Jeshua, ein jüdischer Handwerker, trifft eine Frau, die an einer mysteriösen Krankheit leidet. Er will das Heilen lernen, um sie zu retten. Dazu reist er von Galiläa nach Alexandria und arbeitet dort in der Bibliothek, dem größten Wissensspeicher seiner Welt. Bald begreift er, er muss nicht die Körper der Menschen heilen, sondern ihre Seelen. Doch wie soll ihm das gelingen? In der Stille der Wüste findet er eine tiefe Wahrheit und seine Bestimmung.
Ich mag die Idee von diesem Buch leider mehr als das Buch selbst. Ich fand es spannend davon zu lesen, wie Jesus, hier Jeshua genannt, als junger Mann nach Alexandria auszog um das Heilen zu lernen und welche Wege ihn mit zu dem geformt haben, der er wurde. Dabei schwankt das Buch zwischen Roman, Mythos und Märchen. Die Sprache sticht stellenweise durch schöne, bildhafte Symbolik hervor. Nun kommt das große ABER: Die Geschichte hat mich nicht gecatcht, obwohl nicht arm an Dramaturgie schafft Huber es nicht, mich zu fesseln und die Spannung genug aufrecht zu erhalten, dass ich das Buch immer wieder gerne zur Hand genommen haben. Das gilt vor allem für die ersten 60%, im letzten Drittel gewinnt das Buch an Stärke und Kraft.