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Aufbruch: Warum Veränderung so schwer fällt und wie sie gelingt

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Bestseller-Autor Stefan Klein über die alles entscheidende Warum verändern wir im Persönlichen wie in der Gesellschaft nichts, obwohl wir doch alles wissen? Was hindert uns am Aufbruch? Wie kann er gelingen?

Klimakrise und künstliche Intelligenz, die alternde Gesellschaft und internationale Konflikte fordern uns heraus. Wir müssen uns selbst und die Welt verändern, wenn wir überleben wollen. Warum klammern wir uns dann an alte Gewohnheiten und falsche Gewissheiten, statt den Wandel jetzt anzugehen? Stefan Klein erklärt fundiert und mitreißend, warum wir auf Neues von Natur aus widerwillig reagieren und wie uns die sieben Illusionen über den Fortschritt lähmen. Indem er geschickt Erkenntnisse der Wissenschaften mit einprägsamen Geschichten verbindet, zeigt er auf, nach welchen Gesetzen Wandel funktioniert. 

In seiner unnachahmlichen Art erklärt Stefan Klein einleuchtend und verständlich die Gründe, warum Veränderungen so schwerfallen, und macht Hoffnung, dass es nicht zu spät für den Wandel ist.

263 pages, Kindle Edition

Published March 26, 2025

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About the author

Stefan Klein

48 books91 followers
Dr. Stefan Klein, geboren 1965 in München, ist Physiker, Philosoph und der erfolgreichste Wissenschaftsautor deutscher Sprache.

Er studierte Physik und analytische Philosophie in München, Grenoble und Freiburg, promovierte und forschte auf dem Gebiet der theoretischen Biophysik. Er wandte sich dem Schreiben zu, weil er "die Menschen begeistern wollte für eine Wirklichkeit, die aufregender ist als jeder Krimi“.

Sein Buch „Die Glücksformel“ (2002) stand über ein Jahr auf allen deutschen Bestsellerlisten und machte den Autor auch international bekannt. In den folgenden Jahren erschienen die hoch gelobten Bestseller „Alles Zufall“,, „Zeit", "Da Vincis Vermächtnis oder Wie Leonardo die Welt neu erfand", "Der Sinn des Gebens" und zuletzt "Träume". Kleins Werk wurde in 27 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Deutschen Lesepreis (2015).

Stefan Klein ist ein viel gefragter Vortragsredner. Für das Zeit-Magazin führt er regelmäßig große Gespräche mit den führenden Wissenschaftlern der Welt. Im Rahmen von Lehraufträgen und Vorlesungen unterrichtete er an den Universitäten Heidelberg, Freiburg, UdK Berlin, Cottbus, St. Gallen, Barcelona und Cambridge.

Klein lebt in Berlin. Er ist mit der Wissenschaftsjournalistin Alexandra Rigos verheiratet und hat drei Kinder.

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Profile Image for Buchdoktor.
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March 30, 2025
Dass in der aktuellen Krise alle Menschen und Staaten gemeinsam handeln müssen, ist unbestritten. Eine überalterte Gesellschaft wie in Deutschland, in der zu wenig Kinder geboren werden, um die nötigen Fachkräfte auszubilden, kann sich nicht leisten, Einwanderung abzulehnen, das Rentenalter vorzuziehen und Arbeitszeitverkürzungen zu fordern. Kriege und Klimawandel fordern sofortiges Handeln und eine Kultur der geistigen Beweglichkeit. Warum es uns so schwer fällt, Veränderungen zu ersinnen und umzusetzen, erklärt Stefan Klein anschaulich am Untergang der gescheiterten Hochkultur der Maya, aber auch an ermutigenden Erfolgen wie der Abschaffung der Sklaverei, der Gleichstellung von Frauen und dem Abschaffen des Rauchens in der Öffentlichkeit.

„Sieben Illusionen“ verhindern, dass wir die Realität wahrnehmen, fesseln uns an Vertrautes, das Sicherheit vermittelt, lassen uns Unerfreuliches ausblenden, neue Erkenntnisse abwehren, Rattenfängern auf den Leim gehen (Brexit, US-Wahl) oder uns mit fehlendem eigenen Einfluss herausreden (Selbstwirksamkeit). Besonders eindringlich stellt der Autor das Nash-Gleichgewicht dar, eine Situation, in der Einzelpersonen oder ganze Staaten tatenlos in einem Zustand verharren, der den Beteiligten nur Nachteile bringt (Überfischung der Meere, CO²-Ausstoß, PKW-Verkehr, Flugverkehr, Stadtklima, Fleischverzehr, toxisches Milieu Sozialer Medien). Wie verbale Aufgeschlossenheit bei Verhaltensstarre, Realitätsverzerrung in Gruppen, konservative und nationalistische Einstellungen, sowie mangelnde Empathie für Andere den Aufbruch in die Zukunft bremsen, das nimmt im Buch breiten Raum ein.

Am Beispiel von Semmelweis‘ Forschung zum Kindbettfieber listet Stefan Klein auf, wie der Fortschritt durch Beharren auf Überholtem, Arroganz und Statusdenken ausgebremst werden kann – zu Lasten aller Beteiligten. Je intelligenter und geistig beweglicher ein Berufsstand, umso stärker waren zu seiner Zeit offenbar das Beharrungsvermögen und umso eloquenter die Ausreden. Ein Zustand, der unserer aktuellen Situation verblüffend ähnelt, mit dem Unterschied, dass Semmelweis u. a. scheiterte, weil er seine Erkenntnisse nicht gefällig genug präsentieren konnte. Als Positivbeispiele muntert Klein seine Leser:innen auf mit spektakulären Reformen zur Reduzierung des privaten PKW-Verkehrs in zahlreichen Großstädten, die er zugleich als Abkehr vom Konsum sieht und als Hinwendung zu einer gesünderen, glücklicheren Lebensweise direkt vor der eigenen Haustür. Ein Rückblick auf die symbolstarken Anti-Raucher-Kampagnen in den USA und Deutschland soll dazu ermuntern, sich nicht abschrecken zu lassen, eine lebenswerte Zukunft zu denken.

Kleins Werkzeugkasten für einen Aufbruch besteht aus der Forderung, bei sich selbst anzufangen, persönliche Veränderungen durch Feedback und Belohnungssysteme zu unterstützen, an kleine Auslöser und große Wirkung zu glauben – und überzeugende Geschichten zu erzählen, um eine gute Sache zu verkaufen. Seine Mahnung, für eine lebenswerte Zukunft vom finnischen Bildungssystem zu lernen, das mehr auf Urteilsfähigkeit als auf Faktenwissen setzt, fällt jedoch aus dieser Reihe heraus. Es lässt sich nicht von Einzelpersonen und nicht gleich nächste Woche umsetzen – aber auch die legendären Anti-Raucherkampagnen brauchten ihre Zeit.

Ein ermutigendes, flüssig lesbares Buch.
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