Wo Vergangenheit auf Gegenwart trifft: drei Frauen in Maine
ANN (72) ist die älteste Hummerfischerin von Stone Harbor. Sie wohnt allein in einem großen Haus am Meer, ist sarkastisch, hart zu sich selbst und anderen – außer zu ihrem blauen Hummer Mr. Darcy, der in einem Aquarium in der Küche lebt.
JULIE (54) fand nach einem schweren Unfall erst auf ihrem Fischerboot zurück ins Leben. Sie drängt sich ungerührt in das Leben aller, die ihrer Meinung nach Hilfe benötigen. Doch als sie sich in den Witwer Nat verliebt, stehen alte Verletzungen einem Neuanfang im Weg.
MINA (28) zieht es nach einem tragischen Verlust zurück nach Maine – dorthin, wo ihre Familie vor vielen Jahren das letzte Mal glücklich war. Sie macht die Bekanntschaft von Ann und Julie, die ihr das Hummerfischen beibringen. Und sie begegnet Sam wieder. Sam, der damals in den Ferien nicht von ihrer Seite wich und dessen Familie nach jenem letzten Sommer in Maine auch nie mehr dieselbe war.
Im Roman begleiten wir drei Frauen, mehr oder weniger, durch ihr Leben in einem Hummerfischerdorf in Maine. Die junge Mina, die nach einem tragischen Verlust versucht die große Liebe zu finden und zu behalten, die etwas ältere Lydia, die nach einem schweren Schicksalsschlag im Hummerfischen wieder ins Leben findet und die noch etwas ältere Ann, die Hummerfischerin, die sich einen Hummer als Haustier hält und ihrer verflossen Liebe nachtrauert.
Das Buch ist eher seichte Unterhaltung, die sich eigentlich zügig weglesen lässt. Ich fühlte mich aber kaum unterhalten und habe immer wieder Auszeiten von dem Buch gebraucht, die ich mit anderer Lektüre gefüllt habe. Einfach weil es mich häufig genervt hat. Die Figuren fühlten sich abwechselnd überzeichnet und uninteressant an. Handlungsweisen der Figuren waren für mich mehrfach kaum nachvollziehbar. Einiges wurde angerissen, aber nicht wirklich außerzählt, was mich zusätzlich frustriert hat.
Zwei Sterne gibt es, weil das Buch es immerhin geschafft hat, den Kitsch in Grenzen zu halten und einigermaßen Realitätsnah zu plotten. Wenn auch in lückenhafter Erzählweise.
Tot blz 176 gekomen, nu is het welletjes. Ik heb niets met de hoofdpersonen en ze komen in de loop van het boek ook niet dichterbij. Het is veel vanhetzelfde zonder veel vaart. Op naar een boek dat beter bij me past.
I made it to page 176, now I've had enough. I don't connect with the main characters, and they don't get any closer to me over the course of the book either. It's much of the same without much pace. On to a book that suits me better.
Ich wollte eine leichte Lektüre für eine anstrengende Zeit, ein bisschen was, über das ich nicht nachdenken muss. Tja, ich bin definitiv die falsche Zielgruppe für solche Romane.
Es geht um Frauen mit ihren meist abwesenden Partner:innen in einem Fischerdorf in Maine, in dem niemand kommunizieren kann. Eine Charakterentwicklung kann man leider bei keinem feststellen. Was die Autorin als 'liebevolle Marotten' darstellt, sind mMn ernsthafte (psychische) Probleme - auf die Idee der Therapie kommt aber keiner. Lieber fahren sie mit 90 noch zum Hummerfischen heraus oder betrügen ihre Partner. Gescheiterte Beziehungen werden wortlos wieder aufgenommen (zum Teil nach 18 Jahren) und dann wird weiter nicht kommuniziert. Wenigstens verhalten sich hier Männer wie Frauen völlig abwegig.
Mr. Darcy - das Hummer-Haustier - soll dann am Schluss als Therapeut und Lehrer für alle herhalten. Ein Tier, das angeblich jedes Mal, wenn es freigelassen wird, zurück zur Fängerin läuft. Stockholm-Syndrom nehme ich an.
Mir erschließt sich leider der Reiz an solcher Lektüre nicht. Schade.
