Isabel Flores genießt ihren Cortado in der Bar Castell im malerischen Dorf Sant Martí, als der friedliche Sommertag jäh durch eine Schreckensnachricht verdunkelt Ein kleines Mädchen ist verschwunden, am Strand entführt, und Hauptkommissar Tolo Cabot bittet seine ehemalige Kollegin Isabel um Hilfe. Als Ermittlerin war sie berühmt für ihren scharfen Verstand und ihre beinahe unheimliche Intuition, doch nun beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
Die ehemalige Kommissarin Isabel Flores hilft ihrer Mutter in der Ferienhausvermietung. Nachdem ihr Vater vor zwei Jahren zu früh verstorben ist, lebt Isabel auf Mallorca. Ihr neuer Job ist zwar auch etwas aufreibend, denn die Touristen können anspruchsvoll sein, aber ein wenig vermisst sie die Arbeit bei der Polizei doch. Und dann passiert in dem beschaulichen Ort das Unglaubliche. Ein achtjähriges britisches Mädchen ist spurlos verschwunden. Ihre Mutter hat ihr nur kurz den Rücken gekehrt, um zu bezahlen. Und die Kleine ward nicht mehr gesehen. Kurz darauf wird in einer Villa ein älterer Herr ermordet aufgefunden, der im Ort wohl angesehen war.
Mit diesem Reihenstart kann man Mallorca noch einmal neu kennenlernen. Isabel Flores erweckt den Eindruck, dass sie in sich ruht, meistens jedenfalls. Ihre neue Arbeit macht ihr Spaß und ihr zahmes Frettchen erdet sie, ist manchmal ihr bester Freund. Natürlich pflegt sie auch Umgang mit menschlichen Freunden. Sie genießt aber auch die Ruhe. Wegen der beiden Vorfälle, die sich natürlich nicht gut auf den Tourismus auswirken, wenn sie nicht schnell gelöst werden, bittet die Polizei sie um ihre Mithilfe. Sie war schließlich mal die jüngste Kommissarin und dafür bekannt, dass sie auch verzwickte Fälle gelöst hat.
Aus einem zwar grausamen, aber auf den ersten Blick eher unscheinbaren Mord, entwickelt sich ein Fall, der es wirklich in sich hat. Gemeinsam mit Isabel Flores kommt man zwar erst nach und nach dahinter, aber je weiter man kommt, desto spannender wird es. Beim Lesen stellt man sich bald die Frage, ob die beiden Fälle sogar zusammenhängen können. Selbst als neue Vermieterin von Ferienhäusern beweist Isabel, dass sie es als Kommissarin echt drauf hatte. Sie scheint der Polizei immer einen Schritt voraus zu sein. Vielleicht hilft es auch, dass Isabel sich in ihrem Ort auskennt und in der Gemeinschaft drin ist. So fallen ihr ungewöhnliche Verhaltensweisen eher auf als Außenstehenden. Und einen Parkplatz bekommt sie auch immer. Isabel Flores ist sympathisch und gewitzt. Im Wissen um einige ihrer persönlichen Hintergründe, versteht man gut, was ihre Beweggründe sind, was sie antreibt. Dazu schildert die Autorin noch die Inselidylle auf freundliche Art und Weise, so dass man denkt, es dürfte gerne mal wieder ein Urlaub auf Mallorca sein.
Ein verschwundenes Kind, zwei parallel laufende Ermittlungen und eine Ermittlerin mit außergewöhnlicher Intuition: In "Das Teufelshorn" von Anna Nicholas beginnt der erste Fall für Isabel Flores mit einem Paukenschlag – und einem Cortado im idyllischen Dorf Sant Martí auf Mallorca. Die Autorin, geboren 1961 in Kent, ist nicht nur ausgebildete Altphilologin, sondern arbeitete auch im PR-Team des Guinnessbuchs der Rekorde. Heute lebt sie als freie Autorin auf Mallorca – und genau dieses Lebensgefühl prägt auch ihren Krimi.
