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Zypressensommer

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Eine Olivenbauernfamilie, eine Frau zwischen zwei Brüdern und der Kampf um die große deutsch-italienische Familiengeschichte von Bestsellerautorin Teresa Simon.

Die Hamburger Goldschmiedin Julia Matthiesen reist zum ersten Mal in das malerische Dorf Lucignano in der Toskana und ist auf Anhieb überwältigt vom Zauber der Landschaft. Ihr kürzlich verstorbener Nonno stammt von hier, seine Familie hat seit jeher Oliven angebaut, doch über seine Vergangenheit hat Gianni immer geschwiegen. Julia begibt sich auf die Spuren ihres Großvaters, unterstützt von dem attraktiven Italiener Matteo.

Ihre gemeinsame Suche führt in die 1940er-Jahre, in die Zeit der «Resistenza», als italienische Partisanen sich in den Bergen versteckten und gegen die Faschisten kämpften; sie führt zu zwei Brüdern, den Olivenbauern Vito und Gianni, und zu einer tragischen Liebesgeschichte …

441 pages, Kindle Edition

Published May 1, 2025

4 people are currently reading
87 people want to read

About the author

Teresa Simon

13 books22 followers
Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren.

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Displaying 1 - 26 of 26 reviews
Profile Image for Frauke.
87 reviews7 followers
August 5, 2025
3,5 Sterne

Schade, es hätte so gut und spannend sein können, aber leider teilweise sehr dröge und unemotional.
Profile Image for Bekki.
67 reviews1 follower
November 22, 2025
Süße Story, historisch sehr informativ und ganz tolle sommerliche Toskana-Stimmung. Teilweiße etwas vorhersehbar und ab und zu mir etwas zu kitschig. Aber insgesamt schön zu lesen :)
Profile Image for Katrin Faulhammer.
50 reviews6 followers
June 1, 2025
Die Hamburger Goldschmiedin Julia Matthiesen reist 1998 erstmals in das toskanische Dorf Lucignano, um dem Schweigen ihres verstorbenen Großvaters Gianni auf den Grund zu gehen. Unterstützt vom charmanten Matteo Conti begibt sie sich auf Spurensuche, die sie tief in die 1940er-Jahre führt. Dort begegnet sie der Geschichte zweier Brüder, Vito und Gianni, die durch Krieg, Liebe und Verrat entzweit wurden. Der Roman beleuchtet dabei auch die Rolle der italienischen Resistenza und das Schicksal der italienischen Militärinternierten während des Zweiten Weltkriegs.

Die wechselnden Zeitebenen sind klar strukturiert und ermöglichen einen tiefen Einblick in die Charaktere und ihre Beweggründe. Besonders hervorzuheben ist die authentische Darstellung der toskanischen Landschaft und Kultur, die den Leser förmlich in die Region eintauchen lässt.

Wie auch schon ihren anderen Romanen schafft sie es historische Begebenheiten greifbar zu machen, die ich bisher noch nicht so kannte.
Profile Image for Merle.
1,556 reviews
May 13, 2025
Danke an Vorablesen und den Rowohlt Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

„So viele Zypressen“, sagte Julia. „Auf dem Friedhof stehen noch mehr davon. In Italien sind sie ein Symbol der Trauer, eine Idee aus der Antike, wo sie Tod und Unterwelt repräsentiert haben. Aber für mich haben Zypressen eine ganz andere Botschaft: Wir sind frei. Wir wachsen in den Himmel – so sehe ich diese wunderbaren Bäume.“

Ich finde, dieses Zitat von Matteo fasst die Atmosphäre des Buches sehr gut zusammen. In Zypressensommer geht es um Tod und Trauer, aber auch um Freiheit. Und beides existiert gleichzeitig.

Es ist 1998, und wir begleiten die Hamburgerin Julia auf Spurensuche in die Toskana. Im Dorf Lucignano möchte sie Antworten finden auf die verwirrenden Wörter, die ihr Nonno auf seinem Totenbett als Brief hinterlassen hat.

Von Seite 1 ist man mittendrin im italienischen Flair. Die ausführlichen Beschreibungen von Landschaft und Essen tragen zur wunderbaren Atmosphäre dieses Buches bei. Und wie schön ist es bitte, dass sich am Ende des Buches mehrere Rezepte befinden, die auch im Buch vorkommen? Da wird auf jeden Fall mal etwas nachgekocht!

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen und drei Perspektiven erzählt. Neben der oben bereits erwähnten Julia kommt auch ihr Großvater Gianni im Jahre 1943 selbst zu Wort, als er im 2. Weltkrieg von deutschen Soldaten gefangen genommen und zu Zwangsarbeit in einer Fischfabrik gezwungen wird. Die letzte Perspektive ist die von Guilia, die Geliebte von Gianni, die 1943 in der Toskana zurückbleibt und anfängt, sich bei der Resistenza einzubringen.
Wenn ich ehrlich bin, hat mir die Perspektive von Guilia am Anfang nicht wirklich zugesagt. Ich fand es schwierig, sie einzuordnen und die ganzen dort genannten Personen einzusortieren. Als dann in der Gegenwart die Beziehungen klarer wurden, fiel mir das Lesen deutlich leichter. Aber warum Guilias Kapitel in der „Ich“-Perspektive und die anderen beiden aus der 3. Person geschrieben sind, war mir nicht ganz klar – vom Klappentext her klingt es sehr stark nach der Geschichte von Julia und ihrem Großvater Gianni; Guilia scheint erstmal unwichtig. Ich kann hier nur sagen: dranbleiben lohnt sich, das wird im letzten Viertel der Geschichte aufgelöst!

Ich mochte sehr, wie die Autorin tolle Atmosphäre und eine romantische Liebesgeschichte mit den Schrecken der Vergangenheit kombiniert. So hat dieses Buch zwar einige wirklich schreckliche Momente, in denen die Brutalität der Nazis aufgezeigt wird, aber gleichzeitig auch leichte Momente, welche die Stimmung aufhellen.

Besonders spannend fand ich auch das Nachwort der Autorin, wo sie auf den „echten“ Kontext in Italien der 1940er Jahre eingeht, und zwar die italienischen Militärinternierten und die Resistenzia in Italien. Über beides wusste ich wenig Bescheid – und sie erklärt auch ausführlich, wieso das so ist. Auch gut fand ich, dass sie einen besonderen Fokus auf die weiblichen Wiederständlerinnen in Italien gelegt hat, die in der Geschichte am stärksten vergessen werden. Die historischen Gegebenheiten werden sehr akkurat verarbeitet, was einfach nur Sinn ergibt, wenn man weiß, dass die Autorin promovierte Historikerin ist.

