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Künstliche Intelligenz – das Ende der Kunst?

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Mit Macht dringt die Künstliche Intelligenz nun auch in den Bereich der Kunst vor: Apps malen auf Knopfdruck Bilder verschiedenster Stil- und Kunstrichtungen, KI komponiert Sinfonien und Songs, Chatbots schreiben Gedichte.

Was bedeutet das für die Kunsttheorie und -praxis? Müssen wir Kunst neu definieren? Wen oder was verstehen wir als Schöpfer der Kunst? Wie unterscheiden wir zwischen Original und Fälschung? Überflügelt uns künstliche Intelligenz nun auch noch im Hinblick auf die Kreativität? Und wie wirkt sich das auf die ästhetische Erfahrung aus?

Es geht um nichts weniger als die Frage, ob Kunst nun an ihr Ende kommt oder wir ein völlig neues Kapitel der Kunstgeschichte aufschlagen.

152 pages, Paperback

Published November 17, 2023

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About the author

Catrin Misselhorn

23 books2 followers

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Lukas Fuster.
13 reviews1 follower
August 10, 2026
Ich han das Buech eher unfreiwillig ahgfange nachdem ich mich eines Abends mit zwei Kollege, wo beidi Kunst mached und demnächst Finearts ahfanged, plötzlich innere riesige Diskussion befunde han. Und wärend ich mit ihne diskutiert han, und mir eus nöd immer einig gsi sind, het mir all paar Minute de einti Kolleg das Buech is Gsicht gstreckt und gmeint: du MUSCH das lese. This book has all the answers.

Die beide sind also so lieb gsi und hend mir s einte vo de zwei usgabe wo sie gha hend usglehnt und ich han ahgfange lese. Obwohl ich ahfangs und au immer wieder im Verlauf vo dem Buech mit dere schnöselige akademische Art vo Text gstruggled han (als ob mir nöd eh scho es Vermittligsproblem innerhalb vo zitgenössischer Kunst hetted?!) hets mich inhaltlich sofort abgholt und zwar trotz minere Skepsis dem Thema gegenüber. Die letzte Jahr han ich nämlich fast scho zwanghaft versuecht das ganze KI Thema zvermeide. Maybe unterbewusst will es mir lowkey Angst macht, aber vorallem au wills mich halt nöd interessiert. Während einigi vo mine Mitschüler*inne und Arbeitskolleg*inne sehr schnell sich mit dem Thema usenandgsetzt hend, han ich immer mit soneme unguete Buchgfühl vom Rand us beobachtet. Und das Buech hets entlich gschaft us dene ungenaue Buchgfühl Thesene zformuliere und die zbegründe.

Im Zentrum vom Buech staht de eigentlichi Titel vo dem Essay. Und ufgrund vo dere sehr offene Fragestellig werdet vo Ahfang ah au sehr viel verschiedeni Begriff oder Zemmehäng zerst mal definiert. Zum einte was isch Kunst, was isch en Autor, was isch ästhetischi Verantwortig, wo unterscheidet sich es Original vonere Fälschig und wie ghört das alles zemme. Sehr faszinierend.

Ich bin debi immer wieder uf Kunsttheoretischi Ahsätz gstosse wo mich mega bestärkt hend in Gedanke wo ich au scho gha han. Zum Teil hets mich aber au mega usegforderet und het defür gsorgt dass ich sache han müsse neu betrachte. So isch mir zum Bispiel erst vor einige Mönet d theorie vom Roland Barthes mit «der Autor ist tot» begegnet. Usgehend vo dere Theorie het es Werk nach Fertigstellig es eigelebe und chan unabhängig vom Autor existiere. (Mega geili Theorie, will es di interpretierendi Person dezue bemächtigt über de Bedütigsinhalt z entscheide) Das Buech (Ki-Ende der Kunst?) zeigt allerdings ahand vo einige sehr interessante Bispiel, dass es durchus drufahchunt wer es Werk mit welere Intention erschaft (stichwort: ästhetische Verantwortung). So gits zum Bispiel e mega lustigi gschicht über de Ossian, en keltische Dichter wos gar nie geh het, wo aber durch gfaketi Gedicht zu eim vo de berühmtischte Dichter zur Zit vo sinnere vermeindliche Entdeckig zellt het. Am schluss sind die sehr kitschige gedicht halt nur unter em Aspekt vo «ah de het vor tussig jahr glebt, omg mega krass» würklich guet gsi.