Worum geht’s genau? Isabel Flores hat sich nach ihrer Polizeikarriere in das verschlafene Dorf Sant Martí zurückgezogen, wo sie das ruhige Leben genießt – bis ein kleines Mädchen vom Strand verschwindet. Hauptkommissar Tolo Cabot, ein alter Kollege, bittet sie um Hilfe. Doch das ist nur der Auftakt: Bald schon tauchen Hinweise auf einen zweiten Fall auf, der mit einem lange zurückliegenden Mordfall zu tun hat. Isabel beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln, während die Guardia Civil eher wie Zuschauer agiert. Parallel dazu gerät auch ihr Privatleben in Bewegung – inklusive angedeuteter Romanze und kleinen Spannungen zwischen alten Freunden.
Meine Meinung Ich habe das Buch als Hörbuch (Rezensionsexemplar) gehört – vielen Dank an NetGalley.de und Diogenes Hörbuch. Was mich gleich angesprochen hat, war das wunderschöne Cover, das direkt Urlaubsstimmung vermittelt. Leider blieb es für mich bei der optischen Begeisterung zunächst. Die Geschichte konnte mich lange nicht packen, und ich habe tatsächlich kurz darüber nachgedacht, abzubrechen.
Schon zu Beginn werden sehr viele Figuren eingeführt, sodass ich mich schnell überfordert gefühlt habe – gerade im Hörbuch fällt es mir schwer, den Überblick zu behalten, wenn Namen und Rollen nur akustisch präsentiert werden. Dazu kam, dass die Story meiner Meinung nach lange nicht ins Rollen kam. Zwei Fälle werden parallel behandelt, was grundsätzlich spannend sein könnte, aber leider wird einer der beiden recht schnell und oberflächlich abgehandelt.
Zudem hatte ich ein gewisses Unbehagen mit der Art, wie Isabel als ehemalige Polizistin praktisch im Alleingang ermittelt, während die offiziellen Behörden wenig präsent oder effektiv sind. Das wirkt nicht besonders glaubwürdig, zumal die polizeiliche Arbeit auch eher schlampig dargestellt wird – bestimmte Hinweise oder Spuren, die eigentlich offensichtlich wären, werden viel zu spät erkannt.
Auch die Auflösung eines Falls war für mich wenig überraschend – ich hatte von Beginn an eine Ahnung, die sich am Ende als richtig herausstellte. Dadurch fehlte der Nervenkitzel. Dennoch: Gegen Ende kam etwas Spannung auf, die Figuren sind mir mit der Zeit ans Herz gewachsen und es gab so etwas wie einen kleinen Showdown, der mich wieder ein Stück weit versöhnt hat.
Sehr positiv hervorheben möchte ich die Atmosphäre: Die mallorquinische Kulisse ist wunderbar eingefangen – das Licht, die Geräusche, die Menschen. Man fühlt sich mitten im Dorfleben, bekommt Lust auf einen Urlaub abseits der Touristenströme. Leicht irritiert hat mich allerdings die ständige Betonung des Alters von Figuren („der alte XY“, „die alte XY“) – das mag zur dörflichen Erzählweise gehören, aber es wirkte irgendwann redundant. Und auch mit der Sprecherin bin ich nicht ganz warm geworden, weil meiner Meinung nach die einzelnen Charaktere nicht wirklich gut unterschieden werden konnte anhand der Sprechweise. Das ist bei einem Hörbuch aber enorm wichtig.
Fazit "Das Teufelshorn" ist ein solider, aber nicht überragender Einstieg in eine neue Krimireihe. Wer Lust auf mallorquinisches Flair und eine gemütlichere Ermittlerin hat, wird hier sicher auf seine Kosten kommen. Für mich war es eine durchwachsene Leseerfahrung mit Stärken in der Atmosphäre, aber Schwächen in Plot und Glaubwürdigkeit. Daher 3 von 5 Sternen.
Der erste Fall für die quirlige Isabel Flores, eine ehemalige Kriminalkommissarin
Während die kleine Miranda am Strand spielt, geht ihre Mutter derweil ins Lokal, um die Rechnung zu begleichen. Es dauert nicht lange, aber doch war dieser kurze Moment zu lange, denn Miranda ist verschwunden. Trotzdem dieser Strandabschnitt sehr belebt ist, hat keiner etwas bemerkt. Also wird die Polizei eingeschaltet. Der örtliche Polizeichef Tolo Cabot bittet so dann und wann seine ehemalige Kollegin Isabel um Hilfe, so auch jetzt.
Die ehemalige Kriminalkommissarin Isabel Flores war gut in ihrem Job und doch hat sie ihn gegen die schlecht laufende Ferienhausvermietung ihrer Mutter eingetauscht. Zwei Jahre ist das nun her. Home Sweet Home, wie ihre Agentur nun heißt, vermietet Luxusimmobilien im weiten Umkreis – ein Erfolgsmodell, das ihr erlaubt, einen Mitarbeiter einzustellen, den sie in dem jungen Pep, der zwischendurch gerne seine Musik bis zum Anschlag hochdreht, gefunden hat. Ach ja – Furó, das Frettchen, ist Isabels ständiger Begleiter, es gehört selbstverständlich auch zum Team.
„Das Teufelshorn“ ist ein Mallorca-Krimi, der erste Fall für Isabel Flores. Wie der Name schon sagt, hat dieses Teufelshorn eine besondere Bewandtnis, denn neben der Suche nach Miranda passiert noch so einiges. Eine Spur im Drogenmilieu führt in diese Unterwasserhöhle, auch haben sie es mit einem Mord zu tun und spätestens da kann auf Isabels scharfen Verstand und ihren legendären Spürsinn nicht mehr verzichtet werden. Und Isabel scheint magische Kräfte zu besitzen, in ihrer Nähe zwitschern die Vögelchen (sprich die Bösen) mit einer beinahe unheimlichen Wonne.
Der Krimi kommt daher wie eine leichte Sommerbrise, trotzdem es Tote gibt, und das nicht zu knapp. Und gelogen wird auch, was das Zeug hält. Isabel fährt nicht nur privat einen uralten gelben Fiat, sie leiht sich aber ganz gerne Peps Motorrad, denn das ist schnell und wendig. Die beiden verstehen sich auf kollegialer Ebene super, überhaupt fließt viel Zwischenmenschliches in die komplexe Ermittlungsarbeit mit hinein. Isabels Mutter bittet so dann und wann zu Tisch, die Landschaftsbeschreibungen sind direkt zum Wegträumen, die Dorfbewohner von Sant Martí sind vollauf mit den Vorbereitungen ihres jährlichen Festes beschäftigt, Isabel kann sich da nicht einfach davonmogeln. Und doch steht die Polizeiarbeit im Mittelpunkt, auch sind Drogen im Spiel, Isabel ist so richtig gefordert.
Was mir einen Ticken zu viel war, ist dieser fast schon überirdische Spürsinn. Ohne Isabel geht gar nichts, die Polizeistation ist permanent unterbesetzt und sie schafft gefühlt alles im Alleingang, trotzdem sie auch mit ihrer Agentur genug zu tun hätte. Das Buch liest sich trotz dieser Überzeichnungen dank des flotten Schreibstils und der kurzweiligen Story dann doch ganz gut, sodass ich meine 3 ½ Sternebewertung aufrunde.
»Das Teufelshorn« ist ein Kriminalroman von Anna Nicholas, der 2025 bei Diogenes in der Übersetzung von Alexandra Berlina und Eva Regul erschienen ist. Der Titel der englischen Originalausgabe lautet »The Devil’s Horn« und ist 2019 erschienen.
Zum Autor: Anna Nicholas, geboren 1961 in Rochester, Kent, studierte Englische Literatur und Altphilologie, bevor sie unter anderem für das ›Guinnessbuch der Rekorde‹ die Public Relations verantwortete. Nach vielen Jahren auf Reisen lebt sie heute als freie Autorin auf Mallorca.
Zum Inhalt: Isabel Flores betreibt eine Hausvermietungsagentur auf Mallorca. Als ein Kind entführt wird bittet sie ihr ehemaliger Kollege Hauptkommissar Tolo Cabot um Hilfe und als in ihrem Dorf ein alter Mann umgebracht wird, bittet der Bürgermeister Isabel um Unterstützung.
