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Lúm: Zwei wie Licht und Dunkel

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Wenn dein Schicksal zu groß für dich scheint

In der Trümmerstadt Adeva entscheidet sich für alle 15-Jährigen in der Nacht der Mantai, welche Gabe sie haben. Ein Mal, das auf dem Handgelenk erscheint, zeigt an, ob man telepathisch kommunizieren, unsichtbar werden oder in die Zukunft sehen kann. Doch bei Meleike, deren Großmutter eine große Seherin war, zeigt sich nach der Mantai – nichts. Erst ein schreckliches Unglück bringt ihre Gabe hervor, die anders und größer ist als alles bisher. Als Meleikes Visionen ihr von einem Inferno in ihrem geliebten Adeva künden, weiß sie: Nur sie kann die Stadt retten. Und dass da jenseits der Wälder, in der technisch-kalten Welt von Lúm, jemand ist, dessen Schicksal mit ihrem untrennbar verknüpft ist …

512 pages, Hardcover

First published September 1, 2014

3 people are currently reading
87 people want to read

About the author

Eva Siegmund

12 books5 followers
Ich wurde 1983 im Taunus geboren und wuchs in Limburg an der Lahn auf. Bis zum Abitur verlief mein Leben zwar irgendwie schön und irgendwie aufregend, aber auch irgendwie völlig normal. Allerdings neigte ich schon als Kind dazu, Phantasie und Wirklichkeit miteinander zu verwechseln. Zum Beispiel habe ich ernsthaft versucht, der Kindlichen Kaiserin einen neuen Namen zu geben und bitterlich geweint, als nichts passierte. Meine Erklärung war nicht: »Na gut, ist ja nur ein Buch« sondern: »Oh nein, der falsche Name. Ich habe versagt!!!« Abgesehen von solch kleinen Absonderlichkeiten war ich aber ein recht normales Kind.

Nach dem Abitur bekam mein Lebenslauf einige Kurven. Ich habe in der Hausmeisterei eines Schlosses gearbeitet, einen Dachstuhl gebaut, eine Ausbildung zur Kirchenmalerin im tiefsten Bayern absolviert, Jura studiert, Nudeln und Schulranzen verkauft und zu guter Letzt Hörbücher gemacht. Verwirrender Weise habe ich nie gekellnert.

Ich habe schon immer unheimlich viel gelesen und geschrieben (Tagebücher, Kurzgeschichten, tonnenweise Briefe), aber irgendwo zwischen Gesellenbrief und Nudelverkauf entstand der erste Romanversuch und kurze Zeit später wusste ich: Ich muss schreiben. Ich muss einfach. Ich will von anderen Welten erzählen, von Glück und Zweifel und Liebe. Mich wegträumen und mit meinen Romanfiguren verrückte und gefährliche Abenteuer erleben. Glücklicherweise habe ich die Möglichkeit, genau das zu tun. Nach vielem Suchen und Ausprobieren darf ich nun den tollsten Job der Welt ausüben. Deshalb hoffe ich, dass Euch gefällt, was ich schreibe, damit ich damit immer weitermachen kann.

Sonst noch was? Ich lebe in der wunderschönen Stadt Barcelona, verreise unheimlich gerne, habe großartige Menschen um mich herum, liebe es zu kochen, habe einen Hundetick und kann nicht nähen. Also echt nicht. Tut mir leid.

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Community Reviews

5 stars
19 (18%)
4 stars
28 (27%)
3 stars
42 (41%)
2 stars
9 (8%)
1 star
3 (2%)
Displaying 1 - 30 of 36 reviews
Profile Image for Nadine.
739 reviews103 followers
January 26, 2016
In Kürze:
Das Buch hat mir richtig gut gefallen! Die Idee und das Setting waren toll, vor allem die Nebencharaktere hatten (teilweise) überraschend viel Tiefe.
An einigen Stellen war es mir zu geradlinig und unglaubwürdig, auch fand ich die Liebesgeschichte nicht soo überzeugend und packend.
Insgesamt aber ein richtig spannendes Buch, das von Anfang an fesselt und sich dann mehr und mehr zum Pageturner entwickelt.
Sehr gut hat mir auch die Gestaltung, sowohl des Einbands als auch der Kapitelanfänge gefallen.
Definitiv eine Leseempfehlung!
Profile Image for Tina ♥ Bookaholic.
958 reviews134 followers
October 21, 2014
Meine Gedanken zum Buch:
Bevor ich mit dem Buch zu lesen begonnen habe, sind mir ein paar weniger gute Rezis dazu untergekommen und daher bin ich mit wenig Erwartung an das Buch ran gegangen, was wie immer gut für mich ist. Obwohl ich trotzdem einige Kritikpunkte anderen nachvollziehen oder auch unterstreichen kann.

Besonders der Anfang ist mir sehr schwer gefallen, da ich überhaupt nicht wusste, wo oder in welcher Welt ich da jetzt gelandet bin. Irgendwie gaben mir die ersten Szenen das Gefühl, als wäre ich bei den Mayas oder in irgendeiner uralten Hochkultur, die längst vom Erdboden getilgt wurde… erst nach und nach kommt man dann drauf, dass hier alles nach dem dritten Weltkrieg spielt, und diese Menschen zwar in der Zukunft leben, aber doch auch sehr rückständisch. Außerdem bekommen manche Jugendliche bei einer festlichen Nacht, die sie die Mantai nennen, eine Gabe – von wem, wird nie erklärt oder auch das warum nicht – aber es ist so. Manche sind Telepathen, andere können sich unsichtbar machen oder in die Zukunft sehen. Meleike ist die Tochter einer Seherin und ihre Großmutter ist sogar die mächtigste Seherin und daher rechnet jeder damit, dass Meleike auch eine Seherin wird. Doch sie bekommt keine Gabe und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Gleichzeitig wird der Leser zwischenzeitlich in eine andere Welt entführt, die schon eher als Dystopie oder als eine zukünftige Welt angesehen werden kann, die fortschrittlicher und angeblich besser ist, als die Alte, obwohl dort Kälte herrscht und der Perfektionismus einen unangenehmen Geschmack bereitet. Dort lebt Flynn, doch plötzlich bekommt er eine Gabe, mit der er in seiner futuristischen Welt keinen Platz hat -> daher muss er fliehen.
Und jeder kann sich denken, dass die beiden – Meleike und Flynn aufeinander treffen und dann so einige Heldentaten verüben müssen, und Leute zu retten, die ihnen am Herzen liegen.

Ich fand den Schreibstil okay, aber nicht besonders in irgendeiner Form, eher neutral, daher kann ich nicht so viel dazu schreiben. Dafür hat aber die Handlung nach dem ersten Drittel endlich etwas angezogen und nach meiner anfänglichen Verwirrung und Skepsis wollte ich dann doch recht schnell wissen, was als nächstes passiert und meine Neugierde war geweckt.
Aber leider ging es mir wie auch ein paar anderen, dass ich alles etwas distanziert wahrgenommen haben und man keine so direkte Verbindung zu den Charakteren aufbauen konnte, was teilweise an dem Schreibstil in der dritten Person, aber auch an dem oftmaligen Sichtwechsel lag. Irgendwie wurden mir hier auch die Gefühle bei den einzelnen Passagen und Entwicklungen zu wenig geschildert und daher konnte ich auch hier nicht alles nachempfinden.

Die Idee das ganzen fand ich eigentlich sehr interessant und Stellen davon waren wirklich gut beschrieben, wie die einzelnen Atmosphären bei den Orten, entweder bei Meleike, in der Stadt oder das wilde, bunte Treiben unten in den Tunneln. Auch Spannung war fast durchwegs da und konnte mich antreiben, das Buch rascher zu lesen, als ich gedacht habe, und was mir gut gefallen hat.

Leider aber war das Ende dann doch etwas abrupt da, und obwohl es ganz nach meiner Vorliebe war, blieb ein Gefühl übrig, als ob es nicht ganz abgeschlossen wäre. Ich gestehe, ich habe danach sofort im Internet nachgesehen, ob es vielleicht einen zweiten Teil dazu gibt. Versteht mich nicht falsch, es ist zwar abgeschlossen, aber leider bleiben ein paar Fragen unbeantwortet und die Zukunft ist trotz allem doch etwas unsicher. Wer aber ein Fan von eher offeneren Enden ist, hat seine Freude damit. Ich persönlich mag es aber etwas genauer, um mir besser vorstellen zu können, wie es weiter gehen könnte..

Cover:
Das Cover war für mich ganz klar der Grund warum ich es lesen musste. Seht euch doch nur die Farbgebung an und die Stadt mit den tollen Vögeln – besonders schick finde ich, dass die Vögel am Umschlag glänzen..

All in all:
Eine gute, frische Idee, die mir gefallen hat und die man noch etwas mehr hätte ausbauen können. Dafür brilliert aber die Umgebungsbeschreibung, wodurch man sich oft wie vor Ort fühlte… nur hakte es ein wenig bei der Bindung zu den Charakteren, was aber wieder dadurch wett gemacht wurde, da es spannend war und man es schnell lesen wollte. Ein Buch, das ich weiter empfehle, wenn man fantasievolle Dystopien mag.

Mehr dazu auf meinem Blog:
http://martinabookaholic.wordpress.co...
Profile Image for K.K. Summer.
Author 10 books73 followers
May 24, 2016
Ich weiß ehrlich gesagt nicht so genau was ich zu diesem Buch sagen soll... denn die Ideen dahinter waren schon echt gut und auch cool/interessant, auch wenn ich nicht so sehr der Dystopie Fan bin.

Allerdings waren manche Sachen echt verwirrend oder stellenweise für mich etwas unlogisch.. und ja ich sage mal so : ich kam einfach nie wirklich ins Buch was schade war.
Es hat halt einfach etwas gefehlt dass es mich wirklich gepackt hätte.

Aber nunja, vielleicht werde ich mal noch ein anderes Buch der Autorin lesen, denn ihre Ideen an sich sind ja echt nicht schlecht ;)
Profile Image for Jasi.
469 reviews32 followers
November 1, 2014
Meleike wohnt in Adeva und muss Ratten fangen damit sie überhaupt etwas zu essen hat. Die Stadt in der sie wohnt zerfällt und die Menschen leben in größter Armut. In Adeva sind viele aber mit wertvollen Gaben gesegnet, auch Meleikes Großmutter. Sie ist eine Seherin und stürzt sich in den Tod um Meleike ihre Gabe zu übertragen.
Flynn lebt in UdL - dem Unionstaat des Lichts. Sein Vater hat ihn wegen Forschungszwecken eingesperrt, Flynns Handgelenk ist gezeichnet und er besitzt eine Gabe. Er kann fliehen und trifft in Adeva auf Meleike.
Gemeinsam haben sie eine furchtbare Vision in der Adeva von Raketen zerstört wird, sie müssen sich nach UdL aufmachen um Meleikes Heimat zu retten.

Der Einstieg und generell der Anfang war das beste am Buch. Meleike ist eine sehr starke Charakterin die man gerne durch das Buch begleitet. Ihre Heimatstadt Adeva kennen zu lernen fand ich sehr interessant, auch wenn mich die Umstände schockierten.
LÙM ist da ein ganz krasser Unterschied - steril, sauber und alle Bewohner haben genug Geld und Essen.

