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Die Templer. Rose und Kreuz

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Frankreich 1293. Das ganze Land wird von Unruhen erschüttert, selbst der einflussreiche Templerorden muss ums Überleben kämpfen. In diesen gefährlichen Zeiten begibt sich der Knappe Constantin auf eine fast aussichtslose Für seinen Herrn soll er einen sagenumwobenen Stein finden, dem heilende Kräfte nachgesagt werden. Constantin hofft, sich durch die abenteuerliche Reise als angehender Ritter zu beweisen. Dabei wird er von der temperamentvollen Mélisande begleitet, die sich ihm angeschlossen hat, um einer erzwungenen Ehe zu entfliehen. Constantin ist noch nie einer so eigensinnigen jungen Frau begegnet, gleichzeitig fasziniert ihn ihr Mut. Doch Mut allein wird sie nicht retten, als die beiden dem Templer Gérard begegnen und in einen tödlichen Rachefeldzug verstrickt werden, der das Überleben des geheimnisvollen Ordens bedroht ...

895 pages, Hardcover

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Daniel Wolf

60 books73 followers
Daniel Wolf ist das Pseudonym des Schriftstellers Christoph Lode.

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Displaying 1 - 9 of 9 reviews
Profile Image for curi_ous.reader.
271 reviews
September 25, 2025
Wieder einmal ein hervorragender historischer Roman aus der Feder von Daniel Wolf.
Mir haben die drei Hauptcharaktere sehr gut gefallen und auch wie sich ihre Handlungsstränge ineinander verwoben, trennten, wieder verwoben etc. fand ich sehr gut gemacht.
Insgesamt hat mir die Handlung gut gefallen und auch den weder durchweg positiven als auch durchweg negativen Blick auf den Templer-Ordnen fand ich gut.
Ich hoffe, es wird noch einen weiteren Band geben, denn ich glaube es gibt noch viel zu erzählen über unsere drei Held*innen.
29 reviews
April 26, 2025
Das Buch hat mir nicht ganz so gut gefallen wie alle die bisherigen von Daniel Wolf. Vielleicht lag es an der Story? Die 3 Hauptpersonen waren alle sympathisch, aber vielleicht waren es doch zu viele Hauptpersonen, von denen nicht alle Hintergründe auserzählt wurden. Zumindest las sich der Roman flüssig und ich wollte immer gerne wissen, wie es weitergeht.
Profile Image for Detlef.
338 reviews4 followers
December 11, 2024
In dem neuen historischen Roman von Daniel Wolf gibt es ein Wiedersehen mit einer bekannten Familie. So mancher wird die Kaufmannsfamilie der Fleurys aus den ersten Romanen des Autors noch kennen. Mit 800 Seiten ist er ein passender Roman zum Jahresausklang und für Liebhaber historischer Romane ein unnachahmliches Weihnachtsgeschenk.

Frankreich im Jahr 1293 wird von Unruhen erschüttert, und selbst der einflussreiche und wohlhabende Templerorden kämpft ums Überleben.

In dieser gefährlichen Zeit begibt sich Constantin Fleury, ein Knappe seit fünf Jahren auf dem Weg zum Rittertum, auf eine Mission mit kaum Aussicht auf Erfolg: Er soll im Auftrag seines Herrn den legendären Draconit finden, dem heilende Kräfte zugeschrieben werden. Der Draconit ist ein Stein, der ähnlich der Perle in einer Muschel im Gehirn eines Drachen heranwächst. Constantin hofft, sich durch diese abenteuerliche Reise als angehender Ritter zu beweisen.

Ihn begleitet Mélisande, eine temperamentvolle Frau, die sich ihm angeschlossen hat, um einer Zwangsheirat zu entkommen. Constantin ist von ihr fasziniert, da er noch nie zuvor einer so eigensinnigen jungen Frau begegnet ist und ihren Mut bewundert. Doch Mut allein wird sie nicht retten, als sie auf den Templer Gérard treffen und in einen tödlichen Rachefeldzug verwickelt werden, der den geheimnisvollen Orden bedroht …

Der Roman startet zunächst mit drei unterschiedlichen Handlungssträngen, von denen man aber als Leser weiß, dass sie irgendwann zueinander führen. Diese Trennung zu Beginn macht alleine schon deshalb Sinn, um die einzelnen Figuren, ihr Umfeld, ihre Familien und ihre Nöte besser kennenzulernen.