Meine Meinung: Der Einstieg hat mir sehr gefallen mit einer sympathisch wirkenden Hauptfigur und dem Flair eines dörflichen Mallorca. Isabel Flores ist in ihrem Dorf akzeptiert und geachtet. Sie geniest ihren Job und ihr Leben. Sie hat sehr gute Kontakte, ist aufmerksam und ihre Intuition ist ihr bestes Kapital. Verständlich, dass sie bei der Kindesentführung und dem Mord um Unterstützung gebeten wird. Dann kümmert sie sich auch noch um zwei zusammengeschlagene Fischer und eine verängstigte junge Frau und bei der Organisation des Dorffestes mischt sie auch noch mit. Das war mir dann einfach zu viel der Aufgaben für eine einzelne Person. Sie widmet sich all diesen Aufgaben und liefert mehr Ergebnisse als die Kriminalpolizei und die Guardia. Welch eine tolle Frau und fast erwartet startet sie noch einen Alleingang. Zu diesem Zeitpunkt hatte mein Lesevergnügen schon einen herben Dämpfer erfahren. Am Ende sind alle Fälle sauber und nachvollziehbar gelöst. Jeder dieser Fälle war eindrucksvoll und spannend, aber zusammen war es schlicht zu viel. Selbst der Schuss Romantik am Ende des Buchs hat mich eher gestört als überzeugt.
Fazit: Ein Krimi mit einer interessanten Lokation, einer sympathischen Hauptfigur und einem angenehmen Schreibstil, dessen Heldin aber Superwoman und Wonderwoman alt aussehen lässt. Hier wäre weniger deutlich mehr gewesen. So fällt meine Bewertung auf drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten) zurück. Jeder mag selbst entscheiden, ob ihm dieser Stil gefällt.
Isabel Flores genießt ihren Cortado in der Bar Castell im malerischen Dorf Sant Martí, als der friedliche Sommertag jäh durch eine Schreckensnachricht verdunkelt wird: Ein kleines Mädchen ist verschwunden, am Strand entführt, und Hauptkommissar Tolo Cabot bittet seine ehemalige Kollegin Isabel um Hilfe. Als Ermittlerin war sie berühmt für ihren scharfen Verstand und ihre beinahe unheimliche Intuition, doch nun beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
„Das Teufelshorn“ ist der Start eine Mallorca-Krimireihe von Anna Nicholas.
Anna Nicholas entführt ihre Leser*innen nach Mallorca. Als Leser*in ist man zu Beginn gleich bei der Entführung eines kleinen Mädchens dabei. Jetzt ist schon eine gewisse Spannung aufgebaut. Dann lernt man erst einmal Isabel Flores kennen. Sie war früher Kommissarin, zurzeit kümmert sie sich um die Vermietung der Ferienhäuser ihrer Mutter. Als ihr früherer Kollege Hauptkommissar Tolo Cabot sie um Hilfe bittet, um das entführte Mädchen zu finden, spürt Isabel, dass ihr Jagdinstinkt noch vorhanden ist. Schon in ihrer Zeit als Kommissarin in Palma hat Isabel Entführungsfälle bearbeitet. Die Ermittlungen bringen Isabel zu der Drogenszene. Als auch noch ein Mann ermordet wird, soll Isabel auch hier bei den Ermittlungen Dabeisein.
Wer schon einmal die Insel besucht hat, wird viele bekannte Orte wiederentdecken. Die Autorin beschreibt die Insel sehr detailliert. Ich habe die schöne Landschaft und die Orangenplantagen förmlich vor mir gesehen und hatte den Geruch der Blüten in der Nase. Auch die Protagonisten werden gut in Szene gesetzt. Es sind viele Personen in dem Kriminalroman involviert und man braucht etwas, um alle richtig zuordnen zu können. Die Ermittler gefallen mir gut, besonders Isabel ist eine starke Persönlichkeit und mir gleich sympathisch gewesen.
Der Fall des entführten Mädchens und des ermordeten Mannes wird spannend geschildert. Es kommen immer wieder kleine Details zu Tage, die zum Täter führen sollen. Es macht Spaß mitzuraten, dabei machte es Anna Nicholas ihren Leser*innen nicht einfach.
„Das Teufelshorn“ ist ein spannender Kriminalroman mit schönem Setting. Ich freue mich schon auf den 2. Band.
Isabel Flores ist auf das heimische Mallorca zurückgekehrt, da sie ihr letzter Fall als spanische Kommissarin emotional zu sehr in Beschlag genommen hat. Sie genießt die malerische Umgebung und leitet eine Ferienhausvermittlung. Eines Tages verschwindet aber ein sechsjähriges Mädchen spurlos und die Ermittler bitten Isabel aufgrund ihrer gemachten Erfahrung bei der Suche zu helfen. Obwohl sie dies eigentlich nicht mehr wollte, holt sie ihr Ehrgeiz wieder ein und beginnt mit den Recherchen. Kurze Zeit später wird ein älterer Mann auf der Insel ermordet und wo sie gerade einmal ermittelt, versucht sie auch hier zu unterstützen. Stehen die beiden Fälle vielleicht sogar in Verbindung?