Das Buch war in meinen Augen ein sehr gutes Buch, aber nicht perfekt. An manchen Stellen war mir der Schreibstil etwas zu einfach bzw. steif – die Beschreibungen sind für mich deutlich mehr gelungen als die Dialoge. Ansonsten fand ich es etwas schade, wie stark am Ende das Thema Blutsverwandtschaft als „echte Familie“ betont wurde. Ich will auf gar keinen Fall spoilern, deshalb bleibe ich mal wage. Aber besonders im Krieg ist es vorgekommen, dass Familien getrennt worden sind, und dann z.B. Cousinen als Schwestern aufgezogen wurden, oder leibliche Väter umgekommen sind und die Kinder mit einem Stiefvater aufgewachsen sind. Für mich ist das einfach Familie und ich hätte den das Buch gerne auf einer positiven „found family“ Note hinter mir gelassen.

Insgesamt komme ich auf 4 von 5 Sternen und kann euch das Buch empfehlen, wenn ihr auf Liebesgeschichten mit historischem Touch steht. Auch in das Hörbuch habe ich reingehört und habe es für gut empfunden – wenn ihr wissen wollt, wie die italienischen Sätze und Namen ausgesprochen werden, dann seid ihr dort an der richtigen Adresse!
1,411 reviews7 followers
May 12, 2025
Ein emotionaler und interessanter Roman

Klappentext:
Die Hamburger Goldschmiedin Julia Matthiesen reist zum ersten Mal in das malerische Dorf Lucignano in der Toskana und ist auf Anhieb überwältigt vom Zauber der Landschaft. Ihr kürzlich verstorbener Nonno stammt von hier, seine Familie hat seit jeher Oliven angebaut, doch über seine Vergangenheit hat Gianni immer geschwiegen. Julia begibt sich auf die Spuren ihres Großvaters, unterstützt von dem attraktiven Italiener Matteo.
Ihre gemeinsame Suche führt in die 1940er-Jahre, in die Zeit der «Resistenza», als italienische Partisanen sich in den Bergen versteckten und gegen die Faschisten kämpften; sie führt zu zwei Brüdern, den Olivenbauern Vito und Gianni, und zu einer tragischen Liebesgeschichte …

„Zypressensommer“ ist der neue historische Roman von Teresa Simon.
Die Autorin hat mich schon mit vielen Büchern begeistert, egal ob unter ihrem Pseudonym Teresa Simon oder ihrem Namen Brigitte Riebe.

„Zypressensommer“ teilt sich in zwei Zeitebenen. Die Gegenwart ist in der Geschichte im Jahr 1998 angesiedelt. Hier begleiten die Leser*innen Julia Matthiesen, eine Goldschmiedin aus Hamburg. Ihr geliebter Großvater Gianni ist kürzlich verstorben und hat ihr eine Notiz mit kryptischen Informationen hinterlassen. Jetzt reist Julia nach Lucignano, dem Heimatort ihres Großvaters. Hier erhofft sie sich mehr über ihren Großvater zu erfahren, der nie viel von seinem Leben vor und im Krieg erzählt hat. Als sie in Lucignano Matteo trifft, schlägt ihr Herz höher. Eine zarte Liebesgeschichte bahnt sich an, die aber wegen des Schweigens ihrer Großväter schnell wieder im Keime zu ersticken droht.

Die zweite Zeitebene ist die Vergangenheit, genauer die Jahre 1943-1945. Hier begleiten wir zum einen Gianni, der Großvater von Julia und auch Vito, den Großvater von Matteo.
Gianni fällt den Deutschen in die Hände. Er ist einer von vielen italienischen Militärinternierten und muss unter schweren Bedingungen und ständigem Hunger Zwangsarbeit leisten. Als er in eine Fischräucherei zum Arbeiten geschickt wird, ist das für Gianni eine Traktur, den er hasst nichts mehr als Fisch. Marieke, die Tochter des Hauses, hat Erbarmen mit Gianni und versorgt ihn mit Essen.

In Italien hat sich Vito den Partisanen angeschlossen. Versteckt in den Bergen wollen sie die Toskana befreien. Giulia, die auf die Rückkehr von Gianni wartet, ist eine der mutigen Frauen, die heimlich Lebensmittel zu dem Partisanen in die Berge bringt.

Teresa Simon führt ihre Leser*innen unterhaltsam durch die Geschichte.
Viele interessante Informationen fließen ganz einfach und leicht in die Handlung mit ein.
So habe ich noch nie von den italienischen Militärinternierten gehört und habe das Schicksal von Gianni mit Interesse verfolgt. Auch der Part, der von Vito und den mutigen Männern erzählt, die sich der Resistenza angeschlossen haben, war sehr interessant zu lesen. Vor allem die mutigen Frauen, die ihr Leben riskiert haben um nachts Lebensmittel, Medikamente und Informationen zu den Männern zu bringen habe ich bewundert.

Teresa Simon hat wieder facettenreiche und sympathische Charaktere ins Leben gerufen. Die Herzlichkeit der Familie Conti war überwältigend. So stelle ich mir eine italienische Familie vor, alle an einem Tisch und wenn noch ein Gast kommt, ist immer ein Plätzchen frei.
Das gute Essen darf in Italien natürlich nicht fehlen. Auch hier bekommen die Leser*innen einiges geboten. Im Anhang gibt es noch einige Rezepte mit auf den Weg.

Auch die Handlungsorte werden gut und anschaulich beschrieben. Vor allem in der Gegenwart dürfen die Leser*innen Julia zu einigen schönen Plätze begleiten.

Teresa Simon hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil.
Sie versteht es ihre Leser*innen zu unterhalten und viele historische Begebenheiten in ihren Text einfließen zu lassen.
Die Geschichte ist eine echte Achterbahn der Gefühle, egal ob in der Gegenwart oder in der Vergangenheit. Ich habe mit einigen Charakteren gelitten und mich auch mit ihnen gefreut.