Als Ann mit ihrer Liebsten Carolyn vor Jahren auf die fiktive Insel Eagle Island in Maine zog, wollten die Frauen in erster Linie dem Tratsch der Kollegen über ihre Beziehung entkommen - und Ann gab dafür ihre Professorenstelle auf. In der Gegenwart 20 Jahre später erreicht in Seattle Mina Gray und ihre Tochter Luca die Nachricht von Anns Tod und die Aufforderung zur Beisetzung auf die Insel zu reisen. Nach der Pleite ihres gemeinsamen Gemüseladens kaufte Ann ein Hummerboot samt Fangkörben und leitete damit als Fremde auf der Insel einen Strukturwandel ein. Bis dahin arbeiteten zwar gelegentlich Frauen auf Hummerbooten, doch an der Teilung in Männerarbeit an Bord und Frauenarbeit an Land hielt der „norwegisch-schottische Fischer-Adel“ lange fest. Söhne arbeiteten seit früher Kindheit schwer körperlich Seite an Seite mit Vätern und Brüdern; was an Land getan werden musste, leisteten Frauen, vom Leuchtturm, Schule, Bücherei bis zur Postzustellung. Fischer brauchten eine Frau, die um 3.00Uhr mit ihnen aufsteht, Brote schmiert, kocht, wäscht und Kinder zur Welt bringt. So ist es im Ort nur logisch, dass der verwitwete Ellis zügig verkuppelt wird, um versorgt zu sein, für seine Generation ist keine andere Lebensform vorstellbar. Da bis heute an allen Küsten das Meer zahlreiche Frauen zu Witwen macht, wird es jedoch, allein aufgrund der Bevölkerungsstatistik, auch andere Lebensweisen gegeben haben. Grabstein-Inschriften auf Friedhöfen von Fischerdörfern könnten davon erzählen. Als Anns Liebste sie verlässt und nie wieder von sich hören lässt, begnügt sich die Verlassene damit, dass sie nur ein einziges Mal geliebt hat, und arbeitet weiter als Hummerfischerin.
Auch an Julie und ihre direkte Art wird die Inselgemeinschaft sich gewöhnen müssen, die nach einem schweren Unfall ihren Beruf aufgeben musste, den Hummerfang als Achtermann beim alten Nat lernte und nun auf ihrem eigenen Boot arbeitet. Mit Ann und Julie kündigen sich Veränderungen an, für die längst nicht alle Inselbewohner bereit sind.
Als die knapp 30jährige Mina in der Gegenwart mit dem Kajak kentert, zieht Ellis Jones sie aus dem Meer und legt sie Ann wie eine Meerjungfrau zu Füßen. Mina, die den Unfalltod ihres Bruders Christopher vor wenigen Monaten noch nicht verarbeitet hat, erhofft sich mit der Flucht an den Urlaubsort ihrer Kindheit Heilung. So schließt sich ein Kreis; denn die Grays hatten jahrelang die Sommer auf Eagle Island verbracht. Besonders Vater Richard, hilfsbereit, umgänglich und eng befreundet mit Ellis, hätte sich gern als Fast-Einheimischer gesehen. Nachdem im Sommer 1982 Christophers Freund Jack Ellis ertrinkt und die Grays überstürzt abreisen, bricht der Kontakt zwischen den Familien ab. Die Grays kehren nicht wieder auf die Insel zurück. Bis heute lässt das komplizierte Verhältnis zwischen Mina und ihrer Mutter kein Gespräch darüber zu, was damals passiert sein kann. Dass die Kluft zwischen Fischern und Urlaubern bei aller Liebe für die Insel kaum überwindbar ist, lässt sich am Verhältnis der Grays und der Jones verfolgen. In ihrer Beziehung zu Jacks erwachsenem Bruder Sam, dem Mina als Kind eng verbunden war, kündigt sich jedoch für Mina ein Neubeginn an.
Beatrix Gerstberger gibt ihren Leser:innen Einblick in die eingeschworene Gemeinschaft eines kleinen Fischerortes, in dem nur überleben kann, wer zupackt, wenn es nötig ist, auch wenn man sich die Aufgabe nicht ausgesucht hat. Einfach mal zu schweigen, erweist sich hier als hohe diplomatische Kunst. Mina wird lernen, dass man auf der Insel nicht in der Vergangenheit gräbt und hier anders getrauert wird, als sie es sich vorgestellt hat.
„Hummerfrauen“ wirkt mit von See heran kriechendem Nebel und dem Geruch von Holzöfen, der die Jahreszeit anzeigt, sehr stimmungsvoll und schuf mir damit einen neuen Sehnsuchtsort. In zahlreichen Paarungen geht es um Fortgehen und Heimkehren, Rollenzuschreibungen, Klassengesellschaft, Überalterung, alte Geheimnisse, Verluste (besonders auch die von körperlicher Leistungsfähigkeit) und Neuanfänge. Als Person hat mich Richard Gray sehr berührt, der in seiner Lebensspanne auf der Insel vermutlich ein Fremder bleiben muss, selbst wenn er sich dort dauerhaft niederlassen würde. Wenig begeistern konnte mich dagegen die in US-amerikanischen Texten überstrapazierte Konstruktion der selbstbezogenen Kühlschrankmutter in der Person von Judith Gray, unter der besonders Mina zu leiden hat. Zahlreiche lose Enden auf privater, beruflicher und gemeinschaftlicher Ebene werden am Ende sorgfältig miteinander verknüpft. Ein Faden zum Ökosystems Küstengewässer hätte dem Buch gut gestanden; denn dessen Schutz bleibt Lebensgrundlage der Bewohner.
Fazit Mit fein gezeichneten Figuren ein Roman über Ideal und Realität an einem Sehnsuchtsort am Meer, zugleich ein kluges Buch über Trauerprozesse und Neuanfänge.
3.5 ⭐️ De Kreeftenvrouwen neemt je mee naar Eagle Island, Maine. Mina keert na het overlijden van haar broer terug naar het eiland waar ze als kind haar mooiste zomers doorbracht. Ze hoopt dat ze daar een stukje van dat oude geluk kan terugvinden. Al snel kruist ze opnieuw het pad van haar jeugdliefde Sam. Ook hij draagt verlies met zich mee en verlangt naar die zorgeloze zomers met Mina.
