Der zweite Fall der Polizeireporterin Gianna Pitti am malerisch-mörderischen Gardasee. Eine unbekannte Frauenleiche, ein Entführungsversuch und geheime Schriften Winston Churchills, die womöglich die Weltgeschichte verä Gianna und ihre Familie verstricken sich erneut in brisante Ermittlungen. Die junge Journalistin Gianna Pitti soll auf Bitten ihres Vaters Arnaldo, der zurück am See ist, einen Informanten am Ostufer treffen. Da scheint niemand zu sein. Doch dann sieht sie etwas im Wasser liegen. Eine Frauenleiche! Ein Wagen fährt los. Wer sitzt darin? Der Mörder? Bei der Leiche findet Gianna eine CD-ROM-Hülle, darauf Churchills Geheimnis. Gemeinsam mit ihrem Vater, ihrem Onkel, dem Marchese Francesco, und Chefredakteurin Elvira Sondrini, versucht die Reporterin herauszufinden, was es mit der Toten und der leeren Hülle auf sich hat. In der Bibliothek der Familienvilla finden sie Aufzeichnungen von Giannas Urgroßvater, der seinerzeit einige Tage mit dem ehemaligen britischen Premier an der Baia delle Sirene verbrachte, dem wohl schönsten Flecken am See. Indes fallen in Malcesine Schü ein Entführungsversuch eines britischen Historikers, der zu Winston Churchill forscht. Hängt der Vorfall mit dem Mord am Ufer zusammen? Wer ist die Tote? Und was hat es mit dem amerikanischen Ostküstenmillionär auf sich, der an der Baia delle Sirene einen baufälligen Ansitz gekauft hat?
Teil 2 der Gianna Pitti Reihe am Gardasee von Lenz Koppelstätter. Wieder ein Leiche im See, wieder Geheimnisse bzw. ein Geheimbund. Ziemlich repetitiv, insgesamt, aber nicht schlecht. Wechselnde Perspektiven, Zeitungsarbeit, Familienchaos und der Fall. Alles schnell gelöst, gut geschrieben und immer noch interessant. Gerne mehr!
Erst vor einigen Wochen hatte die Polizeireporterin Gianna Pitti über einen Todesfall zu berichten. Davon will sie sich noch erholen. Als ihr Vater, der wieder aufgetaucht ist, sie jedoch bittet für ihn an den See zu fahren, um einen Informanten zu treffen, willigt sie ein. Da wird einfach etwas übergeben und gut ist es. So gut ist es allerdings nicht, denn der Informant erscheint nicht. Jedenfalls nicht, bis Gianna etwas im Wasser schwimmen sieht, was sich als tote Frau entpuppt, die eine leere CD-Hülle bei sich hat. Mit der Erholung ist es für Gianna vorbei, wieder gibt es einen rätselhaften Todesfall.
In diesem zweiten Band um Gianna Pitt sortieren sie und ihr Umfeld sich neu. Mit der Rückkehr ihres Vaters Arnaldo hatte sie nicht mehr gerechnet und irgendwie müssen sie erstmal wieder zueinanderfinden. Arnaldo muss verstehen, dass seine ehemalige Frau jemand anderen gefunden hat. Die Chefredakteurin Elvira versucht alles, ihre traditionelle Zeitung am Leben zu erhalten. Und der Marchese Francesco kann einiges zur Lösung des Geheimnisses um Winston Churchill, der wohl mit den Urgroßeltern bekannt war, beitragen. Wieso die die ermordete Frau allerdings dem Tode geweiht war, ist nicht so leicht herauszufinden.
Wie spannend, denkt man, Winston Churchill am Gardasee. Um solch einen Aufenthalt kann sich eine packende Story entwickeln. Schnell mal geschaut, ob ein Körnchen Wahrheit zu finden ist. Die Geschichte ist auch interessant, nur verliert sie sich etwas zwischen den persönlichen Belangen der Pittis. Das Durchsortieren der Familie und die Schwierigkeiten mit der Zeitung erscheinen wichtiger als das worüber die Informantin ihre Kunde bringen wollte. Immerhin wird zumindest ein Teil des Rätsels gelöst. Auch die Pittis scheinen zur Ruhe zu kommen. So kann man dissen Band zufrieden schließen und hoffen, dass es im nächsten Band etwas mehr Konzentration auf die Krimihandlung gibt. Immerhin sind besonders Gianna und der Marchese sympathisch und man könnte meinen, dass in den Archiven noch weitere Geschichten zu entdecken sind. Wie man an dem Cover unschwer erkennen kann, lädt auch der Gardasee zu weiteren literarischen Besuchen ein.