Im ersten Strang, der schließlich den durchgehende roten Faden bildet, werden die Templer angefeindet. Mit den Kreuzzügen* und auch nach der Niederlage der Kreuzfahrer und den Verlust von Akkon, hat sich der Templerorden zu einem wichtigen und mächtigen Organ entwickelt, welches mit den Mitteln der Finanzen, mit Reichtum und Gold, seine Macht ausbaut. Da die Templer aber ein christlicher Orden sind, sehen viele in ihrem Reichtum eine Abkehr vom christlichen Glauben. Es gibt viele Stimmen, die die Vernichtung des Ordens wünschen. Und einer, der zunächst für einen Dämon gehalten wird, verbreitet Lügen und Unruhe, damit das Volk ihnen nicht mehr wohlgesonnen sind.

Im zweiten Strang soll das Mündel Mélisande im Haus von Raphael Fleury mit einem Scheusal verheiratet werden. Doch nur Mélisande erkennt, dass ihr zukünftiger Mann nur in die bürgerliche Aristokratie einheiraten will und sie. Keiner glaubt ihr, dabei drangsaliert er sie bereits vor der Hochzeit. Das Mädchen versucht alles, um sich ihn vom Hals zu schaffen.

Der dritte Strang handelt von Constantin Fleury, der bereits fünf Jahre als Knappe in der Lehre bei einem Ritter geht. Allerdings ist er nicht sehr erfolgreich in der Bedienung von Waffen und wird von seinem Lehrherrn als auch dessen zweiten Knappen arg bedrängt. Um sich schließlich doch noch Rohn und Ehre zu erkämpfen, wird er mit seinem Vater auf die Jagd nach einem Drachen ausgeschickt, obwohl kein Mensch daran glaubt, dass es diese Ungeheuer tatsächlich gibt.

Damit man immer mal wieder nachschauen kann, um wen es sich bei den einzelnen Figuren handelt, ist dem Roman eine Liste die vorkommenden Figuren beigefügt, in der natürlich auch die Unterscheidung zwischen realen historischen und erfunden fiktionalen Figuren gemacht wird.

Daniel Wolf nutz eine bildhafte Erzählweise. Als Leser scheint man zwischen den Figuren mitten in der Handlung zu stehen, man fühlt den Schmerz, den diese verspüren, man riecht den Gestank, der in der Luft liegt, man hört die Klingen, die gekreuzt werden. Bei so manchem Kampf ist man geneigt, den Kopf einzuziehen, um nicht von einem Geschoss oder einem Schwert getroffen zu werden.

„Die Templer – Rose und Kreuz“ ist ein fesselnder Roman, der uns in die mysteriöse Welt des Templerordens entführt. Die Figuren sind wunderbar lebendig und es macht Spaß, sie durch verschiedene Stränge kennenzulernen. Besonders gut gefällt mir das Wiedersehen mit der Familie Fleury und das Aufeinandertreffen alter und neuer Freunde – das bringt eine schöne Dynamik in die Geschichte.

Die bildhaften Beschreibungen lassen einen direkt in die Handlung eintauchen, und wunderbare Schinken untermal die jetzige Weihnachts- und Adventszeit mit einem ganz besonders wohligem Gefühl. Schließlich spielt auch die Romantik eine große Rolle, und es wird spannend auf die Handlungen der Nebenfiguren eingegangen, was dem Buch zusätzliche Tiefe verleiht.

Der einzige Wermutstropfen ist das Cover – es ist zwar typisch und erinnert an viele andere, aber das tut dem großartigen Inhalt keinen Abbruch. Wenn ich überhaupt einen Nachteil nennen kann, dann ist es, dass die Geschichte mit 800 Seiten viel zu schnell vorbei ist. Insgesamt eine klare Leseempfehlung für alle, die sich für Geschichte und spannende Erzählungen interessieren!