Daarnaast bouwt Mina een band op met kreeftenvissers Ann en Julie. Net als Mina hebben zij liefdes gekend en verloren, maar hun boten en de zee blijven hun grootste ankers.
💭 Wat ik vooral mooi vond, is hoe dit boek drie vrouwen uit drie generaties volgt. Mina, Ann en Julie geven elk een intieme inkijk in hun leven, hun liefdes en hun moeilijke momenten. Ze blijven alle drie doorgaan, zelfs wanneer het leven even niet meezit. Dat vond ik de mooiste boodschap van het boek, die stille kracht die vrouwen zo vaak dragen.
De afwisseling tussen drie perspectieven en verschillende tijdslijnen zorgde er wel voor dat ik soms even moest schakelen. Ook het einde was niet helemaal mijn ding. Daarom geef ik het boek 3.5 sterren in plaats van 4.
Los daarvan vind ik het een heel mooi verhaal. De schrijfstijl leest heerlijk vlot, en ik hou van de beeldende taal die de auteur gebruikt. Zo fijn dat we dit boek mochten lezen met de HarperCollins Boekenclub. Dankjewel!
Grundsätzlich sicherlich ein tolles und auch tiefer gehendes Buch. Mir war das Erzähltempo aber leider zu langsam und die Sprünge zwischen den Situationen zu häufig. Daher verließ mich irgendwann dann das Interesse am Leben Einwohner des kleinen Fischerdorfes an der Küste von Maine.
Nur selten begegnet man diesen Bücher, in denen man sich von der ersten Seiten an wohlig zu Hause fühlt. „Die Hummerfrauen“ und ihre Welt an der Küste Neuenglands gehören zu diesen Fundstücken, die man nie mehr loslassen möchte. Drei Frauen, eigentlich vier, deren unabhängige und selbstbestimmte Leben in einem kleinen Fischerdorf in Maine zusammengespült werden, weben ihre Netze in der kauzigen Gemeinde zusammen und gründen eine eigentümliche, aber verlässliche Wahlfamilie. Partner kreuzen ihre Wege, doch eine Konstante ist und bleibt außerhalb der Riege der Hummerfischerinnen nur Mr. Darcy, der zahme und zähe Hummer, der ganz ohne Worte seine Lebensweisheiten zu vermitteln weiß. Etwas harsch, wie das Winterwetter in Stone Harbor, wird man zum Schluss mit seinen Hoffnungen und Vermutungen bezüglich eines Happy Ends sitzengelassen…
JAHRESHIGHLIGHT! 🦞 Die Hummerfrauen ist ein eindrucksvolles Werk, das mich tief berührt und unglaublich begeistert hat. Die Autorin erzählt mit ganz viel Feingefühl die Geschichte von drei unterschiedlichen Frauen, die sich nach einem selbstbestimmten Leben sehnen und sich gegen gesellschaftliche Normen und traditionelle Rollenzuschreibungen wehren. Besonders gut gefallen hat mir die Art und Weise, wie die Autorin die inneren Kämpfe, die jede mit sich selbst austrägt und die Sehnsüchte beschreibt und auch der Zusammenhalt der Frauen untereinander und deren Freundschaft. Es geht um weibliche Selbstbestimmung und Mut zur Veränderung. Mich hat das Buch sehr zum Nachdenken angeregt und gleichzeitig so wahnsinnig emotional berührt, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Richtig schön war auch, dass man dazu noch einiges über Hummer gelernt hat. Absolute Empfehlung!!! ❤️
Wäre mir das Buch nicht so ans Herz gelegt worden, hätte ich spätestens auf der Hälfte vor Langeweile aufgegeben. Die zweite Hälfte war etwas leichter lesbar. Muss man eigentlich zu jedem Urlaubsort, an dem man gewesen ist, einen Roman schreiben, am besten gleich eine Buchreihe ? Die Charaktere sind oberflächlich gezeichnet, ich konnte nur wenig Interesse für sie aufbringen. Die Sprache ist eher schlicht mit Tendenz zu Süßlichkeit. Die Themen: Brüche in der Lebensgeschichte, Trauer um Verstorbene, Alkoholismus, das alles ohne tiefere Deutung, aber getaucht in kitschige Urlaubserinnerungen. Alles in allem kein Lesevergnügen! Wie schafft es solch ein schwaches Buch auf eine Bestsellerliste? Erklärt mir das mal.
Wirklich das Beste Buch, das ich seit langem gelesen habe! ich liebe alles an der Geschichte, an der Selbstständigkeit der drei Frauen und wie sie, egal was ist, zusammenhalten. Es hat mich wirklich rundum glücklich gemacht! Ich wünschte, es würde ewig weitergehen.
Ohhh dit was zo saai... Wel ook hele mooie uitspraken, maar soort van erop geforceerd waardoor het verhaal onderbrak. Die vrouwen zijn allemaal klaar voor een dosis therapie en creëeren drama die niet nodig is. Ze zijn super eigenzinnig, communiceren slecht en de rol van de blauwe kreeft Mr Darcy die ik hoopte dat het zou worden, was weinig rakend. Hier had je zoveel mee gekund!! Ergens was de familielijnen volgen en de kreeftenvrouwen leren kennen wel interessant, maar ik was vooral aan het wachten tot het uit was oeps :( en dat met ZO'N GAAF OMSLAG.
