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214 pages, Kindle Edition
Published March 11, 2025
Liebeskummer in Freundschaften wird unterschätzt. Der romantische vergeht eines Tages. Immer. Die Wunde über die fehlende Mutter, den fehlenden Vater, die Freundin, die keine mehr ist, diese Wunde bleibt. (S. 72)
Mauli hatte eine Freundin, und diese Freundin war vor einem Onkel geflohen. Sie war 13. Im Kampf gegen das Establishment – das wissen wir seit den 68ern, und ich wusste es eigentlich auch seit immer schon – ist auch das normal. Ist es normal, dass ein 22-Jähriger mit einer 13-Jährigen schläft.
Das Gewand des Nonkonformismus versucht in dieser Szene, viele Übergriffe zu bemänteln. Wer was sagt, ist eben Spießer, und wer will das schon sein? (S. 35)
Damit ich ihn immer angucken konnte, ließ ich mir das Bild auf ein Kissen und ein Poster drucken. Irgendwann, als von der großen Liebe nicht mehr viel übrig war, habe ich ihm davon erzählt. Da hatten sich die Machtverhältnisse schon verschoben. Es sind ja doch irgendwie Machtverhältnisse, weil einer liebt immer mehr. Und das war Jahre später er. (S. 38)
Leben ist das, was auf das Trotzdem folgt. (S. 32)