© Detlef Knut, Düsseldorf 2024
Profile Image for Nico.
484 reviews46 followers
December 29, 2024
Daniel Wolfs "Die Templer - Rose und Kreuz" ist ein literarisches Festmahl für all jene, die sich dem historischen Roman mit Hingabe widmen. Es ist ein Werk, das wie ein großzügiges Weihnachtsbuffet daherkommt – reich, üppig und hin und wieder etwas zu deftig, aber am Ende bleibt man satt und glücklich zurück.

Frankreich im Jahr 1293: Während der Templerorden mit allerhand inneren und äußeren Feinden ringt, findet sich Constantin Fleury, ein Knappe mit mehr Enthusiasmus als Talent, auf der Suche nach einem Drachenstein wieder – einer wundersamen Preziose, die irgendwo zwischen Mythos und Wunschdenken oszilliert. Mit von der Partie ist Mélisande, die temperamentvoll genug ist, Constantin das Leben zu retten und gleichzeitig zu erschweren.

Wolf zaubert in seinem Roman mit sicherem Griff für historische Details und einer Bildhaftigkeit, die einen sofort an den Geruch von Pferdemist und verbranntem Holz erinnert. Man spürt den Dreck unter den Fingernägeln und die klaffenden Lücken in der mittelalterlichen Hygiene. Der Autor schafft es, die Templer weder zu glorifizieren noch zu verteufeln – eine erfrischende Nüchternheit, die in diesem Genre nicht immer anzutreffen ist.

Der Clou des Romans? Wolfs Faible für Nebenfiguren und erzählerische Seitensprünge. Manche Leser mögen darüber die Stirn runzeln, aber ich behaupte: Gerade diese Übereinstreuung von historischen Exkursen und verspielten Dialogen verleiht dem Roman jene Würze, die ihn von der Masse abhebt.

Natürlich gibt es Längen. Mélisande bewegt sich stellenweise auf dem schmalen Grat zwischen "unabhängig" und "unglaubwürdig rebellisch", und Constantin benötigt gefühlt die ersten 400 Seiten, um das Schwert halbwegs vernünftig zu führen. Doch am Ende – und das ist der entscheidende Punkt – bleibt der Lesegenuss ungetrübt.

"Die Templer - Rose und Kreuz" ist kein Schnellimbiss, sondern ein Festmahl, das Zeit und Geduld erfordert. Wer sich darauf einlässt, wird reich belohnt. Historienliebhaber, die sich in winterlichen Leseabenden verlieren wollen, können hier bedenkenlos zugreifen. Alle anderen sollten zumindest kosten – es könnte schmecken.
Profile Image for Moni2506.
396 reviews
November 24, 2024
„Die Templer - Rose & Kreuz“ von Daniel Wolf ist der Auftakt einer neuen Saga, die sich mit den Templern beschäftigt und auch die Sagen jener Zeit ins Visier nimmt. Erschienen ist der Roman im Oktober 2024 bei Goldmann.

Frankreich, 1293: Unruhen erschüttern das Land und auch der mächtige Templerorden kämpft um sein Überleben. Immer wieder gibt es Überfälle, bei denen die Schätze des Ordens geraubt werden. Von einem Dämon ist die Rede. Der Templer Gérard wird mit der Aufklärung betraut und reist deswegen durchs Land. Hierbei begegnet er immer wieder dem jungen Knappen Constantin Fleury und seiner Begleitung Mélisande, die vor einer ungewollten Ehe von zu Hause abgehauen ist. Ihre Mission - das Finden eines Drachensteins, dem sagenhafte Heilkräfte nachgesagt werden - scheint auf geheimnisvolle Weise mit den Herausforderungen des Templerordens verknüpft zu sein.

