Alles Dinge, die uns natürlich sehr bewegen, aber manches war etwas altherren- und thesenhaft aufgeschrieben. Das letzte drittel wird daher ein bisschen zäh. Trotzdem lohnenswert weil sehr relevant
Ich finde es schwierig das Buch hier zu bewerten und habe zwischen 2 und 3 Sternen geschwankt.
Ich finde es zwar durchaus sinnvoll wenn ein Journalist die Aufgabe übernimmt über die Krisen und die Zukunft seiner Branche zu schreiben aber doch ist seine Position hier sehr voreingenommen, zum Teil einseitig und das Ende wirklich pure Verdrängung.
Dabei sind seine Argumente und Informationen sowie sein Schreibstil durchaus interessant, wichtig und inspirierend, allerdings auch durchzogen von Mystifizierung, Selbstbeweihräucherung und Relativierung der Kritik.
Das Ende, wie oben kurz angeschnitten, über die Zukunft des Journalismus im Bezug auf KI ist wirklich bescheiden und liest sich wie ein verzweifeltes Festkrallen an einer Illusion und ist eine, von Fakten losgelöste und realitätsferne Beschreibung der KI.
Weniger Autorenpersönlichkeit hätte diesem Buch wirklich gut getan
Ich weiß nicht, was ich von einem Autor erwarte, der ein Buch namens „Die Kraft der Demokratie“ geschrieben hat, aber ich glaube, ich bin zu GegenStandpunkt-pilled, um ein Buch abzufeiern, das wirkt, als hätte es ein Fisch über das Meer geschrieben, der aber nicht weiß, dass er im Wasser schwimmt. Die Hintergrundinfos über das finanzielle Leben und Sterbe des Journalismus ist interessant, aber ich hätte das lieber einer Tabelle entnommen (ohne Autor). Und der kleine „Essay“ im Epilog schlägt dem Fass wirklich den Boden aus.