„Zypressensommer“ ist eine großartige Geschichte, in die ich nach wenigen Seiten ganz tief versunken bin.
135 reviews
May 15, 2025
Inhalt siehe Klappentext.
Das neue Buch von Teresa Simon (Brigitte Riebe), im gewohnten Mix aus Erzählsträngen der harten Vergangenheit und leichten Gegenwart, „Zypressensommer“, kann ich als Lektüre nur empfehlen. Guten Gewissens vergebe ich dem Roman 5 Sterne.
Das Cover, das mir mit seinen Grün- und Brauntönen gut gefällt, die Häuser im Hintergrund sind so dezent gehalten, obwohl man doch Details erkennt, dazu die Frau im „rossa“ Kleid mit dem Blick nach irgendwo und der Olivenzweig dazu, ist wirklich schön. Die Landschaft, Gebäude, Menschen werden sehr eindrucksvoll beschrieben, von l’Albero d’Oro und dem Pferderennen Palio di Siena hatte ich zuvor noch nie gehört, bei Teresa Simon lernt man stetig dazu.
Giannis Geschichte fängt traurig an, so hart und gemein, auch 80 Jahre nach Kriegsende frage ich mich, warum waren und sind die Menschen so brutal, warum bekämpfen sie einander, wer hat denn etwas davon? Giannis Enkelin Julia reist nach seinem Tod auf den Spuren seiner Fragen in die Toskana und sucht Antworten, die er selbst zu Lebzeiten nicht mehr bekommen konnte. Ich möchte nicht zu viel zum Inhalt verraten, nur soviel: Die Geschichte spielt 1944 in Hamburg, als die italienischen Militärinternierten Gianni Conti und seinen Kumpels über die Fischräucherei einen Weg in die Zukunft finden, zeitgleich in Italien bei seiner ersten Liebe Giulia, die für die Partisanen gefährliche Botengänge übernimmt und damit nicht nur ihr eigenes Leben in Gefahr bringt, sowie in der Gegenwart, 1998, als die Hamburger Goldschmiedin Julia nach dem Tod des Nonnos schnell Anschluss an die Familie Conti findet und sich gemeinsam mit Matteo auf die Suche nach der Vergangenheit und Zukunft macht, die sie verbinden könnte.
Es ist gleichzeitig fesselnd und erschreckend, was Gianni, Paolo und Mio, Giulia, Anna und all die anderen erleben mussten; dagegen ist Julias Entscheidung, welches zerfallene Gebäude sie erwerben und wo sie leben möchte, fast ein Kinderspiel. In der Familie Conti gibt es so viele Geheimnisse, die totgeschwiegen wurden, wobei Verdrängung zu nichts führt, außer zu Ärger und/oder Überraschung. 448 Seiten voller Emotionen, Leid und Trauer, aber auch voller Liebe, Hoffnung, Träume. Flüssig zu lesen, aber man braucht nach ein paar Kapiteln durchaus eine kleine Verschnaufpause, um das Gelesene verarbeiten zu können. „Ich habe heute gespürt, dass die Geschichte atmen kann!“ Wer bei diesem Roman, der in der Toskana spielt, an Urlaub und Leichtigkeit denkt, ist hier falsch. Harte Tatsachen, traurige Erinnerungen und Hoffnung auf eine bessere Zukunft, das ist hier angesagt. Das Buch hat mir trotz oder gerade wegen seiner Gegensätzlichkeiten eine gute Lesezeit beschert, für die ich mich an dieser Stelle nochmals bei Teresa Simon bedanke - du hast die Leserunde wundervoll begleitet und uns immer wieder mit neuen, teils auch persönlichen, Eindrücken, Informationen und Bildern versorgt. Es war mir eine Ehre, dabei zu sein!
Das Nachwort war für mich sehr wichtig. Die Geschichtslücken werden hier ein wenig aufgefüllt; was im Buch nicht vollends für den Leser klar wird, wird hier ordentlich erklärt, die komplette Grausamkeit so wiedergegeben, dass man zwar nachdenklich wird, aber dennoch verstehen kann, warum es so abgelaufen ist und warum die Nachwirkungen immer noch andauern.
Die Autorin verbindet auf wunderbare Weise schwere Themen aus der Vergangenheit mit Leichtigkeit und Lebensfreude aus der Gegenwart und präsentiert den Lesern einen Stoff, der es in sich hat, der einen packt und mit lachendem und weinendem Auge zurücklässt. Eine Erw��hnung wert sind auch die Rezepte am Ende des Buches, die im Laufe der Geschichte serviert werden, davon kommt sicher mal das eine oder andere auf den Tisch.
„Geschichte ist nie langweilig. Woher sollen wir wissen, wohin wir gehen, wenn wir nicht wissen, woher wir kommen?“ Ein wahrer Satz, über den man gerade in der heutigen Zeit nachdenken sollte.
Profile Image for tansmariechen.
372 reviews2 followers
May 13, 2025
Im Mai 2025 hat Teresa Simon gemeinsam mit dem Verlag ROWOHLT den historischen Roman „Zypressensommer“ herausgebracht. Teresa Simon ist das Pseudonym der promovierten Historikerin Brigitte Riebe. Das Cover ist schon mal ´ne Wucht. Beim ersten Anblick strahlte mein ganzes Gesicht: Es sieht wunderschön aus. Die Farbgebung mit Grün, Gelb und Braun wirkt frühlingsfrisch und spätsommerlich zugleich. Die toskanische Landschaft erkenne ich auf einen Blick. Die Frau ist wunderschön. Der Olivenzweig macht mir gleich Lust auf die italienische Küche. Den Titel und den Namen der Autorin kann ich auf Anhieb lesen.
Von Teresa Simona habe ich jedes Buch gelesen, dass ich auf dem Büchermarkt gefunden habe. Sie haben alle eines gemeinsam. Sie sind wundervoll, intensiv, spannend, hervorragend recherchiert, gefühlvoll, informativ und immer lesenswert. So habe ich gleich zugegriffen, als ich „Zypressensommer“ gesehen habe.
Julia Matthiesen ist Goldschmiedin in Hamburg. Sie reist in die Toskana und verliebt sich auf Anhieb in die Landschaft. Ihr verstorbener Nonno kam von hier. Seine Familie baut seit jeher Oliven an. Doch Julia weiß nichts über seine Vergangenheit. Julia macht sich auf die Suche. Sie bekommt Unterstützung von Matteo. Ihre gemeinsame Recherche führt sie in die Vergangenheit und in die Zeit um 1940, als die Partisanen sich in den Bergen versteckten und gegen die Faschisten kämpfen. Und zu zwei Brüdern. Und zu einer tragischen Liebesgeschichte.
Mit modernen Worten erzählt Teresa Simon ihre Geschichte. Es ist die Geschichte von Julia Matthiesen und ihrer Familie. Die Autorin startet mit einem Prolog, der mich neugierig macht und nicht zu viel verrät. Er geht mir unter die Haut. Jedes Kapitel ist nummeriert, informiert über den Erzählort, die Erzählzeit und über die Person, aus deren Sicht ich gerade lese. So weiß ich immer genau, wo ich gerade bin und welches Jahr wir gerade haben.
Der Schreibstil von Teresa Simon ist einzigartig und hat einen Wiedererkennungswert. Er liest sich leicht und flüssig. Dennoch rate ich zum langsamen Lesen, denn die Autorin fordert die Aufmerksamkeit ihrer Leser. Dabei ist die Geschichte so spannend, dass ich da Buch kaum aus den Händen legen möchte. Über ca. 450 Seiten klebe ich an den Buchstaben und bin immer auf der Suche nach neuen Informationen. Während ich lese, freue ich mich an den Charakteren, die immer mehr Tiefe bekommen, und an der Geschichte, die sich nach und nach verdichtet. Am Ende führt die Autorin alles zusammen und es bleibt ein runder Abschluss. Ganz nebenbei habe ich viel über einen Teil der fast vergessenen italienischen Geschichte rund um 1945 gelernt, die auf keinen Fall vergessen werden darf.
Alles in allem hat Teresa Simon einen grandiosen historischen Roman über einen Teil der fast vergessenen italienischen Geschichte herausgebracht. Eingepackt in die wunderbare Landschaft der Toskana und in eine wunderschöne Liebesgeschichte. Es gibt Bücher, für die müsste man 6 Sterne geben dürfen. Dieses hier ist eines davon. Aus diesem Grund gibt es von mir 5 hochpolierte Lesesterne und eine glasklare Leseempfehlung.
Profile Image for Monika Caparelli-Hippert.
284 reviews4 followers
June 4, 2025
Schönes Cover, interessanter Klappentext; die Toskana – hat mich per se angesprochen :-) Der Pflanzenzweig auf dem Cover ist zwar keine Zypresse, sondern ein Olivenzweig, und auf dem Buchrücken ist, wenn man genau hinschaut, die Schrift „Zypressensommer“ in grün und silber aufgedruckt, was wiederum keine Zypressen- sondern Olivenblattfarben sind, aber sei es drum. Um Olivenhaine geht es hier ja auch :-)

