Das interessante an dem Buch ist der Gemütszustand des Protagonisten. Stefan Kalk ist 55, Angestellter und seine Freundin hat ihn vor 6 Monaten verlassen. Klar ist er in einer Art Midlife-crisis.
Kalk ruht eigentlich ziemlich in sich, weiß aber dennoch nicht, was er mit seinem Leben machen soll, und unter der Oberfläche fängt es an zu brodeln. Das spiegelt sich zum Teil im Leben seines guten Freundes Försters, der Lehrer ist und ebenfalls von seiner Frau verlassen wurde. Kalk fährt in den Urlaub nach Holland an den Strand. Dann kommt ein Moment, in dem Kalk im Meer einen Jungen vor dem Ertrinken rettet. Ein kurzer Moment der Euphorie, doch die Mittelmäßigkeit seines Lebens und seine misanthropische Weltanschauung kann das auf Dauer nicht verdrängen.
Der Stil des Autors ist genau und präzise und zeichnet sich außerdem durch eine gute Lesbarkeit aus.