Meleike entwickelt sich als Charakter sehr gut voran, sie beweist sowohl Stärke als auch Schwäche und ist daher sehr realistisch. Auch Flynn wurde sehr gut ausgearbeitet, den humorvollen Jungen habe ich schnell ins Herz geschlossen. Was mich sehr überrascht hat waren die Nebenfiguren, von denen einige sehr schnell abgehandelt wurden, andere hingegen sorgfältig ausgearbeitet. Sehr gut gefiel mir hier der Herrscher Ben-Di und Flynns Mutter Bianca.

Der Plot ist sehr verstrickt und immer wieder kommen Wendungen hinzu, die die Geschichte noch komplexer machen. Allerdings je weiter die Geschichte vorran schreitet desto mehr Unklarheiten treten bei mir auf.
Erstens, ist die Eile die von Anfang an herrschte verschwunden, beinahe ein Trott kehrte ein und die Handlung ging eher langsam vor. Es wurde sehr viel geredet und ich dachte mir immerzu: "Bitte macht weiter! Adeva wird gleich zerstört. Hört auf zu reden!"
Zweitens, die Rebellen! Für mich war die Rebellengruppe etwas, das man aus dem Buch streichen könnte. Die Mitglieder sind mir allesamt unsymaptisch und eigentlich haben die Rebellen am Ende ja gar nichts hilfreiches gemacht.
Den dritten Punkt betrifft das Ende, es war einfach viel zu kurz. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Besonders gut an dem Buch gefiel mir der Schreibstil, sehr flüssig und angenehm zu lesen. Man kommt immer schnell in die Geschichte, auch nach längeren Pausen und die Dialoge waren sehr interessant.

Fazit:
Eine spannende Dystopie mit starken Charakteren aber einigen ausbaufähigen Stellen. Da mir das Lesen aber grundsätzlich viel Spaß gemacht habe vergebe ich trotzdem 4 Sterne.
Profile Image for Vanessa (bookfairy95).
1,307 reviews140 followers
July 4, 2019
Wenn ich daran denke, dass ich dieses Buch im Dezember letzten Jahres begonnen habe und bisher immer noch nicht sehr viel weiter bin...... das ist wirklich deprimierend.

Leider habe ich nun beschlossen, dieses Buch endgültig beiseite zu legen. DNF bei 20%.

Ich habe einfach keinen Anreiz dieses Buch fortzuführen. Die Welt hat mich nicht in ihren Bann gezogen, ebenso wenig wie die Charaktere. Der Schreibstil war für mich etwas zu schleppend. Alles in alles hatte ich mir vermutlich mehr erhofft und ich muss sagen, dass mein SuB auch nicht gerade klein ist... Da liegen noch so unglaublich viele Bücher drauf, die darauf warten von mir gelesen zu werden, da möchte ich meine Zeit nicht mit einem Buch verbringen, das mich nicht in seinen Bann zieht.

Ich hasse es Bücher unbeendet zu lassen und es tut mir wirklich leid... Ich hoffe, dass andere Leser da draußen mehr Freude an diesem Buch haben werden als ich!!!
Profile Image for Elwen.
681 reviews63 followers
May 31, 2015
Ein Debüt wie ein Sonnenaufgang, der zwar noch von ein paar Wolken verdeckt ist, bei dem man aber das Licht durchaus schon gut erkennen kann. Die dystopische Welt ist interessant ausgearbeitet und die Charaktere weitgehend sympatisch, auch wenn sie sich für meinen Geschmack etwas zu sehr in immer wiederkehrenden Gedanken verlieren. Das bremst die Geschichte etwas aus, hier wäre weniger mehr gewesen und hätte der durchaus spannenden Handlung das richtige Tempo gegeben. Der schöne Schreibstil und die guten Ideen lassen mich aber schon jetzt auf ein neues Buch der Autorin hoffen.
Profile Image for Dana.
281 reviews25 followers
August 25, 2019
Inhalt:

Meleike gehört zu der angesehensten Familie in der Trümmerstadt Adeva, und obwohl nur ein Teil der Fünfzehnjährigen jedes Jahr in der Nacht der Mantai eine Gabe erhält, erwarten alle von ihr, dass sie eine bedeutende Begabung bekommen wird. Doch sie geht leer aus - bis zu einem grausamen Zwischenfall, der eine herausragende Gabe enthüllt, die mit einer enormen Verantwortung verbunden ist ...

Flynn lebt in der Hauptstadt LÚM, doch er muss sein gesamtes Weltbild ändern. Seitdem er eine Gabe entwickelt hat, die in seiner Welt nicht existieren sollte, hat sich sein eigener Vater gegen ihn gewandt. Gefangen in einer immer schwarzen Zelle wächst Flynns Hass auf den grausamen Wissenschaftler - und der Wunsch, zu entfliehen ...

Meine Meinung:

Das Buch scheint ein Einzelband zu sein, und obwohl man sich in der Masse an Reihen, gerade im Fantasy-Bereich, ja über jeden Einzelband freut, hat das dieser Geschichte eher geschadet. Sie enthält unheimlich viel Potenzial, das in meinen Augen besser über mehrere Bände hätte ausgearbeitet werden sollen.

Die Grundidee ist nicht direkt neu - zerstörte Welt nach dem Dritten, ziemlich atomaren Weltkrieg. Neue Gesellschaftsordnung. Wie diese aufgebaut ist, fand ich aber eigentlich ganz interessant, ebenso, was die Mantai in Adeva, wo die Menschen noch glauben, allein zu sein, angeht. Letztendlich hätte ich mir viel mehr Informationen gerade zu diesen Aspekten gewünscht, die jedoch aufgrund der Kürze nur angerissen werden.
Auch am Ende bleiben einige Fragen offen, das Ganze wirkte wie ein Auftaktband, bei dem die eigentliche Geschichte erst passieren wird, und obwohl die Story selbst abgeschlossen ist, war das Ende für mich einfach nicht zufriedenstellend.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus den Perspektiven von Meleike und Flynn im Er-Erzähler erzählt, zwischendurch kommen aber auch immer wieder andere Sichten wie die der Antagonisten hinzu, sodass hier Spannung geschürt wird und man einen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelten der meisten Charaktere erhält. Somit sind diese oft tiefgründig, da dem Leser auch Schuldgefühle und Zweifel übermittelt werden - auch bei den Antagonisten. Teilweise fand ich die Nebencharaktere fast vielschichtiger als die Protagonisten.
Was mir bei Meleike gefiel, war, dass sie ihre Fehler erkennt und auch an ihnen zu arbeiten versucht. Nach der Nacht der Mantai ist sie enttäuscht, doch mit der neu erweckten Gabe dann wiederum überfordert. Dennoch bemüht sie sich, damit klarzukommen und ihre Familie zu beschützen ist das Wichtigste für sie.
Das gilt auch für Flynn, wenn auch nur noch in Bezug auf seine Mutter. Seinem Vater gegenüber empfindet er dagegen nur noch glühenden Hass. Er akzeptiert die 180-Grad-Wende seines Weltbildes ziemlich schnell.

Teilweise wurde über so manchen Verlust etwas schnell hinweggegangen, auf der anderen Seite erforderten das aber auch die Umstände.
Was die Liebesgeschichte angeht, so ist ansatzweise durchaus eine Entwicklung zu erkennen, auch wenn es insgesamt schon etwas schneller geht - auch, weil nicht mehr Raum vorhanden wäre.
Die Geschichte selbst wirkt allerdings kaum gehetzt, dennoch ist sie fesselnd erzählt und durchaus unterhaltsam und spannend.

Fazit:/b>< Spannende Dystopie mit fantastischen Elementen und tiefgründigen Charakteren, allerdings auch mit einigen offenen Fragen am Ende
Profile Image for Josephine.
119 reviews
November 8, 2020
Eine 15-jährige verlässt ihre Heimat mit einem Ziel: Sie will ihr Zuhause vor der absoluten Vernichtung retten.

Sie hat keinen Plan. Sie macht sich auch keinen. Sie geht lieber schlafen. Am besten mit diesem unglaublich gutaussehenden Typen, den sie am Tag zuvor getroffen hat. Ob er gut küssen kann?

Bis zum bitteren Ende krümmt sie nicht einen einzigen Finger zur Verwirklichung ihres nichtexistenten Plans.

Zum Glück hat sie die Autorin auf ihrer Seite und die Gesetze der Physik setzen kurz aus. Nichts leichter als das.
Profile Image for Stefanie Hasse hisandherbooks.de.
726 reviews217 followers
September 27, 2014
Inhalt:
Nach dem dritten Weltkrieg, der die Überlebenden der Weltbevölkerung zwang, in die unverseuchten Gebiete Nord- und Südamerikas zu ziehen, wurde der Völkerauflösungsvertrag beschlossen. Der neugeborene Staat nennt sich UdL – Unionsstaat des Lichts und basiert auf reiner Wissenschaft.

In der Mantai-Nacht erhalten die 15-jährigen Pekuu ihre Gaben. Auf Meleike, die Enkelin der größten Seherin von Adeva, lastet ein großer Druck. Doch alles Sehnen und Wünschen hilft nichts. Sie erhält kein Zeichen auf ihrem Handgelenk, ist weder Seherin, noch Telepathin, noch etwas anderes. Dennoch läuft nichts wie gedacht. Durch eine tragische Wendung erhält sie ein Mal – eines, das vorher noch niemand hatte.

Währenddessen geschieht in Lúm, der Hauptstadt der UdL, etwas. Der 15-jährige Flynn wurde von Doctor Connor, dem führenden Wissenschaftler des Staates, in eine Zelle gesperrt – weil er ein Mal am Handgelenk trägt. Ein Mal, das ihn zum Seher macht. Seine Mutter befreit ihn aus dem Gefängnis und fährt ihn über die Grenze der UdL. In das Gebiet, das laut Kenntnis der Bevölkerung sofort zum Tod führt. Er gelangt an einen Ort, den die Einheimischen Adeva nennen und trifft auf ein Mädchen, das genau dasselbe Mal trägt wie er selbst. Und gemeinsam könnten sie das drohende Unheil, das ihnen eine Vision gezeigt hat, abwenden. Der Junge aus dem Licht und das Mädchen aus der Dunkelheit.

Meinung:
Die Leseprobe hat mich bereits mit dem „Vorwort zum Völkerauflösungsvertrag“ neugierig gemacht und so wollte ich natürlich sofort weiterlesen. Nach der Aufklärung über das, was nach dem dritten Weltkrieg geschah, wurde ich völlig unerwartet in eine sehr fantastisch angehauchte Welt eingeführt, die Welt der Pekuu. In der Nacht des Mantai-Festes, in der manche der 15-Jährigen ihre Gabe erhalten.
Auf Meleike Mey liegt eine große Last – ihre Mutter und ihre Großmutter waren begabte Seherinnen und hoch angesehen in der endlosen Trümmerstadt Adeva. Dennoch wird Meleikes schlimmste Befürchtung wahr: Sie erhält kein Zeichen am Handgelenk. Wochen später ereignet sich ein tragisches Schicksal, was vorerst allein auf Meleikes Schultern lastet. Ihre Großmutter hat Meleike ihre eigene Gabe vererbt. Doch ihr Zeichen ist anders als alles, was in Adeva jemals gesehen wurde und Meleike offenbart sich ihre Bestimmung. Sie muss Adeva vor dem drohenden Untergang beschützen, den sie in einer Vision gesehen hat.