Ja, kurz zum Inhalt. Hier sagt der Klappentext schon viel aus (muss man positiv erwähnen mittlerweile, hier hat sich echt jemand Gedanken gemacht); die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, und zwar sind wir einmal im Jahr 1998 bei der Hamburgerin Julia, deren italienischer Großvater Gianni vor kurzem gestorben ist, und der ihr eine Art Rätsel hinterlassen hat. Auf einem Papier stehen einige Orte und Namen aus seiner Vergangenheit – ungeklärte Begebenheiten, die Gianni selbst nicht mehr aufklären konnte, und somit etwas, das Julia nun lösen möchte. Kurz entschlossen reist sie in die Toskana, in das kleine Örtchen Lucignano, in dem Gianni einst als Olivenbauer lebte, bevor er im Kriegszeiten in Hamburg strandete, und dort für den Rest seines Lebens blieb. Gemeinsam mit dem charmanten Matteo begibt sich Julia dann auf die Spurensuche ihres Lebens und ihrer Wurzeln....

In der zweiten Zeitebene starten wir dann im Jahr 1943 in Italien. Es sind Kriegszeiten, und wir begleiten als Leser zum einen Gianni, der als italienischer Gefangener in Hamburg landet, und wir sind in Lucignano, wo sich die deutsche Wehrmacht als Besatzer breit macht, und die Resistenza sich formiert – und wir sind bei Giulia, der ersten Liebe Giannis, die ebenfalls im Untergrund als „Staffetta“ kämpft.....

Mein Leseeindruck: Super spannend. Das war ein historischer Roman, der für mich so ziemlich alles hatte, was großes Kino braucht: Liebe (in allen Zeiten :-) ), Action, Dramatik, Freundschaft und Familie, Verluste und Wagnisse – die ganze Bandbreite großer Gefühle war da, und wir hatten eine spannende historische Ära. Der italienische Faschismus, die Besatzungszeiten und die Resistenza sind jetzt nicht ein Thema, über das man im Alltag und im Geschichtsunterricht außer ein paar Schlagworten viel erfährt, und somit finde ich es immer klasse, wenn ich in Romanform einiges „nachlernen“ kann. Die Autorin ist als Historikerin Fachfrau, und das merkt man. Auch interessant die Geschichte der italienischen Militärinternierten in Deutschland – von denen wusste ich vorher auch so gut wie gar nichts. Und wenn Julia sich wundert, wie wenig sie doch tatsächlich über den geliebten Nonno wusste, so kann ich da nur nachempfinden – geht mir ebenso mit meiner Familie. Schade eigentlich.
Wie auch immer: das war eine tolle Geschichte, die auch sehr mitreißend erzählt wurde. Ja, teils hatte ich das Gefühl, Julias Recherchen gingen ein bisschen zu problemlos vonstatten; allzu viel Recherche war da teils nicht, sie hatte eigentlich immer einen Zeitzeugen zur Hand und einen kompetenten Übersetzer, das fand ich ein wenig unglaubwürdig, aber hey, Peanuts, das hier ist ein Roman, und die Handlung muss vorankommen.

Mich hat der Roman gefesselt und bestens unterhalten!
Profile Image for Annis-Bücherstapel.
420 reviews2 followers
August 13, 2025
Spannende und sehr bewegende Geschichte…

Das Cover dieses Buches gefällt mir und ich finde, es passt auch gut zu dieser Geschichte.

Julia reist zum ersten Mal in die Toskana, um die Geschichte ihres Großvaters zu ergründen. Dabei hat sie eine kleine Liste ihres Großvaters, die sie nun abarbeiten will. Glücklicherweise trifft sie auf den Einheimischen Matteo, der sie von nun an begleitet. Doch was Julia alles herausfindet, damit hätte sie nicht gerechnet, schon gar nicht mit einer tragischen Liebesgeschichte.

Ich bin super in die Geschichte reingekommen. Man lernt Julia kennen, eine selbstbewusste junge Frau, die sich auf den Weg in die Toskana gemacht hat. Julia ist sehr offen, neugierig und hat ein klares Ziel, und zwar die Geschichte ihres Großvaters zu ergründen. Dafür tut sie ziemlich viel und lernt Land und Leute besser kennen. Das hat mir sehr gut gefallen, denn es wurde sehr bildhaft beschrieben und man durfte alles durch Julias Augen entdecken. Und auch sie ist begeistert von der Toskana. Dazu kommt, dass sie Matteo schon sehr sympathisch findet und mir hat es Spaß gemacht, die beiden zusammen zu erleben.

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Und so lernen wir auch Gianne und Giulia kennen, zwei Liebende, dich durch den Krieg getrennt wurden, aber immer noch hoffen, sich wiederzufinden. Besonders Giannes Ausführungen haben mich sehr berührt und aufgewühlt. Und obwohl man schon so viel über diese Zeit gehört und gelesen hat, bin ich immer wieder erschrocken. Doch Gianne gibt nie auf, so ausweglos es manchmal auch scheint. Die beiden habe ich sehr lieb gewonnen und ich habe mit ihnen gelitten.

Die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Es passiert ziemlich viel und mich hat es durchweg im Buch gehalten. Es war spannend, berührend und tragisch. Die Liebesgeschichte fand ich gelungen, jedoch hat mir die Erzählung aus der heutigen Zeit zu viel Raum eingenommen. Hier hätte ich mir mehr Zeit in der Vergangenheit gewünscht. Das ist aber nur mein persönlicher Geschmack. Die gewählten fand ich interessant und hervorragend bearbeitet.

Der Schreibstil ist wundervoll. Alles liest sich sehr angenehm und flüssig. Die Dialoge sind sehr authentisch und haben die Figuren noch lebendiger wirken lassen. Die Beschreibungen der Settings und die atmosphärischen Beschreibungen fand ich genial. Man wird in die Toskana gezaubert und es fühlt sich alles sehr echt an. Die Darstellung der emotionalen Ebene hat mich total abgeholt, denn ich konnte mich prima in die Figuren hineinversetzen.