Drei Frauen, drei unterschiedliche Leben. Ann lebt seit geraumer Zeit alleine in Stone Harbour, nachdem sie von ihrer Lebensgefährtin verlassen wurde. Julie hat nach ihrem schweren Autounfall hier ein neues Leben begonnen und Mina hat es hierher gezogen, weil sie hofft etwas von den unbeschwerten Sommern ihrer Kindheit wiederzufinden nachdem ihr Bruder ums Leben kam.
Die drei Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein und doch sind sie sich auch ähnlich. Jede kämpft mir sich und ihrem Platz im Leben. Während es bei Ann und Julie mehr darum geht, ob es das jetzt schon gewesen ist, hat Mina ihren Platz noch gar nicht gefunden.
Mir hat dieses leise eher unspektakuläre Buch gut gefallen. Ich konnte mir das Dorf mit seiner Gemeinschaft gut vorstellen und mich auch gut in die drei Frauen hineinversetzen. In Rückblenden lernen wir auch Judith, Minas Mutter, in den Kinderzeiten Minas kennen. Sie war mir eher unsympathisch und auch das Verhalten Mina gegenüber in der Gegenwart ist nicht besser als damals.
Ich kann das Buch nur empfehlen. Es ist schön zu lesen, schnörkellos und rau, wie das Leben an Maines Küste.
Mir persönlich hat das Buch vom gut gefallen, vielleicht aber auch ein wenig beeinflusst durch ein gehörtes Interview mit der Autorin. Einige Handlungen waren für mich nicht auserzählt und haben doch einige Fragen hinterlassen. Lässt sich trotzdem sehr gut lesen.
3 1/2 Sterne, also ein gutes Buch, aber nicht wirklich besonders für mich.
Eine ruhige, charaktervolle Geschichte über drei Frauen unterschiedlichen Alters auf einer kleinen Fischerinsel in Maine und über die kleinen und großen Wellen, die ihre Leben dort schlagen.
Vom Tonfall an “Olive Kitteridge” erinnert, springt die Geschichte zwischen Vergangenheit und Gegenwart der drei Hauptfiguren Ann, Julie und Mina hin und her - was besonders bei einem Hörbuch schon mal verwirrend ist, wo man nicht mal eben zur Jahresangabe am Kapitelanfang zurückblättern kann.
Alles in allem hat mir die Geschichte vom Leben und Lieben, vom Trauern und Vergangenheitsbewältigung, vom Verlorensein und sich finden, immer angelehnt an eine kleine Gemeinschaft von Inselbewohner:innen gut gefallen, wird aber nicht lange nachhallen.
Es gibt durchaus Tiefe, Tragik und Dramatik, und sogar ein Mysterium rund um zwei viel zu jung Verstorbene. Auch die schwierige Beziehung zwischen Mina und ihrer Mutter hat scharfe Intensität.
Mir ist letztendlich aber einiges zu unbeantwortet geblieben, während anderes am Schluss nett zusammengebunden wurde. Und klar, so ist das Leben, wie es hier beschrieben wird: Einige Fragen bleiben offen, so sehr man sich auch einen runden Abschluss wünscht. Dennoch: ein paar wichtige Fäden blieben lose.
Sehr schön an diesem Buch ist der burschikose und dennoch fein gesetzte Humor, vor allem bei den älteren und lebenserfahreneren Figuren. Und herrlich, wie Sprecherin Tessa Mittelstaedt das tonal umsetzt! Sie spricht die junge Mina ebenso passend wie die resolute Ann oder die tatkräftige Julie.
Unterm Strich ein Kaleidoskoproman über weibliche Lebensgeschichten, geprägt vom speziellen Inselsetting und einer kleinen Community, den man trotz einigem Tiefgang leicht hören kann.
"Lebe im Sonnenschein, schwimme im Meer, trinke die wilde Luft."
Autorin Beatrix Gerstberger erzählt die Geschichte zweiter Hummerfrauen an der Küste von Maine. Eines Tages erscheint Mina, eine junge Frau die ihre Kindheit an der Küste verbracht hat und auf der Flucht vor ihrem Leben ist und auf der Suche nach Antworten. Ann und Julie nehmen die Frau auf und die Drei werden zu einer festen Gemeinschaft, wobei jede Frau ihre ganz eigenen Ängste und Sorgen hat.
Das Buch war ein nettes Lesevergnügen, was mir insgesamt etwas zu oberflächlich geblieben ist. Ich mochte es vor Allem über ältere Frauen zu lesen, über ihre Probleme in einem vermeintliche Männerberuf und ihre ganz privaten Probleme. Das Geheimnis der Vergangenheit kam mir leider zu kurz, da hätte ich gerne mehr gelesen. Und auch die Frauen und ihre Geschichte hätten gerne etwas mehr Tiefe haben können. Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht zu lesen und so liest sich das Buch gut weg. Auch mochte ich den Humor und über Ann und Julie habe ich wirklich oft lächeln müssen beim Lesen.
