Zu Beginn lenkte mich dies jedoch vom eigentlichen Inhalt ab, sodass ich zunächst nicht ganz so leicht in die Handlung fand. Deorn ist mit seinen Charaktereigenschaften eine Figur, die die Leserschaft garantiert spaltet. Man kann hervorragend mit ihm leiden, aber man kann ihn auch unsympathisch finden. Genau diese Gradwanderung hat mir hier unglaublich gut gefallen. Die übrigen Wesen, wie Drachen und Zwerge, gaben der fantastischen Geschichte die richtige Würze. Zwischen Freundschaft, Mut und dem Gefühl von Verantwortung verfolgen wir eine geheimnisvolle und kampferprobte Haupthandlung, die uns durch eine bildgewaltige Welt reisen lässt, in der man immer wieder an den interessanten Figuren und deren Motiven zu zweifeln beginnt. Der Erzählstil entwickelt sich zunehmend, und die Perspektivwechsel machen die Geschichte zu einem echten Leckerbissen.
**** Empfehlung? **** Das Motiv der Rache steht hier im Vordergrund und sorgt für eine dauerhafte Anspannung beim Lesen sowie für einige Überraschungen. Fans von Highfantasy bekommen hier definitiv etwas geboten. Ein gelungener Auftakt.
Ich habe ein wenig gebraucht, um in die Geschichte reinzufinden, da die Welt und deren Charaktere sehr detailliert gestaltet sind. Aber nach und nach bin ich gut in die Geschichte reingekommen. Der Schreibstil in der Erzählform war angenehm lesbar, wenn auch manchmal etwas holprig.
Diese High-Fantasy-Story bietet uns eine detailreiche Welt mit faszinierenden Völkern, beeindruckenden Orten und mysteriösen Ereignissen.
Deon begibt sich zusammen mit seiner besten Freundin Sivana auf eine Reise ins das Unbekannte. Während Sivana ein Charakter ist, den man von Anfang an ins Herz schließt, hatte ich mit Deon so meine Probleme. Ich konnte seine Gefühle verstehen, aber seine Handlungen oft nicht nachvollziehen.
Die Geschichte wurde stetig spannender und komplexer. Ein paar der Ereignisse habe ich definitiv nicht kommen sehen. Alles in allem ein gelungener Einstieg in eine sehr interessante Geschichte, auf deren Fortsetzung ich gespannt bin.
Leider konnte mich die Geschichte trotz des vieler spannender und interessanter Aspekte nicht voll überzeugen. Zum einen haben mich die Protagonist*innen nicht abgeholt, Deorn ist mir regelrecht unsympathisch, und zum anderen war ich sehr verwirrt wegen des zweiten Erzählstranges ab der Buchhälfte, der zwei Jahre später beginnt. Am Ende wird das super miteinander verwoben. Der zweite Erzählstrang hat mir von den Protagonist*innen sehr viel besser gefallen. Was ich am Buch sehr mochte, war die Darstellung des Lebens und Wirkens der Zwerge, vor allem Entstehung und Ende des Lebens. Auch die Legenden um die Tûm und die Elemente gefielen mir sehr gut. Das Ende hat mit der Schlacht ein paar sehr gute und teils überraschende Wendungen, manche Aussagen irritierten mich aber sehr. Ich bin also leider etwas zwiegespalten. Nichtsdestotrotz ist es eine gute Fantasy-Geschuchte - auch mit neuen Aspekten.
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Ein absolut fantastisches Debüt! Ich bin super schnell in die Geschichte reingekommen und habe die Beschreibungen dieser Welt sehr genossen. Unsere Helden begeben sich auf eine gefährliche Reise, lernen Neues über sich selbst und müssen auch Rückschläge einstecken. Man fliegt regelrecht durch das Buch und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Zum Ende nimmt die Geschichte nochmal richtig Fahrt auf und macht sehr viel Lust auf die kommenden Teile der Reihe. Für ein Debüt wirklich wahnsinnig gut. Ich bin sehr froh, dieses Buch und den Autor entdeckt zu haben und bin gespannt darauf, was als Nächstes kommt!
Revenge-Plots sind für mich immer erstmal schwierig, denn zu oft drehen sie sich nur um blinde Rache, ohne Tiefe, Sinn oder Charakterentwicklung. Dolmatûm hat mich da aber wirklich überrascht.
Deorns Welt bricht auseinander, er verliert so gut wie alles und im Verlauf der Geschichte, werden seine anfänglichen Rachegelüste immer und immer wieder angeheizt. So macht es dann auch Sinn, dass er immer verbissener wird. Trotzdem wollte ich Deron am liebsten manchmal schütteln. Also an dieser Stelle Hut ab an den Autor für diesen gut konstruierten Racheplot.
Was mir auch gut gefallen hat, war Sivanas Entwicklung zur Kriegerin, das habe ich zwar schon geahnt, aber Spaß hat es trotzdem gemacht, ihr beim Wachsen zuzusehen.
Ein weiteres Highlight ist für mich das Worldbuilding. Die Welt ist groß angelegt und detailreich erzählt. Außerdem ist der Schreibstil sehr flüssig und angenehm zu lesen.
Warum dieses Buch aber eigentlich 5 Sterne bekommen hat... Das passiert ganz am Ende und nein ich werde es nicht Spoilern. Alles was ich dazu sage ist, dass ich den Twist zu Deorns Person doch recht spannend finde und auch gut vorbereitet. Das macht Bock den nächsten Teil gleich in die Hand zu nehmen und weiterzulesen.
Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der gern epische High Fantasy liest, mit mehreren Konflikten und wo die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen.