44 Stellen aus dem Buch:
„Wir Christen müssen wissen, dass die Hoffnung uns niemals täuscht und trügt: Alles entsteht, um in einem ewigen Frühling zu erblühen. Und am Ende sagen wir nur: Ich kann mich an nichts erinnern, worin Du nicht immer schon gewesen bist.“ (Franziskus 2025: 10)
„Wenn wir verstehen wollen, wie wir Frieden schaffen können, wenn wir die Kraft dafür suchen, dann lasst uns klein werden. Wie ein Kind an der Hand seines Großvaters.“ (Franziskus 2025: 46)
„[Die Taufe] ist ein Geschenk, das uns mit Gott verbindet. Sie schenkt uns die Erlösung und sagt uns, dass wir nicht allein im Dunkeln der Geschichte herumirren müssen.“ (Franziskus 2025: 63)
„»Danke« ist ein ganz grundlegendes Wort des Daseins, vor allem innerhalb der Familie. Zusammen mit »Ist es erlaubt?« und »Entschuldigung« öffnet es uns das Tor zum guten Leben, zum Leben in Frieden.“ (Franziskus 2025: 68)
„Ein Christ, der sich nicht bedanken kann, hat die Sprache Gottes vergessen.“ (Franziskus 2025: 69)
„Um Erlaubnis zu bitten hingegen, ist Ausdruck von Zartgefühl. Man bittet darum, ins Leben des anderen eintreten zu dürfen, aufmerksam und auf seine Unabhängigkeit achtend. Diese Haltung habe ich sehr häufig bei Padre Enrique verspürt. In den Fioretti des heiligen Franziskus gibt es diese schöne Stelle: »Denn du musst wissen, lieber Mitbruder, dass eine der Eigenschaften Gottes die Höflichkeit ist [...] und die Höflichkeit ist die Schwester der Nächstenliebe, sie vermag den Hass auszulöschen und die Liebe zu bewahren.«“ (Franziskus 2025: 69)
„Und dort, wo man nie um Entschuldigung bittet, fehlt die Luft zum Atmen. So viele emotionale Verletzungen, so viele Wunden nehmen ihren Anfang, weil jemand dieses kostbare und notwendige Wort vergisst. Nicht umsonst heißt es in dem Gebet, das uns von Jesus selbst gelehrt wurde und alle wichtigen Fragen unserer Existenz anspricht, dem »Vaterunser«: »Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.« (Mt 6,12) Die Einsicht, dass wir einen Fehler gemacht haben, und der Wunsch, das zurückzuerstatten, woran wir es haben fehlen lassen — Achtung, Aufrichtigkeit, Liebe —, macht uns der Vergebung würdig.“ (Franziskus 2025: 70)
„Es war wie eine Sprache. Man lernte, sie zu sprechen, und man lernte zu glauben. Daher sage ich so gerne, dass der Glaube im Dialekt vermittelt werden sollte, nicht mittels der künstlichen Sprache von Studium oder Lektüre.“ (Franziskus 2025: 82)
„Genio y figura hasta la sepultura, sagen wir in Argentinien, »Esprit und Haltung bis ins Grab«.“ (Franziskus 2025: 92)
„Eduardo Galeano, ein großartiger lateinamerikanischer Schriftsteller, erzählt, dass ein Journalist die protestantische Theologin Dorothee Sölle einmal fragte: »Wie würden Sie einem Kind erklären, was Glück ist?« Und sie antwortete: »Ich würde es überhaupt nicht erklären. Ich würde ihm einen Ball in die Hand drücken, damit es spielen kann.« Es gibt keine bessere Erklärung für das Glück, für das, was uns glücklich macht. Und spielen macht glücklich, weil wir dabei unsere eigene Freiheit ausdrücken, uns spielerisch aneinander messen, unsere Zeit als Amateure genießen können, ganz einfach ... Denn wir können einen Traum verfolgen, ohne dass wir uns zu Meistern entwickeln müssen. Spielen macht auch glücklich, wenn du zwei linke Füße hast.“ (Franziskus 2025: 106 f.)