Die Freude meinerseits war sehr groß als ich von einem neuen historischen Roman von Daniel Wolf gehört habe und das Cover ließ auf einen richtig schönen Historienschmöker schließen. Dieser musste dementsprechend auch zügig nach Erscheinen gelesen werden.
Ich bin sehr gut in diesen Roman hineingekommen. Die ersten Seiten waren spannend, haben aber dennoch schon viele Informationen erhalten und einen guten Grundstein für den weiteren Verlauf des Romanes gelegt. Die Schauplätze und Ereignisse konnte ich mir gut vorstellen.
Der Aufbau hat mir gut gefallen. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, die in einem guten Tempo gewechselt werden. Sehr gut gefallen hat mir hierbei auch, dass die Ausgangslage, von der im Klappentext erzählt wird, recht schnell erreicht wird, so dass sich die Geschichte von diesem Punkt an entwickeln kann. Der Zeitraum der Handlung erstreckt sich auf wenige Monate und nur zu Beginn gibt es einmal einen größeren Zeitsprung.
Die Verknüpfung der unterschiedlichen Handlungsstränge hat mir gut gefallen. Diese haben es ermöglicht viele Informationen einzubringen. Ich habe viel über die Templer, ihre Geschichte und ihre Organisation erfahren. Mythen über Drachen und welche Verbreitung sie in jener Zeit gefunden haben, spielen eine wichtige Rolle. Darüber hinaus gab es einiges zu historischen Konflikten und wie die Menschen, wie z.B. die Goliarden (umherziehende ehemalige Kleriker) gelebt haben. Hierbei merkt man besonders, dass viel Recherche in diesen Roman eingeflossen ist.
Ich mochte die Personen im Buch und habe die Ereignisse entsprechend gerne verfolgt. Constantin, Mélisande und Gérard sind die Hauptfiguren. Mit Mélisande hatte ich tatsächlich einen etwas schwierigen Start und mochte ihr Verhalten nicht. Im Verlauf der Handlung wurde sie mir dann doch noch sympathischer und ich mochte die Entwicklung ihrer Geschichte sehr. Constantin hat mir sehr gut gefallen, auch wenn er anfangs wirklich sehr hart einstecken musste. Seine Knappenzeit verlief schwierig und so wirklich scheint das Rittertum nichts für ihn zu sein, umso wichtiger ist diese Reise, bei der er endlich seinen Weg finden muss. Gérard ist ein Templer, der schon viele Jahre in den Diensten des Ordens steht und dementsprechend viel erlebt hat. Zuerst war er für mich schwer einschätzbar, aber im Verlauf des Romans hat er sehr viel an Profil dazugewonnen und konnte mich für sich einnehmen.
Das Versprechen ein echter Historienschmöker zu sein, hat dieser Roman erfüllt. Manchmal hätte ich mir bestimmte Entwicklungen schon etwas früher einsetzend gewünscht, aber insgesamt betrachtet hat mir dieser Roman bis auf wenige Szenen gut gefallen, in denen u.a. Voyeurismus und Pädophilie eine Rolle spielen. Mit den vielen historischen Romanen, die ich schon gelesen habe, konnte ich Einiges erahnen und doch wurde ich an mancher Stelle auch überrascht. Diese Mischung hat mir gut gefallen.
Als Zusatzmaterial gibt es ein Personenverzeichnis, in dem historische Personen gekennzeichnet sind, und eine Danksagung. Tatsächlich gibt es kein Nachwort, was ich etwas schade finde, weil ich ein Nachwort sehr gerne mag. Die Hardcover-Ausgabe beinhaltet eine Karte auf den Buchinnenseiten, diese fehlt im ebook.