Zum Inhalt: Journalistin Gianna soll einen Informanten am See treffen doch da ist niemand. Doch dann sieht sie etwas im Wasser, dass sich als Frauenleiche entpuppt. Und sie findet eine leere CD-Hülle mit der Aufschrift: Churchill Geheimnis. Gemeinsam mit Vater, Onkel und ihrer Chefredakteurin versucht Gianna herauszufinden, was es mit der Toten und dem Geheimnis auf sich hat. Schüsse in Malcesine und weitere Ereignisse deuten darauf hin, dass alles zusammen hängt. Meine Meinung: Ich gestehe, im Wesentlichen wollte ich das Buch wegen des Gardasees lesen, weil ich den See und alles darum einfach liebe und oft da bin. Deshalb fallen mir natürlich auch die enorm schnellen Wege zwischen den Orten auf, die gerade in der Saison mit vielen Touristen nicht machbar sind, aber das nur am Rande. Insgesamt gab es für mich in dem Buch zu wenig Krimi und logische Ermittlungen und zu viel familiäre Probleme, die das Buch ein wenig zäh machten. Zum Glück wurde es zum Ende dann doch noch spannend und Churchills Geheimnis wurde gelöst. Fazit: Etwas zäh
Klappentext: Die junge Journalistin Gianna Pitti soll auf Bitten ihres Vaters Arnaldo, der zurück am See ist, einen Informanten am Ostufer treffen. Da scheint niemand zu sein. Doch dann sieht sie etwas im Wasser liegen. Eine Frauenleiche! Und: Ein Wagen fährt los. Wer sitzt darin? Der Mörder? Bei der Leiche findet Gianna eine CD-ROM-Hülle, darauf steht: Churchills Geheimnis. Gemeinsam mit ihrem Vater, ihrem Onkel, dem Marchese Francesco, und Chefredakteurin Elvira Sondrini versucht die Reporterin herauszufinden, was es mit der Toten und der leeren Hülle auf sich hat. In der Bibliothek der Familienvilla finden sie Aufzeichnungen von Giannas Urgroßvater, der seinerzeit einige Tage mit dem ehemaligen britischen Premier an der Baia delle Sirene verbrachte, dem wohl schönsten Flecken am See. Indes fallen in Malcesine Schüsse: ein Entführungsversuch eines britischen Historikers, der zu Winston Churchill forscht. Hängt der Vorfall mit dem Mord am Ufer zusammen? Wer ist die Tote? Und was hat es mit dem amerikanischen Ostküstenmillionär auf sich, der an der Baia delle Sirene einen baufälligen Ansitz gekauft hat?
„Was am Ufer lauert“ ist der 2. Band der Krimireihe Ermittlungen am Gardasee von Lenz Koppelstätter. Die „Commissario Grauner Reihe“ von Lenz Koppelstätter habe ich gerne gelesen. Jetzt bin ich auch ein Fan der neuen Reihe.
Der Autor erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht seiner 4 Hauptpersonen. Gianna Pitti ist eine junge Polizeireporterin, die aus einem alten Adelsgeschlecht stammt. Genau wie ihrem Vater liegt ihr an dem Adelstitel nichts. Zurzeit lebt sie bei ihrem Onkel in der Familienvilla. Sie ist in die Fußstapfen ihres Vaters getreten und Journalistin geworden. Ihr Vater war auf rätselhaft Weise spurlos verschwunden, jetzt ist er wieder aufgetaucht.
Francesco Marchese Pitti-Sanbaldi ist der Onkel von Gianna. Er ist das Familienoberhaupt des Adelsgeschlechts und trägt seinen Titel mit Stolz. Der Marchese lebt in der Familienvilla am Gardasee. Er liebt gutes Essen und seine beiden Katzen Lago und Spiaggia. Was ihm Sorge bereitet ist das Vergessen, das immer massiver wird.
Elvira ist die Chefredakteurin des „Messaggero di Riva“ und Giannas Chefin. Sie ist sehr ehrgeizig, auch wenn es sich nur um eine kleine lokale Zeitung handelt. Kein Beitrag wird ohne ihr Zustimmung gedruckt.
Arnaldo ist der Vater von Gianna. Er ist wieder an den Gardasee zurückgekehrt und will sich seiner Tochter wieder annähern.
Das sind die Hauptakteure der Geschichten. Die Charaktere werden gut beschrieben und sind sympathisch.
Gianna soll für ihren Vater einen Informanten treffen und von ihm Informationen bekommen. Doch als sie zu dem Treffpunkt am Gardasee kommt, findet sie da nur eine Frauenleiche und eine leere CD-ROM-Hülle. Ein Wagen fährt weg und Gianna befürchtet, dass der Mörder sie gesehen hat. Sie entfernt sich eilig vom Tatort. Als sie später mit Elvira zu See fährt, ist die Leiche verschwunden.
Francesco Marchese Pitti-Sanbaldi findet in der Bibliothek alte Aufzeichnungen seines Großvaters. Er hatte Kontakt zu Winston Churchill, der gerne an den Gardasee kam. Gibt es hier ein Geheimnis und haben die Aufzeichnungen etwas mit Arnaldos Recherchen und letztendlich auch mit dem Mord zu tun?
Lenz Koppelstätter erzählt die Geschichte spannend und mit ein bisschen Humor. Die Charaktere sind aus dem 1. Band schon gut bekannt. Ich mag sie gerne, sie sind mir alle sympathisch. Besonders Francesco Marchese Pitti-Sanbaldi, er hat so etwas Distinguiertes an sich aber durch seine Vergesslichkeit ist er schon ein Unikum.
Die Geschichte wird aus der Sicht der Hauptpersonen erzählt, was sie mir besonders nahebringen.
Den Fall beschreibt Lenz Koppelstätter und geheimnisvoll. Schritt für Schritt kommen mehr Informationen zu Tage und man denkt sich ganz langsam wie alles zusammenhängt. Die Geschichte spielt am Gardasee der in all seiner Schönheit beschrieben wird.
Mit „Was am Ufer lauert“ hat Lenz Koppelstätter eine spannenden und unterhaltsamen 2. Teil seiner Krimireihe veröffentlicht und ich bin schon jetzt auf den nächsten Band gespannt.
Churchill Familie Örtlichkeit Verbrechen = Sorgfältig konstruierter Regionalkrimi
WAS AM UFER LAUERT ( Ermittlungen am Gardasee 2 ) wird am 08. Mai 2025 durch den Kiepenheuer & Witsch Verlag veröffentlicht.
Der erste Band ( Was der See birgt - 2024 -) hat die Aufmerksamkeit vieler Fans erwartungsvoll auf das Wirken vom Autor Lenz Koppelstätter, gelenkt. In Bozen 1982 geboren lebte er einige Jahre in Deutschland kehrte dann nach Jahren nach Südtirol zurück.Der studierte Journalist veröffentlichte seit 2015 eine gesonderte Krimireihe ( Commissario Grauner ) und hat sich einen Namen innerhalb der Branche (Regional Kriminalromane) erarbeitet. Die Ermittlungen am Gardasee Reihe gesellt sich nun hinzu.
Worum geht´s? Polizeireporterin Gianna & ihre Recherchen in der Gardasee-Region. Zu Beginn dieses Falls übernimmt Gianna, für ihren Vater Arnaldo, das Treffen mit einem unbekannten Informaten. Nicht ahnend, dass das Treffen & alle folgenden Ereignisse ihre Familie sowie Freunde, in Lebensgefahr bringen wird.
Wo spielt es? Rund um den Gardasee / Italien
Im Fokus aller Ereignisse: Ein sorgfältig gehütetes Geheimnis des britischen Premierministers Churchill
Das Coverbild hilft dem Betrachter beim Sprung in die wunderschöne Kulisse dieser Erzählung. Der Blick auf den mit Sonnenstrahlen umgebenden See.
Hier mein persönlicher Leseeindruck
- Positive Eckpunkte
Für mich war im gesamten Leseverlauf das ausschlaggebende Moment, die historische Komponente. Churchhill mit seiner Person und Politk, waren für mich schon immer interessant. Somit war klar, dass das Churchhill Geheimniss mich während der gesamten Lesezeit motivierte. Dem Schriftsteller gelang, meine Neugier hochzuhalten und zu füttern.
Die beteiligten Personen wurden wie schon im ersten Band dieser Reihe umfangreich beschrieben & weiter entwickelt. Der Schwerpunkt liegt hier insbesondere bei deren Marotten und durchaus umstrittenen Eigenarten.
Im Storyaufbau kann man die auf lokale Örtlichkeiten fokussierten Erzählung durchweg als detailliert, fast liebevoll beschreiben. Müheloss wird es dem Lesenden ermöglicht das Seeklima zu atmen und in das bürgerliche Miteinander einzutauchen. Nach Abschluss der Lektüre habe ich das Gefühl in die Region gereist zu sein. So lebendig, bunt & mitunter trist. Ein bleibender Eindruck.
-Konstruktive Kritik Diese ergeben sich wie so oft aus den Pluspunkten dieser Serie.
Aufgrund der ernorm detailorientierten Persona - Introduktion kam es zu einer Entschleunigung. Eine allgemeine Straffung könnte zu einem höherem Momentum & den Nervenkitzel bei den Lesenden steigern.
Der Roman profitiert von der historisch so bekannten Persönlichkeit Churchills. Unsere Neugier nach allem noch Verborgenem wird zum Lesemotor. Allerdings schürte diese Erwartung und Interesse bei mir sehr große Erwartungen an den Plot und des Rätsels Lösung. Der präsentierte Schlussakkord wurde gut konsturiert & beschrieben. Obgleich ich mir eine andere Offenbarung gewünscht hatte.
Insgesamt vergebe: gute 3 *Lesesterne verbunden mit einer Leseempfehlung an Alle, die gerne regionale Kriminalromane lesen und gute detailorientierte Erzählweise zu schätzen wissen.
Buchmeinung zu Lenz Koppelstätter – »Was am Ufer lauert«
»Was am Ufer lauert« ist ein Kriminalroman von Lenz Koppelstätter, der 2025 bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist. Dies ist der zweite Band um die junge Polizeireporterin Gianna Pitti-Sanbaldi, die am Gardasee ermittelt.
Zum Autor: Lenz Koppelstätter, Jahrgang 1982, ist in Südtirol geboren und aufgewachsen. Er arbeitet als Medienentwickler und als Reporter für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und Salon. 2015 startete bei Kiepenheuer & Witsch die Krimireihe um den Südtiroler Commissario Grauner, die ein großer Erfolg bei Leser:innen und Presse ist.
Klappentext: Die junge Journalistin Gianna Pitti soll auf Bitten ihres Vaters Arnaldo, der zurück am See ist, einen Informanten am Ostufer treffen. Da scheint niemand zu sein. Doch dann sieht sie etwas im Wasser liegen. Eine Frauenleiche! Und: Ein Wagen fährt los. Wer sitzt darin? Der Mörder? Bei der Leiche findet Gianna eine CD-ROM-Hülle, darauf steht: Churchills Geheimnis. Gemeinsam mit ihrem Vater, ihrem Onkel, dem Marchese Francesco, und Chefredakteurin Elvira Sondrini versucht die Reporterin herauszufinden, was es mit der Toten und der leeren Hülle auf sich hat. In der Bibliothek der Familienvilla finden sie Aufzeichnungen von Giannas Urgroßvater, der seinerzeit einige Tage mit dem ehemaligen britischen Premier an der Baia delle Sirene verbrachte, dem wohl schönsten Flecken am See.
Zum Inhalt: Journalisten auf der Suche nach Churchills Geheimnis am Gardasee. Als er eine Tote gibt stellt sich die Frage, wer noch beteiligt ist und auch vor Mord nicht zurückschreckt?
Meine Meinung: Der Autor Lenz Koppelstätter ist ein guter Erzähler, der interessante und vielleicht etwas überzeichnete Figuren ins Rennen schickt. Von Anfang an hat mich aber gestört, wie Gianna Pitti mit der Polizei eher nicht zusammen arbeitet. Sie findet eine Leiche und macht sich einfach aus dem Staub, ohne in Not zu sein. Da hilft auch der amüsante Schreibstil wenig. Francesco empfand ich als sehr gelungene Figur und Arnaldo als sehr bestimmt mit Geheimnissen und guten Ideen, aber auch mit Problemen in der Umsetzung. An Gianna musste ich mich erst langsam gewöhnen. Der Fall selber blieb lange Zeit unklar und die Aktionen der Geheimdienste, wenn es denn welche waren, sorgte für weitere Verwirrung. Gefallen haben mir die Nebenhandlungen um Demenz und Lebensfähigkeit klassischer Zeitungen. Die Handlung und leider auch die Spannung nahmen erst spät Fahrt auf. Dafür gab es atmosphärische Beschreibungen vom Leben am Gardasee und den Aufenthalten Churchills. Die Auflösung hat mir gefallen und lag weit außerhalb meiner Erwartungen. Insgesamt habe ich mich vor allem wegen des Schreibstils gut unterhalten und hoffe, dass der nächste Titel spannender sein wird.
Fazit: Diesem atmosphärischen Krimi mangelt es leider lange Zeit an Spannung. Deshalb bewerte ich den Titel mit drei von fünf Sternen (65 von 100 Punkten).
Mit "Was am Ufer lauert" schickt Lenz Koppelstätter, bisher vor allem für seine Südtirol-Krimis bekannt, zum zweiten Mal die Polizeireporterin Gianna Pitti am Gardasee auf Ermittlungen. Hatte der erste Band der Reihe angesichts der Einführung mehrerer Handlungsträger noch einige Längen, geht es nun mehr zur Sache. Nachdem ihr totgeglaubter Vater, ein Investigativjournalist, wieder aufgetaucht ist, deutet alles auf eine Vater-Tochter-Kooperation hin. Doch das Treffen mit einem Informanten am Seeufer gerät anders als gedacht: Gianna findet eine tote Frau und eine leere CD-Hülle. Später ist die Leiche sogar verschwunden. Und auch sonst gibt es manche gefährliche Situation.
Ist Gianna zunächst eher ahnungslos zu dem Treffen gestartet, kommen nach und nach mehr Informationen: Es geht um möglicherweise brisante Informationen, die auch die britische Geschichte umschreiben könnten. Winston Churchill verbrachte in den 1920-er und 30-er Jahren immer wieder seinen Urlaub am Gardasee und soll in jenen Jahren unter anderem Briefe an Mussolini geschrieben haben. War der eiserne Premierminister, der seine Landsleute auf den Krieg gegen Nazi-Deutschland eingeschworen hatte, etwa zumindest zeitweise ein heimlicher Faschist?
Es gibt sogar Verbindungen in die eigene Familie, denn Giannas Urgroßvater traf der Familiengeschichte zufolge öfter mit Churchill zusammen. Giannas Onkel, der Marquese, stürzt sich in die Familienarchive, während Gianna zum ersten Mal gemeinsam mit ihrem Vater recherchiert. Ihre eigentliche Chefin sieht es mit gemischten Gefühlen, ist Gianna doch ihre beste Reporterin. Das Verschwinden eines britischen Historikers und Churchill-Experten sind ein weiterer Hinweis, dass die Geister der Vergangenheit höchst lebendig sind und heftige Reaktionen in der Gegenwart hervorrufen.
Bei all ihren Unterschieden und gelegentlichen Kontroversen ziehen die Pittis an einem Strang, um die Wahrheit herauszufinden. Das ist spannend zu lesen und spart nicht mit viel Lokalkolorit. Daneben thematisiert Koppelstätter auch ein höchst aktuelles Thema, den Niedergang der traditionellen Zeitung, die angesichts kostenloser Onlineangebote plötzlich aus der Zeit gefallen scheint. Das wird eine Herausforderung ganz anderer Art für Gianna werden, wie sich am Ende herausstellt. Wobei die Darstellung ihrer Chefin, die mit Mitte 40 keine Ahnung von neuen Medien zu haben scheint, im modernen Medienbetrieb nicht wirklich realistisch sein dürfte - da hat der Autor wohl ein paar Vorurteile gegen Frauen und Technik.
Bei einem ausgefallenen Treffen mit einem Informanten entdeckt Gianna Pitti eine tote Frau im Gardasee, Sie zeiht sie aus dem See und bemerkt, dass diese ermordet wurde. Eigentlich sollte sich Gianna mit einem Unbekannten treffen, der ihr etwas Wichtiges geben sollte. Sie findet bei der Toten eine leere CD-Hülle mit einer unleserlichen Aufschrift. Sie nimmt es mit nach Hause, wo ihr Vater und ihr Onkel warten. Sie können mit Mühe die Schrift entziffern, Churchill Briefe. Doch was soll das bedeuten. Der journalistische Spürsinn für eine Story erwacht, vor allem, als sie erfährt, dass es am See eine Schießerei gegeben hat. Am Wochenende sollte eine Veranstaltung zum Thema Churchill und dem Gardasee stattfinden. Doch der englische Professor, der den Vortrag halten sollte, ist verschwunden. Gianna und ihr Vater machen sich auf die Suche nach den verlorenen Briefen. „Was am Ufer lauert“ ist ein regionaler Krimi von Lenz Koppelstädter, der am Gardasee spielt. Hauptcharaktere sind Gianna Pitti und weitere Familienmitglieder, wie ihr lange verschwundener Vater und ihr Onkel Francesco. Außerdem Mitglieder der regionalen Zeitung, wie die Geliebte ihres Vaters Elvira. Dann sind nach noch die Bösen, die von Professor Sheppard und der junge Historiker Pagani, die sich auf Churchill spezialisiert haben. Die Story ist recht interessant, denn es wird vermutet das Churchill mit dem rechten Duce, während des zweiten Weltkriegs dealen wollte. Es sollen scheinbar Briefe geben, die das Belegen. Diesen Briefen sind nun verschiedene Mächte und Geheimdienste auf der Spur. Ansonsten ist es eine Geschichte über die Familie Pitti, die hier in diesen historischen Angelegenheiten, schon durch ihren Großvater verstrickt sind. Die einzelnen Abschnitte sind durch die handelnden Personen gekennzeichnet. Die Spannung wird durch wechselnde Szenen erzeugt. Schön sind auch immer wieder die regionalen Besonderheiten des Gardasees, die durch die bildhafte Sprache des Autors immer wieder hervorgehoben wird. Ich finde diesen Krimi um die Journalistin Gianna Pitti unterhaltsam, aber die Spannung könnte ein wenig höher sein und die Figur mit ein bisschen mehr Charakter bzw. Überraschendem ausgestattet sein. Die Anlagen sind da. Ich bin sicher, dass dieses auch noch geschehen wird. Ich würde ihn in den Bereich Cozy Crime einsortieren, denn er hat auch viel Interessantes zu bieten.
"Verdammt, warum konnte das Leben nicht immer so sein. Wer hatte sich nur dieses Erwachsensein ausgedacht."
Im neuen Roman „Was am Ufer lauert“ von Lenz Koppelstätter, der Fortsetzung von „Was der See birgt“, wird die Polizeireporterin Gianna Pitti erneut in einen rätselhaften Fall am Gardasee verwickelt. Wenige Wochen nach den Ereignissen des ersten Bandes (den man zum Verständnis unbedingt kennen sollte) kehrt ihr verschollener Vater Arnaldo unerwartet zurück und bittet sie um ihre Hilfe. Als es dann zu einem Treffen mit einer unbekannten Informantin kommen soll, entdeckt Gianna stattdessen die Leiche einer Frau. Gianna, ihr Vater Arnaldo, ihr exzentrischer Onkel Francesco und die Chefredakteurin Elvira stoßen bei ihren Nachforschungen auf Spuren, die tief in die Vergangenheit der Familie Pitti und in die Geschichte des Gardasees führen.
Nach dem recht unterhaltsamen Serien-Auftakt hatte ich mich auf die Rückkehr an den Gardasee gefreut – leider konnte mich die Fortsetzung nicht überzeugen. Der weit ausschweifende Schreibstil und unzählige unnötige Längen nehmen der Geschichte viel von ihrer Spannung. Auch die ungemein sperrige Sprache erschwert das Eintauchen in die eigentliche Handlung. Diese wirkt zudem auch noch sehr konstruiert und wenig glaubhaft; der Kriminalfall verschwindet dabei fast vollständig hinter einem familiären Drama.
Die Figuren, die Protagonisten, die im ersten Band noch lebendig und vielschichtig waren, erscheinen diesmal klischeehaft und überzeichnet – eine echte Bindung zu ihnen wollte sich bei mir nicht einstellen.
Auch die Atmosphäre und der Zauber des Gardasees, die im Serienauftakt so überzeugend eingefangen wurde, bleibt diesmal unbefriedigend blass.
Letztendlich konnte mich die Auflösung des eigentlichen Kriminalfalls nicht wirklich mitreißen und auch inhaltlich gar nicht überzeugen.
Schade, eine schwache Fortsetzung. Für mich, im direkten Vergleich zum ersten Band, eine Enttäuschung. Zu viel Familiendrama, zu wenig Kriminalroman.
„Was am Ufer lauert“ ist bereits der zweite Fall für die Polizeireporterin Gianna Pitti. Wie schon der Vorgängerband „Was der See birgt“ ist die Handlung rund um den malerischen Gardasee verortet.