Gute Unterhaltung, nicht zu seicht. Kann man lesen, muss man aber meiner Meinung nach nicht. Ich glaube nicht, dass mir die Geschichte nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.
Dit boek heeft me echt verrast! Een verhaal over kreeftenvissersvrouwen en hun levens op Eagle Island, Maine. Langzamerhand leer je ze beter kennen en het mooiste vond ik om te lezen hoe ze met elkaar en de rest van de eilandbewoners omgaan. De karakters zijn zo authentiek en wijs door levenservaring; met weinig woorden weten ze precies wat ze aan elkaar hebben. Ik ben echt aan ze gehecht geraakt en meerdere keren emotioneel geworden door een ‘simpele’ interactie. Een prachtig verhaal over het leven. Ik zou het iedereen aanraden!
Bedankt HarperCollins dat ik dit boek mocht lezen!
De roman die nu pontificaal vooraan ligt in bijna elke boekhandel: De kreeftenvrouwen. Volgens de media hét boek van de zomer en in Duitsland inmiddels al een bestseller. Ik mocht het lezen voor de boekenclub van HarperCollins Holland - maar kon het die lofprijzingen waarmaken?
Ik ga meteen met de deur in huis vallen: ik ben doodsbang voor kreeften. Dat ik dus telkens die felrode cover moest openslaan om verder te lezen, hielp niet bepaald mee aan de beleving. Aan de andere kant speelt dit verhaal zich af in Maine: een plek die al járen bovenaan mijn lijstje staat om ooit te bezoeken. Ik begon dus met behoorlijk gemengde gevoelens aan dit boek.
In dit verhaal volgen we drie vrouwen uit verschillende generaties: Ann, Julie en Mina. Alle drie zijn ze op hun eigen manier teleurgesteld door het leven, alle drie zijn ze terechtgekomen op Eagle Island en alle drie werken ze als kreeftenvissers. Een hard en fysiek beroep waarvoor veel doorzettingsvermogen nodig is. Het grijze weer, de onstuimige zee en het ruige landschap van het eiland zetten de toon voor een verhaal over verlies, met af en toe een klein sprankje hoop.
Hoewel ik het verhaal en de personages erg mooi vond, was de schrijfstijl helaas niet helemaal voor mij. De combinatie van verschillende perspectieven, korte alinea’s en flashbacks tussendoor zorgde ervoor dat ik moeilijk in het verhaal bleef. Het duurde dan ook tot ongeveer halverwege voordat ik echt de “flow” te pakken had, maar vanaf dat punt begon ik het boek wel steeds meer te waarderen.
Ik zou dit boek vooral aanraden aan liefhebbers van langzaam kabbelende verhalen, met veel aandacht voor personages en hun onderlinge relaties. Hoewel de achtergrond van de personages tragisch is, zit het verhaal ook vol community, humor en hoop. Het lijkt me echt een perfect vakantieboek - en als het weer dan tegenvalt, past dat eigenlijk alleen maar beter bij de sfeer van het verhaal.
Bedankt aan HarperCollins Holland voor het recensie-exemplaar.
Die Geschichte erzählt von drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen, die an ganz verschiedenen Punkten in ihrem Leben stehen und die eine besondere Freundschaft verbindet. Dreh- und Angelpunkt des Romans ist ein kleines Hummerfischerdorf in Maine. Dort stehen die drei Frauen einander bei, während sie sich mit ihren jeweiligen Schicksalen auseinandersetzen und zum Teil neue und alte Wege für ihre Zukunft ebnen.
Das Erzähltempo ist recht langsam, es passiert gar nicht so besonders viel, stattdessen lernen wir das Dorf, die Bewohner, die Arbeit auf den Fischerbooten und den Alltag kennen. Man spürt, dass die Autorin selbst einige Zeit an ähnlichen Orten verbracht hat. Es ist sehr atmosphärisch erzählt und man lässt sich gerne und gut mit der Geschichte treiben. Nach und nach erfährt man genaueres über die Vergangenheit der Protagonistinnen und wie sie ihren Weg zueinander gefunden haben. An manchen Stellen hätte ich mir dabei dann doch ein kleines bisschen mehr Tempo oder auch ein etwas intensiveres Eintauchen in bestimmte Themen gewünscht. Es bleiben auch einige wesentliche Fragen ungeklärt. Das kann man als störend empfinden, irgendwie fühlt es sich aber auch an wie das echte Leben, in dem man eben auch nicht immer Antworten auf alle Fragen findet. Überhaupt empfand ich die Entwicklungen als sehr lebensnah und realistisch. Es wird nicht künstlich auf ein bestimmtes Happy-End-Szenario hingearbeitet, sondern die Ereignisse entfalten sich, wie das Leben eben manchmal so spielt. Ich habe es sehr gerne gelesen, auch wenn es kein absolutes Highlight war.
Ach das war nett. Fande es schön Geschichten über teilweise ältere Frauen zu lesen. Queereness wird als ganz normale Tatsache dargestellt. Besonders gut gefallen hat mir die beschriebene Landschaft, in die ich mich gerne immer wieder geträumt habe.