Fazit: Ein toller Historienschmöker, der mir mit kleinen Abstrichen, sehr gut gefallen hat. Fast 900 Seiten geballte Mittelalterpower mit einigen vorhersehbaren, aber auch überraschenden Entwicklungen. Ich bin den Personen im Buch gerne gefolgt und freue mich auf die weiteren Romane dieser Reihe. Empfehlenswert für alle, die gerne historische Romane mit vielen Seiten lesen und die sich für das Mittelalter und Templer interessieren.
Profile Image for Monika Caparelli-Hippert.
286 reviews4 followers
April 13, 2025
Von Daniel Wolf habe ich schon ein paar historische Schmöker gelesen, die mich begeistert haben, also habe ich hier mal beim Hörbuch zugegriffen.
23 Stunden hat das Vergnügen gedauert, ich habe eine Weile gebraucht, um hiermit fertig zu werden – ich höre eigentlich nur beim Autofahren – und ich sag mal vorab: war super!!
Das dazugehörige Buch fasst knappe 900 Seiten, ich werde hier also inhaltlich nicht mehr viel dazu sagen; der Klappentext muss reichen, sonst bin ich hier ewig beschäftigt. Es gibt hier diverse Nebenplots, plus sehr viele Nebendarsteller, die allesamt aber bildhaft und anschaulich und detailliert vorgestellt werden – sprich, der Autor hat sich hier ausgetobt und fast schon einen Monumentalfilm produziert, nur in Romanform. Im Prinzip begleiten wir aber den Knappen Constantin Fleury auf seiner Heldenreise. Constantin ist eher schmächtig, schüchtern und zwar schlau, aber nicht unbedingt das, was man sich gemeinhin unter einem mittelalterlichem Ritter vorstellt; und bei seinem Herrn und dem, wie sagt man am besten, „Knappen-Kollegen“ Raoul, beides eher aggressive Raufbolde, hat er irgendwie die A-Karte gezogen. Sein Vater, ebenfalls ein erfahrener Ritter, sieht das mit nicht so gutem Bauchgefühl, und zieht Constantin eines Tages zur Begleitung einer Mission ab: die Fleurys müssen einen Drachen finden und bezwingen. Es dauert auch nicht lange, und Constantin muss die Reise alleine fortsetzen, und ab hier beginnt auch die Geschichte, an Fahrt aufzunehmen. Constantin bemerkt relativ schnell und schmerzhaft, dass es Drachen in der Realität nicht gibt – oder wenn es sie gibt, dann zweibeinige....und gemeinsam mit seiner unfreiwilligen Weges-Abschnittsgefährtin Mélisande und dem Tempelritter Gerard sollen ihn so einige Abenteuer, Verschwörungen und spektakuläre Ereignisse widerfahren, die am Ende aus Constantin doch noch einen Recken machen, der von niemand Geringerem als dem König von Frankreich selbst zum Ritter geschlagen werden soll.

Hach. Heldenepos mit Happy End. Ich liebe es!
Das war eine Geschichte aus dem mittelalterlichem Frankreich nach meinem Geschmack. Tempelritteraction, Kämpfe, Weltverschwörungen, Romantik, Gauklerleben, Roadmovies hoch zu Rosse – hat mich abgeholt, war cool.

Die Hörbuchvariante war eine gute Wahl. Der Sprecher war echt gut. Steck hat eine angenehme sonore Stimme und kann den verschiedenen Charakteren Leben einhauchen, sodass es Spaß gemacht hat, ihm zuzuhören. Den Namen merke ich mir.

Der Roman schien mir auch historisch gut recherchiert. Ja, so ein bisschen Zeitgeist von heute steckt auch drin – die toughe Mélisande, die vor einer erzwungenen Hochzeit flieht und recht eigene und moderne-feministische Ansichten hegt, ist vielleicht nicht gerade eine typische mittelalterliche Frau, aber ein fiktiver Charakter, der mit persönlich extrem gut gefallen hat. Und wer typischere Damen der Ära bevorzugt, hatte mit Agnes und den anderen Edelfräuleins genug zur Auswahl :-)

Ich mach es kurz; das war ein toller Abenteuerroman, den ich allen Fans des Genre ans Herz lege. Flüssig geschrieben, viel Dynamik, viel Action - ich wiederhole mich, bitte lesen! Oder hören!

Danke vielmals an den Verlag und das Bloggerportal vom Randomhouse für das Rezensionsexemplar! Ich warte dann mit Spannung auf die nächsten Teile!
Profile Image for Lizzy Curse.
303 reviews10 followers
October 28, 2024
Kurz und knapp vorweg: wenn ich giggelnd und grinsend das Buch zuschlage, aufschaue und eigentlich nach 900 Seiten direkt in das nächste wilde Abenteuer von Constantin und Melisande einsteigen möchte, dann hat Daniel Wolf bei mir (mal wieder) einen Volltreffer gelandet. Locker, leicht, abenteuerlich und sehr amüsant - bestes Histoschmöker-Material!