Gianna soll im Auftrag ihres Vaters eine Informantin am See treffen. Doch als sie ankommt, findet sie nur eine tote Frau und eine leere CD-Hülle im Wasser. Kurze Zeit später ist sogar die Leiche der Frau verschwunden. Zudem gibt es Hinweise auf verschwundene Briefe Churchills, der in den 30 Jahren viel Zeit am Gardasee verbrachte, unter anderem auch mit Giannas Urgroßvater. Sollte deren Inhalt so brisant sein, dass die Geschichte umgeschrieben werden müsste? Involviert in die Ermittlungen ist nicht nur Gianna und ihr Vater, sondern auch ihr Onkel und ihre Chefin Elvira. Es geht recht turbulent in dem Buch zu. Gianna ermittelt meist Seite an Seite mit ihrem Vater Arnaldo und die beiden bringen sich in so manche brenzlige Situation. Aber auch Giannas Onkel, der Marchese Francesco, der mit beginnender Demenz kämpft, mischt die Handlung ordentlich auf. Mir persönlich hat ein wenig die Spannung gefehlt. Auch wenn die Erzählperspektiven ständig wechseln, empfand ich das Geschehen nicht unbedingt als hochgradig spannend. Gekonnt hingegen ist das Gardasee-Feeling bzw. überhaupt das italienische Flair eingefangen. Selbst wenn man noch nicht am Gardasee gewesen ist, konnte man sich unglaublich gut in die Szenen hineinversetzen, denn das Buch besitzt jede Menge Lokalkolorit. Meisterhaft gelungen ist auch das Cover. Die Uferlandschaft des Gardasees ist einfach unglaublich schön dargestellt und somit die perfekte Einladung für einen Besuch dort. Insgesamt also eher ein cosy-crime als ein spannender Krimi. Aber als Urlaubslektüre nicht nur für den Gardasee absolut geeignet. Ein paar Fragen sind am Ende noch offengeblieben und natürlich möchte man wissen, wie es nun weitergeht. Ich bin daher gespannt auf den dritten Fall mit Gianna und ihrer Familie.
Nach den dramatischen Ereignissen der letzten Wochen will die Journalistin Gianna Pitti wieder zurück zu ihrer eigentlichen Arbeit. zurück. Aber dann bittet sie ihr Vater Arnaldo, einen Informanten am Ostufer des Gardasees zu treffen. Während die auf ihn wartet, sieht sie plötzlich die Leiche einer Frau im Wasser treiben. Gianna kann sie nicht bergen, aber sie holt eine CD-Hülle an Land. Auf der steht "Churchills Geheimnis".
Aber das ist nicht der einzige Platz am Gardasee, an dem ein Verbrechen passiert: in Malchesine wird versucht, einen britischen Historiker zu entführen. Sein Forschungsgebiet war Winston Churchill. Hängen die beiden Ereignisse zusammen?
Die Antwort auf diese Frage scheint nahe zu liegen, denn in der Villa von Giannas Onkel findet sie Aufzeichnungen von ihrem Urgroßvater, der einige Tage gemeinsam mit Churchill am Gardasee verbracht hat. Aber wer die Krimis von Lenz Koppelstätter kennt, der weiß, dass die Dinge selten so sind, wie sie auf den ersten Blick scheinen.
Gianna ermittelt nicht allein, ihr Vater, Onkel und ihre Chefin Elvira Sondrini unterstützen sie bei ihrer Arbeit. Ich mag die Dynamik in dieser Familie: Vater und Tochter, aber auch die Brüder müssen sich wieder einander annähern. Die beiden Männer sind so unterschiedlich, dass es immer wieder zu Spannungen kommt. Giannas Onkel ist nicht gesund, das hat sich schon im ersten Teil angedeutet. Der Autor schafft es immer, dass mir Charaktere ans Herz wachsen, und ich beobachte die Entwicklung des Onkels mit Sorge.
Beim Fall bin ich lange im Dunkeln geblieben. Ich habe lange nicht gewusst, wie alle Hinweise zusammenhängen. Sicher war nur, dass der Fall weitere Kreise zieht, als Gianna und ihre Freunde annehmen und sie bringen sich mit jeder neuen Erkenntnis mehr in Gefahr. Aber am Ende löst sich alles auf und dem für den Autor typischen Augenzwinkern.
Was am Ufer lauert ((Ermittlungen am Gardasee 2) von Lenz Koppelstätter, erschienen im KiWi-Paperback am 8. Mai 2025.
Gianna wird von ihrem Vater an den See geschickt, um von einer Informantin Unterlagen in Empfang zu nehmen. Am See ist niemand, außer der Frauenleiche, die Gianna aus dem See zieht. Statt die Polizei zu informieren, verschwindet sie schnell, als sie sieht, dass sie beobachtet wird. Als sie zurückkommt, ist die Leiche verschwunden. Im See schwimm die leere Hülle einer CD, die mit Churchills Geheimnisse beschriftet ist.
Wieder ermitteln die nun schon bekannten Personen aus dem ersten Fall. Man sollte den ersten Band gelesen haben, um dieses Buch genießen zu können. Wieder geht es mehr um die handelnden Personen, ihre Beziehungen zueinander und ihre Gefühle, Wünsche und Lebensansichten. Als private Ermittler, die der Polizei ihre Erkenntnisse nicht mitteilen, ist es nicht immer leicht Ermittlungen anzustellen, was hier aber ganz ausgezeichnet gelingt. Spannung ist daher auch nicht das Erste, was mir zu den Büchern einfällt, es gibt aber ein gutes Gefühl für Landschaft und die beschriebenen Orte. Vermutlich noch mehr, wenn man schon mal am Gardasee gewesen ist.
Das Buch liest sich gut und es gibt wieder eine Karte, an der man die Lage der Orte sehen kann. Insgesamt ein leichter Urlaubsroman mit einer kriminellen Note, die so leicht ist, dass sie fast kein Cosy Crime ist.