Danach lernte ich Flynn kennen, der von seinem eigenen Vater ins Gefängnis gesteckt wurde und dem eine grausame Behandlung oder besser der Tod bevorsteht – wegen eines Zeichens auf seinem Handgelenk, das ihn Visionen haben lässt.

Vom ersten Informationsdumping und gefühlten Millionen Fragezeichen im Kopf strebten die Handlungsstränge immer weiter zusammen, während ich nach und nach meine ersten Antworten erhielt. Meleike und Flynn sind etwas Besonderes, doch das Warum hielt die Autorin lange vor mir verborgen. Sie spielte mit Auslassungen und der Unwissenheit der Charaktere und hielt so die Spannung konsequent oben. Selbst als ich dachte, mich in der Welt zurechtgefunden zu haben, überraschte mich Eva Siegmund mit immer neuen Wendungen und Hintergründen, die ich so nicht erwartet hätte. Sie stellt ihren Charakteren immer neue Hürden in den Weg und geht alles andere als zimperlich mit ihnen um.

Ihr Schreibstil ist stellenweise detailliert und bildhaft, transportiert trotz des personalen Erzählstils perfekt die Emotionen der Charaktere. Durch den Perspektivenwechsel ist man den einzelnen Charakteren manchmal an Informationen voraus, was zusätzlich Spannung schürt – auch wenn diese manchmal so ganz anders gelöst wird als erwartet.

Das dystopische, von Wissenschaft beherrschte Setting von Lúm hat mir ausgesprochen gut gefallen – ebenso die Diskrepanz zu Adeva. Auch wenn beides nicht tiefergehend beschrieben wurde, konnte ich mir alles gut vorstellen und die Fantasie arbeiten lassen.
Erst Stück für Stück erkannte ich die Hintergründe und die Motivation für den Weltentwurf. Die Herangehensweise an die Vorstellung der Welt hat Eva Siegmund alles andere als klassisch gelöst. Ich erfuhr erst einmal nichts von der vermeintlich perfekten Welt, wie es in den meisten Dystopien der Fall ist, von dem schönen Leben dort. Die Autorin setzt hier ein wenig später ein, was durchaus für frischen Wind sorgte. Als Fan von „anderem“ konnte mich dies natürlich begeistern.

Auch wenn nicht alle Fragen geklärt wurden, brachte die Autorin die Geschichte nach einem fulminanten Showdown zu einem gelungenen Ende. Ich hoffe dennoch sehr, dass ich noch einmal nach Adeva oder Lúm zurückkehren kann.

Urteil:
Nach leichten Startschwierigkeiten konnte mich Eva Siegmund mit ihrer Fantasy-Dystopie überzeugen. Eine tolle Idee, ein grandioses Setting, der andersartige Aufbau und jede Menge unerwarteter Wendungen halfen mir über die wenigen ruhigen Passagen und den schweren Einstieg hinweg. Haarscharfe 5 Bücher für „Lúm – Zwei wie Licht und Dunkel“.

Wer in eine völlig andere Welt abtauchen will, in der die Wissenschaft über allem steht und Unerklärbares keinen Platz zu haben scheint, sollte sich an „Lúm“ versuchen. Ich empfehle, die Leseprobe über das „Vorwort“ hinaus zu lesen, um den Übergang, der mich so lange irritiert hat, einfacher zu gestalten.


©hisandherbooks.de
Profile Image for Umgeblättert.
173 reviews91 followers
April 15, 2015
Dieses Buch war mir schon öfter ins Auge gefallen, unter anderem wegen des tollen Covers. Früher oder später musste ich es haben.
Über die Geschichte wusste ich zu Anfang gar nicht so viel, aber es war schön, mal wieder in ein Buch einzutauchen, ohne so richtig zu wissen, was mich erwartet.
Meleike wohnt mit ihrer Familie in Adeva – einer Stadt, die in Trümmern liegt. Seit Jahren arbeiten die Bewohner am Wiederaufbau. Meleikes Horizont ist anfangs noch sehr klein, sie kennt nur Adeva und weiß, dass die Stadt an einer Seite vom Meer und an der anderen Seite von einem Wald begrenzt wird, in dem ab und zu Leute verschwinden.
Manche Bewohner von Adeva sind mit einer besonderen Gabe gesegnet und auch von Meleike wird Großes erwartet, da ihre Mutter und ihre Großmutter sehr gute Seherinnen sind. Doch bei ihrer Mantai – einem Ritual, bei dem sich die Gabe offenbart - geht sie leer aus. Ein paar Tage später bekommt Meleike doch eine Gabe, allerdings zu einem schrecklichen Preis. Noch dazu ist sie mächtiger, als alles bisher dagewesene und bald hält Meleike das Schicksal von Adeva und deren Bewohnern in den Händen…
Abwechselnd lesen wir aus der Sicht von Flynn, der sich in Lúm aufhält. Er ist eingesperrt und weiß nicht so wirklich, warum. Aber wenn er nicht entkommen kann, wird er sterben. Anfangs war dieser Erzählstrang ziemlich mysteriös. Ich habe mich gefragt, was Flynn passiert ist und an was der gruselige Doktor Connor – Flynns Vater – forscht.
Die Dynamik zwischen Meleike und Flynn hat mir sehr gut gefallen, auch wenn sie mir beide für gerade mal 15 Jahre etwas zu reif erschienen. Aber sie haben ja auch schon einiges mitgemacht.
Besonders gefallen hat mir, dass immer wieder die Perspektive gewechselt wurde. Manchmal lesen wir aus der Sicht von Meleikes Mutter oder Großvater oder von jemand ganz anderem. Es kommen viele immer mal wieder zu Wort. Dabei wird natürlich immer dann die Sicht gewechselt, wenn es gerade besonders spannend ist… gemein!
Meleike und Flynn verfolgen einen fast aussichtslosen Plan, um Adeva zu retten. Ich habe mit ihnen gezittert und gehofft, dass sie es schaffen. Das letzte Drittel des Buches konnte mich absolut fesseln und ich wollte es gar nicht mehr weglegen.
Gerade zum Ende hin gab es einige Wendungen, die mich wirklich überrascht haben.
Fazit:
LÚM beinhaltet zwar keine typisch dystopische Welt, aber gerade das macht den Charme des Buches aus – es ist mal etwas anderes. Die Protagonisten hatten zwar immer wieder Hindernisse in ihrem Weg, haben sich aber richtig toll gemacht und ab und zu auch mal für einen Lacher gesorgt. Insgesamt war das Buch wirklich spannend, auch wenn es ab und zu mal ruhigere Passagen gab, die perfekt zum Durchschnaufen waren. Ich könnte mir das Buch übrigens super als Film vorstellen!
12 reviews
September 19, 2021
Was ich an diesem Buch schade finde ist, dass es zwar 500 Seiten hat, der Anfang aber total unnötig über hunderte von Seiten in die Länge gezogen wird. Dann merkt man im Buch so etwas wie einen Umbruch und spürt dass es jetzt zum Ende kommt und es passieren alle Dinge viel zu schnell hintereinander. Einerseits ist es natürlich gut, weil man dann in die Hetze der Situationen aufgrund des Schreibstils mit eingebunden wird - ich weiß aber nicht ob das die tatsächliche Absicht der Autorin war oder sie nur schnell zu einem Ende kommen wollte.
Sie klärt einige der im Buch aufkommenden Fragen zwar auf, für meinen Geschmack aber auf eine zu unausgereifte und unspektakulärer Art und Weise. (Einfach in drei Zeilen eine simple Erklärung für riesige Fragen in dem Buch)
Grundlegende Fragen wie beispielsweise wie es überhaupt dazu kommt dass bestimmte Menschen Gaben entwickeln werden überhaupt nicht weiter erläutert und man wird unwissend gelassen. Wirklich Schade, ich glaube die Autorin wusste einfach selbst nicht wie sie das hätte erklären sollen.
Es endet damit, dass Adeva nicht zerstört wurde das hätte man sich aber von Anfang an denken können. Man wird leider unwissend darüber gelassen was jetzt mit UdL passiert, den Ratsmitgliedern, den Rebellen, der ganzen Struktur von UdL. Rein logisch gesehen könnte die Union des Lichts ja jederzeit wieder Anschläge auf Adeva vorhaben und durchführen, da im Buch nicht erwähnt wird dass sich die beiden ,Städte‘ zusammengeschlossen haben oder Ähnliches. Ich hätte mir gewünscht dass es einen Zeitsprung gibt oder zumindest eine Erwähnung in der man liest wie sich die beiden Welten vereinen und Frieden miteinander schließen. Denn ob das jetzt tatsächlich passiert, das bleibt leider in meiner Fantasie überlassen.

Ich bin froh das Buch endlich beendet zu haben, denn auch wenn es zeitweise sehr spannend war und ich das Buch nicht aus der Hand gelegt habe, würde ich behaupten dass der Großteil dieses Buches sehr zäh und anstrengend zu lesen war. Schade dass dieser Teil deutlich überwiegt.

Ich denke ich werde weitere Bücher von der Autorin lesen um herauszufinden ob das einfach ihre Art des Schreibens ist oder - da es sich ja hier um ihr aller erstes Buch handelt ihr Schreibstil und ihre Erzählergabe einfach noch nicht ganz ausgereift waren.
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171 reviews1 follower
December 15, 2025
Die Idee dieser Dystrophie war eine ganz andere und dadurch frisch.
Aber irgendwas hat mich an der Geschichte gestört, jedoch kann ich es nicht benennen. Wie ein inneres Unwohlgefühl (manche Buchszenen hatten Ähnlichkeiten zur NS-Zeit).

Alle 15-jährigen bekommen in der Nacht der Matai ihre Gabe. Diese macht sich durch ein Symbol am Arm bemerkbar. Telepathie, Unsichtbarkeit und Zukunftsvisionen sind die typischsten Kräfte. Doch Meleike bekommt keine Gabe und ist dadurch sehr traurig. Als sie zu Ihrer Großmutter gerufen wird, schenkt sie Ihre Gabe als Seherin Meleike, indem sie sich umbringt.
Die Mutter ist neidisch, weil sie die Kräfte gerne gehabt hätte. Mit ihren neuen Kräften sieht Meleike die Zukunft und sieht, dass ihre Heimatstadt Adeva durch Bomben zerstört wird. Mit der Hilfe ihres Seelenverwandten beschließt sie ihre Welt zu retten.
Auf einmal hat Meleike alle Kräfte und wird zur mächtigsten Person ihres Dorfer. All Ihre Gaben braucht sie auch, um ihr Dorf zu retten. Ihre Mutter ist von Neid und Eifersucht zerfressen und denkt nur an sich.

