Fortschritt, Furcht und frühes die Geschichte zweier Erfinder und Rivalen
Im Juli 1886 unternahm Herr Benz in Mannheim die erste Autofahrt der Geschichte. Cannstatt war weit genug entfernt, dass dort zur selben Zeit Herr Daimler stolz erzählen konnte, er habe gerade das Automobil erfunden. Schwierig wurde es, als die beiden von der Existenz des anderen erfuhren. Ein Wettlauf beginnt, und die lebensfrohen Frauen der Erfinder mischen mit. Benz und Daimler glauben, mit 16 km/h in die Zukunft zu rasen – doch sie stoßen auf breite Ablehnung ihrer Zeitgenossen.
Ein historischer Tatsachenroman, der genauso viel über das 19. Jahrhundert wie über die menschliche Natur erzählt.
Ronald Reng is a German sports journalist and author. Of his books, two have been translated to English and both of them have been honored with book awards in the UK.
The Keeper of Dreams, the story of the German non-league goalkeeper Lars Leese who ended up playing for Barnsley Football Club in the Premier League, won the Sports Book of the Year Award in 2004. It was the first foreign book to achieve such praise. Reng's biography of the late German national goalkeeper Robert Enke, A Life too Short: The Tragedy of Robert Enke was voted William Hill Sports Book of the Year in 2011. Reng was the first non-English speaking author in 23 years to win the award.
In Germany, Reng was distinguished seven times in nine years, between 2001 and 2010, with the award for the best sports story of the year by the Association of German Sports Writers. In 2010 he was awarded the Dietrich Oppenberg Media Award "for outstanding journalistic contributions to promote the culture of reading."
Die Geschichte hat mich von Anfang an mitgenommen und mich richtig gut unterhalten. Carl Benz und Gottfried Daimler entwickeln in den 1880ern fast gleichzeitig die Idee eines selbstfahrenden Motorwagens und wir so lesen wir abwechselnd aus der Perspektive von Benz bzw. Daimler. Man fiebert richtig mit den beiden mit und fragt sich, wer von beiden das Rennen macht - oder setzt sich hinterher doch jemand aus dem Ausland durch?
Nebenbei wird auch das Familienleben der beiden Pioniere beschrieben: Bertha ist mit ihrem Mann auf Augenhöhe, kümmert sich nicht nur um die Kinder, sondern setzt sich auch selbst ans Steuer und gibt Carl Rat. Bei den Daimlers hingegen bleiben intensive Gespräche oft auf der Strecke. Im Werk hingegen weiß Daimler, auch dank seines Assistenten Maybach, genau was er will.
Doch hier geht es nicht nur um die Erfindung des ersten Automobils, sondern um viele witzige Anekdoten und Zeitgeschichte wie die Weltausstellung in Paris, einen Cholera-Ausbruch oder die Umstellung auf eine gesamtdeutsche Uhrzeit. Ich habe nebenbei viel gelernt und geschmunzelt, denn Reng hat einige Kommentare mit dem Wissen von heute eingeschmuggelt. Zum Lesen wurde auch eine Ansicht geschildert: „Lesen verderbe die Augen, deformiere das Hirn, und wer einmal der Lesesucht verfallen sei, komme davon so wenig los wie von Wein und Bier.“ (S. 131) Zum Schluss hin wurde ich etwas ungeduldig, denn mein erwartetes Ende rückte weiter in die Ferne. Der Autor ist vollkommen unschuldig, da er sich an die Fakten hält, aber ich fühlte mich schon etwas an der Nase herumgeführt: ⭐️⭐️⭐️⭐️/5. Definitiv eine Lektüre wert!
Ich habe den Roman bei Thalia gefunden, als ich im Urlaub in Nürnberg war. Mein Mann ist ein großer Fan von Daimler und Benz. Deswegen habe ich diesen Roman gelesen. Er erinnert ein bisschen an Daniel Kehlmann's "Die Vermessung der Welt" indem wir zwei verschiedene Perspektiven haben (Daimler & Benz). Oft werden Gespräche mit indirekter Rede (bzw. Konjunktiv I) vermittelt. Um ganz ehrlich zu sein, nervt das. Ich fände es besser, wenn alle Gespräche eher wie in einem traditionellen Roman wären, aber egal. Die Geschichte und Handlung waren gut und spannend. Ich habe jede Menge interessante Fakten über die frühen Tage der ersten Autos gelernt und auch über die zwei Erfinder. Bertha Benz bleibt immer noch meine Lieblingsfigur in der Geschichte des Autos.