Giannas Vater Arnaldo ist wieder aufgetaucht und hat gleich einen Auftrag für seine Tochter. Sie soll sich mit einer Informantin treffen. Doch statt den erhofften Informationen findet Gianna eine Frauenleiche im Gardasee, eine leere CD-Hülle mit den Worten Churchills Geheimnis unweit dessen. Nun ist Giannas Kriminal-Journalistin-Neugier doch geweckt und gemeinsam mit ihrer Chefin, Arnaldo und ihrem Onkel begibt sie sich auf Spurensuche, die nicht nur in den Aufzeichnungen ihres Großvaters mündet, sondern auch zu einem Historiker, der zu Churchill forscht und beinahe entführt worden wäre…
Band 2 der Reihe rund um die Polizeireporterin Gianna Pitti knüpft direkt an den Geschehnissen des ersten Buchs an. Den Leser erwartet wieder eine Mischung aus Krimi und Familiengeschichte, welche am malerischen Gardasee spielt. Geschickt werden die Fäden gezogen, der Fall kommt dabei jedoch nur langsam in Gang. Der Krimi bzw. das Geschehen werden hauptsächlich durch die Familie Pitti bestimmt. Man erfährt vieles aus der Familie, der Fall scheint dabei manchmal fast aus den Augen verloren. Offizielle polizeiliche Ermittlungen finden kaum Raum, erst gegen Ende treten diese in Erscheinung. Wer also einen „klassischen“ Krimi erwartet, wird wohl enttäuscht zurückbleiben. Wer aber Interesse an Familiengeschichten hat, interessante Charaktere und das Flair vom Gardasee mag, welches mit Krimi-Elementen gespickt ist, wird dieses Buch sehr gerne lesen.
Lenz Koppelstätter hat auch mit dem Folgeband "Was am Ufer lauert - ein Fall für Gianna Pitti" einen humorvollen Gardaseekrimi geschrieben. Schon das Buchcover macht einfach Lust auf Dolce Vita und ein entspanntes Wochenende am Gardasee. Die Charaktere die mir aus dem ersten Band bereits bekannt sind gestalten von Seite eins an dieses Buch mit ihrer Individualität und ihren jeweiligen schrulligen Besonderheiten mit. Diese wechseln sich auch mit den Kapiteln ab was diesen Krimi sehr kurzweilig macht. So bekommt man als Leser ganz viele verschiedene Einblicke in die Handlung die sich durch Journalisten, Familie und Mitarbeiter der Zeitung einfach abwechseln den Ball zu spielt. Die Tote gerät zunächst in den Hintergrund geht es doch um Churchill was ich auch persönlich sehr anregend fand, diesen geschichtlichen Hintergrund mit eingeflossen und verwoben zu lesen. Insgesamt ist der Erzählstil so kurzweilig und unterhaltsam das man beim Lesen wirklich durch die Seiten fliegen kann und hier mannigfaltig den Gardasee schmecken, riechen und genießen kann. Es gibt keinen klassischen Kommissar was die Ermittlungen individuell macht und einem als Leser ein leichtes Leseerlebnis beschert.
Eine Leiche im Wasser erweckt die Aufmerksamkeit von Journalistin Gianna. Was ein altes Geheimnis rund um den früheren US Präsidenten Churchill damit zu tun hat, wird in „Was am Ufer lauert“ behandelt. Der Krimi spielt am italienischen Gardasee, was schon ziemlich früh durch die landschaftlichen Beschreibungen der Orte deutlich wird. Die Uferpromenade wird ebenso beschrieben wie die Klippen und Berge, die Aussicht wird zusätzlich bei einem Fallschirmsprung in Worte gefasst, was es mir sehr gut vor Augen führt. Die Handlung an und für sich baut sich erst langsam auf. Zwar findet Gianna die Leiche, aber für lange Zeit stehen eher familiäre Beziehungen und das mysteriöse Geheimnis von Churchill, was leider nicht besonders spannend eingeführt wird, im Vordergrund. Dadurch wirkt die Geschichte langweilig und zäh. Erst zum Ende wird es aufregend und der Leser mit einen spannenden Schluss zumindest etwas versöhnt. Auch die Sprache ist trotz italienischen Einwürfen eher mittelmäßig- nicht schlecht, aber nicht so spannend wie man sie bei einem Krimi erwarten würde. Insgesamt wirkt es wie ein leichter Urlaubsroman für zwischendurch. Es ist durchaus interessant, aber nun mal kein spannender Krimi. Daher gebe ich vier Sterne.
Die junge Gianna Pitti ist Polizeireporterin in Riva del Garda am schönen Gardasee. Ihr Vater Arnaldo, der nach einem Jahr wieder an den See zurückgekehrt ist, bittet sie, am Ostufer einen Informanten zu treffen. Doch sie wartet vergebens, es taucht niemand auf. Doch im Wasser treibt eine Leiche und eine leere CD-ROM-Hülle, auf der Churchills Geheimnis steht.
Dann ertönen Schüsse in Malcesine, ein englischer Professor soll entführt werden. Sein Interesse gilt angeblich verschollenen Briefen von Churchill, die jemand unbedingt haben möchte und nichts unversucht lässt. Gibt es hier einen Zusammenhang? Das möchten Gianna, Ihr Vater und ihr Onkel, der Marchese sowie ihre Chefredakteurin Elvira bei ihren Ermittlungen herausbekommen.
Die unerschrockene Gianna und ihre besondere Familie haben mir wieder gut gefallen. Der Marchese, der großen Wert auf seine Erscheinung legt und sein gegensätzlicher Bruder sind nur selten einer Meinung. In diesem Fall arbeiten sie aber alle sehr gut zusammen. Der humorvolle Schreibstil hat mir auch zugesagt und die familiären Verwicklungen fand ich interessant. Es blieb für mich bis zum Ende spannend und ich freue mich schon auf eine Fortsetzung!