Die britische Autorin Anna Nicholas hat mit "Das Teufelshorn" aus meiner Sicht einen spannenden und unterhaltsamen Kriminalroman in malerischer Kulisse veröffentlicht. Sie erzählt die Geschichte in einem leicht zugängigen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich schnell auf die spanische Insel entführte. Der Spannungsbogen wird mit dem vermissten Mädchen gut aufgebaut und über die immer komplexer werdenden Ermittlungsarbeiten auf einem für mich hohen Niveau gehalten. Die ermittelnde Hauptprotagonistin wird interessant und sehr sympathisch charakterisiert, so dass es Spaß macht, sie auf ihrer Suche nach dem kleinen Mädchen und dem Mörder des älteren Mannes zu begleiten. Geschickt bindet Anna Nicholas die herausragende Kulisse, in der sie mittlerweile selber wohnt, in die Story ein, was dem Buch auch seinen Charme verleiht. Das Ganze konnte mich bis zum spannenden Finale in den Bann ziehen und die gut nachvollziehbare Auflösung rundet alles gut ab.
Insgesamt ist "Das Teufelshorn" ein aus meiner Sicht gelungener Regionalkrimi, der sich idealerweise als Urlaubslektüre anbietet. Das Buch konnte mich mit einer durchdachten Story, einer mehr als charmanten Ermittlerin und einem wohldosierten Lokalkolorit überzeugen, so dass ich es gerne weiterempfehle und mit guten vier von fünf Sternen bewerte.
Isabel Flores, ehemalige Kommissarin, kehrt dem spanischen Festland den Rücken und zieht zurück in ihr Heimatdorf Sant Martí auf Mallorca. Dort übernimmt sie den kleinen Betrieb ihrer Mutter – eine charmante Ferienhausvermittlung – und baut ihn weiter aus. Obwohl sie erst Anfang 30 ist, genießt sie das ruhige Leben fernab des Polizeialltags. Der endgültige Auslöser für ihren beruflichen Wechsel war das mysteriöse Verschwinden ihres Onkels vor zwei Jahren. Die damaligen Ermittlungen verliefen schleppend, Spuren in Richtung Drogen, Korruption und Kolumbien wurden nie ernsthaft verfolgt.
Doch ihre neue Idylle wird jäh unterbrochen, als ein achtjähriges Mädchen mitten am Tag an einem belebten Strand spurlos verschwindet. Die Mutter war nur einen Moment unaufmerksam. Isabels ehemaliger Kollege, Polizeichef Tolo Caboti, bittet sie um Hilfe – Entführungen waren einst Isabels Spezialgebiet. Zunächst zögert sie, doch dann stimmt sie zu. Kurz darauf wird eine Leiche gefunden ...
Ein Krimi ganz nach meinem Geschmack: spannend, fesselnd und flüssig zu lesen. Was dieses Buch jedoch deutlich von anderen Krimis abhebt, ist die liebevoll eingefangene Atmosphäre. Die mallorquinische Lebensart zieht sich durch jede Seite – gemütliche Szenen, festliche Abende, köstliches Essen und die charmanten Eigenheiten der Inselbewohner stehen im Mittelpunkt. Ich konnte förmlich den Geschmack der mit Vanille gefüllten Ensaïmadas auf der Zunge spüren, die würzige Sobrasada riechen und den mallorquinischen Wein schmecken. Der Roman hat mich direkt auf meine Lieblingsinsel entführt – fast wie ein Kurzurlaub zwischen den Seiten.