Profile Image for Ana Disaster.
68 reviews26 followers
July 18, 2015
Ihr ganzes Leben kannte Meleike nichts anderes als ihr Heimatdorf Adeva. Wohlbehütet lebt sie dort mit ihrer Mutter, ihren Großeltern und ihrem jüngeren Bruder bei dem Volk der Pekuu. Nie hat sie sich gefragt, was wohl außerhalb des gefürchteten und gemiedenen Waldes herrscht - bis ein Ereignis das andere bringt, und der Dominoeffekt Meleikes Leben komplett auf den Kopf stellt. Bei einem zentralen Ritual, welches allen 15-jährigen bevorsteht, geht Meleike ohne Gabe aus - und das obwohl sie aus einer der talentiertesten Familien Adevas stammt. Einen Tag später erlangt sie ihre heißersehnte Gabe, doch sind die Kosten dafür erheblich. Ihr Schicksalsrat beginnt sich zu drehen, sie erhält seltsame Visionen und plötzlich steht Flynn, ein Fremder, vor ihr und sie begibt sich ahnungslos auf eine Reise um ihre Heimat zu retten.

Eine Dystopie mit Fantasyelementen. So in etwas lässt sich "Lúm - Zwei wie Licht und Dunkel" in das Genreuniversum einordnen. Den Einstieg gewährt ein Vertrag, der nach dem dritten Weltkrieg verabschiedet wurde und den Unionsstaat des Lichtes gründet. Diese kleine dahingeworfene Information zu der dystopischen Welt weckt durchaus viel Interesse, nur leider wird er danach nicht weiter aufgenommen; denn es geht nach Adeva. In Adeva führt Protagonistin Meleike zusammen mit Familien und Freunden ein Leben, was wohl mit dem Leben in einem Reservat verglichen werden kann. Spannend ist, dass die Pekuu ein Volk mit verschiedensten Gaben sind. Was es alles damit auf sich hat, schafft die Autorin schrittweise und einfach zu erklären, sodass man einfach in den fantastischen Teil von "Lúm" eintauchen kann und es einen nach noch mehr Informationen über die Geschichte der Pekuu dürstet.

Meleike, die zumindest im ersten Teil des Romans den Part der Protagonistin übernimmt, war mir durch und durch unsympathisch. Leider, denn ihre planlose, kindliche Art hat einfach die Ernsthaftigkeit des Plots zuniedergemacht. Ich weiß, ich weiß, wir reden hier von einer 15-jährigen! Aber wieso gibt man einer Charaktere, die später die Rolle einer Weltretterin übernehmen soll, so ein zartes Alter? Basierend auf ihrer Bestimmung ihre Heimat zu retten, stürzt sie sich mehr als unüberlegt in jedes Abenteuer und beweist dabei wenig Stärke oder Intelligenz. Ganz nach dem Motto "Es wird schon alles gut gehen" lösen sich alle Hindernisse vor Meleike auf, bevor sie auch nur mit der Wimper zu zucken braucht.
An die Seite von Meleike wird schließlich Flynn gestellt. Ebenfalls 15 Jahre alt, allerdings aus dem Unionsstaat des Lichtes und auch im Begriff alles zu ändern. Mit Flynns Ankunft erfährt man endlich mehr über den mysteriösen Unionsstaat des Lichtes, der zwischenzeitlich fallengelassen wurde, wie eine heiße Kartoffel. Siegmund rüstet Flynn glücklicherweise nicht so spärlich aus wie Meleike. Er ist zielgerichtet und skeptisch. Dazu kommt, dass sein familiärer Hintergrund sehr komplex und ausgereift gezeichnet wird und mit einer doppelten Portion Dramatik erzählt. In Punkto Empathie hat die Autorin hier ins Schwarze getroffen - ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie ich mit Flynn mitgelitten habe.
Erneut ein Dorn im Auge, ist mir dann aber die aus der Luft gegriffene Liebegeschichte zwischen Flynn und Meleike. Die Prophezeiung sagt, wir seien Seelenverwandte? Hm, dann verlieben wir uns mal auf die Schnelle unsterblich ineinander. Keine Kennenlernphase, kein Hin-und-Her. Nö, brauchen sie nicht, ist ja die große Liebe. So überspringt hier Siegmund den schönsten Teil einer Liebesgeschichte - mit Funken und Zweifeln und ganz viel Chemie. Von der hab ich nichts gespürt.

Was letztendlich den Plot angeht, so fällt auf das "Lúm" nicht planlos, sondern mit viel Überlegung aufs Papier gebracht wurde. Zahlreiche Überraschungen, komplexe Nebenleitfäden, die am Ende logischerweise zusammenfinden, und ein politisches System inklusive Rebellen, die es stürzen wollen. Sogar einen President Snow gibt es! Die ständig wechselnde Perspektive schenkt zahlreichen Charakteren eine Stimme und bringt sie mit ihren unterschiedlichen Wünschen und Zielen dem Leser näher. Diese Entscheidnung verdient ein Lob, denn nur so ist es dem Leser möglich alle Stränge des Komplotts zu verstehen.
Wonach ich allerdings vergeblich gesucht habe, ist nach den simplen Grundrissen dieser Welt. Lúm ist voller liebevoller Details, aber die maßgebenden Fakten, wie den einfachen Aufbau des Staates oder genaue Auskunft über die Verbrechen des Staates an den Bürgern, verwehrt Siegmund.

Fazit:
Fantastische Gaben, ein dystopisches System, was es zu stürzen gibt und unbekannte Gefahren. Klingt alles ziemlich gut, wenn die Weltretterin und Heldin nicht die 15-jährige Meleike ist, die den Bad Ass Guide von Sabrina in keinem Fall bestehen würde. Mit einer kindlichen Protagonistin wird der Ernsthaftigkeit und Dramatik des Plots der Wind aus den Segeln genommen, genauso wie auch die Liebesgeschichte nicht andocken kann. Was den dystopischen Unionsstaat des Lichtes angeht, so tappe ich da immernoch im Dunkeln - schade denn darüber hätte ich gerne mehr erfahren.
Überzeugen kann Siegmund aber mit ihrer Liebe zum Detail, mit rührenden Nebencharakteren und Hintergründen und mit einem sehr feinen Schreibstil, der alles bemerkt und auf genau die richtige Art und Weise einer Palette an Charakteren eine Stimme gibt. Wer sich eine epische Dystopie erhofft, der wird enttäuscht sein. Im Regal der leichten Kost für Nebenbei schlägt es sich auf jeden Fall gut und bietet auch für Fantasyfans genug!

Mehr Rezensionen gibt es auf www.storiesdreamsbooks.blogspot.de
Profile Image for Ricarda Scola.
474 reviews9 followers
October 10, 2014
Eigene Meinung:

"Lúm - Zwei wie Licht und Dunkel" von Eva Siegmund ist ein solides Debüt, das trotz kleinerer Schwachpunkte überzeugen kann.

Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der gerade in Kombination mit den vielen kurzen Kapiteln das Lesetempo ganz schön in die Höhe treibt. Trotzdem sind über 500 Seiten nicht wenig und das merkt man auch. Es gab immer wieder Phasen, in denen ich das Buch nicht zur Seite legen konnte, aber wenn ich dann tatsächlich eine Pause eingelegt hatte, fiel es mir nicht schwer mich mit anderen Tätigkeiten abzulenken. Was im Grunde schade ist, da das Buch wirklich nicht langweilig ist. Erzählt wird die Geschichte im personalen Erzählstil, was mir hier tatsächlich auch gut gefallen hat. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass ein Ich-Erzähler den vielen Charakteren etwas mehr Leben hätte einhauchen können.

So blieb leider die meiste Zeit eine gewisse Distanz und die Charaktere erschienen meistens eher blass. Gerade im Bezug auf Familie und Freunde finde ich das sehr schade, weil diese doch eine wichtige Rolle im Leben von Meleike und Flynn spielen. Alles in allem konnte ich mich aber mit allen anfreunden und die Autorin hat es immerhin geschafft, die meisten Figuren von mehreren Seiten zu zeigen.

Es ist auch wirklich gut, dass man Flynn und Meleike kennenlernen durften, bevor sie aufeinandertrafen, denn sonst hätte ich die Chemie zwischen den beiden nicht wirklich verstehen können. So hat mir dann aber die Art und Weise wie sich diese zarte Liebesgeschichte entwickelt, wirklich gut gefallen. Das Schicksal hat die beiden zwar zueinandergeführt, aber der Rest kam ziemlich gut ohne Kitsch und großen Dramen aus - und das ist ja in der Regel eher eine Seltenheit.

Die Geschichte überzeugt vor allem mit dem Setting. Die Autorin hat eine Welt geschaffen, die voller Kontraste ist - und das in wirklich jedem Punkt. Das Buch beginnt mit einem Prolog, der im kompletten Widerspruch zu dem steht, was man als Leser später erlebt. Meleike und Flynn sind wie Tag und Nacht - ebenso wie die Städte, aus denen sie stammen. Der größte Widerspruch ist für mich allerdings der Informationsfluss. Auf der einen Seite hatte ich das Gefühl, eine gut durchdachte und ebenso gut erklärte Welt zu betreten, aber auf der anderen Seite musste ich rückblickend feststellen, dass ich doch wirklich viele offene Fragen habe. Woher stammen die Mutationen bzw. die Gaben? Die naheliegendste Vermutung wäre, dass diese aus der Verstrahlung nach dem dritten Weltkrieg stammt, aber würde das nicht auch bedeuten, dass die Hazards, über die man leider absolut nichts erfährt, nicht voll von Mutanten bzw. Begabten sein müssten? Wenn es eine Isolation A gibt, existieren dann auch B und C? Wieso scheint es einen so regen Verkehr zwischen den Hazards und dem Unionsstaat des Lichts zu geben, wenn dort die gleiche Grenzbefestigung herrscht, wie an der Grenze zu Adeva? Diese und viele weitere Fragen spuken in meinem Kopf herum und verleiten mich dazu, eine Fortsetzung herbeizusehnen, obwohl ich doch im Grunde wirklich froh darüber bin, mal wieder einen Einzelband gelesen zu haben.

Ein weiterer irritierender Punkt ist die Tatsache, dass die Reise, die das junge Pärchen antritt, im Prinzip völlig umsonst gewesen ist. Das klingt jetzt ziemlich hart, ich weiß. Aber wenn man es ganz genau nimmt, hätte die Geschichte auch genauso enden können, wenn sie nach Lúm zurückgekehrt wären. Dabei möchte ich aber noch einmal betonen, dass die Ereignisse "dazwischen" alles andere als langweilig waren - sie haben nur leider nicht mehr bewirkt, als dass die Protagonisten (und so auch der Leser) etwas mehr über die Zusammenhänge erfährt. Zugegeben, das ist ja auch kein unwichtiger Punkt.

Cover und Titel passen wirklich gut zu der Geschichte und es stört mich tatsächlich nicht, dass auch hier ein Frauengesicht auf dem Cover ist. Generell mag ich wohl intensivere Farben lieber, aber den Farbverlauf könnte man getrost als ein Spiel aus Licht und Schatten interpretieren.