„Vor dem Spiel zogen wir mit zwei großen Glasbehältern los, die wir in einer Pizzeria ließen, wo Papa für später bestellte. Als wir zurückkamen, waren die Gefäße gefüllt mit Schnecken in pikanter Sauce. Dazu gab es dampfende Pizza direkt aus dem Steinofen. Wie also auch immer das Spiel ausgegangen sein mochte, der Abend danach war ein Fest. Und den Duft dieser Pizza habe ich heute noch in der Nase: wie Proust den seiner Madeleines.“ (Franziskus 2025: 108 f.)
„Also teilen wir uns auf. Schauen wir, wer zu meiner Mannschaft gehört. Dann machen wir zwei Striche auf die Erde und tun so, als sei dies ein Tor. Vielleicht macht der mit den zwei linken Füßen den Torwart. Oder wir wechseln uns im Tor ab. Und dann laufen wir alle zusammen dem Ball nach und versuchen, ihn zu bändigen. Dann ist es egal, wie du heißt, wer deine Eltern sind und woher du kommst. Und das ist das eigentlich Schöne am Spiel. So wächst man heran.“ (Franziskus 2025: 114)
„Heute sage ich das immer den Brautleuten, die ich kennenlerne: Ihr könnt ruhig streiten oder auch ein, zwei Teller zerdeppern, wenn ihr glaubt, das hilft euch. In gewisser Weise ist das absolut normal, aber nur, wenn ihr es nicht vor den Kindern macht. Und dass ihr euch versöhnt, bevor der Tag vorüber ist. Denn die eigentliche Gefahr ist der kalte Krieg am Tag danach.“ (Franziskus 2025: 117)
„Sich anderen zu nähern, sich auf sie einzustellen, heißt, keine Angst zu haben, auch in ihre Nacht einzutauchen.“ (Franziskus 2025: 117)
„Ohne das Scheitern gäbe es auch keine Geschichten von der Erlösung: Das »Scheitern« des Kreuzes, ausgekostet bis zum Letzten, ist das Fundament unseres neuen Lebens. Die Weisheit ist dem eigen, der wieder aufsteht. Der weiter vorwärtsgeht. Der seine Zeit nicht mit Jammern verbringt, sondern sich wieder ins Spiel bringt. Dessen Herz sich nicht im Groll und im Egoismus verhärtet, sondern das Leben umarmt. Jederzeit.“ (Franziskus 2025: 124)
„Manchmal ist, wie der Psalm sagt, das Herz des Menschen ein Abgrund. (Ps 64,7)“ (Franziskus 2025: 137)
„[Jorge Luis Borges] war ein Agnostiker, der trotzdem täglich das Vaterunser sprach, weil er es seiner Mutter versprochen hatte. Und er starb mit religiösem Trost. Der Mensch, der Worte wie die folgenden schrieb, kann nur ein spiritueller Mensch gewesen sein: »Nach Abels Tod trafen Kain und Abel aufeinander. Sie waren in der Wüste unterwegs und erkannten sich schon von Weitem, weil beide sehr groß waren. Die Brüder setzten sich auf die Erde, entzündeten ein Feuer und aßen zusammen. Sie schwiegen, wie es müde Menschen am Ende des Tages tun. Am Himmel funkelte der ein oder andere Stern, der noch keinen Namen hatte. Im Schein der Flammen erkannte Kain auf der Stirn Abels das Zeichen, das der Stein hinterlassen hatte. Er ließ das Brot fallen, das er gerade zum Munde führte, und bat darum, dass ihm sein Verbrechen vergeben werde. Abel antwortete: »Hast du mich umgebracht oder ich dich? Ich kann mich nicht mehr erinnern. Immerhin sitzen wir hier beisammen wie früher.« »Jetzt weiß ich, dass du mir wirklich vergeben hast«, sagte Kain. »Denn vergessen heißt vergeben. Auch ich werde versuchen zu vergessen.«“ (Franziskus 2025: 139 f.)