Die neue Ermittlerin Isabel Flores ist sympathisch, klug und hat ein feines Gespür – nicht nur für Verbrechen, sondern auch für das Leben. Wer spannende Krimis liebt und sich nach einem Ausflug ins mallorquinische Inselflair sehnt, wird hier voll auf seine Kosten kommen. 5/5
Mallorca von der schönen Seite – trotz Verbrechen Ein friedlicher Sommertag im malerischen Dorf Sant Martí wird plötzlich durch eine Schreckensnachricht unterbrochen. Am Strand wurde ein kleines Mädchen entführt. Isabel Flores hat ihre Arbeit bei der Polizei zwar aufgegeben, ermittelt auf Bitte des Polizeichefs Tolo Cabot ausnahmsweise doch wieder. Denn in diesem Fall sind sowohl ihr scharfer Verstand als auch ihre Intuition gefragt. Das Cover ist in bewährter Diogenes-Tradition gehalten; gleißende Sonne, Orangenbaum und ein Dorf auf den Hügeln verheißen noch nichts von einem Verbrechen. Die Kapitel sind kurz, der Schreibstil fließend uns sehr geeignet für diesen Wohlfühlkrimi. Detailreiche Beschreibungen der Umgebung, der Charaktere und der Lebensart lassen einen sofort auf der spanischen Insel ankommen. Immer wieder gibt es Verweise zu mallorquinischen Traditionen oder Speisen, und ab und zu sind mallorquinische Wörter eingestreut. Die Protagonistin Isabel, Bel genannt, ist eine selbstbewusste Frau knapp über dreißig, die fest im Leben steht. Genau wie sie sind auch die anderen Charaktere lebensnah gezeichnet und man erhält einen guten Überblick über die Dorfgemeinschaft, die wohl auch in den nachfolgenden Teilen eine Rolle spielen wird. Bel muss nicht nur im Entführungsfall ermitteln, denn plötzlich gibt es im friedlichen Dorf weitere Tote. Dabei entsteht auch eine Verbindung zu Bels Onkel, der vor Jahren verschwunden ist. So kommt es in dieser gut durchdachten Geschichte zu unerwarteten Wendungen; die verschiedenen Handlungsstränge sind geschickt miteinander verknüpft. Insgesamt ist mit diesem Auftakt zur Reihe um die Ex-Ermittlerin Isabel Flores ein gelungener Krimi entstanden. Mit viel Lokalkolorit konfrontiert, dürfen die Leser in eine andere Welt eintauchen; in ein Mallorca fernab von Massentourismus. Das Lesen des Buchs ist an keine Jahreszeit gebunden, denn man landet automatisch im Sommer – trotz der Morde fühlt man sich dort wohl.
Ein schöner Mallorca-Roman, aber leider kein gelungener Krimi.
Darum geht's:
Eigentlich hat Isabel Flores ihre Karriere bei der Polizei hinter sich gelassen. Doch als ein kleines Mädchen verschwindet und mehr und mehr Morde geschehen, beschließt sie noch einmal zu ermitteln.
Das Teufelshorn (keine Ahnung wie dieser Titel mit dem Inhalt zusammenhängt) ist ein toller Roman über das Leben auf Mallorca, aber meiner Meinung nach kein besonders gelungener Krimi.
Isabel Flores ist eine vielschichtige und dadurch besonders sympathische Protagonistin. Eigenheiten wie Sonnenblumenkerne und Chupa Chups als Lieblingssnack sowie ihr Frettchen Furó haben mich oft zum Grinsen gebracht. Als Ermittlerin scheint Isabel allwissend und psychologisch hellsehend zu sein. Das und die Tatsache, dass sie quasi eine Flasche Wein pro Tag konsumiert, haben mir nicht wirklich zugesagt und vermitteln meiner Meinung nach auch ein schwieriges Bild. Darüber hinaus gibt es in Anna Nichols Roman eine riesige Anzahl an Charaktere die oft nicht zur Geschichte und deshalb zur Verwirrung der Lesenden beitragen. Das mallorquinische Leben und alle die dazu gehören haben mir hingegen beim Lesen viel Spaß bereitet und das Gefühl eines warmes Sommertages hinterlassen.
Warum das Buch kein guter Krimi für mich war? Neben einem doch eher vorhersehbaren Ende hat meiner Meinung nach die Polizeiarbeit eine eher untergeordnete Rolle gespielt. Alle die schonmal eine Krimi-Serie geschaut haben können vermutlich bestätigen, dass eine Kindesentführung weder entspannt noch über den Zeitraum von zwei Wochen gelöst wird. Auch die Zusammenführung der drei Handlungsstränge hat für mich nicht überall Sinn ergeben.