Fazit:

Eva Siegmunds "Lúm - Zwei wie Licht und Schatten" ist ein solides Debüt, das mich wirklich gut unterhalten konnte. Die Charaktere sind noch etwas zu blass und man bleibt am Ende leider mit vielen offenen Fragen zurück. Trotzdem ist, so widersprüchlich das auch klingen mag, eine wirkliche runde Geschichte, die ich als Einzelband gerne so akzeptieren kann. Ich bin vielleicht nicht völlig aus dem Häusschen, aber gefallen hat es mir doch und ich würde jederzeit wieder zu einem Buch der Autorin greifen. Gute 4/5 Bücher!
Profile Image for Juli.
426 reviews18 followers
November 14, 2014
Mit ihrem dystopischen Einzelband "Lúm. Zwei wie Licht und Dunkel", konnte mich Eva Siegmund voll und ganz begeistern. In diesem dystopischen 500 Seiten Einzelband steckt einfach so wahnsinnig viel drin, dass man definitiv erlebt haben muss. Und "Lúm" ist besonders für alle Dystopie Fans ein Muss! Eva Siegmunds Schreibstil deutet eher auf eine ruhige, gemächliche Dystopie hin, die mehr auf die Gefühlswelt der Charaktere hinzielt. Dennoch beweist die deutsche Autorin immer wieder, dass sie definitiv auch anders kann. So kommt es zu Handlungsszenen, die mich mit offenem Mund und einer ultra Gänsehaut zurück gelassen haben. "Lúm. Zwei wie Licht und Dunkel" ist also eine Dystopie, die für den Leser sowohl die Gefühlswelt der einzelnen Charaktere öffnet, als auch mit einer wahnsinnig gut gewählten Portion Spannung punkten kann.

Der 15-jährigen Meleike steht die Nacht ihres Lebens bevor. Denn in dieser Nacht erfährt sie, welche Gabe ihr vorherbestimmt ist oder ob sie eine einfache Kema ist. Ihr Traum platzt sehr schnell, denn sie wird weder in die Fußstapfen ihrer Mutter, einer Seherin, noch in die ihres Vaters treten können, denn Meleike wurde gar nicht mit einer Gabe beglückt. In ihrer Heimat Adeva ist ihre Familie eine Art Berühmtheit, denn jeder Angehörige wurde mit einer Gabe gesegnet. Dennoch wird Meleike keinesfalls ausgeschlossen, ihre Freunde und ihre Familie und selbst alle anderen Einwohner in Adeva, werden sie weiter lieben und akzeptieren, so wie sie nun einmal ist. In Adeva wird viel Wert auf Mitmenschlichtkeit gelegt. Im krassen Gegenteil dazu steht Flynns Heimatstadt Lúm, die Union des Lichts (UdL). Hier wird viel Wert auf die Leistung des einzelnen Menschens gelegt und im Grunde ähnelt Lúm viel eher unserer Welt, während Meleike in einer Art mittelalterlichen Umgebung aufwächst. Die beiden Protagonisten sind mir ziemlich schnell ans Leser-Herzchen gewachsen und man fiebert gleicht von der ersten Seite mit beiden mit, denn beide haben keinen leichten Start in die Handlung.

Zuerst hatte ich furchtbares Herzrasen, weil ich natürlich Meleike und Flynn fest die Daumen gedrückt habe, dass sie ihre Reise durch die Handlung gut überstehen. Letzendlich habe ich so sehr mit dem Protagonisten-Duo mitgefiebert, dass meine Fingerknöchel, vom Festklammern am Buch, ganz weiß geworden sind. Spannung pur! Entsetzen pur! Mir stand am Ende einiger Handlungsszenen förmlich der Mund offen.
Aber nun gut, dass ist eben einfach typisch Dystopie, keine Märchenglitzertraumwelt, sondern die harte Realität, in der es nur selten Wunder gibt.

Die Spannung treibt Eva Siegmund besonders durch die Perspektivenwechsel ins unermessliche. Eigentlich mag ich persönlich ja gar keine Charakter-Perspektivenwechsel. Meistens wird der Leser immer aus der Handlung katapultiert und findet dann schlecht wieder rein und der Lesefluss wird vollkommen zerstört. Aber Eva Siegmund sind die Perspektivenwechsel grandios gelungen. Sie erzeugt soviel Spannung mit diesen. Das ist wirklich zum Fängernägel-zerkauen, grausam! Mir gefällt vorallem gut, dass der Leser obwohl er sich ja mittlerweile in der UdL, in Lúm befindet, trotzdem noch miterleben darf was in Adeva vor sich geht.

Eva Siegmund arbeitet viel mit Gegensätzen. So auch mit Licht und Dunkelheit. Diese beiden Antonyme tauchen in "Lùm. Zwei wie Licht und Dunkel" immer wieder auf und bestimmen einen Großteil der Handlung. Das gefällt mir sehr gut!

Nachdem ich nun hellauf begeistert bin von den Handlungsschauplätzen, den ergreifenden Charakteren und dem berührenden Schreibstil, der zum Mitfiebern anregt, konnte mich der grandiose Showdown noch einmal vollkommen überraschen. Ehrlich gesagt hatte ich nach einigen ziemlich gruselig, brutalen Handlungszenen ein bischen Angst, dass "Lúm" nicht nach meinem Geschmack enden könnte. Aber Eva Siegmund klärt letzendlich, bis auf einige nicht erwähnenswerte Kleinigkeiten, alle gravierenden Fragen auf und dann kommt der Endkampf. Und ja, es war wirkliche in sehr gelungener, extrem spannender Endkampf. Und das die letzten Seiten führten zu einem solch wundervollen Ende. Hach, irgendwie passte alles so gut und war perfekt, stimmig und rund. Die Liebesgeschichte, die Familiengeschichte, die politische Sichtweise - alles perfekt. Grandios ist wirklich die Tatsache, dass Eva Siegmund es geschafft hat eine Dystopie auf 500 Seiten perfekt abzuschließen, während andere Autoren aus diesen 500 Seiten locker eine gesamte Trilogie gezaubert hätten.
915 reviews10 followers
October 3, 2016
Das Cover und die Beschreibung des Buches hat mich schon sehr früh darauf schließen lassen, dass es sich bei dieser Geschichte um eine Dystopie handeln dürfte. Faszinierend in diesem Bereich fand ich, dass es sich insgesamt um einen Einzelband handelt und somit mal wieder erfrischend und abschließend ist.

Die Schreibweise der Autorin ist flüssig, leicht nachvollziehbar und erlaubt es dem Leser auch sich ein eigenes Bild von der Umgebung und den Charakteren zu machen. Durch die Beschreibung der Hauptprotagonisten Meleike und Flynn konnte ich mir vieles vor Augen führen und dadurch ein gutes Bild erlagen.

Meleike ist ein interessanter Charakter, welche viele jugendliche Züge mit sich bringt. Sie ist freundlich, hilfsbereit aber auch fordernd, wissbegierig und neugierig. Sie lebt zusammen mit ihrer Mutter, ihrem Bruder sowie der Oma und dem Opa in Aveda. Sie hat ein sehr beschauliches, aber trotz allem liebevolles und ausgefülltes Leben. Bis zu dem Zeitpunkt in welchem sie das Fest zum Erwachsen werden feiert, ab diesem Zeipunkt an wird alles anders.

Flynn schien mir ein sehr reifer, verantwortungsvoller, liebevoller und vor allem starker Charakter zu sein. Auch wenn man ihn erst sehr verzweifelt, verwirrt und verängstigt kennenlernt merkt man schnell dass er stets versucht einen Ausweg zu finden. Dass er versucht das beste aus einer Situation zu machen und sein Leben gerne für das für ihn wichtigerer Personen aufs Spiel zu setzen.

Auch wenn wir noch in ein paar andere Charaktere Einblick erhielten, muss ich sagen dass eigentlich alle relativ blass geblieben sind. Während der Geschichte sind ein paar Charaktere aufgetaucht, welche den Eindruck erweckt haben noch interessant und wichtig zu werden. Schlussendlich wurden diese aber einfach nur kurz abgehandelt und haben dann an Wichtigkeit verloren. Das hat es mir als Leser etwas schwer gemacht einen Bezug aufzubauen.

Die Idee der Geschichte an sich konnte mich durchaus neugierig machen und auch die Umsetzung ist im Großen und Ganzen gut gelungen. Trotz allem konnte mich die Geschichte nicht vollends fesseln. Die Taten, Situationen und Umsetzungen waren teilweise zu sehr strukturiert und gleichzeitig auch wieder nicht. Da werden gefährliche Unterfangen begonnen, ohne dass man sich große Gedanken macht und schlussendlich nur durch Zufälle zum Gelingen gebracht werden.
Natürlich kann bei so etwas nicht immer alles geplant werden, aber gerade zum Schluss hin hat mir einfach etwas mehr Hintergrundwissen oder tatsächliches Planen gefehlt.

Die Idee mit den Gaben, den verschiedenen Systemen und Orten fand ich interessant und wirklich mal faszinierend. Allerdings hätte es der ganzen Geschichte denke ich ganz gut getan, wenn man alles nicht so extrem schnell abgehandelt hätte. Mir fehlte oft einfach ein bisschen Hintergrundwissen bzw. ich habe einfach etwas zu viel gewusst, sodass ich nicht mehr wirklich überrascht war.

Die eingebaute Liebesgeschichte entwickelt sich nur sehr langsam und eher im Hintertürchen, was ich aber keineswegs schlecht empfand. Es war mal sehr schön dass es so ruhig von statten geht und die Geschichte an sich im Vordergrund stand.

Auch wenn die Autorin einige Überraschungen und Kehrtwendungen mit eingebaut hat, die nicht vorhersehbar waren konnte man sich vieles andere wieder sehr gut denken. Dann gab es jedoch auch wieder Bereiche die ich gerne noch besser erläutert bekommen hätte einfach weil es mich neugierig gemacht hat oder nicht ganz einleuchtend war.

Der Schluss dieses Buches hat mich leider auch nicht vollkommen überzeugen können. Zum einen verlief das Ende sehr einfach und ohne großen Komplikationen und zum Anderen hätte mir auch noch ein tatsächlicher Abschluss der gesamten Situation sehr gut gefallen. Gerade die vielen Informationen zum Schluss empfand ich etwas zu unrund und überfüllt, sodass es mich eher etwas genervt hat. Auch erinnert das Buchende eher wieder an den Beginn der gesamten Geschichte und hat mich schlussendlich zu der Frage kommen lassen, wohin das alles hatte führen sollen?

Mein Gesamtfazit:

Insgesamt eine nette Geschichte, welche man flüssig und leicht lesen kann. Trotz allem konnte mich die Umsetzung jedoch nicht überzeugen, da die Charaktere sehr blass blieben und die Geschichte an sich nichts bleibendes und beeindruckendes war.
Profile Image for Anna (Ink of Books).
425 reviews78 followers
March 8, 2016
https://inkofbooks.wordpress.com/

Ich habe sooo lange gezögert, dieses Buch zu lesen!

Ich habe schon Mitte 2013 von diesem Buch gehört und wollte es haben. Ich habe es dann auch in der Buchhandlung meines Vertrauens gesehen und wollte es sofort haben.

Aber…ich habe es irgendwie nie hingekriegt, dass Buch mitzunehmen :D

Ich habe jetzt ohne Witz 1 1/2 Jahre gewartet, bis ich dieses Buch mitgenommen habe.

Jaaaa, Leute, ich bin ich echt komisch. Gaaaaanz locker, das kommt nicht so oft vor! :D

Aber zum Buch:

Es hat mir dann doch erstaunlich gut gefallen. Ich dachte, dass ich so viele Erwartungen gehabt habe, dass das Buch dem niemals gerecht werden könnte.