Hat mir gar nicht gefallen. Zu viel wörtliche Rede, zu viel passiert ohne, dass wirklich was passiert, viel unnötiges Blabla, keine Tiefe aber auch keine schöne leichte Lektüre. Nach ca 2/3 abgebrochen bevor ich mich nur unnötig weiter ärgere.
Beim Lesen möchte man sofort nach Maine aufbrechen - auch wenn im Roman angedeutet wird, dass sich das Leben dort in den letzten 20 Jahren ganz schön verändert hat. Drei unterschiedliche Frauen in ganz verschiedenen Lebensphasen treffen aufeinander und stützen sich gegenseitig - dabei sind sie so solidarisch und geduldig miteinander, dass den Lesenden bei der Lektüre warm ums Herz wird. Ein guter, leichter Unterhaltungsroman!
3,5 ⭐️ Drei Frauen mit verschiedenen Geschichten in einer eher melancholischen Atmosphäre. Jede für sich und doch zusammen. Mir gefällt es, wenn verschiedene Charaktere auf eine unverhoffte Art zusammen finden, dennoch hat mich die Geschichte erst am Schluss richtig mitgenommen.
Hoe is jouw persoonlijke band met de kreeftenvrouwen daar?
In het begin waren er maar weinig vrouwen die mee gingen vissen, tenzij ze hun mannen hielpen. Kreeftenvrouwen met een eigen boot waren zeldzaam – en dat zijn ze vandaag de dag nog steeds. Ik mocht met een aantal van hen meevaren en hun interviewen. Ze waren heel verschillend, maar bijna allemaal hadden ze iets tragisch meegemaakt in hun leven en ze gingen daar op hun eigen manier mee om. Dat heeft me geïnspireerd om deze roman te schrijven.
De kreeftenvrouwen zijn drie vrouwen van drie generaties. Toeval of opzet?
Eigenlijk is het eerder toeval. Ann, de oudste, was er vanaf het begin; haar verhaal wilde ik vertellen. Maar toen kwam Mina erbij, om een nieuwe wending in Anns leven in te luiden. En Julie zat eigenlijk altijd al in mijn hoofd. Zij heeft zich er als het ware tussen gewurmt – wat helemaal bij haar past – en is de lijm geworden tussen de vrouwen van verschillende generaties, die uiteindelijk uitgroeien tot een zelfgekozen familie.
Auteur :
Beatrix Gerstberger
Verloor op jonge leeftijd haar man, waarover ze de bestseller Zonder afscheid schreef. Voor De kreeftenvrouwen woonde ze zes maanden in een klein dorp in Maine, waar ze de weduwen van kreeftenvissers interviewde over verlies, rouw en je leven weer oppakken. Ze woont in Hamburg.
Wijze van lezen:
Recensie-exemplaar paperback Harper Collins Holland in ruil voor mijn recensie en deelname aan Harpers Boekenclub 2026.
Uitgeverij:
HarperCollinsHolland
Genre:
Roman
Vertaald uit het Duits:
Die hummerfrauen
Vertaald door:
Sylvia Wevers
Cover en flaptekst:
Wat spreekt jou wel of niet aan aan de cover?
Het doet me eerlijk gezegd denken aan een kookboek of een natuurboek over kreeften. Niet zo zeer aan een roman. De cover zet me op het verkeerde been.
Als je dit boek in de winkel zou zien, zou je het boek dan kopen? Waarom wel/niet?
Qua cover zou ik het niet gelijk oppakken. But don’t judge a book by it’s cover. De sticker met voor de lezers van Melissa da Costa en Delia Owens trekt me al verder over de streep.
Maar ik lees altijd eerst de achterflap en in dit geval de binnenflap en op grond van wat ik daar lees zou ik dit boek wel kopen.
Later volgde er nog een filmpje met daarin een vraaggesprek met de auteur en Harper Collins. Daarin legde Beatrix Gerstberger uit dat de afbeelding op de cover op een t-shirt stond in een winkeltje in Maine. Ze was ongelooflijk blij dat de uitgeverij deze afbeelding voor het boek had gekozen omdat ze er goede herinneringen aan had. Sowieso een mooi filmpje omdat Beatrix heel enthousiast de achtergronden en totstandkoming van dit verhaal schetst.
Thomas Matthews, een kreeftenbioloog bij de Florida Fish en Wildlife Conservation Commission vertelt:
“Kreeften verjaren net zoals de meest andere organismen, maar sommige kreeften hebben echter een buitengewoon lange levensduur. De Amerikaanse kreeft bijvoorbeeld kan minstens 100 jaar oud worden, wat meer dan vijf keer de levensduur is van de Caribische kreeft, die haalt vaak niet eens de 20 jaar.”
Het verhaal:
Wanneer Mina’s broer overlijdt, stort haar leven in. Ze besluit terug te gaan naar de laatste plek waar ze gelukkig was: Eagle Island, Maine. Op de plek waar ze als kind de vakanties doorbracht, hoopt ze te ontdekken waarom haar ouders ooit besloten nooit meer naar het eiland terug te keren.