Von mir erhält dieses Buch eine klare Kaufempfehlung (4/5 Sterne), weil gerade Gianne und Giulia ganz besondere Hauptfiguren sind, weil die Handlung spannend und interessant ist und weil Setting und Atmosphäre einfach perfekt beschrieben waren. Ein Sternchen ziehe ich aber ab, weil mir die Geschichte in der Gegenwart zu viel Raum eingenommen hat und im Vergleich zu der Geschichte in der Vergangenheit, nicht so viel passiert. Das ist aber nur mein persönlicher Geschmack. Trotzdem lohnt es sich in jedem Fall dieses Buch zu lesen.

Vielen Dank an Teresa Simon und dem Rowohlt-Verlag für diese Geschichte.
1,292 reviews2 followers
May 12, 2025
Ich höre sehr gerne historische Romane, die mich in andere Zeiten und Orte führen und dieses Hörbuch hat mich sofort neugierig gemacht. Ich habe schon viele Bücher und Hörbücher zur Zeit des zweiten Weltkriegs gehört und gelesen, aber über Italien in dieser Zeit wusste ich noch recht wenig. Sehr gefesselt habe ich deshalb dieser berührenden Familiengeschichte gelauscht, die zwischen Italien und Hamburg spielt und auf zwei Zeitebenen spielt.

Inhaltlich reist die Hamburger Goldschmiedin Julia Matthiesen mit Ende zwanzig zum ersten Mal in das malerische Dorf Lucignano und ist überwältigt vom Zauber der Landschaft. Ihr kürzlich verstorbener nonno stammt von hier, seine Familie hat seit jeher Oliven angebaut, doch er ist nie in seine Heimat zurückgekehrt und hat darüber geschwiegen, was hier vorgefallen ist. Julia begibt sich auf die Spuren ihres Großvaters, unterstützt von dem attraktiven Italiener Matteo Conti. Bei ihrer gemeinsamen Suche wird ihnen von einer Frau erzählt, die die «Schwarze Eule» genannt wurde. Die Geschichte führt in die 1940er-Jahre, in die Zeit der «Resistenza», als italienische Partisanen sich in den Bergen versteckten und gegen die Faschisten kämpften; sie führt zu zwei Brüdern, den Olivenbauern Vito und Gianni, und zu einer tragischen Liebesgeschichte.

Der Schreibstil des Buches ist sehr leicht verständlich und bildhaft deshalb hatte ich keine Probleme der Geschichte zu folgen. Die Toskana wird einerseits wunderschön beschrieben mit leckerem Essen, schön gewachsenen Zypressen und kleinen Dörfern, aber in der Vergangenheit wird auch vom Schrecken der Besetzter und der Zeit der Resistenza berichtet und ich konnte ganz in die Vergangenheit eintauchen. Mich hat vorallem der Strang in der Vergangenheit sehr bewegt, der im Wechsel von Gianni der als Kriegsgefangener in Hamburg arbeitet und der "schwarzen Eule" erzählt, die für die Resistanza kämpft. Hier konnte ich mitfiebern und war sehr gefesselt und bewegt von der Geschichte. Der Erzählstrang rund um Julia konnte mich ebenfalls gut unterhalten, aber hier war mir einiges zu vorhersehbar und am Ende ließ sich auch vieles zu einfach lösen. Ausserdem hatte dieser Erzählstrang die ein- oder andere kleine Länge. Die Geschichte an sich konnte mich jedoch überzeugen und vorallem die Geschichte in der Vergangenheit lässt einen berührt zurück.

Die Sprecherin des Hörbuchs hatte eine sehr angenehme Stimme, die zum Roman gepasst hat und sowieso zu meinen Lieblingssprecherinnen im historischen Genre zählt. Sie liest sehr lebendig und schön und ich war wieder begeistert.

Fazit: Gerne empfehle ich das Hörbuch weiter, vorallem auch an Hörer, die sich für die Zeit der Resistenza in Italien interessieren.
218 reviews
June 4, 2025
Mit ihrem Roman ,, Zypressensommer " entführt Teresa Simon den Leser auf eine spannende Reise in die Toskana, in den kleinen Ort Lucignano in der Nähe von Siena.

Julia lebt mit ihrer Familie in Hamburg, wo sie als Goldschmiedin ein kleines Geschäft betreibt. Als ihr geliebter Großvater Gianni , ihr Nonno, verstirbt, hinterlässt er einen kleinen Notizzettel mit kurzen Sätzen und Fragen sowie ihr unbekannten Namen, die bei ihr Fragen nach seiner italienischen Vergangenheit aufwerfen. Er hat nie etwas über seine Kindheit und Jugend in Italien erzählt. Was mag er erlebt haben , daß er niemals davon berichtet hat? Um etwas über seine Vergangenheit und sein Leben in Italien herauszufinden, macht sie sich kurzentschlossen auf den Weg nach Lucignano. In dem typischen, pittoresken toskanischen Ort macht sie kurz nach ihrer Ankunft Bekanntschaft mit Matteo, ein sympathischer junger Mann in ihrem Alter, der ein Geschäft für Köstlichkeiten aus der Toskana betreibt. Als sie ihm erzählt, daß sie auf Spurensuche nach der Vergangenheit ihres Nonnos ist, bietet er ihr seine Unterstützung an. Eine spannende, erkenntnisreiche und hoch emotionale Reise in Giannis Vergangenheit beginnt.
Tessa Simon lässt den Leser in zwei Erzählsträngen in die Jahre 1943/ 1944 und 1998 eintauchen. Während die Gegenwart aus Julias Sicht geschildert wird, bekommt der Leser detaillierte Einblicke in die Geschehnisse der Vergangenheit durch die Erzählperspektiven von Gianni und Giulia.
Der hervorragende bildhafte und flüssig zu lesende Schreibstil hat bei mir großes Kopfkino ausgelöst, mit jedem Satz konnte ich tiefer in die Geschichte eintauchen. Es entstanden augenblicklich Bilder vor meinen Augen, so daß ich das Gefühl hatte , mittendrin zu sein. So konnte ich sowohl Gianni , Giulia und auch Julia und Matteo auf jedem ihrer Wege hautnah begleiten. Die wunderbare authentische Darstellung der italienischen Lebensart , der wunderschönen Landschaft und der überaus sympathischen Personen haben bei mir die Sehnsucht geweckt, die Koffer zu packen und mich auf den Weg in die Toskana zu machen. Ich möchte den Anblick der Olivenbäume und die Zypressenallen genießen.
Julias Spurensuche nach der Vergangenheit, den Wurzeln ihres Nonno , ist abolut großartig und spannend erzählt. Die geschichtlichen Hintergründe der Partisanen und der Resistenza ist hervorragend realistisch und beeindruckend dargestellt.
Mit jedem Kapitel wurde ich stärker in den Bann gezogen , die Spannung wurde immer größer, so daß ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Von ganzem Herzen empfehle ich diese grandiose , hochemotionale Familiengeschichte, die mich absolut begeistert hat.
Profile Image for Gitti.
1,171 reviews
June 9, 2025
1998 bekommt Julia, als ihr Opa Gianni stirbt, von ihm noch einen Zettel, auf dem lauter Fragen stehen, die sie klären soll. So bricht sie auf in die Toskana um den offenen Fragen nachzugehen und lernt dadurch die Vergangenheit ihres Opas kennen, die er sein Leben lang verschwiegen hat.