Im zweiten Band von Lenz Koppelstätters Gardaseekrimireihe rund um die Kriminalreporterin Gianna Pitti geht es um geheime Schriften Winston Churchills. All die Charaktere die Band eins zu einem etwas abgedrehten aber lustigen Regionalkrimi gemacht haben, sind auch hier wieder mit dabei- Giannas Onkel Francesco, ihr Vater der berühmte Investigativjournalist sowie ihre Chefin vom Messaggero die Riva. Gleich zu Beginn sorgt eine geheimnisvolle Tote für große Verwirrung, auch von einem Entführungsversuch und dem englischen Geheimdienst lassen sich unsere Ermittler nicht beirren und sie versuchen weiter das Rätsel um die geheimnisvollen Schriften Winston Churchills zu lösen. Mir hat im Vergleich Band eins doch deutlich besser gefallen-insbesondere die neue Angewohnheit Giannas, Listen zu schreiben ging mir auf die Nerven. Ein solider Krimi für alle Fans von Lenz Koppelstätter und dem Gardasee.
Endlich! Der zweite Band von Lenz Koppelstätter! Ich liebe die Gardaseekrimireihe rund um die Kriminalreporterin Gianna Pitti. 'Was am Ufer lauert' ist eine geschickte Kombination aus Geschichte und Gegenwart. Dieses Mal geht es um geheime Schriften Winston Churchills.
In der interessanten,bekannten Kulissa des Gardasees sind alle zentralen Hauptdarsteller des ersten Bandes wieder versammelt. Leicht chaotisch, italienisch entspannt mit einem großen Schuss Sommer, und Urlaubsflair. Das Buch verbindet gekonnt Spannung mit einer atmosphärischen Kulisse am Gardasee, gewürzt mit einer Prise familiären Beziehungen. Insgesamt ist die Mischung aus historischen Rätseln, Mord und persönlicher Aufarbeitung gut gelungen und lässt die Seiten schnell verfliegen.
So ergibt sich ein solider cozy Krimi in sommerlicher Atmosphäre - genau das Richtige für den anstehenden (Früh-)Sommerurlaub
3,5⭐️ Der Schreibstil Lenz Koppelstätters war wie immer sehr gelungen. Das Buch ließ sich flüssig lesen und war packend geschrieben. Auch die Atmosphäre des Sees und Italiens wurde meines Erachtens wunderschön beschrieben. Einzig die storyline fand ich ein wenig undurchsichtig, verworren und überzogen. Es wirkte so, als ob man versucht war den ersten Teil zu kopieren und zu übertreffen. Ein einfacher mordfall würde in meinen Augen absolut ausreichen und könnte die Spannung über das Buch hinweg tragen ohne überdreht oder unwirklich zu wirken.
Krimi mit viel Gardasee-Atmosphäre Wie auch schon im ersten Teil hat Lenz Koppelstätter auch hier einen spannenden Krimi mit viel Italien-Flair abgeliefert. Sein Schreibstil ist wie immer flüssig und angenehm zu lesen, mit vielen unerwarteten Wendungen, und die Charaktere sind sympathisch und man fiebert mit ihnen der Aufklärung entgegen.
Als jemand, der Krimis liebt und sich bei der Wahl meiner Lektüre gern vom Setting verführen lässt, war "Was am Ufer lauert" von Lenz Koppelstätter auf den ersten Blick genau das Richtige: Sonne, Gardasee, ein Hauch von italienischem Lebensgefühl und ein mysteriöser Fall – klingt nach perfekter Sommerlektüre, oder?
Das Buch entführt uns tatsächlich sofort an die malerischen Ufer des Sees und bietet reichlich Atmosphäre: kleine Gassen, prächtige Villen, schimmerndes Wasser – man spürt fast die Hitze auf der Haut. Doch sobald die Geschichte Fahrt aufnehmen sollte, verheddert sich der Krimi ein wenig in seinen eigenen Netzen. Statt klarer Ermittlungen wird viel Wert auf die komplizierten Familienbande der Hauptfigur Gianna Pitti gelegt. Zwar kann das manchmal charmant sein, aber hier überlagern emotionale Spannungen leider oft die eigentliche Handlung.
Auch der Erzählstil ist speziell: häufige Perspektivwechsel, lange Beschreibungen und viele Nebenschauplätze – das ist Geschmackssache. Ich persönlich hätte mir einen stringenteren Plot und mehr Spannung gewünscht. Gerade bei einem Krimi will ich miträtseln und mitfiebern – das blieb hier eher aus.
Trotzdem: Es gibt auch Lichtblicke. Der schrullige Onkel Marchese bringt eine gute Portion Witz ins Geschehen, und die kleinen Details – wie das Rezept der „San Vigilini“-Kekse – sorgen für ein sympathisches Lokalkolorit, auch wenn sie manchmal etwas zusammenhanglos wirken.
Ein kleines Manko für mich persönlich war der übermäßige Gebrauch geschlechtergerechter Sprache. Prinzipiell habe ich damit kein Problem, aber wenn es den Lesefluss so sehr stört, dass man immer wieder ins Stocken gerät, dann verliert selbst der schönste Gardasee-Glanz ein bisschen an Farbe.
Fazit: "Was am Ufer lauert" ist ein gemütlicher, stellenweise atmosphärischer Cosy-Krimi, der sich gut für entspannte Urlaubstage eignet – aber nichts für Leserinnen und Leser, die echte Hochspannung oder knallharte Ermittlungsarbeit suchen. Wer sich auf die Familiengeschichten einlassen kann und die italienische Sommerstimmung genießen möchte, wird hier nette Lesestunden verbringen.