Vrijwel meteen duikt haar jeugdliefde Sam op. Ook voor zijn familie is sinds die ene zomer niets meer hetzelfde. Voorzichtig zoekt ze toenadering tot hem, en tot kreeftenvissers Ann en Julie.
Het ruige vissersbestaan en de onherbergzame kust van Maine vormen het decor van deze indringende roman over een grote liefde die voor altijd in de schaduw van het verleden schuilgaat.
Mijn verwachting voorafgaand aan het lezen:
Ik verwacht een psychologisch diepgaand en reflecterend verhaal. Ook omdat het over rouw en verlies gaat. Een soort van overdenken van iemands leven en hoe dat verweven wasmet het jouwe voordat de dood tussenbeide kwam.
Ben je al bekend met de boeken van deze auteur?
Nee ik kende deze auteur nog niet.
Wat verwacht je van de hoofdpersonages? Denk je dat ze herkenbaar of juist heel anders dan jezelf zullen zijn?
Ik verwacht verrassende achtergronden, levensverhalen, levenswijzen, levensomstandigheden. Hoe is iemand de mens geworden wie hij of zij is. Ik denk dat iedereen waar ook ter wereld min of meer overeenkomsten kent in temperament, hobbies, interesses, levensovertuiging, werk maar dat de omgeving waar je opgroeit telkens anders is alsmede de normen en waarden in een gezin van herkomst. Waarom sommige mensen op hun levenspad veel schaduw treffen en anderen continu gewarmd worden door de zon blijft een vraag waar ke het antwoord continu blijft opzoeken.
Mijn leesbeleving:
Het verhaal roept veel emotie bij me op. Met name het ruige en ongetemde landschap zijn een personage op zich zoals de Harper Collins Boekenclub begeleider terecht stelt in de vragen. En wat dan de natuur met je emoties doet. Euforie omdat ik me in de prachtige natuur mag bevinden. En alle weer typen mag ervaren.
De wind door mijn haren, de zon die op mijn huid brandt, de zoute geuren van de zee. Dichtbij flora en fauna mogen zijn. Ik begrijp de levens afhankelijkheid van de kreeftenvissers maar ik zelf zou geen kreeften willen vissen. Ik vind dat met name zielig. Mr. Darcy vind ik wel weer heel speciaal .
Het kreeftenvissen is een wijze van leven. Een structuur in iemands leven. Een beroep dat van vader op zoon of dochter wordt overgebracht. Wat aanzien schenkt en denk ik terug te zien is in het aantal fuiken dat je hebt en de boot die je vaart.
Ook googlde ik de vraag even en dit vind ik een mooi bij mij passend antwoord. Bij Vissen kun je ook “de visser” lezen. Ondanks dat ze elkaars vijand zijn jager en prooi is er ook wederzijds respect.
De combinatie van de sterrenbeelden Kreeft (22 juni – 22 juli) en Vissen (19 februari – 20 maart) in een relatie of vriendschap wordt vaak gezien als een van de meest emotioneel diepgaande en spirituele verbindingen binnen de astrologie. Beide zijn watertekens, wat betekent dat ze communiceren op een niveau dat voorbij woorden gaat.
Hier is de diepere betekenis van deze connectie:
1. Emotionele Spiegel en Mededogen
Diepe verbondenheid: Kreeft en Vissen begrijpen elkaar intuïtief, alsof ze elkaars gedachten en emoties kunnen voelen.
Mededogen: Vissen biedt spirituele troost en dromerige empathie, terwijl Kreeft praktische zorg en emotionele veiligheid biedt.
Zachte haven: Ze creëren samen een veilige, bijna magische cocon waarin kwetsbaarheid mag bestaan.2. Aanvullende Emotionele Stijlen
Kreeft (De Zorgzame starter): Is sentimenteel, sterk gehecht aan familie/huis en koesterend, maar kan soms onzeker zijn.
Vissen (De Intuïtieve aanpasser): Is etherisch, dromerig en creatief, en past zich gemakkelijk aan.
Samenwerking: Kreeft helpt Vissen om structuur te vinden in hun emoties, terwijl Vissen helpt om de soms gesloten Kreeft te laten dromen en loslaten.
3. Spirituele en Gevoelige KrachtHoge intuïtie: Beide tekens leven vanuit hun gevoel en hebben een sterk empathisch vermogen.
Moon & Neptune: Kreeft wordt geregeerd door de maan (emoties, stemmingen) en Vissen door Neptunus (dromen, spiritualiteit), wat zorgt voor een sfeer van mededogen en overgave.
4. Valkuilen van de Connectie:
Te emotioneel: Omdat beide tekens zeer gevoelig zijn, kunnen ze soms verdrinken in elkaars emoties of stemmingswisselingen.
Realiteitszin: Het is belangrijk dat ze niet alleen in een droomwereld leven, maar ook de praktische aspecten van het leven samen aanpakken. Kortom, de diepere betekenis is een relatie gebaseerd op onvoorwaardelijke empathie, wederzijdse verzorging en spirituele groei.
Ik denk dat de blauwe kleur van Mr. Darcy rust symboliseert voor Ann. Maar tegelijkertijd ook de kleur van het hebben van The blues, liefdesverdriet, als je je geliefde niet meer bij je hebt.