1943 wird Gianni nach Italiens Kapitulation den Alliierten gegenüber nach Deutschland verschleppt und dort zur Zwangsarbeit eingesetzt. Währenddessen kämpft die Familie zu Hause gegen die Deutschen im Widerstand.

Das Buch wird abwechselnd in den beiden Zeitebenen erzählt. Während Julia in der Gegenwart Matteo und seine Familie näher kennenlernt und dabei Stück für Stück herausfindet, was am Ende des zweiten Weltkriegs passiert ist, erleben wir im Zeitstrang des Weltkriegs die Grausamkeiten, die sowohl Gianni in Deutschland erlebt hat, als auch die Gräuel, die die Deutschen damals in der Toskana angerichtet haben.

Der Roman ist sehr eindringlich geschrieben, ich hatte immer Bilder vor Augen, durch das Thema bedingt nicht immer schöne. Der Autorin gelingt es im Gegenwartszeitstrang die Schönheit und die Leichtigkeit des Lebens in der Toskana nahe zu bringen, aber auch die schrecklichen Taten im Krieg sehr realistisch zu schildern.

Die Unterschiede zwischen den Zeiten sind sehr extrem, während Julia in der Gegenwart nicht nur die Familie ihres Großvaters wiederfindet verliebt sie sich auch und beginnt ihr Leben umzukrempeln. Dagegen ist das Leben im Krieg extrem hart und es passieren Dinge, die man niemanden wünschen möchte.

Teresa Simon zeigt in dieser Geschichte auch das Schicksal der sogenannten IMIs auf, der italienischen Kriegsgefangenen, die nach der Kapitulation Italiens nach Deutschland verschleppt und ausgebeutet wurden. Bis heute gibt es keinerlei Entschädigungen der Opfer, da sich hier auf den besonderen Status der Italiener berufen wird. Ich denke dieses Thema ist so gut wie unbekannt, auch für mich war es neu.

Im Gegenwartsteil kommt auch das gute italienische Essen nicht zu kurz und am Ende des Bandes werden die Rezepte für die wichtigsten Gerichte des Buchs zur Verfügung gestellt

Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn die Handlung teilweise zu mindestens für mich etwas vorhersehbar war. Das Thema fand ich sehr interessant, auch wenn gerade die Kriegsgräuel schwer zu ertragen waren. Daher kann ich das Buch durchaus empfehlen.
641 reviews
May 13, 2025
Ein berührender Familienroman voller Liebe, Geschichte und Geheimnisse
„Zypressensommer“ ist eine beeindruckende Familiengeschichte, die den Leser auf eine emotionale Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart mitnimmt. Teresa Simon gelingt es meisterhaft, die erzählerischen Ebenen in den Jahren 1998 und 1943 kunstvoll miteinander zu verweben, wodurch eine tiefgehende und vielschichtige Geschichte entsteht.
Die Handlung spielt in der malerischen Toskana, einem Ort, der mit seiner Schönheit die Szenerie für das Schicksal der Figuren perfekt bereichert. Die Geschichte der Olivenbauernfamilie, die im Mittelpunkt steht, ist von einer beeindruckenden Genauigkeit recherchiert, was das Buch sowohl authentisch als auch spannend macht. Besonders berührt hat mich die Darstellung der italienischen Partisanen während der „Resistenza“ und die damit verbundenen Konflikte und Erwartungen der Menschen in dieser Zeit.
Die Charaktere sind äußerst vielschichtig gestaltet. Julia, die Hamburger Goldschmiedin, bringt eine moderne Perspektive in die Geschichte, während die Figuren aus dem Jahr 1943, Vito und Gianni, authentisch und emotional nachvollziehbar porträtiert werden. Besonders spannend fand ich die Figur Gianni, dessen Geheimnisse und innerer Konflikt die Handlung maßgeblich vorantreiben.
Die Sprache des Romans ist feinfühlig und atmosphärisch, wodurch die emotionale Tiefe der Geschichte perfekt zur Geltung kommt. Die Autorin versteht es, die Leser emotional zu packen und mit ihren vielschichtigen Figuren mitzufühlen. Das Buch ist somit nicht nur eine spannende Familiengeschichte, sondern auch eine Einladung, über Liebe, Freiheit und die Macht der Vergangenheit nachzudenken.
Insgesamt ist dieses Buch ein gelungenes Werk, das Geschichte und Fiktion auf berührende Weise verbindet. Für Leser, die sich für historische Familiensagas interessieren, ist dieses Buch definitiv sehr empfehlenswert – es lässt ihn nachdenklich und bewegt zurück. 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Profile Image for MirjS.
93 reviews
June 26, 2025
Emotionale Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart

1998. Nach dem Tod ihres Großvaters reist die Hamburger Goldschmiedin Julia das erste Mal in seine toskanische Heimat. Ganz überwältigt von der malerischen Schönheit des Landes und der Landschaft, möchte sie sich dort auf die Spuren ihres Großvaters begeben. Wieso ist er nie in seine wunderschöne Heimat zurückgekehrt? Was ist während des Zweiten Weltkrieges passiert? Während ihres Vorhabens lernt sie Matteo kennen und begibt sich mit ihm zurück in die 1940er Jahre, in eine Zeit bedrückende voller Widerstand…

Von der wundervoll erzählten Geschichte einmal abgesehen, haben mir insbesondere auch die fesselnden Beschreibungen über die Schönheit der Toscana sehr gut gefallen. Teresa Simon schreibt in ihrem Buch „Zypressensommer“ mit einer unheimlichen Lebendigkeit und nimmt einen dadurch ganz und gar mit auf die Reise. Das sogar in zweierlei Hinsicht, denn es geht ebenso auf Zeitreise. Während ein Teil der Geschichte im Jahr 1998 spielt und von Julias Reise, der Schönheit der Toscana und Julias Spurensuche handelt, erzähl ein anderer Teil von den 40er Jahren in Italien. Erzählt die Geschichte ihres Großvaters Gianni, ebenso wie die Geschichte von Giulia. Erzählt von Faschismus und Widerstand, erzählt von einer dunklen Seite. Gerade dieser Kontrast hat mir ganz besonders gut gefallen, Leben und Spannung in die Geschichte gebracht. Davon abgesehen empfand ich auch die Beschreibungen und Charaktere als sehr glaubwürdig und realistisch dargestellt, ebenso wie den sanft-emotionalen Schreibstil, der sich flüssig lesen lies. Abschließend gab es dann sogar noch eine kleine Rezeptsammlung und ein beeindruckendes Nachwort, was das ganze Buch nochmal irgendwie abgerundet hat.