„Es ist wichtig, dass wir auf Gott und Seine Barmherzigkeit vertrauen, denn sie hat die Kraft, uns zu verwandeln. Immer. Und Gott vergibt voller Zärtlichkeit, nicht per Verordnung.“ (Franziskus 2025: 151)
„Das Reich Gottes ist für die, die wie die Kinder sind. (Mk 10,13-16) Tut den Kleinen nichts, nicht einem von ihnen ...“ (Franziskus 2025: 191)
„Ich kann mich noch an einen französischen Professor erinnern, der uns Vorlesungen über Baudelaire hielt: Ma jeunesse ne fut qu'un ténébreux orage, traversé ça et là par de brillants soleils ... »Meine Jugend war ein finsterer Sturm, nur da und dort zerrissen von hellen Sonnenstrahlen ...«“ (Franziskus 2025: 197)
„Hatte er auch die Fähigkeit der Rede verloren, so nicht jene der Kommunikation: Er sprach mit Blicken und sah einen auf besondere Weise an. Zwei Tränen liefen ihm übers Gesicht. Er hat sie mir zum Geschenk gemacht. Sogar beim Abschied war er mir ein Lehrer.“ (Franziskus 2025: 200)
„»Abuela, Sie möchten beichten?«, fragte ich sie. »Ja.« »Aber wenn Sie nicht gesündigt haben ...« »Alle haben wir gesündigt«, widersprach sie. »Und wenn der Herr diese nicht vergibt?« »Der Herr vergibt alles«, erklärte sie mir. »Woher wissen Sie das?«, forschte ich nach. »Wenn der Herr nicht alles vergeben würde, würde die Welt gar nicht mehr existieren.« Selbst wenn sie an der Päpstlichen Universität Gregoriana studiert hätte, hätte sie nicht weiser sein können.“ (Franziskus 2025: 222)
„Ich ziehe eine Kirche, die stolpert, die sich schmutzig macht und verwundet wird, weil sie hinausgeht auf die Straßen, einer Kirche vor, die erstickt, die an Verschlossenheit krankt, die sich aus Bequemlichkeit an die eigenen Sicherheiten klammert. Und das gilt für die gesamte Kirche. Wer nicht aus sich herausgeht, statt immer nur als Mediator aufzutreten, wird früher oder später ein Zwischenhändler, ein Verwalter. Und er wird traurig. Traurige Priester, die Antiquitäten sammeln oder Informationen, was im Grunde dasselbe ist, statt sich als Hirten auf »den Geruch der Schafe« einzulassen.“ (Franziskus 2025: 235)
„Alle Menschen können sich ändern. Auch solche, die schwere Prüfungen hinter sich haben. Und das hat nichts mit Optimismus zu tun. Es ist vielmehr das Vertrauen in zwei Dinge: zum einen in den Menschen, in die Person. Denn die Person ist das Ebenbild Gottes, und Gott verachtet sein Ebenbild nicht. Irgendwie errettet er es immer, er findet eine Möglichkeit, es wiederherzustellen, wenn es verdüstert wurde. Zum anderen in die Kraft des Heiligen Geistes, der das Bewusstsein verändert. Noch einmal: Das hat nichts mit Optimismus zu tun. Es handelt sich vielmehr um den Glauben an die Person, die eine Tochter Gottes ist, und Gott verlässt seine Kinder nie.“ (Franziskus 2025: 236)
„Wir, seine Kinder, stellen so allerhand an. Wir machen Fehler, wir sündigen, aber wenn wir um Verzeihung bitten, dann nimmt die Barmherzigkeit Gottes uns auf und vergibt uns immer. Er wird nicht müde, uns anzunehmen und zu vergeben. Und er verwandelt uns. Wir sind es, die manchmal müde sind, um Verzeihung zu bitten.“ (Franziskus 2025: 236)
„Aber in den Händen Gottes fühle ich mich voller Vertrauen, oder wie es im Psalm heißt: »Wie ein kleines Kind bei der Mutter.« (Ps 131,2) Und manchmal, wenn ich in diesen Armen bete, schlafe ich ein.“ (Franziskus 2025: 237)