Sowieso de aanwezigheid van Mr. Darcy laat Ann haar verdriet over haar verloren liefde min of meer vergeten doordat ze veel met hem praat en doet. Hij is een volwaardig gezinslid. En volgens mij is de blauwe kleur van Mr. Darcy ook heel uitzonderlijk omdat kreeften doorgaans roodroze zijn. En het heeft zijn leven gered, hij viel haar op tussen de andere kreeften. Dus hij werd niet gekookt en gegeten.
Dit verhaal is beeldend en filmisch geschreven waardoor je je gelijk in het verhaal bevindt. Het wisselen van de tijdperken maakt dat je achtergronden en personages nog beter leert kennen en begrijpen.
Ik voelde met alle personages wel een band. Maar met Julie voelde deze het sterkst. Zij reflecteerde zo mijn eigen gevoelens: onzeker en minderwaardig zelfbeeld, vaak de grapjas uithangen of boos reageren terwijl het moeheid en verdriet is wat ze wil verbloemen.
En ik was bij haar toen ze haar levensverhaal aan mij als lezer vertelde. Ik voelde de vernietigende pijn in mijn lijf en psyche.
Ikzelf liep op jonge leeftijd Niet Aangeboren Hersenletsel op door een hersenontsteking met hoge koorts en coma. Mijn ouders zaten aan mijn ziekenhuisbed te hopen dat ik weer zou ontwaken. Vier andere kindjes op zaal stierven destijds. Ik ontwaakte weer maar moest alles opnieuw leren. Het heeft de rest van mijn leven gekleurd. Ik voel me dus lotsverbonden met Julie.
Diverse personages in dit verhaal zijn eenzaam.
Ik vind Nat heel eenzaam. Nat hunkerde vanuit zijn eenzame verdriet om het gemis van de vrouw die hij ooit had en die hij later aan de aarde toevertrouwde, naar hernieuwde liefde. Voor nabijheid, warmte en om de verzorging van zijn natje en droogje te continueren. Door die vretende eenzaamheid ontstaat er een leegte in jezelf en dat wil je opgevuld zien om maar geen verlatingsangst te hoeven voelen denk ik.
Mina heeft haar verleden nooit goed verwerkt. Ze is ongelooflijk (mis) gevormd door het gedrag van haar moeder. Die haar broer op een voetstuk zette en volgens mij te veel weerspiegelt zag van haarzelf in haar dochter Mina waardoor ze waarschijnlijk schrok en (die vind ik pijnlijk herkenbaar en lastig als mama van twee dochters) daardoor weigerde lief, empatisch en zorgzaam voor haar te zijn. Maar dan denk ik je houdt toch van je kinderen ongeacht het geslacht? Er wordt gezegd dat moeders in hun zoon hun echtgenoot weerspiegeld zien en bij een dochter zichzelf in de spiegel zien. Ik vond de moeder heel giftig en gitzwart richting Mina. Dat verdiende ze niet en dat nam ze als rugzak mee in haar verdere leven. As je dan leest dat de moeder van Mina, Judith, ook een moeilijke jeugd had door haar moeder: een omhooggevallen ijskoningin dan is dat meelijwekkend. Maar Judith had ook een andere weg kunnen kiezen vind ik. Ze beschadigde Mina met haar gedrag en uitspraken. De tragiek van ongeluk, dood en verderf hielpen daarbij ook niet mee.
Mina heeft daardoor moeite met het vertrouwen en liefhebben van de mensen om haar heen. Mensen die het liefdesvuur in haar binnenste doen ontbranden. Maar doordat de liefde zo allesomvattend is verscheurt het Mina ook. Want als je de liefste liefsten om je heen hebt wil je ze koste wat het kost houden en niet verliezen.
Door aan haar eigen capaciteiten te twijfelen en door het overwerkt verleden is Mina haar leven complex. Ik voelde haar worstelingen en pijn. Haar leven bij de kreeftenvrouwen was voor Mina volgens mij wel rustgevend en zette tot denken aan. Maar het verleden overschaduwde ook haar heden en toekomst. Zodat liefde en passie uitdoofden.
Het verhaal is continu boeiend doordat je op de voet alle belevenissen van de personages volgt.
De plot overspoelde me en had ik niet als open einde verwacht. Ik moest eerst recupereren voordat ik deze ten volle begreep. En zoals dat bij een geweldig goed geschreven boek hoort mis ik personages en het leven dat zij leidden. Hopelijk komt er nog een film van dit verhaal.
Mijn mening:
Ik geef 5 sterren.
De personages zijn beeldend en gedetailleerd uitgewerkt. Je gast niet met allemaal de diepte in maar met een groot deel wel. Het verhaal wisselt van verleden naar heden op een vloeiende wijze. Daardoor begrijp je de achtergronden en de wijze van leven beter.
Dit verhaal is continu fascinerend omdat we vrouwen uit diverse generaties volgen en ook te weten komen op gevoelsniveau wat grote verliezen betekent hebben in hun leven en hoe zij hier mee omgegaan zijn. Ik vind dat de auteur dat heel mooi beschreven heeft. Dit boek heeft in alle opzichten mijn verwachtingen vooraf overtroffen.
Ik lees graag meer boeken van Beatrix Gerstberger.