Fazit: Mich hat das Buch komplett abgeholt und ebenso berührt. Es war erschreckend und traurig, romantisch und emotional, lehrreich und wundervoll zugleich. Absolute Leseempfehlung!
340 reviews2 followers
June 9, 2025
Sehr tiefgründig, ein Highlight für mich

Meine Meinung:
Teresa Simon steht für mich für gut recherchierte, tiefgründige, emotionale Geschichten. Zypressensommer spielt in 2 Zeitebenen, 1988 und 1943. Die Übergänge zwischen den Zeitebenen und die Verknüpfung der Vergangenheit mit der Gegenwart ist Teresa Simon wieder sehr gut gelungen. Ihr Schreibstil ist einfach mitreißend und beeindruckend.

Tatsächlich war mir die Resistenza nicht so wirklich bekannt. Und genau das ist ein Punkt, den ich an den Büchern so mag. Sie sind sehr gut recherchiert und man erfährt so viel historisches (auch wenn man die vielen Grausamkeiten kaum ertragen kann). Ich finde es sehr wichtig, dass diese Zeit nicht totgeschwiegen wird. So etwas darf sich niemals wiederholen und gerade in Hinblick zur heutigen Zeit kann einem da manchmal schon Angst und Bang werden.

Julia begibt sich nach dem Tod ihres Nonno in dessen toskanische Heimat und deckt zusammen mit Matteo das Familiengeheimnis auf. Was sie dabei erfahren, ist an Grausamkeit nicht zu überbieten. Ich mag beide sehr gerne, man merkt auch direkt, dass die Chemie zwischen ihnen stimmt. Ob mehr daraus werden kann? Wer weiß …. Auch Matteos Familie ist so herzlich, dass man sie einfach gern haben muss.

Die Familiengeschichte von Julias Nonno ist so tragisch und berührend. Puzzlestück für Puzzlestück setzt sich das Bild zusammen und gerade das langsame Herantasten gefällt mir sehr gut.

Die Beschreibungen der Toskana sind traumhaft schön und wecken definitiv das Fernweh.

Zypressensommer von Teresa Simon ist für mich wieder ein echtes Highlight und ich vergebe 5 von 5 Sterne.
88 reviews
June 15, 2025
Zypressensommer, von Teresa Simon

Cover:
Ein stimmungsvolles Cover, das gut zum Buch passt.

Inhalt und meine Meinung:
Als Julius Nonno (Gianni) stirbt hinterlässt er ihr einen Zettel mit Stichpunktartigen Sätzen. Gianni stammt aus der Toskana, dem malerischen Örtchen Lucignano. Über seine Vergangenheit oder seine Familie in der Toskana hat er nie gesprochen.
Kurz entschlossen macht sich Julia auf den Weg von Hamburg in die Toskana, fest entschlossen die Spuren ihres Nonnos zu finden und seine Fragen zu klären.

Eine Geschichte voller Dramatik und Spannung. Die Autorin versteht es vorzüglich uns in die Vergangenheit mitzunehmen, in die Zeit der Resistenzia und der italienischen Partisanen.
Wir tauchen auch ein, in eine Familientragödie, die von den Wirren des Krieges befeuert wird.

Sowohl durch die Vergangenheit (1940er Jahre) als auch durch Gegenwart (1998), werden wir voller Wärme und der nötigen Ssorgfalt für die Situation geführt.

Was mir noch fehlt?
Am Ende gibt es einige Fragen die für mich nicht geklärt sind.

Autorin:
Theresa Simon ist u.a. das Pseudonym der Autorin Brigitte Riebe. Sie ist bekannt für ihre intensiv recherchierten, spannenden und gefühlvollen Romane.

Mein Fazit:
Ein wunderbarer historischer Roman, aus dem ich wieder einmal etwas erfahren habe, was ich noch nicht wusste.
Von mit 4 Sterne.
Profile Image for Melanie.
460 reviews5 followers
May 24, 2025
Julia, Goldschmiedin aus Hamburg, erhält von ihrem italienischen Nonno, also Großvater, einen Zettel "vererbt" mit dem Namen einer Stadt, eines Mädchens und eines Notars. Sie reist in die kleine toskanische Stadt und findet so viel mehr als sie erwartet hat...
Die zweite Zeitebene beginnt im Jahr 1943, als Gianni, Julias Großvater, als Kriegsgefangener nach Hamburg gebracht wird und dort unter schrecklichen Bedingungen arbeiten muss. Er vermisst seine Familie und das Mädchen, in das er verliebt ist. Sein Bruder Vito bleibt in Italien und kämpft im Untergrund gegen die deutschen Besatzer.
Die Sprache ist flüssig und sehr gut lesbar und besonders die Atmosphäre der Toskana wundervoll eingefangen. Die Autorin liebt ganz offensichtlich die Landschaft und das spürt man die ganze Zeit beim Lesen. Es wird so lecker gegessen und getrunken, dass beim Lesen das Wasser im Mund zusammenläuft - und ich habe mich extrem gefreut, dass im Anhang die besten Rezepte abgedruckt sind.
Die historischen Hintergründe zu den Zwangsarbeitern in Deutschland waren echt hart zu lesen - unbedingt das Nachwort dazu lesen!
Und für Romantiker ist eine zuckersüße Lovestory dabei! Klare Leseempfehlung für ein tolles Sommerbuch!
2,281 reviews13 followers
May 12, 2025
Zum Inhalt:
Julia begibt sich mit Ende zwanzig zum ersten Mal in den Heimatort ihres Nonno. Dieses ist kürzlich verstorben und hat zu Lebzeiten immer darüber geschwiegen, was dort seinerzeit vorgefallen ist. Zurückgekehrt ist er dorthin nie mehr. Gemeinsam mit Matteo begibt sich auf die Spuren der Vergangenheit. Die Geschichte führt sie in die vierziger Jahre, zu der Zeit der Resistenza und zu einer tragischen Liebesgeschichte.
Meine Meinung:
Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten erzählt. Mal in der Gegenwart, mal zur Zeit der Resistenza, es wird die grausame Zeit der Zwangsarbeiter aufgegriffen, denen jede Beziehungen zu den Besatzern untersagt ist und eine Liebe fast unmöglich macht. Ich fand das Buch sehr interessant und auch berührend. Die Geschichte der Resistenza war mir so nicht bekannt und man merkt, dass die Autorin Ahnung hat von dem, was sie da schreibt. Dieser Mix aus historischen Fakten und einer fiktiven Familiengeschichte fand ich sehr gut. Ich hatte die Hörbuchversion und fand das Buch sehr gut gelesen.
Fazit:
Hat mir gefallen
66 reviews
May 18, 2025
Auf der Suche in der Toskana

