Robert Shore is a journalist, author and playwright. He is the editor of Elephant Magazine, a quarterly magazine on contemporary art and visual culture. He lives with his wife and young son, and is from Mansfield, in the Midlands.
3.5 Sterne: Die Gestaltung sowie das Konzept des Buchs haben mich direkt angesprochen: Und zwar wird hier in verschiedenen Kapiteln die Stationen moderner Kunst nachgezeichnet. 🎨 Anfangs gibt es Einblicke in die Kunst von Duchamp, Warhol und Kusama. Der nächste Schauplatz ist eine Vorlesung, die weibliche Künstlerinnen und ihre Schwierigkeiten, anerkannt zu werden, in den Vordergrund stellt. Ein weiteres Thema ist die Straßenkunst, hier wird Keith Haring hervorgehoben. 🎨 Später wird aus Künstlersicht über Biennalen, die documenta und die Verhüllung des Reichstags gesprochen. Auch die Wichtigkeit von Galerien wird betont und das Aufkommen von BritArt, z. B. von Damien Hirst. Abgerundet wird das Buch durch eine Auktion in den 2010er Jahren, die von den erzielten Preisen moderner Kunst berichtet. 🎨 Der Autor Robert Shore versucht, eine Menge Kunstgeschichte in den rund 230 Seiten unterzubringen, auf seinen Überblick hatte ich mich gefreut. Doch insgesamt griffen die Kapitel für mich zu wenig ineinander, eine richtig überzeugende Einheit war die Lektüre für mich nicht. Um die Fakten unterzubringen, mussten die Protagonist:innen in den einzelnen Kapiteln oft genutzt werden, um Dinge zu erklären. Das wirkte manchmal etwas zu gewollt auf mich. 🎨 Ganz einverstanden hingegen war ich mit dem Fazit: „Zeitgenössische Kunst sprengt immer die Erwartungen“ und auch die Erklärung zu verschiedenen Künstler:innen und Kollektiven im Anhang fand ich gelungen. Hinzugelernt habe ich natürlich auch. Für mich insgesamt eine solide Graphic Novel, an die ich aber tatsächlich höhere Erwartungen hatte: ⭐️⭐️⭐️,💫/5.
Was macht ein Urinal, eine Dose Suppe, einen eingelegten Hai oder eine an die Wand geklebte Banane zu einem Kunstwerk? Blow Up! erzählt über einen Zeitraum von 100 Jahren die Geschichte revolutionärer Künstlerinnen und Künstler von Marcel Duchamp bis Andy Warhol, Yayoi Kusama, Jean-Michel Maurizio Cattelan, Joseph Beuys und vielen anderen.
«Ich dagegen sage, das Auge ist der Weg zum Gehirn. Das zeigen meine Readymades. Ein Fahrrad-Rad auf der Straße, ein Fahrrad-Radin einer Galerie. – Für das Auge macht das keinen Unterschied. Für das Gehirn schon.»
Was ist eigentlich Kunst? Und muss Kunst schön sein? Marcel Duchamp war als Soldat im Ersten Weltkrieg und er drückt seine Erlebnisse auf der Leinwand aus. Und er schleppte ein stinknormales Urinal in eine Ausstellung. Was als rebellischer Akt im Jahr 1917 begann, entwickelte sich zu einer globalen, milliardenschweren Kunstform. Das kam nicht gut an. Kunst provoziert und will zum Nachdenken animieren. Die hier vorgestellten Kunstwerke verursachten Entsetzen, einen Aufschrei und elektrisierten die Gesellschaft derart, dass es immer wieder zu explosiven Momenten kam, in denen Konventionen und Traditionen in die Luft gesprengt wurden.
Andy Warhols Dose Suppe, die Muster von von Yayoi Kusama, die die Welt eroberten, weil sie von der Leinwand auf Stoffe, Tapete und viele andere Dinge übertragen wurden. Joseph Beuys, der einen toten Hasen zur Kunst erklärte, auf der Dokumenta 7.000 Bäume pflanzen ließ und vieles mehr. Egal, wie lange die Menschen brauchen, um den jeweiligen Positionen etwas abzugewinnen, zeitgenössische Kunst widersetzt sich weiterhin dem Trott, stört die Gewohnheiten, regt neue Sichtweisen an und beweist, dass der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Kunst passt sich nicht immer an – sie springt gern weit aus dem Kasten der Erwartung heraus. Das Buch ist als Comic angelegt – in krachenden Farben – und führt uns durch das 20. Jahrhundert bis ins 21. hinein, zeigt, was Kunst kann, wie sie provozierte. Klasse gemacht! Das Buch ist allage, aber auch spannend für kunstinteressierte Jugendlich ab 14 Jahren.
Robert Shore ist Autor zahlreicher Bücher über zeitgenössische Kunst und Fotografie. Er hat lange als Kunstkritiker und als Herausgeber des «Elephant Magazine» gearbeitet
Eva Rossetti ist freiberufliche Comiczeichnerin und Illustratorin.
This graphic novel loosely joins artists of the 20th and 21st century through events such as the Documenta or actual collaboration such as in Warhol's factory not to create an art continuum but to showcase different explosive moments in recent art history, ending with Maurizio Catellan's banana that he taped to a wall of Art Basel Miami Beach. There is a strong emphasis on women artists (from Nikki de Saint Phalle to Yayoi Kusama), showing again and again that circumstances hindered great women artist's in the past to break through (also quoting art historian Linda Nochlin's essay on the topic). Eva Rossetti's illustrations mirror the dynamic art movements and this book gives a good overview of trends like the YBA, shifts from artists to gallerist and - somehwhat short and superficial - to NFTs. Some connections seem a little far-fetched, the choice of artists is not always evident. Still, this book speaks to graphic novel and art lovers alike and may also serve well as a reference book.
I recognize some of the names and contemporary art in this graphic novel nod to the explosion of contemporary art, but I think it felt more like a series of disconnected (yet connected through contemporary art) stories rather than a larger picture of HOW contemporary art blew up around the world. I would have like to have a more explicit narrative that pulled everything together. There were threads that were woven through but it wasn't tight enough to be solid storytelling.
It's provocative as were the artists themselves. It doesn't hide behind what (and that's always the question about WHAT constitutes art, right?) it could be, but tells the stories of who brought it to life including tragic ends and detours. I'd be interested in having an art person read it and tell me their thoughts.
With thanks to the Tandem Collective for sending me a copy of this book.
This was a fascinating graphic novel account of the story of modern art from Duchamps to current day. I realise how limited my own knowledge is, and this accessible book helped to fill in a lot of gaps. The art is bright and befitting a book about modern art, and the text was straightforward and thought-provoking. I particularly liked that there was a lot of emphasis on women in art, and how difficult it was for them to make it onto the scene in the twentieth century. Would definitely recommend this as an introduction to modern art.
This is the first graphic novel that I have ever read. I really enjoyed learning how contemporary art has grown over the years and I loved the illustrations. I highly recommend it and I will definitely read more graphic novels in the future. 💝 Thank you to Tandem Collective, the author, illustrator and publisher for my copy of the book in exchange for an honest review.