Constantin Fleury, erfolgloser Knappe, hat ein Problem. Er soll für seinen Herren einen Auftrag erfüllen, von dem er ahnt, dass er schwierig bis unmöglich werden wird. Er und sein Vater sollen einen Drachen erschlagen und den sagenumwobenen Drachenstein nach Hause bringen. Doch zuvor machen die beiden noch einen Abstecher in ihre alte Heimat. Gleichzeitig sind Templer, zurückgekehrt aus dem gefallenen Akkon, auf der Jagd nach einem Monster …

Zuerst einmal kann man den Roman als Freund der Familie Fleury (das wären dann Lesende wie ich) als auch als vollkommener Neuling lesen. Daniel Wolf hat den Roman so unterhaltsam konzipiert, dass beide Gruppen ihre Freude an Constantins und Melisandes Geschichte haben.

Constantin hat mir ausnehmend gut gefallen. Mit ihm als Protagonist konnte ich mitfühlen und mitleiden. Er ist nicht naiv, sondern denkt erst und handelt dann. Er stürzt sich nicht kopflos in jede Gefahr und geht auch mit seinen Mitmenschen höflich und bedacht um (auch wenn es ihm bei Melisande manchmal arg schwer gefallen sein dürfte) - Melisande, das Mündel seines Onkels, das sich der Heirat entzogen und Constantin auf seiner Drachensteinsuche angeschlossen hat, ist da ein ganz anderes Kaliber - wirklich mögen konnte ich sie nicht. Aber verstehen. Freiheitsliebend, abenteuerlustig und beinahe vorlaut manövriert sie sich nicht nur einmal in Schwierigkeiten - und durch ihre Waghalsigkeit erlebte ich die wundersamsten Dinge. Die Dialoge zwischen ihr und Constantin waren ebenso amüsant. Gerard, ein Komtur und ein Kämpfer aus Akkon, begegnen sie auf ihrer Suche nach dem potentiellen Drachen immer wieder und in den verschiedensten Situationen.

Die Mythen und Legenden, die sich rund um die Drachen erstrecken, und den Glaube an den Mythos hat Daniel Wolf richtig gut dargestellt. Auch Constantin hat an einem wahrhaftigen Drachen gezweifelt, doch hat er sich auf diese Queste begeben, allen voran um seinen Vater nicht im Stich zu lassen. Mit der Aufgabe waren Hoffnungen und Träume verbunden - und ich konnte seine Beweggründe verstehen.

Der rote Faden, nun gut, eigentlich waren es zwei, haben mich lose durch das Buch begleitet - doch das hat mich nicht gestört. Im Gegenteil. Am Wegesrand gab es so viel zu entdecken und so viel zu erleben - sowohl auf der Seite der Templer, als auch auf der Drachenqueste. Auch die Romanzen hielt sich in eng gesteckten Grenzen - und dafür bin ich dankbar. Zum Schluss wurde es noch einmal richtig brenzlig.

Wer einen abenteuerlichen und nicht zu düsteren Histo-Schmöker mit tollen Schauplätzen und coolen Charakteren sucht, ist hier goldrichtig. Ich hatte auf jeder Seite großen Spaß und es gibt eine klare Leseempfehlung. Ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer der beiden.
692 reviews7 followers
November 7, 2024
Am Anfang dachte ich, es ist nur ein guter Historienroman, aber Daniel Wolf spielt auf hohem Niveau. Es entwickelt sich eine Art Krimi aus drei Perspektiven. Alle Stränge kommen ungezwungen zusammen und finden natürliches Ende. Die Geschichte des Drachens klingt erst merkwürdig, aber dann ist es ein guter Kniff. Gute Charaktere und Handlungen, die viele Klischees vermeiden. Tolle Settings, mit vermeintlicher Leichtigkeit Atmosphäre geschaffen und nebenbei Historie erzählt. Tolle Herbstlektüre.
Profile Image for Ascari Vau.
418 reviews
February 7, 2025
4,5 Sterne für die Geschichte, 5 Sterne für die Hörbuch-Version :)
Displaying 1 - 9 of 9 reviews

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