Da hab ich in ner kleinen Late-Night-Session dann doch noch das Buch fertig gelesen :)
Zum Ende hin wurde es einfach Stück für Stück immer besser und spannender ! Es handelt sich zwar offiziell um einen Kriminalroman, für mich standen aber die gesellschaftspolitischen Themen viel stärker im Vordergrund. Am Beispiel einer Familiengeschichte, die sich von Zeiten des zweiten Weltkriegs bis zu Post-Corona Zeiten zieht, wir deutlich wie Angst und Missvertrauen letztendlich zur Spaltung einer Gesellschaft führt. Für mich sehr bewegend, ich kann es nur empfehlen.
Die Schreibweise ist lebendig, lässt viele Bilder im Kopf entstehen und macht das mitfühlen und nachempfinden furchtbar einfach, die Begeisterung der Autoring für die Landschaft spürt man definitiv. Besonders berührt hat mich der etwas „gehetzte“ Stil, in dem die Szenen von Gerd Schönberger, einem Mann am Ende seines Lebens, geschrieben wurden.
All in All hat es mir gefallen und darf zurück in die Bibliothek meiner Eltern wandern. 🥾