Aber wie durch ein Wunder ging es doch und mir hat das alles doch ganz gut gefallen!

Zum Schreibstil: Der Schreibstil war anfangs etwas verwirrend. Ich weiß nicht warum, aber auf den ersten zehn Seiten war alles etwas verwirrend und der nächste Satz ging nie so, wie ich es vermutet hätte.

Deswegen: GROßE VERWIRRUNG AM ANFANG!

Danach war aber alles wieder in Ordnung und mir gefiel dieser doch etwas verträumte Schreibstil und vor allem die Wortspiele mit Licht und Schatten.

Man konnte sich gut in die Charaktere hineinversetzen und ich habe die Beschreibungen der Gedanken der Charaktere und die Beschreibungen der Welt sehr gemocht.

Die Geschichte ist zwar leicht vorauszusehen und nicht gerade auf höchstem Spannungsniveau, trotzdem gab es ein paar unerwartete Wendungen und auch ein paar Wendungen, mit denen ich so nie gerechnet hätte.

Die Geschichte steigt sofort ein und wir sind quasi ab der ersten Seite mittendrin, obwohl sich natürlich erstmal alles in eine bestimmte Richtung entwickeln musste, was dann der Handlung noch mal einen Schubs nach vorne gibt.

Unsere beiden Hauptcharaktere Meleike und Flynn sind sehr reif für ihr Alter von 15 Jahren und handeln zwar noch etwas naiv, aber meistens sehr erwachsen.

Die Liebesgeschichte – kommt schon, dass war von Anfang an klar :D – war ziemlich süß und hat mich zwar nicht umgehauen, aber weil hier ja auch keine Reihe vorliegt, hatte die Liebesgeschichte auch nur eine Nebenrolle auf diesen knapp 500 Seiten.

Die Idee war übrigens einfach nur genial!

Das die beiden aus unterschiedlichen Welten stammen und Meleike quasi ein “Indianerleben” innerhalb einer verfallenen Stadt lebt und Flynn ein Leben in der glänzenden Hauptstadt geführt hat, ist wirklich eine tolle Paarung.

Ich habe vor allem die Idee der übernatürlichen Fähigkeiten sehr toll gefunden.

Als da wären: Telepathie zu einem anderen Menschen, die Fähigkeit, sich unsichtbar zu machen und die Fähigkeit in die Zukunft und in “die Gegenwart” zu sehen, also das, was gerade passiert.

Ausgestattet mit diesem Grundkonzept gelingt es der Autorin, eine toll Geschichte aufzubauen, die auch mal von dem Blickwinkel anderer Charaktere erzählt wird und dadurch einen gewissen mystischen und spannenden Faktor.

Allerdings gibt es auch ein paar Kritikpunkte, denn ich hatte das Gefühl, das doch einige Sachen nicht abgeschlossen wurden oder nur anwesend waren, weil sie zu anderen wichtigen oder auch unwichtigen Ereignissen führten und an sich keine Geschichte bekamen.

Außerdem haben mich manchmal Flynns und Meleikes Reaktionen überrascht und stutzig gemacht, weil sie einfach direkt ins Messer gelaufen sind, ohne überhaupt nachzudenken.

Und die Geschichte war mir am Ende dann doch ein wenig kurz gedacht und die Charaktere an manchen Stellen einfach zu blass, um sie überzeugend darzustellen.

Außerdem war die Liebesgeschichte der beiden schon arg herbei fantasiert an manchen Stellen und daher auch ein wenig unglaubwürdig.

Trotzdem, da es ja keine Reihe ist, sondern wahrscheinlich ein Einzelband und dazu noch ein Debüt, ein sehr gelungenes Buch mit einer gut erdachten Geschichte :D

Fazit:

Ein schön metaphorisch geschriebenes Buch, dass durch seine starke Geschichte und durch die Fantasyelemente überzeugt. Die Charaktere wachsen, wenn auch ein wenig blass, schnell ans Herz und man fiebert jedem einzelnen Schicksal nach. Mit einem überraschenden Ende hat dieses Buch alles, was ein gutes Buch braucht, und auch den gewissen Wow-Faktor zum Ende hin.

4 Tintenkleckse von mir!
Profile Image for Lisa.
121 reviews
March 11, 2017
Eine absolute Berg- und Talfahrt. Nach einem sehr guten Einstieg, spannenden Ideen und vielversprechenden Weltentwurf flachte das Buch immer weiter ab. Die Charkatere blieben einem fern, Probleme werden viel zu einfach gelöst und das Ende wirkt zerfetzt, gehetzt und unfertig. Schade, da war viel Potential, aber da wurde sehr viel davon mit vollen Händen verschenkt.
Profile Image for Ina Vainohullu .
887 reviews17 followers
November 13, 2014
Meinung:

Wie so oft war es auch bei "LÚM" das Cover, das dafür verantwortlich war, das dasBuch auf meiner Wunschliste landet. Dabei ist es weitestgehend unspektakulär. Es zeigt ein Mädchen, ein paar gläserne Türme und das wars eigentlich auch schon. Und trotzdem ist da irgendetwas das dafür sorgt das mein Interesse sofort geweckt wird und ich beginnen muss die Geschichte zu lesen.

Die Geschichte von Meleike Mey, einer 15-jährigen Pekuu, die in der Nacht der Mantai ihre langersehnte Gabe erhalten soll. Doch die Zeichnung, ein Mal am Handgelenk, bleibt aus. Erst durch ein schreckliches Unglück erlangt Meleike schließlich die Seher-Fähigkeiten ihrer Großmutter. In einer Vision sieht sie, wie ihre Stadt Advea in den Flammen versinkt. Meleike erkennt das ihre Gabe eine Art Botschaft ist, das nur sie fähig ist, den Untergang Adevas zu stoppen.

Als ihr dann noch ein fremder Junge, den sie in Adeva noch nie gesehen hat, vor die Füße fällt und ihr von einer leuchtenden Stadt hinter den undurchdringlichen Wäldern erzählt, beginnt für Meleike ein Wettlauf gegen die Zeit....

Eva Siegmunds Schreibtil liest sich sehr flüssig und sehr gut. Sie vermag es mich mit ihren Worten mitzureissen und lässt Dank ihrer sehr ausführlichen und anschaulichen Beschreibungen eine neue Welt vor meinem inneren Auge entstehen. Die Kulisse vor der ihr Debütroman spielt ist wirklich atemberaubend.
Einerseits bewegen wir uns in Adeva, Meleikes Heimatort, durch eine verrußte Trümmerstadt die auf der einen Seite vom Meer, auf der anderen Seite von einem vermeintlich undurchquerbaren Wald umgeben wird, andererseits erleben wir hier aber auch eine hochmoderne leuchtende Stadt, LÚM, in der sich alles und jeder der Wissenschaft verschrieben hat und der grausame Dinge passieren.

Die Protagonisten sind sympathisch und recht gut ausgearbeitet. Ich konnte sowohl zu Meleike als auch zu Flynn recht schnell einen guten Draht herstellen, was vielleicht auch an der wechselnden Perspektive und die damit verbundenen Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt lag.

Was hier im Vergleich zu anderen Dystopien beinahe gänzlich fehlt ist eine Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten. Zwar fühlen sich Meleike und Flynn zueinander hingezogen und verlieben sich ineinander, doch diese Beziehung steht nicht im Fokus, ist eher nebensächlich und deshalb auch nicht besonders stark ausgeprägt. Ich fand das gar nicht schlecht, obwohl ich gestehen muss, das es für meinen persönlichen Geschmack durchaus etwas mehr hätte sein dürfen.

In Bezug auf die Handlung bin ich etwas zwiegespalten, zwar fand ich die Idee wirklich sehr spannend, es gibt viele unvorhergesehene Wendungen, aber manche Handlungsstränge wirkten auf mich unlogisch. Zunächst habe ich mich davon nicht stören lassen, weil ich mir sicher war, das sich all meine Fragen im Verlauf nach und nach in Luft auflösen würden. Doch dem war leider nicht so. Eva Siegmund erklärt zwar wirklich vieles und holt weit aus, aber sie lässt eine Menge Hintergrundinformationen unter den Tisch fallen. Ich kann die Punkte die ich meine und die mich störten hier leider nicht großartig ausführen, da ich sonst spoilern würde, was ich auf jeden Fall vermeiden möchte.

Fakt ist: Es gibt so viele offene Fragen, das man das Gefühl hat, die Geschichte sei noch nicht zu Ende erzählt. Vielleicht ist das Absicht und die Autorin hält sich genau damit ein Hintertürchen offen. Ich würde eine Fortsetzung sehr begrüßen.

Fazit:

"LÚM - Zwei wie Licht und Dunkel" ist eine Dystopie die durch ihr fulminantes Setting, durch ihre Protagonisten und eine wahrlich großartige Idee besticht, die mich aber durch zu viele offene Fragen und zu wenig Hintergrundinformation noch nicht vollends überzeugen konnte.

Ein Debüt das sich trotz kleiner Schwächen wirklich sehen lassen kann und hoffentlich fortgesetzt wird.

©Ina's Little Bakery
Profile Image for Solara300.
1,494 reviews43 followers
October 25, 2014
Kurzbeschreibung
Eine Welt nach den dritten Weltkrieg wird hier eindrucksvoll geschildert in der es den Unionsstaat des Lichts gibt in der die Menschen einer friedlichen Zukunft entgegensteuern und gemeinsam versuchen ihr Wissen zu erweitern.

Nicht weit davon ist Adeva ein Reservat von UDL und in diesem Reservat leben besondere Menschen wie Meleike.

Was diese Meleike mit UDL zu tun hat?

Sie hat eine besondere Verbindung mit Flynn der aus UDL kommt...



Cover
Das Cover ist ein Eyecatcher mit dem Farbzusammenspiel und dem Mädchen vorne darauf. Sehr gut gefallen mir auch noch die Vögel die im Buch präsent gezeichnet wurden.
Zusammen mit dem Titel macht es Lust auf mehr und passt sehr gut zum Inhalt.



Charaktere
Meleike Mey ist 15 Jahre und lebt mit ihrer Familie in Adeva.
Sie ist am Anfang noch zurückhaltend entwickelt aber im Laufe der Geschichte immer mehr Stärke um sich ihren Aufgaben zu stellen.

Flynn Victor Connor ist der Sohn von Dr. Connor und Bianca seiner Mutter.
Er lebte glücklich in UDL bis zu seinem 15. Geburtstag.

Maela die große Seherin und Großmutter von Meleike ist nicht nur sehr Weise, sondern liebevoll.

Tires ist Meleikes Mutter und seit dem Verschwinden von ihrem Mann Yaris unzufrieden mit sich selbst. Sie hat mit Ben-Di ein Verhältnis und kann auch manchmal falsch liegen.

Dann gibt es noch Koda, Meleikes kleinen Bruder und Großvater Sabida der einen mit seiner hilfsbereiten Art schnell in seinen Bann zieht.