Teresa Simon hat mit "Zypressensommer" einen berührenden Roman geschrieben der auch so tiefgehend ist, dass ich Gänsehaus bekommen habe.
Julia macht sich von Hamburg aus auf die Spurensuche ihrer Familie in der Toskana. Nicht nur Land und Leute faszinieren sie sondern auch ihre Familiengeschichte. Ihr italienischer Opa kam aus Lucignano. Tief verwoben ist die Geschichte mit einem Stück unschöner italienischer und weltpolitischer Geschichte, denn die Handlung spielt in den Zeitebenen von 1944 bis 1945 dem Ende des zweiten Weltkriegs und 1989 rund um den Mauerfall und die Wiedervereinigung.
Sie wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und umfasst eine ganze Familiengeneration.
Ich habe die eingangs genannte Gänsehaut sicher aufgrund der prägenden Ereignisse und ihrer Grausamkeit der damaligen Zeit bekommen doch auch weil Teresa Simon so einfühlsam und warm erzählt. Ich fiebere mit und bin in ganz vielen Stellen tief versunken, gefesselt von dem was dort geschieht und wie Geschichte spürbar und greifbar wird sodass sie mit individueller Note wieder erlebbar wird.
Mir hat es wirklich ausnehmend gut gefallen!
1,049 reviews9 followers
June 18, 2025
Julia hat einen Notizzettel von ihrem verstörbenen Großvater bekommen. Namen mit Stichworten versehen, dazu ein Ort in der italienischen Toskana. Sie macht sich auf den Weg um die Vergangenheit ihres Nonnos aufzuklären.
Die Autorin erzählt die Geschichte in zwei Zeitebenen, von 1943 an die Geschichte von Gianni und dann 1998 die Nachforschungen von Julia. Sie bekommt in der alten Heimat ihres Großvaters Hilfe von Matteo einem jungen Italiener der den gleichen Nachnamen hat wie ihr Großvater. Es werden schreckliche Details bekannt und einige Geheimnisse aufgedeckt.
Die Autorin hat gut recherchiert und uns viele Informationen über die Resistanzia in Italien und das Handeln der Wehrmacht dort gegeben. Das alles eingebettet in eine Familiengeschichte damals und eine Liebesgeschichte heute. Sie ijat allerdings auch einen sehr guten Ruf für diese Art historischer Romane.
Die Geschichte ist spannend erzählt und am Anfang vielleicht etwas schwierig wegen der Namen und Gegebenheiten. Nachdem man sich zurecht gefunden hat ist sie flüssig zu lesen.
Es gibt ein gutes Nachwort mit Erklärungen und was mir immer wieder gut gefällt, einige italienische Rezepte.
Profile Image for Anne Dietrich.
190 reviews
June 9, 2025
Spurensuche in der Toskana

1998 reist die Hamburger Goldschmiedin Julia nach Italien in die Toskana, um sich dort auf Spurensuche ihres kürzlich verstorbenen Großvaters zu begeben. Vor Ort bekommt sie von dem Italiener Matteo Conti Hilfe. Die Suche führt sie weit in die Vergangenheit und der Roman wird im Wechsel in der Gegenwart und der Vergangenheit zur Zeit des Zweiten Weltkriegs erzählt.

Der Roman ist nicht immer ganz einfach zu lesen, da es viele Charaktere gibt und auch immer wieder italienische Sätze einfließen. Sicherlich hätte ich die Handlung auch verstanden, wenn ich mir diese nicht übersetzt hätte, aber der Gedanke, dass ich etwas verpassen könnte, hat mir keine Ruhe gelassen.

Die Ereignisse in der Vergangenheit sind grausam und geben ein Stück Deutsch-Italienische-Geschichte wieder, die für mich neu war. Die atmosphärischen Beschreibungen der Landschaft und die Kulinarik der Toskana sind ein wohltuender Kontrast dazu.

Ich kann diese emotionale Familiengeschichte nur empfehlen und habe sie innerhalb kürzester Zeit verschlungen.
Profile Image for Astrid.
307 reviews1 follower
June 24, 2025
Geschichte, toll verpackt
Zypressensommer erzählt von einer Spurensuche in der Toskana. Ein Zettel ihres verstorbenen Großvaters ist der Grund, warum Julia sich in die Toskana begibt.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. 1943-1945, die dunkle Seite Italiens. Die Zeit des Faschismus und der Widerstandskämpfer. Und 1998, ein Italien, wie wir es kennen. Der Zauber der Toskana ist auf jeder Seite präsent.
Julia trifft auf Matteo und seine Familie, die ihr bei der Spurensuche helfen.
Das Buch verbindet auf tolle Art und Weise eine Liebesgeschichte, historische Fakten und eine bezaubernde Landschaft. Die historischen Fakten sind gut recherchiert und haben einige Wissenslücken bei mir gefüllt. Die Personen wirken alle sehr authentisch und der Schreibstil ist emotional und lässt Bilder im Kopf entstehen.
Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Abgerundet wird das ganze durch ein erklärendes Nachwort und eine kleine Rezeptsammlung. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
137 reviews
May 16, 2025
Spannende Geschichte auf zwei Zeitebenen

Julias Großvater Gianni ist gestorben. Gerne möchte sie mehr über seine Vergangenheit erfahren und reist in seine Heimat Italien. Dort erfährt sie, wie schrecklich das Leben unter Besatzung während dem zweiten Weltkrieg war.

Meine Meinung

Ich lese sehr gerne Geschichten aus dem zweiten Weltkrieg und wenn ich darüber hinaus noch was Neues erfahre, um so lieber. Neu war für mich die Zwangsarbeit ehemaliger Verbündeter der Nazis.

Aber auch die Geschichte von Julia in der heutigen Zeit hat mir sehr gut gefallen, auch wenn diese ein bisschen arg süß war.

Ich habe das Hörbuch gehört und mir gefiel die Sprecherin sehr gut. Sie hat eine angenehme und ausdrucksstarke Stimme.

Der Schreibstil hört sich leicht und flüssig an und die Personen und Handlungen werden sehr gut erklärt und verständlich beschrieben.

4 Sterne und eine Kaufempfehlung für alle Leser und Hörer
Profile Image for Christiane.
86 reviews
June 8, 2025
Ich habe dieses Hörbuch extra ein zweites Mal begonnen, als ich merkte 'ah, da muss ich genau hinhören, das ist interessant'.

Es ist eine sehr schön verwobenene Familiengeschichte, voll spannender historischer Details über die italienischen Kriegsgefangenen der NS-Diktatur und deren Verwandten in der Heimat. Versponnen mit einer Liebesgeschichte, die zum Glück nicht zu viel Platz einnimmt und nicht zu kitschig ist. Alles genau richtig und authentisch und unaufgeregt.
Profile Image for Elise Albrecht.
3 reviews
August 16, 2025
3,5
„Dabei habe ich es immer genossen, mit ihr im Dunkeln zu flüstern und uns gegenseitig Dinge zu erzählen, für die uns bei Tageslicht vielleicht der Mut gefehlt hat.“
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