„Die Liturgie ist kein Selbstzweck, losgelöst von der pastoralen Tätigkeit. Hier geht es nicht um die Ausübung eines abstrakten, in geheimnisvolle Riten gekleideten Spiritualismus. Die Liturgie ist Begegnung, ist das Zugehen auf den Anderen.“ (Franziskus 2025: 264)
„Die synodale Kirche stellt den Horizont wieder her, an dem die Sonne Christus aufgeht.“ (Franziskus 2025: 269)
„Ich habe ihm Worte der Zuneigung gesagt, habe ihn gesegnet, und seine Augen strahlten mit derselben Intelligenz und Milde wie immer. Die Intelligenz eines Menschen, der Zeugnis ablegt, dass Gott immer neu ist, uns überrascht und gute Nachrichten für uns hat. Ich bin dem Herrn dankbar, dass er ihn mir und der Kirche geschenkt hat.“ (Franziskus 2025: 271)
„Sich nur selbst retten zu wollen, nur auf sich selbst zu achten und nur an sich zu denken, ist der Refrain einer Menschheit, die den Herrn gekreuzigt hat (Lk 23,35-37) […]“ (Franziskus 2025: 279)
„Wie Johannes Paul II. schon so richtig sagte: Es gibt keinen Frieden ohne Gerechtigkeit, aber es gibt auch keine Gerechtigkeit ohne Vergebung.“ (Franziskus 2025: 319)
„Der Glaube, schreibt Péguy, »ist eine verlässliche Gattin. Die Liebe ist eine Mutter.« Die Hoffnung aber ist »ein kleines Mädchen von gar nichts«. Und weiter: »Die kleine Hoffnung schreitet einher zwischen ihren zwei großen Schwestern, und man beachtet nicht einmal, dass sie da ist.« Und doch wird sie »ganz allein und die anderen tragend ... die versinkende Welten durchschreiten«. Sie ist »die Kleine, die noch in die Schule geht. Und die trippelt verloren zwischen den Rockschößen ihrer Schwestern.« Sie, die Kleine, ist es, die die großen Schwestern »voranzieht«. »Denn Glaube sieht nur, was ist. Sie aber sieht, was sein wird. Und Liebe liebt nur, was ist. Sie aber liebt, was sein wird.«“ (Franziskus 2025: 332)
„Diese unbesiegbare, lachende Kleine, die Hoffnung, ist ein frohes Kind, das nie genug kriegen kann, das wie der Wind dahin und dorthin rennt. Das nicht läuft, um anzukommen, sondern um zu laufen. Sie weiß, was uns guttut. Ich habe sie in meiner Familie kennengelernt. Sie war meine enge Freundin bei all meinen Kinderspielen. Ich habe sie schon als Junge umarmt, und später wurde sie meine Braut in einem Frühling, der mein Leben für immer verändert hat. Als Erwachsener habe ich sie an so manchem dunklen Tag aus den Augen verloren. Ich dachte, sie hätte sich von mir abgewendet, mich verlassen. Dabei war ich es, der ihrem Blick auswich. Und dann habe ich mir versprochen, dass ich ihr immer folgen werde. Denn ihr Himmel ist bereits auf Erden.“ (Franziskus 2025: 347)
„Jesus ist keine Reliquie, kein kostbares Artefakt aus der Zeit vor 2000 Jahren oder aus dem nostalgischen »Zu meiner Zeit«: Christen müssen Zeugnis ablegen von seiner lebendigen Präsenz heute, und sie sind aufgerufen, die Zukunft zu gestalten. Unzufrieden zu sein, vor allem mit sich selbst, ist menschlich. Im rechten Maß ist dies auch ein gutes Gegengift gegen die Anmaßung der Selbstgenügsamkeit und Eitelkeit. Aber wir Christen müssen die Überzeugung leben, dass unsere besten Tage noch kommen werden. Wir müssen dafür kämpfen und nach unseren Möglichkeiten und Talenten unseren Teil dazu beitragen, dass dies tatsächlich geschieht.“ (Franziskus 2025: 350)