Schreibstil
Die Autorin Eva Siegmund hat hier einen Klasse Schreibstil hingelegt, gepaart mit einer spannenden Geschichte bis zum Schluss und selbst wenn in diesem Buch alle Fragen geklärt sind, denkt man doch weiter darüber nach was mit Adeva und ihren Bewohnern oder UDLweiter passiert.



Meinung
Was passiert wenn alles was heute noch nicht wichtig war, morgen an Präsenz gewinnt.

Dann finden wir uns bei Meleike Mey wieder in Adeva.

Denn es gibt ein Reservat das zu dem Unionsstaat des Lichts gehört und zwar Adeva.

Fernab von UDL liegt diese Trümmerstadt und in der gibt es besonders begabte Menschen die in der Nacht ihres 15. Jährigen Geburtstags eine Gabe erhalten und zwar in der Nacht der Mantai.

Meleike ist solch ein junges Mädchen das hofft wie jeder in ihrer Familie mit einer Gabe gesegnet zu ein. Denn ansonsten wäre sie ein normaler Mensch und zwar eine Kema.

Ihre Befürchtung eine Kema zu sein, bewahrheitet sich und Meleike ist darüber mehr als nur traurig aber sehr schnell ändert sich Meleikes Leben denn Meleike erbt die unvorstellbare Kraft ihrer Großmutter auf einem besonderen Weg.

Meleike muss schneller als ihr lieb ist, sich nicht nur dem Jungen aus ihren Visionen stellen, sondern in die Stadt des Lichts gehen in der mächtige Feinde auf sie warten.

Denn Adeva ist ein Reservat von UDL und Menschen die an der Macht sind wollen ein böses Spiel mit ihnen treiben.

Die Zeit rennt und Meleike muss sich beeilen wenn sie alles was sie liebt retten will...



Fazit
Sehr gelungen und für mich absolut empfehlenswert.
Profile Image for Michaela.
169 reviews
November 12, 2014
Inhalt
Die Handlung spielt in einer Welt, etliche Zeit nach dem 3. Weltkrieg. In ganz unterschiedlichen Städten, die wie zwei verschiedene Welten sind, leben Flynn und Meleike.

Meleike lebt in Adeva, einer Stadt aus Trümmern, in welcher die Menschen ein einfaches Leben führen. Doch ein Teil von ihnen hat besondere Gaben, wie z.B. Hellsehen oder Telepathie. Diese Welt wird durch einen Angriff aus Lum, der Stadt des Lichtes, bedroht. Als Meleike dies in einer Vision sieht, macht sie es sich zur Aufgabe das zu verhindern und die Menschen in Adeva zu beschützen.

Verbunden ist Meleikes Schicksal mit Flynn, der in Lum lebt. Dort ist alles modern und fortschrittlich und die Menschen dort haben keine besonderen Gaben. Doch bei Flynn zeigt sich eine Gabe, was ihn zu einem Verfolgten macht.
Ihm ist es bestimmt sich gemeinsam mit Meleike in das Abenteuer zur Rettung Adevas zu stürzen.

Meine Eindrücke
Besonders am Anfang hat mir das Buch gut gefallen. Die Idee mit den Gaben hat mich fasziniert und ich war gespannt, wie Meleike Adeva retten will und wann sie Flynn das erste Mal begegnet. Voller Phantasie und Gefühl beschreibt die Autorin wie die 15-jährigen in Adeva ihrer Gaben erhalten, wie verzweifelt Meleike war als sie leer ausging und was sich danach ereignete.

Sobald sich Flynn und Meleike jedoch auf den Weg nach Lum machten, tauchten Umgereimtheiten auf, die sich bis zum Ende hin immer mehr anhäuften. Das hat leider meine Lesefreude getrübt und meinen Lesefluss etwas gehemmt.

Über Lum, seine Einwohner und wie das Leben dort ist hätte ich gerne mehr erfahren. Auch bleibt vollkommen im Dunkeln wie es in der restlichen Welt aussieht, welche Städte und Länder noch besiedelt sind und wie es den Menschen dort geht.
Vielleicht holt das Eva nach, falls es eine Fortsetzung gibt, denn sie hat meine Neugier geweckt. Stoff genug würde es geben.

Meleike und Flynn sind die jugendlichen Protagonisten, deren Gefühle und Beweggründe glaubwürdig beschrieben werden. Teilweise stolpern sie allerdings etwas planlos durch die Geschichte, sodass der Zufall ihnen ab und zu helfen muss.

Besonders gut hat mir gefallen, dass es hier nicht immer eine Rettung in letzter Sekunde gibt und nicht jedes schlimme Ereignis verhindert wird. Sicher gibt es auch positive Entwicklungen, sonst würde das Lesen ja keinen Spaß machen, aber die Autorin hat hier ein gutes Gleichgewicht gefunden.

Evas schöner Schreibstil und ihre Einfälle haben dafür gesorgt, dass ich das Buch gerne zu Ende gelesen habe.

Fazit: Ein Erstlingswerk mit interessanten Ideen und einer wendungsreichen Handlung, die leider nicht immer ganz logisch ist.
859 reviews7 followers
November 19, 2014
In der Trümmerstadt Adeva entscheidet sich für alle 15-Jährigen in der Nacht der Mantai, welche Gabe sie haben. Ein Mal, das auf dem Handgelenk erscheint, zeigt an, ob man telepathisch kommunizieren, unsichtbar werden oder in die Zukunft sehen kann. Doch bei Meleike, deren Großmutter eine große Seherin war, zeigt sich nach der Mantai – nichts. Erst ein schreckliches Unglück bringt ihre Gabe hervor, die anders und größer ist als alles bisher. Als Meleikes Visionen ihr von einem Inferno in ihrem geliebten Adeva künden, weiß sie: Nur sie kann die Stadt retten. Und dass da jenseits der Wälder, in der technisch-kalten Welt von Lúm, jemand ist, dessen Schicksal mit ihrem untrennbar verknüpft ist ...

"LÚM- Zwei wie Licht und Dunkel" ist das Debüt der Autorin Eva Siegmund und entführt uns in eine dystopische Welt mit kleinen phantastischen Elementen.

Der Leser vermag sehr gut in den Roman hineinzufinden, da die Autorin alles auf eine schöne Art und Weise beschreibt, die einerseits alles erklärt, aber andererseits den Leser nicht mit Informationen zuschüttet. Auch der schöne Schreibstil trägt seinen Teil dazu bei, dass man sich von diesem Roman nur allzu gerne fesseln lässt. Die Bilder entstehen sofort im Kopf und es fällt leicht, in diese Geschichte einzutauchen.

Eva Siegmund beweist, dass auch deutsche Autoren überzeugende Dystopien schreiben können, die mit eigenen Ideen zu punkten wissen und mit neues Aspekten dieses Genre neu beleben können. Die Mischung aus Dystopie und kleineren phantastischen Elementen wusste mich stets zu überzeugen, da sie trotz allem logisch und atmosphärisch dicht zu lesen waren.

Viel Spannung verschafft dem Leser ein packendes Lesevergnügen mit einem überaus angenehmen Tempo und einer Erzählstruktur aus unterschiedlichen Sichtweisen.

Zwar finden sich in diesem Debüt auch kleinere Schwächen, wie beispielsweise die eine oder andere Hintergrundinformation, aber dennoch liest man mit Begeisterung Seite um Seite und ist trotz der knapp 500 Seiten viel zu schnell am Ende angelangt.

In der Masse, der auf dem Buchmarkt existenten Romane, hebt sich "LÚM- Zwei wie Licht und Dunkel" noch zusätzlich in dem Punkt ab, dass es ein Einzelband ist und der Leser nicht auf eine Fortsetzung warten muss, sondern einfach nach Beendigung des Buches dieses zufriedengestellt zuklappen kann. Dementsprechend ist die Geschichte auch soweit in sich abgeschlossen, lediglich ein paar Aspekte werden der Phantasie des Lesers überlassen.

Fazit: Ein spannendes dystopisches Debüt einer deutschen Autorin, von der man hoffentlich in Zukunft noch einiges zu lesen bekommen wird.
Profile Image for Sonja Lovinbooks.
412 reviews23 followers
December 13, 2014

Zu Beginn dürfen wir dabei sein, wenn Meleike ihre Gabe bei der anstehendes Mantai erhalten soll. Sie ist sehr nervös, weil sie Angst hat, dass sie nur "normal" sein könnte. Als sie dann tatsächlich keine Gabe erhält (dabei wollte sie unbedingt eine so große Seherin werden wie ihre Großmutter) ist Meleike total schockiert.
Als ihre Großmutter sie dann einige Tage später in ihr Haus ruft denkt Meleike, dass sie ihr sagen wird, dass sie enttäuscht von ihr ist. Doch es kommt ganz anders. Ihre Großmutter überträgt ihre große Gabe auf Meleike und stürzt sich dann von ihrem Balkon.
Meleike ist zutiefst bestürzt über den Tod ihrer Großmutter und sie weiß auch gar nicht so recht, wie sie mit der neu gewonnen Gabe umgehen soll.
Fynn ist der männliche Protagonist und sitzt im Unionsstaat des Lichts im Gefängnis, weil er eine Gabe hat, die er nicht haben darf. Sein Vater ist ein großer Wissenschaftler und Fynn hat schon vorgesehen, was mit ihm passieren wird.
Umso überraschter ist er als ausgerechnet seine Mutter ihn befreit und nach einen nervenaufreibenden Verfolgungsjagd über die Grenze nach Adeva bringt.
Fynn wird dabei angeschossen und in Adeva angekommen finden ihn die Zwillinge Aman und Amina, die besten Freunde von Meleike.
Als Fynn und Meleike aufeinander treffen ist Meleike verwirrt. Denn Fynn hat das gleich Zeichen auf dem Handgelenk wie sie. Das Zeichen der Seher. Dabei dürfte es eigentlich nur einen Seher geben.
Die beiden merken relativ schnell, dass sie, wenn sie sich berühren wesentlich stärkere Kräfte haben als allein.
Nach einer Vision wissen die beiden, dass sie zurück nach Lúm müssen, um den Wahnsinn des Rates des Unionstaates des Lichts Einhalt zu gebieten und um Fynn's Mutter und Meleike's Familie zu retten.

Der Schreibstil von Eva Siegmund ist wundervoll. Es liest sich herrlich leicht und ich konnte nach einer anfänglichen Leseflaute meinerseits gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Seiten flogen nur so dahin und ich fand es wahnsinnig spannend Fynn und Meleike zu begleiten. Die beiden sind aber auch einfach tolle Protagonisten.
Wundervoll fand ich das ganze Setting. Lum ist ein fantastischer Schauplatz und die neuen Technologien die Eva Siegmund beschreibt sind einfach genial. Allein der "she-com" weckte in mir den Wunsch auch so ein Teil zu besitzen. Allerdings bitte ohne den Trackingchip :D

Die Handlung war super aufgebaut, gut struktiert und schlüssig. Lúm zwei wie Licht und Dunkel konnte mich wirklich begeistern <3



FAZIT



Für Fans von "Die Bestimmung" ein absolutes Muss! Ich bin restlos beigeistert und kann es allen Dystopien Fans wirklich nur ans Herz legen!
Profile Image for Kati.
105 reviews6 followers
November 17, 2014
In der Trümmerstadt Adeva steht die Nacht der Mantei kurz bevor. In einem alten Ritual wird sich entscheiden, wer empfänglich für die magischen Gaben ist. Ein kleines Mal erscheint am Handgelenk und weist auf besondere Fähigkeiten hin. Meleike Mey ist eine von den Jugendlichen und niemand zweifelt an ihrer Gabe, in die Zukunft sehen zu können. Es ist ihr vorbestimmt, denn Meleikes Großmutter ist die größte Seherin in Adeva. Doch es passiert nichts! Erst als kurz darauf schreckliche Ereignisse folgen, erscheint das Mal der Seherin. Ab diesem Zeitpunkt wird Meleike von Visionen gequält, die eine Bedrohung für ihre Familie und ganz Adeva zeigen. Sie muss ihre Heimat retten und dafür einen gefährlichen Weg einschlagen: in die unbekannte Stadt Lúm hinter den Wäldern…

"Meleike wusste, dass es kein Paradies war. Aber Adeva war ihr Zuhause. Die Achse, um die sich ihr Leben, ihr ganzes Universum drehte und alles, was sie je gekannt hatte."