Für alle die eine schöne Sommergeschichte mit ein bisschen Abenteuer lesen wollen ist das Buch jedoch perfekt geeignet!
Als Fan des Thriller-Genres muss ich diesen Krimi als eher leichte Urlaubslektüre einstufen, die Urlaubserholung verdirbt er aufgrund eines hoch angesiedelten Spannungsfaktors eher nicht ;-), auf Gewalt wird verzichtet, das ist wiederum angenehm. Das Cover ist sehr schön gestaltet, passend gewählt, sowohl zum Krimistil als auch zum Schauplatz, die nicht immer stille Bewunderung für die herrliche mallorquinische Gegend und Lebensweise setzt sich auch (manchmal ein wenig zu viel) im Inhalt fort. Die vor Ort lebende Hauptprotagonistin Isabel Flores Montserrat ist eine uneingeschränkt sympathisch besetzte Ermittlerfigur, mit nahezu Superkräften; an und für sich bereits aus dem Kriminaldienst ausgetreten, aber aufgrund eines Ersuchens hilfreich zur Stelle. Ein achtjähriges Mädchen ist unbemerkt vom Strand verschwunden und die Zeit läuft…. Die Autorin Anna Nicholas schreibt locker, leicht und flüssig in zwei durchaus nachvollziehbare Handlungssträngen, denen gut zu folgen ist. Für mich alles in allem ein angenehmer zu lesender Urlaubskrimi, den man auch mal aus der Hand legen kann um später weiterzulesen, für Handlung, Sprache und das viele positive Feeling gibt es von mir 4 Sterne.
Zum Inhalt: Eigentlich möchte Isabel nur ihren Cortado genießen, doch dann kommt eine schreckliche Nachricht. Ein kleines Mädchen wurde am Strand entführt. Der Polizeichef Tolo Cabit bittet seine frühere Kollegin Isabell um Hilfe, da sie mit scharfem Verstand und einer ungeheuren Intuition hat. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Meine Meinung: Es geht gleich spannend los mit der Entführung. Eigentlich arbeitet Isabel nicht mehr als Kommissarin sondern betreibt einen Ferienhausvermittlung. Doch als der ehemalige Kollege sie um Hilfe bittet, kann sie nicht anders als zu helfen. Die beiden arbeiten sehr gut zusammen und die Ermittlungen gestalten sich spannend und sind vielschichtiger als zunächst anzunehmen war. Ich hatte das Gefühl, dass auch der Schauplatz Mallorca gut rüber gebracht wurde. Der Schreibstil war gut. Ich hatte auch Gelegenheit das Hörbuch zu genießen und das war auch sehr gut gelesen. Fazit: Gute Unterhaltung
"Das Teufelshorn" hätte wirklich viel Potenzial gehabt. Und was auf jeden Fall auch gut funktioniert, ist das Setting. Mallorca wird sehr liebevoll dargestellt und Nichols schafft eine gute Atmosphäre.
Das ist aber irgendwie leider auch schon alles. Nicht nur, dass die Auflösung der Fälle (mindestens die des Falls Miranda) super offensichtlich ist, die Rolle von Isabel ist absolut überzogen. Es gibt nicht, was sie nicht kann. Sie findet alles raus. Alle lieben sie. Sie macht alles alleine - was nicht nur mega unrealistisch ist, sondern sämtliche offizielle Polizei auch enorm dumm aussehen lässt - behält aber alles für sich, bis sie das Puzzle ganz lösen kann. Sie ist die absolute Heldin der Geschichte, aber natürlich ganz bescheiden und niemand soll es erfahren.
Wirklich eine ganz schreckliche Art, einen Charakter zu zeichnen und eine Geschichte zu erzählen. Das hat mir leider wirklich das Lesevergnügen komplett genommen.
Isabel Flores, feurig, ehrlich, ehemalig berühmte Ermittlerin und eine Mallorquinerin wie sie im Buche steht. In Anna Nicholas erstem Roman der Isabel Flores Reihe geht es um Ein verschwundenes Mädchen und ein schrecklicher Mord.. Zufall oder hängen beide zusammen? Isabel, ein Cortado nach dem anderen, wird um Hilfe gebeten und findet sich von heute auf morgen in einem Wettlauf gegen die Zeit. Leicht, sommerlich, mit Witz und Spannung geschrieben. Perfect für den nächsten Mallorca Urlaub