„Als ich zum ersten Mal als Papst auf dem Petersplatz war, ging ich auf eine Gruppe blinder Jugendlicher zu. »Darf ich Sie sehen? Darf ich Sie betrachten?«, fragte mich ein junger Mann. Ich verstand nicht gleich und sagte: »Ja, natürlich.« Dann hat der junge Mann mich mit seinen Händen angesehen, indem er mein Gesicht berührte.“ (Franziskus 2025: 352)
„Im Morgengrauen des Heraufdämmerns einer neuen Epoche erinnere ich mich gerne an die Worte von Johannes Paul Il., der 2000 das neue Heilige Jahr begrüßte: »Habt keine Angst! Öffnet, ja reißt die Tore weit auf für Christus!« Und wenn euch eines Tages Ängste und Sorgen befallen, dann denkt an jene Szene im Johannes-Evangelium, in der die Hochzeit von Kana beschrieben wird (Joh 2,1-12). Und sagt euch: Der beste Wein kommt erst noch auf den Tisch.“ (Franziskus 2025: 367)
„Ihr könnt euch sicher sein: Die tiefere, fröhlichere, schönere Wirklichkeit wird für uns und für alle, die wir lieben, noch kommen. Auch wenn die Statistiken das Gegenteil behaupten, auch wenn die Müdigkeit euch eurer Kräfte beraubt, verliert nicht dieses Hoffen, das nicht besiegt werden kann. Betet mit diesen Worten. Und wenn ihr das nicht könnt, dann flüstert sie eurem Herzen zu. Tut das auch, wenn euer Glaube schwach ist. Flüstert sie so lange, bis ihr sie glaubt. Flüstert sie auch den Verzweifelten ein, die wenig Liebe haben: Der beste Wein wird erst noch serviert.“ (Franziskus 2025: 368)
„Solange wir uns am Blick eines Kindes freuen können, an den grenzenlosen Möglichkeiten des Guten, solange wir der Barmherzigkeit einen Platz in unserem Herzen geben, ist immer alles möglich. Greif nach dem starken Anker der Hoffnung und sprich mit den Worten von Nazim Hikmet: »Das schönste Meer ist das, das wir noch nicht befahren haben. Das schönste unserer Kinder ist noch nicht auf die Welt gekommen. Unsere schönsten Tage sind noch nicht angebrochen. Und was ich dir an Schönstem sagen möchte, habe ich noch nicht gesagt.«“ (Franziskus 2025: 368)
„Der Windhauch des Geistes hört nicht auf zu wehen. Gute Reise, meine Brüder und Schwestern.“ (Franziskus 2025: 368)
„Es ist unsere Pflicht, wachsam und bewusst zu sein sowie die Versuchung der Gleichgültigkeit zu überwinden. Wahre Liebe ist Unruhe.“ (Franziskus 2025: 375)
„Für uns Christen hat die Zukunft einen Namen, und dieser Name ist Hoffnung.“ (Franziskus 2025: 377)
„Wo tatsächlich das Evangelium ist, nicht seine Zurschaustellung und nicht seine Instrumentalisierung, sondern seine ganz konkrete Präsenz, herrscht immer Revolution. Eine Revolution der Zärtlichkeit.“ (Franziskus 2025: 377)
„Ein junger Akademiker fragte mich einmal: »Ich habe so viele Freunde an der Universität, die entweder Atheisten sind oder Agnostiker. Was kann ich denn sagen, damit sie Christen werden?« Und ich antwortete: »Nichts. Das Letzte, was du tun solltest, ist, darüber zu reden. Zuerst musst du handeln. Dann wird es Menschen geben, die sehen, wie du lebst, wie du dein Dasein führst. Und sie werden dich fragen, warum du das tust. Dann kannst du anfangen zu reden.« Mit meinen Augen. Mit meinen Ohren. Mit meinen Händen. Und erst danach mit Worten. Das Wort kommt immer erst nach dem Zeugnis des Lebens. Es ist dessen Konsequenz. Vor allem lass Raum für den Zweifel, auch das ist ein wichtiger Punkt.“ (Franziskus 2025: 378)
„Folgt diesem Weg. Kämpft mit Zärtlichkeit und Mut ... Ich bin nur ein einziger Schritt.“ (Franziskus 2025: 378)