Die Geschichte spielt nach dem 3. Weltkrieg und überzeugte mich sofort durch ihren dystopischen Charakter. Meleikes Volk lebt in Adeva – einer Stadt aus Schutt und Asche – in armen Verhältnissen, aber glücklich in der Gemeinschaft. Dieser Zusammenhalt ist der Autorin gut gelungen, so kann auch die Hauptprotagonistin Meleike in schwierigen Situationen immer wieder davon zehren.

Im totalen Gegensatz dazu stehen die hochtechnologisierte Stadt Lúm und ihre Bewohner. Alles verläuft nach starren Regeln ohne viel Gefühl. Es regiert die Wissenschaft und unmenschliche Forschungen werden betrieben, während in Adeva die mystischen Geheimnisse der Mantei unerklärlich bleiben. Sie sind einfach da! Dort aus Lúm stammt ein weiterer wichtiger Protagonist der Geschichte: Flynn. Sein Schicksal ist mit dem von Meleike fest verbunden und schnell wird klar, dass sie es nur gemeinsam schaffen können.

Während der Geschichte konnte ich als Leser so einige Gefühle ausleben. Es trafen Wut und Hass auf Mitgefühl und Verständnis. Auch Schockmomente blieben nicht aus. Die Autorin bedient sich altbewährter Klischees, lässt Gut gegen Böse antreten. Ich empfand es bei dem ansprechenden Schreibstil jedoch dauerhaft spannend und konsequent bis zum Schluss. Auch die kleine Liebesgeschichte beansprucht nicht viel Platz, was ich durchaus positiv sehe. Zum Ende hin gab es ein paar Reaktionen der Charaktere, die ich etwas befremdlich empfand. Und ich hätte mir insgesamt mehr Hintergründe gewünscht, aber die Story funktioniert auch so.
Profile Image for Em.
44 reviews
May 8, 2018
Viel ungenutztes Potential!

Zum Einstieg in das Buch gab es erstmal eine Vorinformation in Form des Vorwortes zum Völkerauflösungsvertrag. Dadurch weiß man, wie Lúm entstanden ist und geht nicht unwissend an die Geschichte heran, was mir gut gefallen hat, wobei man sowas eigentlich eher in die Geschichte einarbeiten sollte.

In LÚM geht es um Meleike aus Adeva, die ihre Gabe nicht bei der sogenannten Mantai bekommt, sondern die ihr übertragen wird. Das Zeichen auf ihrem Handgelenk gab es jedoch in ganz Adeva noch nie. Flynn ist in einem Gefängnis in Lúm, weil bei ihm ein Mal am Handgelenk erschienen ist – dasselbe wie bei Meleike – und sein Vater ihn deshalb erforschen möchte. Er kann jedoch fliehen und gelangt so nach Adeva.

Leider fehlte mir eine Bindung zu den Charakteren. Ich konnte mich irgendwie nicht in sie hineinfühlen und es war daher eher eine Art Erzählung und wurde nicht richtig echt, wie ich es bei vielen Büchern gewöhnt bin. Gegen Ende ging es ein bisschen besser, aber trotzdem waren sie immer noch irgendwie blass. Meleike ist nett und ich konnte ihre Handlungen nachvollziehen. Flynn ist auch ein toller Kerl, der nicht aufgibt. Aber sie gehen in einem Meer aus Charakteren einfach unter. Ich weiß, dass ich sie bald vergessen haben werde und das ist sehr schade.

Sehr positiv waren dafür die Nebencharaktere. Nicht alle waren das, was sie zu sein schienen und jeder hatte Gründe für sein Handeln, wobei ich mir auch da ein paar Erläuterungen mehr gewünscht hätte. Jedoch haben die Nebencharaktere für Überraschungen und Wendungen gesorgt.

Die Welt war wirklich interessant und nachvollziehbar gestaltet, aber ein paar Erklärungen fehlten mir am Ende trotzdem. Was geschieht nun mit einigen Charakteren? Was ist überhaupt die Strahlenkrankheit? Etc. So fühlt es sich eher wie Teil eins einer Reihe an, statt eines Einzelbandes.

Fazit:
„LÚM – Zwei wie Licht und Dunkel“ ist ein gutes Buch, dem einige Erklärungen fehlen und dessen Charaktere man zwar mag, aber nicht ins Herz schließt. Viel Potential, das nicht genügend ausgenutzt wurde. Trotzdem ist das Buch gut.
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70 reviews3 followers
July 26, 2016
Ich hatte schon eine Weile mein Auge auf das Buch mit dem vielversprechenden Cover geworfen und wurde ein wenig vom Inhalt dessen was ich erwartete, enttäuscht. Für ein Autoren Debüt ist es allerdings gut gelungen. Ich werde die Autorin und ihre neueren Werke in Zukunft auf jeden Fall im Blick behalten.

So, zuerst zu den guten Seiten des Buches:
* Ein durchaus tolles Setting, das die Autorin uns da liefert. Ich konnte die Atmosphäre von Lum und Adeva gut greifen und mich gut in der Welt zurechtfinden. Natürlich wäre sie noch ausbaufähig, aber insgesamt hat es mir für die Story gereicht.
* flüssiger Schreibstil, als gut lesbar für einen langweiligen Sommertag.

Und jetzt zu den weniger guten Teilen, weshalb ich ja auch nur 2 Sterne vergebe:
~ Die Charaktere waren mir ein wenig zu simpel gestrickt, besonders einige Nebendarsteller waren überflüssig und leicht zu vergessen und ich konnte auch nicht mit den Hauptcharakteren richtig warm werden. Und die Lovestory...naja, lassen wir das besser mal.
~ Diese "Gaben" wurden überhaupt nicht erklärt und auch sonst sind mir einige Logikfehler in der Handlung aufgefallen.
~ Ein kleines Detail, das mich wahnsinnig gestört hat, und ich weiß nicht ob es nur mir so geht, war ein Abschnitt im Buch , in der plötzlich ein Captain der Lichtarmee über einem General stand. Also ich bin ja keine Expertin in Militärränge, aber das leuchtet selbst mir nicht ein, wieso plötzlich ein General Befehle von einem Captain entgegennimmt. Zuerst dachte ich noch es wäre ein Tippfehler, aber es stand dann in späteren Teilen immer so da!

Trotz allem ein gutes Buch für jeden Dystopia-Liebhaber!
1 review
November 6, 2014
Dieses Buch ist defintiv anders, als alles, was ich zuvor gelesen habe!

Eigentlich ist das gar nicht mein Genre, umso größer war meine Überraschung und Begeisterung für diesen Dystopie-Roman, als ich ihn nicht mehr aus der Hand legen konnte. Der Anfang hat mich gleich in seinen Bann gezogen: Eine Welt nach dem dritten Weltkrieg, eine Protagonistin mit einzigartiger Begabung und ein drohendes Unheil, das nur sie abwenden kann. Im Gegenteil zu manch anderen Lesern, sind mir die beiden Protagonisten Meleike und Flynn sofort ans Herz gewachsen und ich muss jetzt noch häufig an sie denken.
Die Idee einer Trümmerstadt, in der Armut herrscht und die Menschen besondere Begabungen haben, und einem Staat des Lichts, in dem Technik, Wissenschaft und Wohlstand vorherrschen, fand ich besonders originell und spannend umgesetzt. Im Grunde ist das doch der größte Widerspruch, mit dem wir bis heute in den verschiedenen Weltkulturen zu kämpfen haben - und die Autorin hat recht, wenn sie unserer westlichen Kultur diesen Spiegel vorhält.
Sprachlich hat mir das Buch auch sehr gut gefallen, es driftet nie ins Kitschige ab, aber lässt eine besondere, magische Welt vor dem inneren Auge erscheinen. Hut ab, für eine Debütantin!
Besonders das Ende hat mich total gefessselt, weil die Autorin es versteht, den Leser immer wieder mit unvorhergesehenen Wendungen zu überraschen...

Ich kann diese Buch also nur weiterempfehlen und werde ich nun auch in meinem Freundeskreis verschenken - auch an Leute, die wie ich, nicht zu den Stammlesern dieses Genres zählen. ;)

5 Sterne und ein großes Dankeschön an die Autorin Eva Siegmund!
1 review
November 2, 2014
Ich hatte Gelegenheit die Premiere von Lum auf dem Limburger Lesedom (einem großen Lesefest, welches parallel zur Frankfurter Buchmesse veranstaltet wird) zu besuchen.
Eva Siegmund hat dort aus ihrem Buch vorgelesen. Alleine schon die von Ihr vorgelesenen Auszüge aus Lúm machten mich neugierig auf die beiden Städte Adeva und Lúm und auf die beiden Protagonisten Meleike und Flynn.
Ich habe Lúm gelesen und wurde nicht enttäuscht. Die Handlung war spannend und hat mich tief in das Geschehen rund um Meleike und Flynn hineingezogen. Es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Ich hoffe, in Zukunft noch mehr von Eva Siegmung lesen zu können. Gibt es vielleicht noch eine Zusammenführung von Adeva und Lúm? Die beiden Protagonisten Meleike und Flynn haben durchaus noch einige Aufgaben zu erledigen.
Lúm ist von mir uneingeschränkt zu empfehlen
1 review
November 8, 2014
Eine liebe Freundin schenkte mir das Buch Lúm von Eva Siegmund. Da dies normalerweise nicht die Art Bücher ist, die ich bevorzuge (ich bin schon eine Oma), habe ich es erst einmal zur Seite gelegt. Als ich dann aber doch anfing das Buch zu lesen, war ich total gefesselt. Die Protagonisten Meleike und Flynn fand ich sehr gut dargestellt mit ihren Ängsten und Erwartungen an das Leben. Die Orte des Geschehens waren sehr anschaulich beschrieben, so dass man jederzeit ein Bild im Kopf hatte wie diese Welt aussah, in der die Menschen sich bewegten. Da ich vorzugsweise nachts lese (Schlafmangel), musste ich mich zwingen ab und zu das Buch zu schließen, um wenigstens noch etwas Schlaf zu bekommen. Es hat mir sehr gut gefallen und ich kann es nur jedem empfehlen, auch wenn man, wie ich, schon etwas älter ist.
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