Eine Fluchtgeschichte, wie man sie noch nie gelesen hat. Thomas Strässle erzählt von der Macht der Liebe gegen die Übermacht der Systeme. Er erzählt eine wahre Begebenheit, bei der einem regelmäßig der Atem stockt — die Geschichte zweier junger Menschen, die alles aufs Spiel setzen, um ein gemeinsames Leben zu gewinnen.
Irgendwie war das Buch zu kurz, als dass ich mir eine fundierte Meinung bilden konnte. Trotzdem sehr spannende Geschiche, aber fand es erstaunlich, wie sie ihr Leben für einen Mann, den sie eigentlich viel zu wenig kannte, einfach hinter sich liess?!
Leider sehr oberflächlich. Wenn man sich schonmal mit deutsch-deutschen Fluchtgeschichten beschäftigt hat, gibt diese Novelle keinen Mehrwert mehr. Die Flucht an sich ist zwar durchaus spektakulär und mit viel Glück verbunden gewesen, über die emotionalen Umstände und die Beweggründe wird allerdings nichts gesagt. Wirklich interessant an Fluchtgeschichten finde ich, wieso Leute sich entschließen, so ein Risiko auf sich zu nehmen, was es emotional bedeutet, und wie sie danach mit der Entscheidung und dem Erlebten umgehen. All das blendet Strässle völlig aus, die Entscheidung zur Flucht wird als gesetzt hingenommen. Schade, dass der Autor diese Erzählung nicht persönlicher gestaltet hat, sondern seine Eltern so oberflächlich und unkonkret darstellt.
Die Fluchtnovelle hat eine sehr Interessante Rahmenhandlung die mir persönlich sehr zusagt und weswegen ich mich schlussendlich dazu entschieden habe das Buch zu lesen. Unter der Berücksichtigung, das es sich um eine Novelle handelt war es unfassbar kompakt und gut geschrieben und zusätzlich clever kombiniert mit historischen Fakten und Informationen. Unter dieser Berücksichtigung ist das ein gutes Buch was sich auf einer dreistündigen Zugfahrt lesen lässt. Einzig der Schreibstil, sowie der Erzähler ist ein bisschen komplizierter verfasst. So war es für mich schwierig zu erkennen wer Grade am Erzählen ist und musste mich erstmal richtig einlesen.
Dennoch hätte ich mir glaube ich ein anderen Typ besser für diese Story vorstellen können, als die Novelle. Durch die kompaktheit konnte ich keine Beziehung zu den Personen aufbauen aber auch nicht richtig die Gefühle der Nervosität, Angst nachempfinden. Ich musste mir ständig vorstellen was ich in derselben Situation gefüllt hätte, was stilistisch gesehen natürlich auch eine Meisterleistung ist und durchaus so gewollt sein kann. Dennoch hätte ich es persönlich besser gefunden, wenn die Beziehung der Protagonisten untereinander aber auch die Gefühle alles aufzugeben ausführlicher und gefühlvoller erzählt wird um es auch besser nachzuempfinden. Ich denke da wurde auf der einen Seite viel Potential verschwendet, auf der anderen Seite bietet die Form der Novelle eine andere Art des Lesens. Schlussendlich kommt es hier auf den persönlichen Geschmack an.
Das Buch beinhaltet die wahre Geschichte einer Flucht aus der DDR in den 60er Jahren. Dabei arbeiten ein Liebespaar zusammen, wobei er in der Schweiz wohnt und sie in der DDR. Die Erzählung ist sehr unaufgeregt basierend auf Belegen und Zeitdokumenten. Dadurch wirkt sie etwas nüchtern, dafür aber authentisch. Interessant gerade auch für Leser, welche am historischen Hintergrund interessiert sind und weniger an der literarischen Ausgestaltung der Persönlichkeiten der handelnden Figuren.
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Der Schreibstil ist abwechslungsreich und die erzählerischen Wechsel machen die Geschichte neben der eigentlichen Handlung noch spannender. Die Auszüge aus dem Strafgesetzbuch passen sehr gut und geben der Handlung zusätzlichen Drive. Kein Satz zu viel, keiner zu wenig. Ein Zeitzeugnis und ein lesenswertes Buch.
Die unterschiedlichen Schreibstile waren anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, haben dem Buch im Nachhinein aber einen sehr unique Schliff gegeben und ein einfaches Lesen & Verstehen ermöglicht. Insgesamt sehr interessant, wie man es von einer auf-wahrer-Begebenheit-basierenden DDR Fluchtgeschichte erwarten kann!
Sehr ausgeklügelter Plan, um eine Flucht aus der DDR zu ermöglichen!! Eine rührende Novelle, aber die vielen Zeitsprünge und gewisse historische Fakten haben teilweise den Lesefluss gestört.