Ahand vo dem und no vielne anderne Biespiel (shoutout au an Arthur Danto über de ich mir denn no es paar mega geili Videos inezoge han) wird sehr spannend und anschaulich erchlärt wie sich in verschiedene Aspekt vom Kunstschaffe, KI als Autor disqualifiziert. Es git numme einigi wenigi bispiel i dene aber die ästetischi Verantwortig immerno binere Person liegt, wo mer tatsächlich devo chan rede dass e KI kunst macht bzw Teil devo isch. Oft isches det aber d Performance selber oder s Konzept (au spannendes Kapitel über Konzeptkunst) wo s eingetliche Werk prägt.

Das Buech isch definitiv sehr umfassend, gaht aber nöd immer mega id Tüfi. Am Ahfang wird zum Bispiel die einti Kunsttheorie vom Hegel nur uf so enere halbe site zemegfasst und mengisch muss mer den halt no sache extern nachlesse will mer nöd drus chunt.

Die zwei grösste Negativpünkt sind für mich Verständlichkeit und Spassfaktor. Es isch wük kompliziert wie d schissi gschribe und zum Teil au sehr sehr troche. Ich glaub aber au dass es die sehr unemotionali und humorlosi Art brucht für die Art vo Text deswege ich chan i dem Punkt de Autorin nöd wük Schuld geh.

Alles in allem 8/10
Profile Image for laurenalesemaus.
132 reviews
October 28, 2026
kunst ist politisch. das macht auch dieser essay, der zwar sehr wissenschaftlich und trocken formuliert war, aber dennoch die bedeutung von kunst für die menschheit untermalt hat, deutlich klar. von der relevanz der autorInnenschaft bis hin zur abgrenzung bzw ähnlichkeit zu fakes waren viele interessante takes dabei, die sowohl pro und contra argumente dargestellt haben - obwohl die autorin offensichtlich gegen ki-kunst argumentiert, was mir gut gefallen hat, denn natürlich darf man die existenz nicht einfach leugnen und muss auch ihre vorteile sehen. die autorin sieht mehrere szenarien, wie es in zukunft weitergehen mag, einige davon sehr erschreckend, aber trotzdem schürt sie auch hoffnung und ruft zum tatdrang auf.

„Die Kunstpraxis würde sich gegenüber der simulierten Kunst dann als eine permanente Revolution durch Kunstwerke auszeichnen, die im Sinn der Avantgarde des 20. Jahrhunderts gänzlich anders sind als all das, was es zuvor gegeben hat. KI mag Kunst schaffen, die ununterscheidbar vom Bestehenden ist, doch sie vermag keine Kunstformen zu produzieren, die gänzlich neu sind. Der Preis dieser Entwicklung könnte jedoch sein, dass wir immer aufs Neue mit Cavells Frage konfrontiert wären, ob das, was dabei herauskommt, wirklich Kunst ist. Die Chance läge darin, dass die KI zum Motor wird, der Künstler dazu treibt, sich weiterzuentwickeln und neue Ausdrucksweisen zu finden“!!!

Um mit den von Hegel zitierten Worten zu enden:
„Wenn die Philosophie ihr Grau in Grau malt, dann ist eine Gestalt des Lebens alt geworden, und mit Grau in Grau lässt sie sich nicht verjüngen, sondern nur erkennen; die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug.“
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